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Parkinson – Ursachen, Symptome, Diagnose & Behandlung

Inhalt
Inhaltsverzeichnis

Die wichtigsten Informationen über Parkinson

Definition: Zerstörung der Substantia nigra im Gehirn; Nervenzellen gehen zurück

Häufigkeit: Eine der häufigsten neurodegenerativen Krankheiten; betrifft primär Personen zwischen 50. und 75. Lebensjahr

Folgen: Schleichender Kontrollverlust über den eigenen Körper; Muskelzucken, Stimmungssenkung, krummer Gang, Steifheit

Ursachen: Unbekannt, eventuell Stoffwechseldefekt

Behandlung: Medikamentöse Reduzierung der Fortschreitungsgeschwindigkeit, Sport scheint positiven Einfluss zu haben

Definition: Was ist Parkinson?

Die Parkinson-Krankheit, von den Medizinern Morbus Parkinson genannt, ist eine der häufigsten neurodegenerativen Krankheiten des Menschen. Die Bezeichnung „neurodegenerativ” geht auf den Untergang von Nervenzellen zurück.

Gemeinhin gilt Parkinson als eine Krankheit der späteren Lebensjahre, weil sie meist erst zwischen dem 50. bis 75. Lebensjahr offenkundig wird. Aber schon Vierzigjährige können daran erkranken. Ein berühmtes Beispiel hierfür ist der Schauspieler Michael J. Fox.

In Deutschland sind über 250.000 Menschen von dieser schweren Krankheit betroffen. Die Dunkelziffer ist hoch: Über 80.000, schätzen Experten, denn es dauert oft lange, bis eine Parkinson-Erkrankung erkannt wird. Frauen leiden daran genauso häufig wie Männer. Forscher gehen davon aus, dass es aufgrund des steigenden Alters der Bevölkerung in Zukunft immer mehr Erkrankte geben wird. Die langsam fortschreitende Krankheit beeinträchtigt das ganze Leben der Betroffenen und ihrer Angehörigen.

Zunehmende Bewegungsstörungen erschweren den Alltag von Parkinson-Erkrankten. In sehr schweren Fällen kommt es schließlich zum geistigen Verfall. Bei einem Tremor, einem unkontrollierten Muskelzucken, das für Parkinson typisch und charakteristisch ist, handelt es sich allerdings noch nicht automatisch um Parkinson und umgekehrt hat nicht jeder Parkinson-Erkrankte mit einem Tremor zu kämpfen. Schon ein erhöhter Koffeinspiegel oder Stress können einen leichten Tremor hervorrufen und auch Angst, Müdigkeit und Kälte lösen Muskelkontraktionen aus. Diese können dem Parkinson-Tremor ähneln.

Ist Parkinson heilbar?

Parkinson ist bis auf den heutigen Tag noch nicht heilbar, aber es gibt viele Behandlungsmöglichkeiten, die das Leben mit der Krankheit erträglicher machen können. Zahlreiche Medikamente vermögen die Symptome in Schach zu halten, lösen allerdings ihrerseits Nebenwirkungen aus, die es wiederum zu bekämpfen gilt.

Begleitende Maßnahmen wie Geh- und Sprechtraining oder Heilgymnastik können sehr viel erreichen, die Beeinträchtigungen durch das Leiden mildern und die Berufsfähigkeit verlängern. Dafür ist zum einen viel Disziplin und Geduld nötig, vor allem aber eine schon frühzeitige Behandlung, die sich nach der individuellen Ausprägung richtet.

Anders als oft vermutet, handelt es sich bei Parkinson um keine tödliche Krankheit. Parkinson Patienten sterben aufgrund der gleichen statistischen Todesursachen wie nicht an Parkinson erkrankte Menschen: an Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie an Krebs. Parkinson stellt dennoch für viele Betroffene eine schwere psychologische Belastung dar. Die Patienten bemerken ihren zunehmenden mentalen Verfall und können ihren Körper dabei mehr und mehr nicht kontrollieren. Dadurch steigt bei vielen Patienten auch das Depressionsrisiko, wodurch ihre Lebenserwartung allgemein sinkt.

