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Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED) - Ursachen, Symptome, Diagnose & Behandlung

Inhalt
Inhaltsverzeichnis

Wissenswertes zu chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen

Abkürzung: CED

Betroffene: 420.000 bis 470.000 in Deutschland

Erkrankungen: Morbus Crohn & Colitis ulcerosa

Prognose: Chronische Erkrankungen, nicht heilbar

Definition: Was ist eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung (CED)?

Der menschliche Darm ist ein sehr sensibles Organ. Ist etwas nicht in Ordnung, reagiert er schnell und kräftig. Beschwerden wie Durchfälle, Übelkeit oder Erbrechen sind sehr unangenehm, zum Teil schmerzhaft und schränken die Lebensqualität ein. Ist der Darm erkrankt, leidet also der gesamte Organismus. Nun stelle man sich einmal vor, dass dieser Zustand chronisch wäre.

Die Krankenkasse BARMER GEK geht in ihrem „Gesundheitswesen aktuell” aus dem Jahre 2012 davon aus, dass in Deutschland etwa 420.000 bis 470.000 Menschen an einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa leiden. Aussichten auf eine Heilung dieser Krankheiten gibt es nicht. Ziel der Behandlung ist es, den Betroffenen das Leben erträglicher zu gestalten.

Funktionsweise des Darms

Der menschliche Darm hat die Aufgabe der Verdauung. Konsumierte Nahrung wandert vom Mund, durch die Speiseröhre in den Magen und von dort weiter in den Darm, wo sie verdaut wird. Im Zuge dieses Prozesses wird die Nahrung erst zerkleinert, dann aufgeweicht und im Darm werden schließlich die Nährstoffe ins Blut aufgenommen.

Der Darm unterteilt sich über seine Länge von etwa 5,5 bis 7,5 m in die Bereiche Dünn- und Dickdarm auf. Während die Nahrung durch den Verdauungskanal sich bewegt, sorgen die einzelnen Darmabschnitte dafür, dass die Nährstoffe rausgelöst und aufgenommen werden können. Was nicht verwertet wird, wird ausgeschieden.

CED Arten – Welche chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen gibt es?

Morbus Crohn und Colitis ulcerosa stellen zwei verschiedene entzündliche Erkrankungen dar, die beide das Verdauungssystem schädigen. Sie verlaufen unterschiedlich und sind schwer vorherzusagen. In vielen Fällen zeichnet sich der Krankheitsverlauf durch einen Wechsel von symptomarmen Phasen und langdauernden Perioden aus, in denen die Entzündungen aufflammen.

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen gelten inzwischen als Zivilisationskrankheiten. Trotz verbessertem Lebensstandard und höheren hygienischen Bedingungen nehmen die Anzahl an Erkrankungen zu. Männer und Frauen erkranken etwa gleich häufig, wobei Einzelkinder häufiger betroffen sind, als wenn es Geschwister gibt. Diagnostiziert werden Neuerkrankungen häufig zwischen dem 16. und 35. Lebensjahr. Es gilt: Je früher eine CED diagnostiziert wird, umso ausgeprägter ist der Krankheitsverlauf.

Die Ursachen von Morbus Crohn und Colitis ulcerosa bleiben unbekannt. Experten nehmen an, dass Betroffene dafür eine genetische Veranlagung aufweisen und bestimmte Umweltfaktoren die Krankheit auslösen.

Was ist Colitis ulcerosa?

Die Colitis ulcerosa gilt als typische Erkrankung des Dick- und Enddarms. Die Entzündung beginnt in vielen Fällen im Enddarm und breitet sich nach oben in den Dickdarm aus.

Sie betrifft meistens die oberste Schicht der Schleimhaut und nicht die tieferen Gewebeschichten. In der Schleimhaut sorgt Colitis ulcerosa dann für schmerzhafte Entzündungen, die zahlreiche Folgen haben. Nach langjähriger Erkrankung erhöht sich das Risiko, an Dickdarmkrebs zu erkranken.

Was ist Morbus Crohn?

