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Rheuma: Entzündungshemmende Ernährung vermindert Ihre Schübe

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Der Ernährung wird bei der Behandlung von Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises immer noch viel zu wenig Beachtung geschenkt. Dabei kann eine falsche Ernährung den Entzündungsprozess verstärken, und umgekehrt kann eine richtig ausgewählte Kost den Verlauf der Entzündung günstig beeinflussen.

Fast die Hälfte der Bundesbürger wird in irgendeiner Weise von rheumatischen Beschwerden geplagt. Die Zahl wird in den nächsten Jahren noch ansteigen, weil die Lebenserwartung wächst.

Hinter der Diagnose „Rheuma” verbergen sich etliche verschiedene Krankheiten, die als gemeinsamen Nenner einen entzündlichen Prozess meist in den Gelenken haben.

Rheuma ist heute der Oberbegriff für alle entzündlichen, durch Verschleiß und Stoffwechsel sowie funktionelle Störungen bedingten Erkrankungen am Bewegungssystem.

Dabei unterteilt man 5 große Gruppen:

  • Gelenkerkrankungen durch Verschleiß (Arthrose)
  • Gelenkerkrankungen durch Entzündungen (Arthritis, etwa rheumatoide Arthritis)
  • Erkrankungen der Weichteile (Weichteilrheuma an Sehnen, Muskeln, Schleimbeuteln)
  • rheumatische Beschwerden als Begleiterscheinungen anderer Erkrankungen (etwa Gicht)
  • rheumatische Erkrankungen innerer Organe und Gefäße (etwa systemischer Lupus Erythematodes)

Je nach Art der rheumatischen Krankheit sind Ursachen und Entstehung sehr unterschiedlich. Am häufigsten sind der Verschleiß der Gelenke – die Arthrose – sowie rheumatische Erkrankungen der Weichteile.

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Aktuelles aus der Rheuma-DiagnostikRheuma gehört zu den Krankheiten, bei denen eine Diagnose schwer zu stellen ist. Lesen Sie hier mehr zu diesem Thema. › mehr lesen

Mehr als zehn Millionen Bundesbürger leiden an Abnutzungserscheinungen der Gelenke. Allein fünf Millionen Menschen plagen sich mit schweren chronischen Schmerzen durch eine Arthrose.

Insgesamt 20 Millionen haben zumindest zeitweise Beschwerden durch eine Erkrankung des rheumatischen Formenkreises. Vom 35. Lebensjahr an weist schätzungsweise jeder Zweite einen Gelenkverschleiß auf.

Zu diesem Zeitpunkt wird der schleichende Verschleiß jedoch häufig noch nicht bemerkt.

Meist wird er erst wahrgenommen, wenn sich die Gelenke entzünden, sich heftige Schmerzen einstellen und die Beweglichkeit eingeschränkt ist.

Was viel zu wenigen bekannt ist: In nahezu allen Fällen kann schon durch eine Umstellung der Ernährung auf eine gezielt entzündungshemmende Kost eine deutliche Besserung der Beschwerden erreicht werden.

Leider wird sie den Betroffenen noch viel zu selten empfohlen. Selbst in Rheumakliniken führt die Ernährungstherapie ein Schattendasein.

Unter dem Begriff „Rheumakost” können Sie sich eine Ernährung vorstellen, die den Stoffwechsel fördert, gezielt bestehende Entzündungen nicht noch zusätzlich verstärkt oder begünstigt, sondern eindämmt und die zugleich ausgewogen, frisch und vitalstoffreich ist.

Die wichtigsten Regeln für Ihre moderne Rheuma-Kost

Mit der neuen Rheuma-Diät haben Sie es in der Hand, ganz ohne Medikamente einen wichtigen Beitrag zur Beschwerdefreiheit zu leisten. Das sollten Sie dabei beachten:

  • Führen Sie ein Ernährungstagebuch, um Auslöser für entzündliche Schübe herauszufinden.
  • Meiden Sie tierisches Eiweiß. Die vor allem in Schweinefleischprodukten, Eigelb und Butter enthaltene Arachidonsäure löst Gelenkentzündungen aus.
  • Fasten entgiftet den Organismus und reinigt das Bindegewebe. Legen Sie daher zwischendurch ein bis zwei Fastentage ein, an denen Sie pro Tag nur zwei bis drei Liter Flüssigkeit in Form von Wasser, ungesüßtem Kräutertee, Gemüsesaft und Gemüsebrühe zu sich nehmen.
  • Verwenden Sie Öle mit einem hohen Anteil anOmega-3-Fettsäuren Fettsäuren wie Lein-, Raps- und Walnussöl. Sie hemmen die Produktion der entzündungsfördernden Arachidonsäure im Körper. Omega-6-Fettsäuren (v. a. in Sonnenblumen-, Distelöl und Margarine) erhöhen die Produktion dagegen.
  • Ernähren Sie sich basisch mit viel Obst und Gemüse. Jede Übersäuerung fördert die Gelenkentzündung.
  • Essen Sie mindestens zweimal wöchentlich fetten Fisch wie Lachs, Makrele oder Hering. Diese Fische sind reich an Omega-3-Fettsäuren, die entzündungshemmend wirken.
  • Bringen Sie nur *einmal pro Woche Fleisch* wie mageres Rind- und Kalbfleisch auf den Speiseplan und decken Sie Ihren Eiweißbedarf mit Hülsenfrüchten wie Soja, Linsen und Bohnen sowie mit Fisch.
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