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Hallux Valgus - Ursachen, Symptome, Diagnose & Behandlung

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Inhaltsverzeichnis

Hallux Valgus – Ein Überblick

Definition: Fehlstellung der Zehen – die Großzehe nähert sich dem zweiten Zeh an und überkreuzt diesen teilweise

Synonym: Ballenzeh

Ursachen: Zu enge Schuhe, genetische Disposition

Folgen: Entzündung, starke Schmerzen & Gehprobleme

Behandlung: Präventivmaßnahmen, Gymnastik; im schweren Fall Operation

Definition: Was ist ein Hallux valgus?

Bei Hallux valgus handelt es sich um einen medizinischen Fachbegriff, der eine Fehlstellung der knöchernen Höcker am Grundgelenk des großen Zehs beschreibt. Dieses Krankheitsbild wird in der Orthopädie auch als Ballenfuß bezeichnet. Solche Beschwerden am Fuß können störend und in vielen Fällen sogar sehr schmerzhaft sein. Das Tragen von Schuhen wird dabei zu einer Qual, sodass längeres Laufen fast unmöglich wird.

Der Hallux valgus wird als ein Gelenkverschleiß (Arthrose) des Großzehen-Grundgelenks bezeichnet, bei der die Großzehe nach außen abweicht. Das bedeutet, dass sich der „dicke Zeh” immer mehr zu den kleineren Zehen hin verschiebt. Gleichzeitig wandert der erste Mittelfußknochen von der Innenseite des Fußes zur Außenseite. Der Fuß verbreitert sich. In einem fortgeschrittenen Stadium geht diese Verschiebung so weit, dass sich die Großzehe bis über oder unter andere Zehen schiebt. Es kommt zu einem „Überkreuzen”.

Die so veränderte Lastenverteilung sorgt dafür, dass auch der Mittelfuß beim Auftreten schmerzen kann. Ein ausgeprägter Hallux valgus verursacht dauerhafte Schmerzen und muss durch eine orthopädische Therapie behandelt werden.

Was ist ein Hammerzeh?

Ein Hallux valgus sollte nicht mit einer Hammerzehe verwechselt werden. Bei dieser mechanischen Veränderung der Zehknochen (medizinisch: Digitus malleus) entsteht eine krallenartige, dauerhafte Zehenstellung. Dabei ist das obere Gelenk der Zehen abgeknickt und lässt sich nicht zurückbiegen. Es gibt neurologische Erkrankungen, die Hammerzehen auslösen. Zumeist werden sie durch falsches Schuhwerk verursacht.

Was ist der Unterschied zwischen Hallux valgus & Hallux rigidus?

Unter dem sehr ähnlichen Begriff Hallux rigidus wird die Arthrose am Gelenk des großen Zehs verstanden. Sie führt zu einer schmerzhaften Versteifung, die das Abrollen des Fußes behindert.

Hallux rigidus und Hallux valgus sind unterschiedliche Leiden der Zehen, die jeweils eine Versteifung der Extremität zur Folge haben. Treten sie gemeinsam auf, lösen sie beim Betroffenen besonders große Schmerzen aus und lassen eine Operation die einzig sinnvolle Lösung sein. Der Unterschied zwischen beiden Zehlenleiden liegt allerdings in der Ursache der Schmerzen. Beim Hallux valgus bewegen sich die Knochen. Äußerer Druck sowie Reibung sorgen für Schmerzen. Bei Hallux rigidus hingegen, verschleißt das Gelenk und die Reibung der Knochen selbst sorgt für den Schmerz.

Der Großzehballen oder Ballenzeh, wie der Hallux valgus auch genannt wird, ist die häufigste menschliche Fußfehlstellung und betrifft in den meisten Fällen Frauen mittleren Alters.

Entstehung & Ursachen für Hallux valgus

In den meisten Fällen liegt dem Hallux das jahrelange Tragen von unpassenden Schuhen zugrunde. Sind diese zu klein oder zu eng, laufen spitz zu oder haben hohe Absätzedann steigt die Gefahr eines Hallux valgus. Insbesondere bei längerem Tragen. Da hauptsächlich Frauen dazu neigen, enge und spitz zulaufende Schuhe zu tragen, ist der Befund unter ihnen größer als bei Männern.

Wie entsteht ein Hallux valgus?

