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So gesund ist Sex: 10 Gründe für mehr Zeit zwischen den Laken

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Zum Thema Sex gibt es unzählige Studien und Umfragen. Wie oft, wie lange und wie gut der Sex ist, sind dabei gerne gestellte Fragen. Auch die gesundheitsfördernde Wirkung von Sex ist ein häufig untersuchtes Thema. Wie wirkt sich Sex auf den Körper, die Gesundheit und das Wohlbefinden aus? Wann ist er gesund und wann ist er es nicht?

Beim Sex werden viele Prozesse im Körper aktiviert und Hormone ausgeschüttet. Besonders das Hormon Oxytocin hat eine Schlüsselwirkung – es ist auch als Kuschelhormon bekannt und sorgt vor allem für Bindung und Vertrauen zum Partner. Sex hat daher nicht nur eine positive Wirkung auf das Wohlbefinden und die Gesundheit, sondern stärkt auch den Zusammenhalt zwischen Paaren.

Ist Sex gesund?

Um wirklich gesundheitsfördernd zu sein, muss an Sex entspannt herangegangen werden. Leistungsdruck löst das komplette Gegenteil aus und lässt Sex zum Stressfaktor werden, was für die Gesundheit definitiv nicht positiv ist.

In unserer Gesellschaft dreht sich vieles um Sex und Sexualität. Pornofilme werden auch schon von Jugendlichen konsumiert, da sie über das Internet einfach zugänglich sind und vermitteln besonders jungen Menschen häufig ein falsches und unnatürliches Bild von Sex. Männer und Frauen sind in diesen Filmen oft Hochleistungsmaschinen und sind über Stunden und völlig ohne Pannen oder Schmerzen allzeit erektions- und orgasmusfähig. Gerade junge Männer, die gelegentlich zu früh kommen oder eine intensive Stimulation benötigen, um überhaupt eine Erektion zu bekommen, fühlen sich von solch filmischen Darstellungen schnell unter Druck gesetzt und denken, vor ihrer Partnerin ebenso bestehen zu müssen.

Auch Frauen, die Probleme haben zum Orgasmus zu kommen, feucht zu werden oder in manchen Stellungen Schmerzen haben, sind von Filmen oder der Darstellung von Sex in der Öffentlichkeit eher eingeschüchtert. Sie glauben ihrem Partner nicht zu genügen und betrachten ihren eigenen Körper häufig sehr kritisch.

Mit Gelassenheit zu einem erfüllten Sexleben

Dass sich beide Partner von diesem Druck freimachen ist für eine gesunde Sexualität sehr wichtig. Schließlich geht es nicht darum unter Hochleistung zu funktionieren, sondern mit Spaß und Entspanntheit den Körper des anderen zu erforschen. Dabei treten immer wieder Schmerzen oder Missgeschicke auf, die den reibungslosen Ablauf des Beischlafs beeinflussen können. Dies passiert häufiger als viele Menschen denken und ist daher total normal.

Bei den meisten stellt sich erst mit den Jahren und der fortschreitenden Lebenserfahrung ein entspanntes Verhältnis zum Thema Sex ein und besonders reifere Frauen und Männer sagen, dass sie ihre Sexualität erst zu einem späten Zeitpunkt ihres Lebens wirklich genießen können.

Gesundheitliche Einschränkungen können sich ebenfalls auf das Sexleben auswirken – besonders im Alter nehmen diese zu. Solange aber beide Partner entspannt mit der Situation umgehen und sich trotz Wehwehchen die Zeit füreinander nehmen, kann Sex dennoch als erfüllend empfunden werden.

Wem es gelingt, sich nur auf sich und den Partner zu konzentrieren und mit Geduld und Verständnis an die Sache heranzugehen, kann von der gesundheitsfördernden Wirkung des Geschlechtsverkehrs profitieren. Diese kommt dann zum Tragen, wenn sich beide Partner wohlfühlen, Lust aufeinander haben und bereit sind, sich aufeinander einzulassen.

10 Argumente dafür, dass Sex gesund ist

Das Risiko für Prostatakrebs wird verringert

Studien haben gezeigt, dass regelmäßiger Sex Prostatakrebs vorbeugen kann. Wenn Männer regelmäßig ejakulieren, können sie ihr persönliches Risiko für Prostatakrebs um 30 Prozent verringern. Fünf Orgasmen pro Woche können diesen Effekt haben – egal ob durch Sex mit einem Partner oder durch Selbstbefriedigung.

Ein ausgeglichener Hormonhaushalt dank Sex

Die Sexualhormone Östrogen und Testosteron beeinflussen nicht nur die Libido, sondern auch die Psyche und das Körpergewicht. Zu viel Östrogen im Körper kann sich sowohl bei Männern als auch bei Frauen negativ auswirken:

  • Antriebslosigkeit
  • Neigung zu Fetteinlagerungen
  • geringe Libido
  • Depressionen
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Selbstbefriedigung: Ist Masturbation gesund?Selbstbefriedigung hat viele positive Effekte und sorgt für Entspannung. Auch für die Partnerschaft kann Masturbation gesund sein. › mehr lesen

Wer häufig Sex hat, hilft dem Körper dabei, den Hormonhaushalt im Gleichgewicht zu halten. Da beim Sex Endorphine und das Glückshormon Phenylethylamin ausgeschüttet werden, wird der Heißhunger auf fettiges und süßes Essen reduziert. Weiterhin kann der Körper bei regelmäßigem Sex besser mit dem Stresshormon Cortisol umgehen. Auch dieses regt den Appetit auf Süßigkeiten und Junk Food an, was durch Sex reguliert wird.