In seltenen Fällen kann Parkinson auch genetisch übertragen werden (5-10 %). Dabei führt ein genetischer Defekt zu einer Entwicklung der Krankheit. Die Betroffenen sind dabei meist deutlich jünger als typische Parkinson-Patienten, teilweise Mitte 20. Von einer entsprechend verdächtigen Häufung spricht man allerdings erst ab mindestens drei Parkinson-Fällen in einer Familie.

Die Ursachen der Parkinson-Krankheit

Bei Parkinson sterben im Mittelhirn die melaninhaltigen und dopaminproduzierenden Nervenzellen der sogenannten Substantia nigra ab. Dadurch wird die Produktion und Weiterleitung des Nervenbotenstoffs Dopamin gestört bis zum völligen Ausbleiben des Neurotransmitters. Ein Ungleichgewicht entsteht, wodurch letztlich die Symptome der Parkinson-Krankheit ausgelöst werden.

Wie es zu dem schleichenden Untergang der Zellen im Gehirn kommt, ist noch nicht bekannt. Möglicherweise, so vermuten die Ärzte, ist ein Defekt im Stoffwechsel beteiligt. Dabei wird angenommen, dass der Stoffwechsel von Parkinson-Kranken den Botenstoff Dopamin nicht richtig verarbeiten kann und dass dabei schädliche freie Radikale entstehen, die ihrerseits die Substantia nigra schädigen.

Es scheinen jedoch auch noch andere, bisher unbekannte Faktoren, eine Rolle zu spielen. Ein Erbgang, also ein gehäuftes Auftreten unter Verwandten, ist nur selten zu beobachten. Die Forschung ist intensiv auf der Suche nach den Ursachen, um in Zukunft die Krankheit vielleicht heilen zu können.

Parkinson-Symptome können auch durch Vergiftungen mit Kohlenmonoxid, einen Gehirntumor, eine Gehirnentzündung oder durch Medikamente (zum Beispiel veraltete Schizophrenie Medikamente wie Haloperidol) entstanden sein.

Gesundes Gehirn vs Parkinson Gehirn

Was sind die ersten Anzeichen von Parkinson?

Der englische Arzt James Parkinson beschrieb erstmals die Symptome dieser Erkrankung 1817 und bezeichnete sie als „Shaking Palsy”, als Schüttellähmung. Der Grund dafür war, dass eines ihrer auffälligsten Symptome ein unkontrollierbares Zittern (Tremor) vor allem der Hände (meist einer Hand) ist. Doch tritt dieser Tremor, das Zittern von Hand, Fuß oder Kopf, nicht bei allen Betroffenen auf.

Andererseits kann ein Händezittern auch andere und harmlose Ursachen haben. So verhält es sich anfangs mit anderen Anzeichen, die das Parkinson begleiten: Jedes Symptom für sich kann eine andere Ursache haben. Erst die Kombination mehrerer Anzeichen lässt Rückschlüsse auf die Krankheit zu. Nur selten sind sie anfangs zahlreich vorhanden; das Vollbild zeichnet sich individuell unterschiedlich erst nach Jahren ab. Viele Betroffene und Ärzte vermuten deshalb zunächst andere Ursachen.

Stadien Parkinson

Früherkennung: Hautprobe als Hinweis

Forscher aus Würzburg und Marburg haben entdeckt, dass schon eine winzige Hautprobe bei der Früherkennung von Morbus Parkinson helfen kann. Sie gibt Auskunft, ob eine Erkrankung mit Parkinson droht, lange Jahre bevor es überhaupt zu den ersten Symptomen kommt. Die Wissenschaftler haben in den Nervenenden der Haut eine Eiweißablagerung gefunden: das Alpha-Synuclein. Dieses lässt sich auch im Gehirn von verstorbenen Parkinson-Patienten nachweisen.

