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Dermatitis der Hand: Eine häufige Entzündung, die sich gut behandeln lässt

Handdermatitis ist weit verbreitet und lästig. Viele Faktoren können zu einer Dermatits der Hand führen. Lesen Sie hier nützliche Tipps zur Behandlung.

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Egal, wie viel Handcreme Sie benutzen, die Haut auf Ihrer Hand ist trocken, gerötet, rissig und juckt. Im Winter ist es besonders schlimm, aber manchmal erleben Sie auch Schübe in wärmeren Monaten.

Vielleicht haben Sie mehr als nur trockene Haut. Es könnte sich auch um eine oder mehrere Formen von Dermatitis handeln, die die Hände befällt. Eine Dermatitis ist eine Entzündung der Haut – und sie ist weit verbreitet. Obwohl sich die Ursache nicht immer findet, lässt sie sich durch Medikamente und Pflege behandeln.

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Kommen in Ihrer Familie häufig Allergien vor (Ekzem, Neurodermitis, Heuschnupfen, allergisches Asthma)?

Leben Sie in einer Großstadt?

Rauchen Sie oder leben Sie mit einem oder mehreren Rauchern im gemeinsamen Haushalt?

Hatten Sie als Kind Milchschorf?

Sind Sie in Ihrer beruflichen Tätigkeit häufig Allergenen (Allergie-Auslösern) ausgesetzt?

Halten Sie ein oder mehrere Haustier/e?

Leben Sie in einem landwirtschaftlich intensiv genutzten Gebiet?

Haben Sie in Ihrer Wohnung eine offene Gasheizung (oder in der Küche einen offenen Gasherd)?

Wohnen Sie in direkter Nachbarschaft einer Industrie-Anlage?

Verwenden Sie (beruflich oder privat) häufig Insektenvernichtungsmittel?

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Die Symptomatik der Dermatitis

Wenn die Haut juckt, rot und teilweise geschwollen ist..

Viele Dermatitisformen können die Hände befallen, und sie unterscheiden sich manchmal nur geringfügig. Kennzeichnend für eine Handdermatitis – auch als Ekzem bekannt – sind im Allgemeinen Hautrötungen (obwohl sie manchmal braun oder grau aussieht), wunde, juckende und teilweise geschwollene Haut. Manchmal kann die Haut auch nässende Bläschen bilden.

Mit der Zeit kann die Haut auch dick und ledrig werden. Viele Faktoren können eine Handdermatitis auslösen oder dazu beitragen: Allergien, Stress, genetische Faktoren und Reizstoffe aus der Umwelt. Eine Handdermatitis ist nicht ansteckend. Sie kann aber die Widerstandskraft Ihrer Haut gegen Infektionen beeinträchtigen.

Formen der Dermatitis inklusive ihrer Ursachen

Die Feststellung Ihrer Form der Handdermatitis hängt nicht nur von den Symptomen ab, sondern auch von Ihrer Krankheitsgeschichte. Zu den Dermatitisformen der Hand zählen:

  • Kontaktdermatitis – Dazu kommt es, wenn die Haut auf die Berührung eines Reizstoffes reagiert. Es kann die Reaktion auf Reizstoffe sein, die die Zellen schädigen, oder aber auf bestimmte Allergene, die mit der Haut in Kontakt kommen. Typische Verdächtige sind Seifen, Parfums, Haushaltsreiniger, Kosmetika. Metalle wie in Schmuck (meist allergische Reaktion) oder Pflanzengifte wie beim großen Bärenklau (phototoxisch-allergische Reaktion).
  • Dyshidrotische Dermatitis – Diese Form betrifft Hände und manchmal Füße und steht in Verbindung mit Haut, die häufig nass wird. Meist tritt sie stressbedingt auf. Eine Dyshidrotische Dermatitis tritt typischerweise zuerst an den Fingerseiten auf, wobei sie sich von kleinen juckenden Knötchen oder Bläschen bis zu einem flächigen Ausschlag ausbreitet.
  • Atopische Dermatitis – “Atopisch” beschreibt eine erbliche Vorbelastung für eine Überempfindlichkeit der Haut. Eine Atopische Dermatitis ist eine lang anhaltende Störung, die von Asthma oder Heuschnupfen begleitet werden kann. Sie tritt gehäuft in Familien auf, in denen schon andere Mitglieder unter Asthma und Heuschnupfen leiden. Die Störung kann sich schon bei jüngeren Personen ausbilden und das ganze Leben fortdauern. Obwohl die Atopische Dermatitis fast an jeder Hautstelle auftreten kann, sind typischerweise die Innenseiten der Ellbogen und der Knie betroffen.

Es gibt auch eine Form der Schuppenflechte (Psoriasis), die anderen Formen der Handdermatitis ähnelt. Die Pustulöse Psoriasis ist eine Autoimmunerkrankung, die zu Bläschenbildung meist auf Händen und Füßen führt.

Tipps zur  Selbsthilfe: Wie Ihre Hände wieder geschmeidig werden

Wenn die Haut Ihrer Hände zu Trockenheit und Juckreiz neigt, sollten Sie folgende Maßnahmen ergreifen, um ernsthaftere Probleme zu vermeiden:

  • Vermeiden Sie häufiges Händewaschen.
  • Benutzen Sie lauwarmes oder kaltes Wasser beim Händewaschen oder Baden. Tupfen – nicht rubbeln – Sie Ihre Haut trocken und verwenden Sie groß-zügige Portionen an Feuchtigkeitscreme oder Salben für Haut und Nägel.
  • Vermeiden Sie Kontakt mit Detergentien oder organischen Lösungsmitteln.
  • Verwenden Sie hypoallergene Seife ohne Duftstoffe.
  • Cremen Sie oft die Hände ein.

Ärztliche Behandlungsmaßnahmen von Dermatitis

Wenn diese Maßnahmen nicht helfen oder Sie auf Grund schmerzender oder wunder Haut nicht richtig schlafen können oder tagsüber dadurch abgelenkt werden, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Da aber jeder Fall anders liegt, können sich auch die Behandlungen beträchtlich unterscheiden. Verschreibungspflichtige Therapien für Handdermatitis können Folgendes beinhalten:

  • Salben oder Lotionen – Produkte mit Kortikosteroiden können für einen Rückgang von Juckreiz und Entzündung sorgen. Diese Behandlungen sind sehr wirksam und helfen bei den meisten Formen von Handdermatitis. Es gibt sie in verschiedenen Stärken und Dosierungen. Neuere Cremes mit Immunomodulatoren – Tacrolismus (Protopic®) und Pimecrolismus (Elidel®) – können deutlich teurer und deshalb nur für besonders empfindliche Hautstellen geeignet sein, oder wenn andere Behandlungen versagen.
  • Verschreibungspflichtige Antihistamine oder orale Kortikosteroide – Diese können bei starkem Juckreiz oder Schwellungen helfen. Extrem schwere Fälle können besondere Maßnahmen erfordern: Antibiotika, medizinische Bäder, Lichtbehandlungen (Phototherapie) und eventuell ein orales, immunmodulierendes Medikament.
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