Schlecht sitzende Schuhe zwingen die Zehen in eine unnatürliche Position und lassen eine gesunde Abroll-Bewegung des Fußes nicht zu. Solche Schuhe können den Großzeh nach innen drücken. Nach Jahren des Abdrängens kann sich der Zeh, wie beschrieben, langsam, aber dauerhaft zum nächsten Zeh hinwenden. Gleichzeitig wandert der Mittelfußknochen nach außen. Ein vorstehender Großzehenballen entsteht. Nicht nur reiben nun die Zehenspitzen unangenehm aneinander, sondern die Füße werden insgesamt breiter. Im Ergebnis passen die Füße nur mehr schlecht als recht in die Schuhe hinein.

Es ist jedoch nicht nur das Schuhwerk Schuld am Ballenzeh. Als Ursache für einen Hallux valgus kommen auch mehrere andere Faktoren in Frage:

  • erbliche Ursachen – vorstehende Großzehballen treten familiär gehäuft auf
  • entzündliche Gelenkserkrankungen
  • Senk-, Platt- oder Spreizfuß
  • Übergewicht
  • Bewegungsmangel

Frauen sind übrigens auch deswegen häufiger betroffen als Männer, weil sie weichere Bänder und ein elastischeres Bindegewebe besitzen. Diese Bänder und Sehnen im Fuß sorgen  dafür, dass das Fußgewölbe gehalten wird. Sind sie zu weich, gerät das Gleichgewicht aus den Fugen. Alle Faktoren, die das Bindegewebe schwächen, erhöhen damit auch das Risiko, einen Ballenzeh zu entwickeln. Dazu zählen z. B. Schwangerschaft und verschiedene Medikamente.

Rund drei Viertel aller Betroffenen sind Frauen, zunehmend jüngeren Alters. Vor allen bei hohen Absätzen werden die Zehen auf Schritt und Tritt in diese schräge Fehlstellung gepresst. Das wirkt zwar bestärkend auf die Entwicklung eines Ballenzehs, dennoch ist in den meisten Fällen eine erbliche Veranlagung vorhanden. Meist haben Mutter und Großmutter ebenfalls unter den Beschwerden der Fehlstellung gelitten.

Symptome Hallux valgus: Welche Schmerzen treten auf?

Eines der deutlichsten Symptome des Hallux valgus ist der gut sichtbare Ballen, der sich an der Innenseite des Fußes entwickelt. Je deutlicher der Ballen ausgeprägt ist, desto mehr scheuert er sich in den Schuhen wund. Er wird rot und entwickelt Hornhaut. Außerdem kann es zu Entzündungen im Inneren kommen, sodass dauerhafte Schmerzen entstehen.

Verlauf bei der Entstehung eines Hallux valgus

  • Stadium 1: Auftreten leichter Schmerzen
  • Stadium 2: Entzündung und Überdehnung des Bandapparates, Verschiebung des großen Zehs
  • Stadium 3: Starke Fehlstellung des Grundgelenks des Großzehs

Normalerweise ist ein Hallux valgus nicht schmerzhaft. Es sei denn – und das passiert leider häufiger – die Gleitschicht über dem Gelenk (Schleimbeutel genannt) entzündet sich. Diese flüssigkeitsgefüllten Beutel dienen als Stoßdämpfer im Gelenk. Mediziner nennen eine solche Schleimbeutel-Entzündung auch Bursitis. Kommt es zu einem Hallux valgus mit einer gleichzeitigen Arthritis (Hallux rigidus), so ist zusätzlich die Beweglichkeit des Zehs eingeschränkt. Der betroffenen Person tut jede Zehenbewegung weh.

Eine Schleimbeutel-Entzündung kann entstehen, wenn der Schuh über einen langen Zeitraum am Fußballen reibt oder auf den Höcker drückt. Über dem Höcker bildet sich zunächst eine harmlose Hautverdickung, eine sogenannte „Schwiele”. Ebenso kann zwischen Großzeh und zweitem Zeh eine kleinere Fläche verdickter Haut entstehen. Beides sind Ergebnisse des ständigen Drucks durch Schuhe. Irgendwann kann aus der Dauerbelastung eine Entzündung entstehen.

Die Größe der vorstehenden Großzehballen variiert von minimalen Vorsprüngen bis zu größeren Höckern, die von Rötung und Schwellung begleitet werden.