Die Wissenschaftler hatten 18 Patienten untersucht, die unter einer REM-Schlafstörung litten. Hierbei kommt es zu sehr aggressiven Träumen, darüber hinaus zu auffälligen Bewegungen im Traum. 85 % der Menschen, die unter dieser REM-Schlafstörung leiden, entwickeln anschließend (innerhalb von 15 bis 20 Jahren) eine Parkinson-Erkrankung.

Aufgrund dessen gilt diese spezielle Schlafstörung als Frühanzeichen für Parkinson. Die Forscher nahmen von diesen 18 Patienten und darüber hinaus von 25 weiteren Patienten im frühen Parkinson-Stadium eine Hautprobe.

Bei 10 der Patienten mit REM-Störung und bei 20 Patienten im frühen Parkinson-Stadium konnte das Vorhandensein von Alpha-Synuclein-Ablagerungen in der Haut nachgewiesen werden. Bei gesunden Menschen fanden die Forscher dagegen keinerlei Ablagerungen.

Parkinson-Test kann Behandlungsdurchbruch bringen

Manche Experten sprechen von einem wahren Durchbruch in der Parkinson-Forschung. Bislang konnte die Erkrankung erst diagnostiziert werden, wenn es im Grunde schon zu spät war. War die Krankheit erst einmal aufgetreten und die ersten typischen Störungen vorhanden, so war dem bereits ein über Jahre andauerndes Absterben der Nervenzellen im Gehirn vorausgegangen. Dieser Prozess ist nicht mehr rückgängig zu machen, die Nervenzellen sind nicht mehr wiederzubeleben.

Könnten Mediziner durch frühe Erkenntnisse und neue Methoden schneller eingreifen, so könnte sich die Erkrankung eventuell verlangsamen oder sogar stoppen lassen. Diese Voraussetzungen kann der neue Hauttest unter Umständen in Zukunft erfüllen. Allerdings muss er noch weitere Erprobungsstufen überstehen, damit gesichert ist, dass es sich bei den positiven Ergebnissen nicht um statistische Zufälle handelt.

Symptome von Parkinson

Morbus Parkinson umfasst also viele verschiedene Symptome, die je nach Patienten unterschiedlich ausgeprägt auftreten. Dazu gehören:

  • Verlangsamte Bewegungsabläufe (Bradykinesie)Oft haben die Betroffenen zuerst ein Problem mit schnellen oder geschmeidigen Bewegungen. Es kann für sie beispielsweise schwierig sein, Bewegungen zu planen und zu beginnen. Die Bradykinesie kann alle Bereiche des täglichen Lebens betreffen, angefangen vom ersten Schritt nach dem Aufstehen bis zum Unterschreiben eines Schriftstücks.
  • Zittern (Tremor)Das Zittern beginnt häufig an einer Hand und ähnelt dem Drehen einer Arzneikapsel zwischen Daumen- und Zeigefingerspitze. Parkinson-Patienten nehmen dies im Ruhezustand am ehesten wahr. Bei zielgerichteten Bewegungen oder im Schlaf verschwindet es häufig. Das Zittern kann auch auf Beine und Kiefer übergreifen. Jedoch tritt es bei circa einem Drittel der Parkinson-Patienten überhaupt nicht auf.
  • Rigidität (Steifheit): In frühen Stadien der Erkrankung nehmen Patienten die Rigidität (die als eine Art Steifheit wahrgenommen wird) am häufigsten dann wahr, wenn die Gliedmaßen sich einer Bewegung widersetzen.