Der Morbus Crohn kann überall im Verdauungssystem auftreten, auch gleichzeitig in mehreren Abschnitten des Darms. Beschränkt sich die Entzündung auf den Dickdarm, so sprechen Mediziner von der Crohn’schen oder granulomatösen Colitis.

Der Morbus Crohn befällt die tieferen Schichten des Gewebes in der betroffenen Region. Es kommt zu zahlreichen Entzündungen der Darmwand. Die häufigsten Symptome sind schmerzhafte, wochenlange Durchfälle sowie typische Entzündungsmerkmale (Fieber, Abgeschlagenheit, …).

Unterschiede von Morbus Crohn & Colitis ulcerosa

Die Unterschiede der beiden Krankheiten liegen primär darin, welcher Bereich des Verdauungstraktes betroffen ist. Morbus Crohn kann den gesamten Verdauungstrakt befallen, während Colitis ulcerosa regulär nur Dickdarm und Rektum befällt. Unterschiedlich ist ebenfalls, welcher Teil er Darmwand betroffen ist. Die beiden Erkrankungen breiten sich auch etwas unterschiedlich aus.

Auch wenn die Symptomatik recht ähnlich verläuft, gibt es ein paar unterschiedliche Komplikationen, die weiter unten erläutert werden.

Unterschied zw. Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa

Was ist das Reizdarmsyndrom (RDS)?

Auch ein Reizdarmsyndrom bzw. Irritables Darmsyndrom (IDS) sorgt für Schmerzen und zahlreiche Beschwerden des Darms wie Blähungen, Durchfall oder Verstopfungen. Die Ursachen sind ebenfalls unbekannt, es wird von Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Infektionen und Stress ausgegangen.

Obwohl diese Krankheit auch chronisch verlaufen kann, ist sie von den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen abzugrenzen. Zur Diagnostik findet jedoch häufig eine Untersuchung nach einer CED als Ursache statt.

Symptome CED – Anzeichen von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen

Die Symptomatik dieser beiden Erkrankungen verläuft grundsätzlich recht ähnlich. Viele Symptome gehen auch mit ähnlichen Krankheiten einher wie dem Reizdarmsyndrom. Deswegen wird der genauen Diagnostik bei Darmkrankheiten einen hohen Stellenwert eingeräumt.

Die Symptome von Morbus Crohn und Colitis ulcerosa, also von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, verlaufen schubweise. Betroffene können eine ganze Zeit völlig symptomlos leben, entsprechende Beschwerden treten dann aber entweder allmählich oder sehr abrupt in Erscheinung. Auch in Abhängigkeit des jeweils betroffenen Darmabschnitts können die Symptome variieren.

Typische Symptome einer CED

  • Chronischer Durchfall (mit oder ohne Blut)
  • Erbrechen
  • Bauchkrämpfe
  • Blut im Stuhl
  • Gewichtsabnahme, Mangel- oder Unterernährung
  • Fieber (in schweren Fällen)
  • Schmerzen, meist im rechten Unterbauch
  • Manchmal ertastet der Arzt einen schmerzhaften Widerstand im Bauch
  • Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust
  • Blutarmut
  • Fissuren, Fisteln oder Abszesse am After (vor allem beim Morbus Crohn)
  • Toxisches Megakolon (bei Colitis ulcerosa)
  • Manchmal können Augen, Gelenke, Leber, Gallenblase und Haut betroffen sein

Personen mit Morbus Crohn weisen ein erhöhtes Risiko für Geschwüre im Verdauungstrakt auf. In manchen Fällen sitzen die Geschwüre so tief, dass sie durch die gesamte Wand des Dickdarms reichen und abnorme Gänge zwischen Dünn- und Dickdarm (Fisteln) bilden. Unter Umständen brechen sie bis zur Oberfläche der Haut oder der Scheide durch. Betroffene der Colitis ulcerosa haben als zusätzliche Komplikation ein erhöhtes Dick- und Enddarmkrebs-Risiko.

Zu anderen Komplikationen der chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) gehören Rückenschmerzen, Knochenschwund, Nieren- und Gallensteine.