 

Diagnose des Hallux valgus

Der Arzt erkennt einen Hallux valgus in den meisten Fällen bereits äußerlich durch die unnatürliche Ausbeulung des Mittelfußknochens sowie durch die nah aneinanderliegenden Zehen. Ist der Hallux valgus jedoch noch nicht so weit fortgeschritten, macht aber beispielsweise der Fuß wiederholt Probleme in engen Schuhen, so kann ein Röntgenbild des Fußes Aufschluss über verschobene Knochen liefern.

Manchmal ist auch eine Selbstdiagnose möglich. In solchen Fällen ist es anzuraten, direkte Maßnahmen zu ergreifen, um die Füße in Zukunft zu schonen und einer Vergrößerung des Hallux valgus entgegenzuwirken. Liegen genetische Prädispositionen vor, so lohnt sich durchaus ein Gang zum Arzt, um mithilfe bildgebender Verfahren ganz sicher zu sein.

Der Hallux Valgus trifft vor allem gehäuft bei Frauen mittleren Alters auf – bemerkbar macht er sich durch einen oftmals schmerzhaften knöchernen Vorsprung des Großzehen-Grundgelenks. © Ferg – Fotolia

Hallux valgus Vorbeugung: Gymnastik & Präventionstherapie

Wenn Sie bemerken, dass sich Ihre Großzehballen verschieben oder sich Schwielen bilden, so gibt es noch immer viele Dinge, die Sie tun können, um ein Fortschreiten des Hallux valgus zu verhindern.

Zu den effektivsten Möglichkeiten, einen noch nicht weit fortgeschrittenen Hallux valgus erfolgreich zu bekämpfen, gehören:

  • Tägliche Fuß- und Zehen-Gymnastik, solange sich der Zeh noch in die Normalstellung zurückbringen lässt. Dadurch stärken Sie jene Muskeln und Sehen, die das Gefüge von Knochen im Fuß im Gleichgewicht halten.
  • Häufigeres Barfußlaufen (am besten auf Naturböden wie Wiese oder Sandstrand). Dadurch unterstützen Sie den Fuß und handeln vorbeugend.
  • Verzicht auf Pumps, spitze sowie enge Schuhe. Tragen Sie nur Fußwerk, in dem die Zehen den nötigen Freiraum und Platz zum Abrollen haben. Das Schönheitsideal hochhackiger Schuhe ist in der Zeit hübscher (und bequemer) Frauen-Sneaker überholt.
  • Spiral-Dynamik. Dabei handelt es sich um eine konservative Behandlung, bei der der optimale Bewegungs-Ablauf von einem Physiotherapeuten mit spezieller Ausbildung wiederhergestellt werden soll. Nach Begutachtung erhalten Sie speziell abgestimmte Übungen, mit denen der schief stehende Zeh korrigiert wird. Voraussetzung: Regelmäßige Durchführung der Übungen und nicht-entzündliches Stadium des Hallux valgus.
  • Training des Spreizmuskels: Die Mainzer Orthopädin Dr. Petra Ziegler empfiehlt, den Spreizmuskel des großen Zehs (Musculus abductor hallucis) regelmäßig zu trainieren, um die Zehenverkrümmung wirksam aufzuhalten (solange der Zeh dafür noch nicht zu schief ist).
Training des Spreizmuskels – so geht’s:

Versuchen Sie – so oft es geht – Ihren großen Zeh möglichst weit abzuspreizen. Dazu setzen Sie sich hin, ziehen Schuhe und Strümpfe aus. Nun legen Sie einen Fuß über das andere Knie. Legen Sie einen Zeigefinger längs an den Ballen und versuchen Sie den Finger mit dem Zeh wegzudrücken. Es ist völlig normal, wenn er sich zunächst gegen diese Bewegung „sperrt”, denn der Muskel ist meist nicht sehr entwickelt.

Hallux valgus Behandlung

Hallux valgus Bandage und Schiene

Als eine konservative, orthopädische Behandlungsmethode bietet sich das Abbinden des Großzehballens mit einer Bandage an. Eine enge Bindung kann nötigen Gegendruck ausüben und zudem schmerzhafte Reibung am Zeh selbst verhindern.