Im Krankheitsverlauf können weitere Anzeichen und Symptome hinzukommen, die den Patienten zunehmend einschränken:

  • Haltungs- und Gleichgewichtsstörungen: Aufrechtes Gehen oder Sitzen fällt den Betroffenen schwer. Ihr charakteristischer Gang ist langsam, schlurfend und vornübergebeugt. Der Verlust des Gleichgewichtssinns kann das Gefühl auslösen, nach vorne zu fallen. Diese Gleichgewichtsstörungen können durch Medikamente gegen die Parkinson-Krankheit leider kaum gelindert werden.
  • SprachschwierigkeitenEin frühes Symptom der Parkinson-Krankheit ist oft eine Veränderung der Sprache. Sie wird leiser, langsamer und oft schlechter verständlich.
  • Schwankende Stimmungslage: Angstzustände und Depressionen treten häufig auf.
  • GedächtnisverlustBei fortschreitender Parkinson-Krankheit können sich Gedächtnisverlust und andere Anzeichen einer Demenz etablieren. Bei schätzungsweise einem Viertel der Parkinson-Kranken ist dies der Fall. Eine Demenz kann häufig nicht durch Medikamente gegen die Parkinson-Krankheit beeinflusst werden. Tatsächlich können manche Medikamente, die bei Parkinson eingesetzt werden, die Demenz sogar verschlimmern.
Symptome Parkinson

Diagnose von Parkinson

Parkinson wird in erster Linie neurologisch durch bildgebende Verfahren diagnostiziert, darunter die Craniale Computertomografie oder die Magnetresonanztomografie. Dafür muss allerdings zunächst ein Verdacht bestehen. Doch bis dahin ist es oftmals ein langer Weg.

Liegen Symptome von Parkinson vor, ist es meist daher bereits zu spät und ein großer Teil des Schadens am Gehirn ist bereits entstanden. Insbesondere die Rigidität, also die Muskelsteifheit, kann als frühes Parkinson-Anzeichen festgestellt werden.

Mithilfe eines speziellen Tests, bei dem das Medikament Levodopa verabreicht wird, kann ein Verdacht auf Parkinson ebenfalls erhärtet werden. Bessern sich Parkinson-typische Symptome nach der Medikation signifikant, so stützt dies den Verdacht.

Behandlungsmöglichkeiten von Parkinson

Eine Behandlung von Parkinson kann auf unterschiedliche Art geschehen, in erster Linie ist diese von Medikamenten geprägt. Darüber hinaus existieren aber auch noch weitere, nicht medikamentöse Ansätze, die ergänzend angewandt werden können. Dazu später mehr.

Parkinson Behandlung mit Medikamenten

Bei der Behandlung der Parkinson-Krankheit muss ein Arzt für das Krankheitsstadium des Patienten die richtige Kombination von Medikamenten finden. Nicht jeder Patient reagiert auf dasselbe Medikament gleich. Zudem ändert sich die Behandlung aller Wahrscheinlichkeit nach im weiteren Krankheitsverlauf mit veränderten Symptomen.

Zu Beginn der medikamentösen Therapie verschreibt der Arzt voraussichtlich einen Wirkstoff aus den folgenden Medikamentenklassen:

  • Dopaminersatz: Bei Levodopa handelt es sich um ein Medikament, welches im Gehirn zu Dopamin umgewandelt werden kann. Bislang ist es das am häufigsten eingesetzte Medikament zur Behandlung der Parkinson-Krankheit. Forscher entwickelten es in den sechziger Jahren. Levodopa ermöglichte es vielen Menschen, länger unabhängig zu leben. Es wird in der Regel als Carbidopa-Levodopa-Kombination verschrieben. Carbidopa schützt das Levodopa vor dem Abbau im Stoffwechsel, bis das Gehirn es zu Dopamin umwandeln kann. Zudem vermindert Carbidopa Nebenwirkungen wie Übelkeit und Erbrechen, die gelegentlich bei Einnahme von Levodopa auftreten.

