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Hüftschmerzen – zugrundeliegende Erkrankungen & Behandlung

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Am häufigsten tritt eine Bursitis an der Hüftaußenseite (Trochanterbursitis) oder im Po (Ischiumbursitis) auf. Sakroiliakalgelenkschmerzen und Hüftbursitis weisen ähnliche Ursachen auf. Zu diesen Hüftschmerzen gehören wiederholte körperliche Aktivitäten oder Überbeanspruchung, Verletzungen.

Klassifizierung der Hüftschmerzen

Da die Störungen in ähnlichen Bereichen auftreten, verwechselt man die Hüftbursitis schnell mit Sakroiliakalgelenkschmerzen. Lassen Sie aus diesem Grund Diagnose und Behandlung durch einen Arzt vornehmen, wenn Sie dauerhafte Schmerzen empfinden.

Die Therapie der beiden Erkrankungen ist ähnlich. Sie beinhaltet Ruhe, antientzündliche Medikamente, Kälte- und Wärmepackungen und möglicherweise Steroidspritzen. Eine Operation ist in seltenen Fällen nötig. Übungen zur Stärkung und Dehnung der Muskulatur von Hüfte und unterem Rücken beugt dieser Störung vor. Ebenso hilft es, längeres Stehen oder wiederholte Hüftbewegungen zu vermeiden.

Mögliche zugrundeliegende Erkrankungen

  • Bursitis des Trochanters: Ein chronischer Schmerz an der Außenseite der Hüfte rührt von einer Entzündung der flüssigkeitsgefüllten Schleimbeutel (Bursae) her. Diese dienen normalerweise als Gleitraum zwischen Knochen (Trochanter major) und Sehnen. In vielen Fällen ruft eine Schwäche der Muskulatur der Hüftregion oder Verspannungen der Oberschenkelmuskulatur eine Bursitis des Trochanters hervor. Unterschiedliche Beinlängen tragen zu einer Bursitis bei. Druck auf die schmerzende Region wie zum Beispiel das Liegen auf der betroffenen Seite verschlimmert im Allgemeinen den Schmerz.
  • Ischiumbursitis: Diese Form der Bursitis betrifft den Schleimbeutel über dem Sitzbein (Os ischii). Wenn sich dieser Schleimbeutel entzündet, treten beim Hinsetzen Schmerzen im Gesäß auf. Der Schmerz lässt im Allgemeinen beim Aufstehen nach.
  • eingeklemmter Ischiasnerv: Der Ischiasnerv verläuft entlang der Rückseite des Beins von der Hüfte bis zur Ferse. Ein „eingeklemmter“ Ischiasnerv ruft Schmerzen hervor, die vom Gesäß oder dem hinteren Oberschenkel bis in das Bein hinunter ausstrahlen. Die Schmerzen entstehen durch bestimmte Belastungen wie Husten und Niesen. Das Beugen des Körpers, Gehen oder Sitzen verschlimmern sie ebenfalls.
  • Schmerzen im Sakroiliakalgelenk: Das Sakroiliakalgelenk verbindet das Becken mit der unteren Wirbelsäule (Gelenk zwischen Kreuzbein und Darmbein). Mit zunehmendem Alter treten degenerative Veränderungen wie zum Beispiel Arthrose im Gelenk auf. Dabei entstehen auf der Seite der Gelenkreizung Kreuzschmerzen. Der Schmerz nimmt bei Bewegungen zu, bei denen das Körpergewicht zum Tragen kommt (z. B. beim Gehen). Die Schmerzen strahlen über eine geringe Entfernung in benachbarte Regionen wie Kreuz oder Gesäß aus.
  • Bruch (Hernie): Eine Schwachstelle oder ein Riss im Bauchmuskel führen unter Umständen zu einem Bruch (Vorwölbung von Gewebe oder einer Darmschlinge durch die Muskelwand). Bei einem Leistenbruch wölbt sich möglicherweise der obere Teil der Leiste vor. Schmerzen in der Leiste entstehen durch körperliche Anstrengung wie Heben oder Niesen.

Hüftschmerzen: Genauere Diagnose erfolgt durch Röntgen

Leiden Sie unter Hüftschmerzen, wird Ihr Arzt diejenige Hüftregion untersuchen, die Ihnen Probleme bereitet. Die Beweglichkeit der Hüfte sowie ihre Kraft werden beurteilt. Um das Problem näher zu bestimmen, wird Ihr Arzt die Umstände feststellen, unter denen der Schmerz auftritt. Beispielsweise ist Schmerz, der beim Stehen oder durch die Last des Körpergewichts auftritt, eher ein Hinweis auf eine Arthrose, avaskuläre Nekrose oder einen Knochenbruch. Belastungsunabhängige Schmerzen können die Folge einer Infektion oder möglicherweise eines Tumors sein.

Im Allgemeinen werden Röntgenaufnahmen durchgeführt, um die Diagnose abzusichern. Gelegentlich kommen im Bedarfsfall auch andere bildgebende Verfahren zum Einsatz, wie zum Beispiel Kernspintomographie (MRT), Computertomographie (CT) oder Knochenszintigraphie.

Behandlung von Hüftschmerzen variiert je nach Ursache

Die Behandlung kann je nach Ursache variieren. Manchmal genügen Eispackungen und ein paar einfache Dehnübungen, um die Störung zu beheben. Auch eine Krankengymnastik oder Programme zur Stärkung der Hüftmuskulatur können nützlich sein.

Injektionen von Kortikosteroiden können ebenso empfohlen werden wie frei verkäufliche Schmerzmittel. Manchmal ist eine Operation notwendig. Zum Beispiel kann bei einer schweren Arthrose des Hüftgelenks die Implantation einer Endoprothese (künstliches Hüftgelenk) angezeigt sein.

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