Diagnose CED – Eine Chronisch-entzündliche Darmerkrankung erkennen

Aufgrund einer ähnlichen Symptomatik der beiden chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen muss viel Wert auf die Diagnostik gelegt werden. Sowohl die Abgrenzung zu anderen Erkrankungen wie dem Reizdarmsyndrom und Infektionen als auch der beiden Krankheiten Morbus Crohn und Colitis ulcerosa selbst, gestaltet sich schwierig. Gastroenterologen sind auf diese Art der Erkrankungen spezialisiert, es muss hier mit dem Hausarzt besprochen werden, ob eine Überweisung durchgeführt werden kann.

Grundsätzlich benötigt die Diagnostik in der Regel mehr als eine Untersuchung, bis die Diagnose steht. In einem ersten Schritt schafft sich der behandelnde Arzt mit einer Anamnese einen Überblick. Danach folgt die CED Diagnostik.

CED Untersuchung

  1. Abtasten: Nach der Anamnese wird eine Tastuntersuchung durchgeführt, um Druckschmerzen und tastbare, verdickte Darmstrukturen aufzuspüren.
  2. Blutuntersuchung: Diese dient dem Nachweis einer Infektion. Gleichzeitig gibt es zwei neuere Tests, die bestimmte Antikörper aufzeigen können, die unter Umständen eine Unterscheidung zwischen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa ermöglichen. Sie heißen perinukleärer antineutrophiler zytoplasmatischer Autoantikörper (pANCA)-Test und Anti-Saccharomyces cerevisiae-Antikörper (ASCA)-Test. Deren Trefferquote beträgt jedoch etwa 70 % bis 80 %.
  3. Stuhlproben: Um andere Erkrankungen wie Parasiten auszuschließen, werden Stuhlproben entnommen und analysiert. Die Probe wird auch hinsichtlich einer bakteriellen Infektion untersucht.
  4. Bildgebende Verfahren und Biopsie: Durch bildgebende Verfahren wie dem Röntgen und einer Endoskopie, ggf. mit Entnahme von Gewebeproben, lässt sich am deutlichsten feststellen, ob einer Erkrankung vorliegt. Je nach zu untersuchendem Teil des Magen-Darm-Traktes finden unterschiedliche Endoskopien Anwendung.
  5. STDs: Sexuell übertragbare Erkrankungen wie Tripper und Chlamydien müssen ausgeschlossen werden.

Ursachen von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen

Betroffene müssen stark sein, denn warum sich der Darm auf diese Weise chronisch entzünden kann, ist bislang noch ungeklärt. Die landläufige Meinung sagte noch vor einigen Jahren, dass es sich um eine Schwäche des Immunsystems (Autoimmunerkrankung) handeln müsse. Dabei attackiert das Immunsystem plötzlich aus unbekannten Gründen die Zellen der Darmschleimhaut und schädigt sie nachhaltig.

Doch nun ändert sich diese Sichtweise: Neue Studien zeigten, dass ein Versagen der angeborenen Abwehr gegen Darmbakterien der Auslöser für die Krankheiten ist. Die chronische Entzündung ist folglich als Reaktion und Antwort auf diese Abwehrschwäche zu verstehen. Inzwischen hat sich herauskristallisiert, dass die Entzündung als Folge einer defekten Immunbarriere entsteht.

Was ist eine defekte Immunbarriere?

Unter einer defekten Immunbarriere wird verstanden, dass Bakterien aus dem Darm in die empfindliche Darmschleimhaut eindringen können. Dort lösen sie verschiedene Reaktionen aus, indem Entzündungszellen aktiviert werden.

Studien zeigten, dass sich besonders bei Morbus Crohn Bakterien auf der Schleimhaut direkt festsetzen, die bei Gesunden nicht zu finden sind. Es handelt sich hierbei um eine Schwäche der Darmabwehr gegen diese Bakterien.