Levodopa hilft, Parkinson-Symptome zu reduzieren, insbesondere die Verlangsamung der Bewegung und die Rigidität. Jedoch lässt unter Umständen die Wirkung zwischen den eingenommenen Dosen im Laufe der Zeit nach. Das führt zu Schwankungen im Bewegungsablauf: Manchmal sind die Bewegungen normal und fließend, ein anderes Mal verlangsamt, verbunden mit Zittern. Diese Effekte verringern sich, indem man die Dosis verändert oder andere Medikamente hinzufügt. Darüber hinaus bringt eine spezielle verzögert wirkende Retard-Form der Carbidopa-Levodopa-Kombination länger günstige Ergebnisse.

  • Dopaminagonisten: Zu den wichtigsten Medikamenten in der Parkinson-Therapie gehören Dopaminagonisten. Sie verstärken die Wirkung des Gehirnbotenstoffs Dopamin, indem sie dessen Wirkung im Gehirn nachahmen. Man setzt sie allein oder in Kombination mit Levodopa ein. Oft wendet man sie im Krankheitsverlauf an, wenn die Wirkung des Levodopa nachlässt. Dopaminagonisten wirken genauso effektiv wie Levodopa, aber ihre Wirkung hält länger an. Dafür sind sie im Allgemeinen auch teurer. Dopaminagonisten können bei manchen Patienten jedoch Nebenwirkungen wie Paranoia, Halluzinationen oder Benommenheit auslösen.

Einige Parkinsonmedikamente schädigen zudem die Herzklappen, wie Wissenschaftler aus Mailand aufdeckten. Insgesamt untersuchten die italienischen Forscher 155 Parkinson-Erkrankte, von denen die einen ergoline Agonisten einnahmen und die anderen Agonisten vom „nicht-ergolinen” Typ. Die Patienten der egolinen Gruppe zeigten zu 25 % krankhafte Veränderungen an den Herzklappen. Entsprechende Veränderungen traten bei der anderen Gruppe nicht auf.

Als Parkinson-Patient sollten Sie Ihren Arzt fragen, ob eine Umstellung auf eines der unbedenklichen Mittel möglich ist. Falls nicht, untersuchen Sie mindestens einmal jährlich ihre Herzklappen auf mögliche Fehler.

Hemmung des Dopaminabbaus zur Parkinson Therapie

Neuere, den Dopaminabbau hemmenden Medikamente, helfen, die Wirkung des Dopamins zu steigern. Dies geschieht durch die Blockierung von Enzymen, die Dopamin im Gehirn inaktivieren. Zu dieser Medikamentenklasse gehören Selegilin, Tolcapon und Entacapon.

  • Selegilin verzögert den Abbau von Dopamin, indem es das Enzym Monoaminooxidase (MAO) Typ B hemmt. In manchen Fällen verordnet man es als einziges Medikament, bevor man mit dem Einsatz von Levodopa beginnt. Man kann es aber auch in Kombination mit Levodopa geben. Bei manchen Patienten, die Selegilin zusammen mit dem starken Schmerzmittel Meperidin (aus der Klasse der Opoid-Analgetika) einnahmen, traten toxische Wirkungen auf.
  • Tolcapon führte in einigen seltenen Fällen sogar zu Leberversagen. Aus diesem Grund ist bei der Einnahme dieses Wirkstoffs eine engmaschige Überwachung der Leberfunktion notwendig. Tolcapon ist in Deutschland nicht mehr zugelassen.
  • Bei der Einnahme von Entecapon beobachtete man diese Nebenwirkung nicht. Entacapon verstärkt die Wirkung des Dopamins durch die Hemmung des Enzyms Catechol-O-Methyltransferase. Man wendet es in Kombination mit Levodopa an.

Daneben gibt es Medikamente mit anderen Wirkprinzipien, die man in vielen Fällen im weiteren Krankheitsverlauf sowie in Kombination mit den aufgeführten Medikamenten einsetzt.