Reduziertes Herzinfarktrisiko

Beim Sex wird laut der Ergebnisse verschiedener Studien insbesondere der diastolische Blutdruck gesenkt. Dies ist gut für das Herz verringert das Herzinfarktrisiko. Zudem wird beim Sex Stickstoffmonoxid ausgeschüttet, was Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugt. Eine Studie aus den USA hat ergeben, dass 1.165 über lange Zeit untersuchte Männer im Alter von 50 Jahren, die regelmäßig Geschlechtsverkehr hatten, um 45 Prozent weniger an Herzerkrankungen leiden als eine Vergleichsgruppe mit weniger Sex.

Sex hilft bei Kopfschmerzen und Migräne

Kopfschmerzen sind ein häufiger Grund, weshalb Frauen oder Männer keine Lust auf Sex haben. Dabei hat Sex sogar einen positiven Einfluss auf die Schmerzen und kann sogar bei Migräne helfen. Bei einer Studie mit Migräne geplagten Teilnehmern zeigte sich eine Verbesserung der Symptome durch Sex bei 60 Prozent der Teilnehmer. Auch andere leichte Schmerzen können durch Sex gelindert werden, da beim Sex Hormone ausgeschüttet werden, die vom Aufbau her Morphinen ähneln. Diese wirken betäubend.

Besserer Schlaf dank Sex

Direkt nach dem Orgasmus entspannt sich der Körper. Durch Erschöpfung und die Ausschüttung von Prolaktin wird der Körper müde und viele Menschen benötigen nach dem Sex erst einmal ein Nickerchen. Wer abends vor dem Einschlafen Sex hat, genießt danach in der Regel einen besonders erholsamen Schlaf. Auch das sogenannte Kuschelhormon Oxytocin leistet seinen Beitrag und schafft neben Schläfrigkeit auch eine wohlfühlige Vertrautheit, die zur Müdigkeit und dem guten Schlaf beiträgt.

Ein starkes Immunsystem dank Sex

Durch Küssen und den Austausch von Körperflüssigkeiten mit einem Partner kommt der Körper mit vielen fremden Keimen in Kontakt. Dies stärkt das eigene Immunsystem. Im Speichel von Menschen, die zwei Mal pro Woche Sex haben, kommen bis zu 30 Prozent mehr Immungluboline vor als bei Menschen mit weniger Sex. Immunglobuline sind Eiweiße, die als Antikörper fungieren und bei der Abwehr von Krankheitserregern eine wichtige Rolle spielen.

Weniger Stress

Beim Sex werden unter anderem Endorphine und Oxytocin ausgeschüttet. Sie reduzieren Stress und erhöhen das Wohlbefinden. Sie wirken gegen Nervosität, Depression und andere stressbedingte negative Gefühle. Es braucht nicht mal einen Höhepunkt, um diese Hormone freizusetzen – auch wenn die Ausschüttung höher ist, wenn es zum Orgasmus kommt. Sex macht also tatsächlich glücklich und entspannt, zumindest kurzfristig.

Kalorien verbrennen mit Sex

Sex macht zwar nicht schlank, verbrennt aber auf jeden Fall einige Kalorien. Schließlich sind dabei viele Muskeln des menschlichen Körpers beteiligt. Die Anzahl der Kalorien ist dabei abhängig von verschiedenen Faktoren:

  • Dauer
  • Intensität
  • Stellung

Je komplexer die Stellung ist, desto mehr Muskelaktivität findet statt, was sich positiv auf die Kalorienbilanz auswirkt. 30 Minuten Sex, vom Vorspiel bis zum Orgasmus, kommen bei Männern im Schnitt auf bis zu 100 Kalorien und bei Frauen auf bis zu 70 Kalorien, die verbrannt werden.

Sex verbessert die Ausstrahlung

Beim Sex pumpt der Körper sowohl durch die Erregung als auch durch die Bewegung viel Blut durch den gesamten Körper. Dabei werden wichtige Nährstoffe durch den Organismus transportiert und sowohl die Haut als auch die Haarwurzeln stärker durchblutet. Dies wirkt sich positiv auf das äußere Erscheinungsbild aus. Die Haut wirkt rosig, die Haare glänzen. Das gesteigerte Wohlbefinden wird nach außen ausgestrahlt und Menschen, die kürzlich Sex hatten, lächeln häufiger, wirken jünger und insgesamt attraktiver.

Ein starker Rücken und Beckenboden dank Sex

Beim Sex können die Rücken- und die Beckenmuskulatur gut trainiert werden. Durch die üblichen Bewegungen werden die Muskeln gelockert und gestärkt. Er wirkt sich somit positiv auf die Stabilität und Flexibilität der Wirbelsäule aus. Ein starker Beckenboden ist besonders für Frauen wichtig

Mit gesunder Kommunikation zu einer gesunden Sexualität

Um von der gesundheitsfördernden Wirkung des Sex zu profitieren, ist es wichtig, dass dieser regelmäßig erfolgt. Doch auch hierbei gilt, dass er nicht erzwungen werden sollte, da in ihm das Geheimnis zum ewigen Leben vermutet wird. Wer sich vom Druck freimacht und seine Sexualität genießt – egal ob zwei Mal im Monat oder vier Mal pro Woche – ist glücklicher und zufriedener. Schließlich sollte Sex nichts sein, dass Stress oder Unwohlsein auslöst.

Leider ist es das in vielen Beziehungen trotzdem der Fall, da häufig zu wenig über Sex und die eigenen Vorlieben gesprochen wird. Wenn Paare sich offen sagen, was sie mögen, was sie sich wünschen und wie sie sich ein erfülltes Sexleben vorstellen, ist ein erster wichtiger Schritt zu einem gesunden Sexleben getan. So kann Sex seine gesundheitsfördernde Wirkung am besten entfalten.

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