Durch diese Abwehrschwäche direkt an der Darmoberfläche dringen Bakterien in die Schleimhaut ein. Nur als Folge davon, nicht als Ursache dafür, tritt die Entzündung auf: Die Entzündungszellen reagieren konsequenterweise auf das Eindringen der Bakterien und greifen die Mikroorganismen an, weil das Immunsystem diese zu Recht als „fremd” erkennt. Folge und zugleich Auslöser der klinischen Symptome ist dann eine chronische Entzündung – als Antwort auf die Abwehrschwäche mit dem Ziel, den keimfreien Zustand des gesunden Gewebes zu erreichen.

Ursachen chronische Darmerkrankungen

Genetische Veranlagung: Wird eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung vererbt?

Forscher sind sich ziemlich einig darüber, dass es eine Veranlagungskomponente bei der CED gibt. Etwa 20 % der Morbus Crohn Betroffenen verfügen über einen Gendefekt. In ihrem Erbgut gibt es ein verändertes Gen NOD2(=CARD15), welches mit der Erkrankung im engen Zusammenhang steht.

Da aber nicht alle Patienten über diesen Gendefekt verfügen und es auch Personen gibt, die trotz Gendefekt nicht erkranken, ist die erbliche Vorbelastung nur ein Aspekt bei der Erkrankung. Inzwischen wird davon ausgegangen, dass eine Reihe von Gründen zusammenspielen, damit die Krankheit ausbricht.

Risikofaktoren für eine chronisch-entzündlichen Darmerkrankung

Vor allem Personen, die über den Gendefekt verfügen, zählen zur Hochrisiko-Gruppe. Besitzt eine Person eine Mutation in einem NOD2-Gen, so kann von einem 2,5-fachen erhöhten Risiko für Morbus Crohn ausgegangen werden. Zwei Mutationen innerhalb desselben Gens erhöhen das Risiko bereits um den Faktor 40. Sind beide NOD2-Gene mutiert, ist von einem 100 % Risiko auszugehen. Auch Mutationen in anderen Genen können Risikofaktor für Morbus Crohn darstellen.

Abgesehen von der erblichen Vorbelastung wurde bisher ein höheres Risiko bei Rauchern festgestellt. Es ist darüber hinaus davon auszugehen, dass auch die Ernährung einen Einfluss auf die Risken hat, an einer CED zu erkranken. Zuletzt spielt auch die Hygiene eine wichtige Rolle. Ausgeschlossen kann bisher eine psychische Komponente, wobei insbesondere Stress große Auswirkungen auf die Darmtätigkeiten haben kann.

CED Therapie – Wie werden chronisch-entzündliche Darmerkrankungen behandelt?

Auch wenn die beiden Formen der chronisch-entzündlichen Darmerkrankung zu Beginn vielen als harmlos erscheinen, wenn die Schübe noch nicht so häufig kommen und die Beschwerden noch nicht so gravierend sind, darf man sie jedoch keineswegs unterschätzen. Wenn sich die Entzündung ausweitet, treten die Schübe häufiger auf und die Symptome werden schlimmer. Durch blutige Durchfälle geht oft so viel Blut verloren, dass es zu einer regelrechten Blutarmut kommen kann.

Es droht eine Unterversorgung mit lebenswichtigen Nährstoffen – insbesondere auch Vitaminen (vor allem den fettlöslichen Vitaminen A, D, E und K). Denn die entzündete Darmschleimhaut nimmt die Nahrung nicht mehr richtig auf. Betroffene nehmen ab, werden schwächer und für andere Krankheiten anfälliger.

Welche Medikamente helfen bei einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung?

Medikamente können die CED nicht heilen, sie versprechen aber eine Linderung der teilweise sehr schmerzhaften Symptome. Die Gabe von Medikamenten ist daher ein wichtiger Teil einer Therapie. Je nach Erkrankung und Schweregrad hilft ein Medikament oder eine Kombination aus Präparaten muss verabreicht werden.

Als erstes kommen häufig in der Behandlung entzündungshemmende Medikamente wie Mesalazin (z. B. Azulfidine®), Olsalazin (z. B. Dispenum®) und Sulfasalazin (z. B. Claversal®) zum Einsatz. Die Strategie besteht hier im Blocken der Entzündungszellen, insbesondere wenn ein akuter Schub Schmerzen verursacht. Ist die Entzündung besonders schlimm, werden Kortikosteroide („Kortison”) wie Prednison, Methylprednisolon und Hydrocortison eingesetzt.