Fahrradergometer ideal bei Parkinson Therapie?

Bewegung ist bei Parkinson von größer Wichtigkeit. Vor allem Tai-Chi soll sich nachgewiesenermaßen positiv auswirken. Jetzt gibt es eine neue Studie von der US-amerikanischen Parkinson-Klinik in Cleveland, nach der ein Fahrradergometer hilfreiche Dienste bei Parkinson leisten könnte. Ein Forscher des Instituts entdeckte diese Wirkung zufällig: Als er mit einer am Parkinson-Leiden erkrankten Freundin auf einem Tandem radelte, bemerkten beide eine deutliche Verbesserung der Krankheit durch das (gemeinsame) Fahrradfahren.

Nach zwei Tagen konnte man ihre Schrift wieder lesen und auch andere typische Parkinson-Anzeichen verflüchtigten sich im Laufe der wiederholten leichten körperlichen Betätigung. Diese Feld-Entdeckung war Grund genug für die Wissenschaftler der Klink, einen wissenschaftlichen Test anzustrengen. Dieser förderte erstaunliche Ergebnisse zu Tage:

Info
Radelten die Erkrankten allein, schafften sie 50 bis 60 Umdrehungen in der Minute. Auf dem Tandem mit einem Partner brachten Sie es auf 80 und 90 Umdrehungen. Erkrankte, die dreimal in der Woche 40 Minuten auf diesem Level trainierten, verbesserten ihre motorischen Fähigkeiten nach acht Wochen um 35 %.

Parkinson: Ein Argument für Obst

Das Flavonoid in rotem Obst fördert die Gesundheit. Es soll vermutlich sogar Parkinson reduzieren.

Obst bietet positive Eigenschaften für Parkinson Patienten © silviarita – Pixabay

Der Begriff Flavonoide bezeichnet eine große Gruppe natürlicher Farbstoffe. Diese Pflanzenstoffe besitzen verschiedene Wirkungen, welche die Gesundheit fördern. So soll der Verzehr von flavonoidreichen Lebensmitteln das Auftreten von Parkinson reduzieren. Der Stoff findet sich beispielsweise in Obst.

Diese Erkenntnis bedarf allerdings einer vorsichtigen Interpretation. Es ist nicht ausgeschlossen, dass andere Inhaltsstoffe eine begleitende Rolle spielen könnten. Allerdings haben mehrere experimentelle und klinische Studien Hinweise auf protektive Effekte von Flavonoiden bei neurodegenerativen Erkrankungen geliefert, etwa bei der Alzheimer-Erkrankung.

Fazit zu Parkinson

Bei Morbus Parkinson handelt es sich um eine sogenannte neurodegenerative Erkrankung, welche die Nervenzellen des Mittelhirns betrifft. Sie sterben ab und lösen ein Ungleichgewicht in der Produktion und Weiterleitung des Botenstoffes Dopamin aus. Die Ursachen dafür sind noch nicht geklärt. Es kommt zu den typischen Symptomen, wie unkontrollierbares Zittern, Steifheit der Gliedmaßen sowie einer Verlangsamung der Bewegungsabläufe. Im Verlauf der Erkrankung treten Sprachschwierigkeiten und Gleichgewichtstörungen auf.

Liegen die beschriebenen Symptome bereits vor, ist bereits ein erheblicher Schaden am Gehirn entstanden. Sichere Diagnosemethoden sind eine craniale Computertomographie oder eine Magnetresonanztomographie. Parkinson ist nach heutigem Stand der Forschung nicht heilbar. Die Therapie erfolgt mittels Medikamenten, welche die Symptome lindern. Diese greifen in den gestörten Dopamin-Stoffwechsel ein. Sie wirken als Dopamin-Ersatz oder zur Wirkungssteigerung des Botenstoffes. Leider lösen die Tabletten auch unerwünschte Nebenwirkungen auf, die es abzuwägen gibt.

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