Eine weitere Methode aus dem Sanitätshaus ist eine Hallux valgus-Schiene. Diese wird nachts oder tagsüber getragen, um ebenfalls Druck auf den verschobenen Knochen auszuüben. Im Vergleich zu der Möglichkeit einen Hallux valgus zu tapen, sitzt die Schiene fester und korrekter. Sie ist gleichzeitig sehr flexibel im An- und Ablegen.

Lässt sich die vom Hallux valgus betroffene Großzehe hingegen nicht mehr manuell in die Normalstellung zurückbringen und verursacht Entzündungen sowie Schmerzen, ist es für Vorsorge- und Korrektur-Übungen zu spät. Dann hilft oft nur noch eine Operation.

Die Hallux valgus Operation zur Therapie

Eine Operation von Hallux valgus ist im Allgemeinen nicht notwendig. In der Regel wird davon abgeraten, solange der vorstehende Großzehballen keine starken Schmerzen verursacht. Bei chronischen, wiederkehrenden Schmerzen, die das tägliche Leben beeinträchtigen, und bereits andere Behandlungen versucht haben, kann eine Operation die beste Hilfe sein, um das Leiden ein für alle Mal zu beenden. Ein vorstehender Großzehballen verschwindet in der Regel nicht ohne eine Operation. Auch nach einer solchen ist man nicht für alle Zeit von einem wiederkehrenden Hallux valgus gefeit.

Es gibt verschiedene Methoden operativer Eingriffe für vorstehende Großzehballen. Sie müssen jeweils speziell auf den Patienten und dessen Beschwerden abgestimmt werden. Bei den meisten wird ein Stück des vorstehenden Knochens entfernt oder begradigt.

Der erste Grund für Zurückhaltung bei der Empfehlung zu einer Operation: Die Rekonvaleszenz nach der Operation kann sich je nach verwendeter Technik massiv unterscheiden. So können Sie entweder sofort wieder auf dem Fuß gehen oder es kann mehrere Wochen und länger dauern, bevor Sie wieder normal laufen können.

Die Hallux valgus Operationsformen

Operationen zur Begradigung der Fehlstellung sind seit Langem geläufig, jedoch waren sie bis vor einiger Zeit eher brachial als erfolgsversprechend. Auch heute kommen häufig sehr radikale Operationsmethoden, wie die Methode nach Keller-Brandes zur Anwendung, bei welcher die Hälfte des Großzehengrundgelenks gänzlich entfernt wird, wodurch ein optisch stark verkürzter großer Zeh mit eingeschränkter Funktionsfähigkeit verbleibt”, kritisiert Dr. Masyar Rahmanzadeh, ein Chirurg vom Internationalen Zentrum für Gelenk- und Knochenchirurgie in Berlin die gängige Operationspraxis.

Die meisten nach alter Methode operierten Betroffenen würden mehr an den Folgen des Eingriffs als am Ballenzeh selbst leiden, so Dr. Rahmanzadeh. Einige spekulierten hinterher sogar, sie seien ohne Operation besser dran gewesen.

Die moderne Fußchirurgie hält heute eine Reihe von verfeinerten Operationsverfahren bereit, um den deformierten Fuß wieder gerade zu richten. Diese Methoden werden häufig nach ihren Erfindern benannt, sodass Sie sich diese meist gut merken können. Fragen Sie den behandelnden Arzt explizit danach. Namen wie Kramer, Austin, Chevron oder Scarf stehen in der medizinischen Hallux valgus-Szene für schonende und vor allem effektive Eingriffe.

Welches Verfahren zum Zuge kommt, hängt vom jeweiligen Fuß ab. Grundsätzlich wird jedoch der Knochen des Ballens durchtrennt, der krankhafte Winkel korrigiert und die verschobenen Sehnen wieder an die richtige Stelle gebracht.

Beschwerden nach Hallux Valgus Operation?

Gerade die minimalinvasiven, schonenden Verfahren bestechen durch die geringen Schmerzen, die nach der Operation verbleiben. Konventionelle Operationsmethoden weisen eine deutlich höhere Gefahr längerer Schmerzphasen auf. Viele Patienten zweifeln daran, ob die Operation ihnen tatsächliche Linderung gebracht hat. In der Regel lohnen sich aber alle Verfahren. Nach der vollständigen Rekonvaleszenz haben die meisten Patienten keine akuten Hallux valgus Probleme mehr. Die Fehlstellung ist größtenteils berichtigt und die Beschwerden verschwinden häufig gänzlich.