Immer häufiger kommen sogenannte Immunmodulatoren zum Einsatz. Mit diesen „Biologika” soll ein überaktives Immunsystem wieder normalisiert werden. Die dabei am häufigsten verordneten Substanzen sind Azathioprin (z. B. Imurek®) und 6-Mercaptopurin (z. B. Puri-Nethol®). In Deutschland ist Infliximab bei Formen des Morbus Crohn zugelassen, die auf eine Kortikosteroid und/oder eine Immunsuppressivumtherapie nicht ansprechen.

Immunmodulatoren wie Methotrexat, das z. B. bei Rheuma eingesetzt wird, ist in Deutschland für die Behandlung von CED nicht freigegeben. Trotzdem schwören einige Betroffene auf die Wirksamkeit.

Zur Durchfalltherapie kommen Antibiotika und Antidiarrhoika zum Einsatz.

Wann muss bei einer CED operiert werden?

Viele Betroffene haben Angst vor einem künstlichen Darmausgang. Dieses Ergebnis einer Operation hat natürlich starke Einschränkungen für die Lebensqualität von Betroffenen. Eine Operation ist aber grundsätzlich immer das letzte Mittel, wenn andere Therapieformen nicht greifen. Die Chance, dass eine Operation notwendig wird, ist bei Morbus Crohn aber höher als bei der Colitis ulcerosa.

Man ging davon aus, dass mindestens 70 % der Betroffenen mindestens eine Operation benötigen. Die Tendenz ist durch bessere Medikation und verbesserte Grundlagenforschung aber rückläufig. Bei diesen Operationen entfernt man im Allgemeinen einen Teil des Dünn- oder Dickdarms, der von der Krankheit befallen ist.

Die Entfernung des Dickdarms und des Enddarms (Proktokolektomie) bedeutet unter Umständen eine Heilung der Erkrankung und reduziert das Risiko für Dickdarmkrebs. Bei einer Operationsmethode verbindet man das untere Ende des Dünndarms mit einer Öffnung (Stoma) im Unterbauch. Das ist ein künstlicher Darmausgang. In einem kleinen, daran befestigten Beutel (Stomabeutel) sammelt sich der Stuhl. Bei Bedarf tauscht man den Beutel aus.

Bei einer anderen möglichen Operation entfällt die Notwendigkeit eines Stomabeutels. Bei diesem Eingriff entfernt der Chirurg den Dickdarm und die innere Schleimhaut des Enddarms. Er verlegt einen Teil des Dünndarms und näht ihn an den Enddarm an, sodass eine fast normale Stuhlpassage möglich ist. Mediziner nennen dies ileoanale Anastomose oder Ileoanostomie.

CED Vorbeugung – Wie chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen verhindern?

chronische Darmerkrankungen Vorbeugung

Um einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung vorzubeugen, ist ein gesunder Lebensstil wichtig. Eine genetische Vorbelastung kann natürlich nicht verändert, wohl aber schlechte Angewohnheiten abgelegt werden. Dazu gehören auf jeden Fall das Rauchen sowie eine ungesunde Ernährung. Auch auf den Alkohol sollte möglichst verzichtet werden.

Grundsätzlich liefert ein gesunder Lebensstil die optimalen Voraussetzungen, um nicht an einer CED zu erkranken. Die Ernährung sollte dafür abwechslungsreich, ballaststoffreich und gesund sein. Industriell verarbeitete Speisen haben oft unnötige Fette und zu viel Salz, stattdessen sollte frisch gekocht werden. Zu einem gesunden Lebensstil gehört aber auch ausreichend Bewegung sowie genügend Flüssigkeit.

Wer regelmäßig Beschwerden des Darms feststellt, sollte die Möglichkeiten zu einer Vorsorgeuntersuchung wahrnehmen. Wer hier rechtzeitig zum Arzt geht, erspart sich einen langen Leidensweg und kann rechtzeitig mit einer Behandlung von CED beginnen.

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