Maßnahmen direkt nach einer Hallux Valgus Operation:

  • Gips
  • Gehstützen
  • Vorfußentlastungsschuhe

Da meist beide Füße nacheinander korrigiert werden, kommen häufig mehrere Monate für die Rehabilitation zusammen.

Dem soll nun die allerjüngste Operationsmethode abhelfen, die den Fuß schon gleich nach dem Eingriff wieder einsatzfähig macht. An der Stelle, an der der Chirurg nach den genannten schonenden Verfahren das Knochenstück entfernt, setzt er eine Titanplatte ein. Diese hält den Knochen in der richtigen Position. Beide Füße können mit einer einzelnen Operation versorgt werden und sind nach dem Eingriff gleich wieder belastbar. Nachdem der Knochen abgeheilt ist, werden die Titanplatten bei lokaler Betäubung wieder entfernt.

Das richtige Schuhwerk nach einer Hallux valgus Operation

Nach der Behandlung der Fehlstellung gilt es nicht nur, die Schmerzen effektiv zu lindern, sondern einer weiteren Verschlechterung vorzubeugen. Dabei muss jede Quelle weiterer Reizungen eliminiert und auf das richtige Schuhwerk gesetzt werden.

  • Kaufen Sie Schuhe mit genügend Platz für die Zehen – vorzugsweise weiche, nachgiebige Schuhe mit breitem Fußbett. Bereits vorhandenes Schuhwerk können Sie bei einem Schuster weiten lassen, um Platz für geringgradig ausgeprägte vorstehende Großzehballen zu schaffen.
  • Wählen Sie die richtige Passform. Vergewissern Sie sich, dass die Schuhe die Zehen weder zusammendrängen noch drücken. Wählen Sie Schuhmodelle, die breit gearbeitet sind, und stellen Sie sicher, dass die Weite des Schuhwerks im Bereich des Großzehenballens Ihrem Fuß entspricht. Versichern Sie sich, dass Sie immer etwas mehr als ein Zentimeter Platz zwischen der Fußspitze Ihres längsten Zehs und der Schuhspitze haben.
  • Vermeiden Sie hohe Absätze. Dadurch werden die Zehen in die Schuhspitze gezwängt.
  • Haben Sie ein enges Lieblingspaar? Versuchen Sie die Schuhe zumindest weitgehend zu dehnen. Damit die Zehen darin mehr Platz bekommen, gibt es Hilfsmittel und Sprays, mit denen Sie die Schuhe dehnen können. Lederschuhe sind in der Regel am besten formbar. Sie finden derartige Produkte bei Ihrem Schuster oder in Orthopädiefachgeschäften.
  • Kaufen Sie einfache Schuheinlagen mit Längs- oder Quergewölben. Sie können die Schmerzen damit lindern und gleichzeitig ein weiteres Einknicken des Fußes nach innen (Pronation) verhindern. Das kann zum Entstehen eines vorstehenden Großzehballens beitragen.
  • Nutzen Sie, wenn nötig, Senkfußeinlagen. Nicht verschreibungspflichtige Schuheinlagen können dazu beitragen, dass Ihr Fuß sich nicht nach innen neigt und damit Schmerzen lindern. Eventuell brauchen Sie auch verschreibungspflichtige Einlagen.
  • Eine selbstklebende Polsterung oder ein nicht verschreibungspflichtiges Großzehenballenpolster können die Schmerzen minimieren und den Druck verteilen. Das funktioniert allerdings nur bei leichten Verformungen. Bei stark ausgeprägten Ballen können die Polster zu einem stärkeren Zusammendrücken der Zehen führen und das eigentliche Problem sogar verschlimmern.
  • Legen Sie 2- bis 3 Mal täglich für 10 Minuten Eis auf das wunde Gelenk (nicht geeignet bei Durchblutungs-Störungen!). Sie können es auch (zurückhaltend) mit Schmerzmitteln versuchen.
  • Krankengymnastik – Eine Ultraschalltherapie oder Whirlpoolbäder können Linderung bringen.
Hinweis

Sollte Ihnen der Großzehenballen dauerhafte Schmerzen bereiten oder Ihre Bewegungen behindern, dann sollten Sie zum Arzt gehen. Akute Schmerzen und Schwellungen im Gelenk des großen Zehs können auf andere Probleme wie beispielsweise Gicht oder Arthrose hindeuten.
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