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Kombucha: 10 Gründe, weshalb Sie sich das Trendgetränk mal näher anschauen sollten

Der Kombucha-Pilz ist u.a. in Tees eine bekannte Zutat. Wie vielfältig Kombucha noch eingesetzt werden kann, können Sie hier nachlesen! (Foto: Artyom Yefimov - Fotolia)

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Kombucha können Sie entweder fertig kaufen oder selbst herstellen. Das fermentierte Getränk ist nicht nur lecker, sondern wirkt entgiftend und reguliert Ihre Verdauung. Auch der Nährstoffgehalt ist hoch.

Kombucha ist DAS Trend-Getränk und aus den Supermärkten, Bio-Märkten und Reformhäusern nicht mehr wegzudenken. Vor nicht allzu langer Zeit war Kombucha in Deutschland noch nahezu unbekannt. Inzwischen erobert das Fertiggetränk nicht nur Reformhäuser und Bioläden, sondern sogar schon Feinschmeckerlokale.

Bei Kombucha handelt es sich um ein fermentiertes Erfrischungsgetränk, das aus Wasser, Tee und Zucker auf Basis eines Kombucha-Pilz hergestellt wird. In Asien hat Kombucha eine lange Tradition als Volks- und Naturheilmittel. Das Getränk hilft bei verschiedenen Beschwerden schonend und natürlich. Sie können das Getränk entweder fertig kaufen oder selber auf Basis eines Kombucha-Pilzes herstellen.

Wann können Sie Kombucha als Heilmittel nutzen?

Kombucha hilft bei Magen-Darm-Beschwerden und kann den Blutdruck regulieren. Auch bei Rheuma und Gicht kann Kombucha zum Einsatz kommen. In der Volksheilkunde ist sein Anwendungsspektrum noch breiter:

Wie wirkt Kombucha?

Kombucha hat eine vielfältige Wirkung auf den Körper, insbesondere auf den Magen-Darm-Trakt. Doch auch das Immunsystem sowie das Herz-Kreislauf-System profitieren von dem fermentierten Getränk, das viele Vitamine und Mineralstoffe enthält, sowie wertvolle Säuren, die durch den Fermentationsprozess entstehen.

10 Gründe für Kombucha

Es liegen zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten über Kombucha vor. Sie sprechen von einer therapeutischen Wirksamkeit, die unter anderem durch die im Kombucha enthaltenen Säuren sowie die Vitamine kommt. Es gibt jedoch noch weitere Gründe, weshalb Sie Kombucha trinken sollten:

  1. Er reguliert die Verdauung: Aufgrund des Fermentationsprozesses sind in Kombucha lebendige Mikroorganismen enthalten, die Ihren Darm positiv beeinflussen. Auch Milchsäure und Essigsäure sind in Kombucha enthalten, die die Darmflora regulieren und schlechte Bakterien reduzieren. Kombucha wirkt anregend auf die gesamte Darmtätigkeit, harmonisiert die Darmflora und regt den Stoffwechsel an.
  2. Er enthält wertvolle B-Vitamine: B-Vitamine sind ein wichtiger Bestandteil der Ernährung. Sie sind an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt und können vom Körper nicht selbst hergestellt werden, weshalb sie immer wieder neu zugeführt werden müssen. Ob die Regulierung des Hormonhaushalts, Blutbildung oder Nervenfunktion – B-Vitamine sind wichtige Bestandteile Ihrer Gesundheit. In Kombucha sind Vitamin B1, B2, B3, B6, B9 und B12 enthalten.
  3. Er wirkt entgiftend: Die im Kombucha enthaltene Glucoronsäure bindet Giftstoffe im Körper und hilft bei der Ausscheidung. Ebenfalls hilfreich bei der Entgiftung sind das enthaltene Enzym Bromelain und die enthaltenen Säuren wie Äpfelsäure, Hyaluronsäure, Gerbsäure, Usninsäure sowie Glucon und Glucuronsäure.
  4. Er beeinflusst Ihr Wohlbefinden: Dadurch, dass Kombucha regulierend auf Ihre Verdauung wirkt und Magen-Darm-Beschwerden weniger werden, fühlen Sie sich insgesamt wohler. Auch die Versorgung mit B-Vitaminen fördert das Wohlbefinden, da so Mangelerscheinungen vorgebeugt werden. Wenn Sie Kombucha außerdem mit Grüntee oder Schwarztee ansetzen, erhalten Sie einen zusätzlichen Energiekick durch das im Tee enthaltene Koffein.
  5. Er wirkt sich positiv auf Ihr Blut aus: Kombucha senkt die Blutfette und beeinflusst Ihre Blutzuckerwerte günstig. Außerdem wird Harnsäure dank Kombucha neutralisiert und aus dem Körper transportiert. Somit können Sie mit Kombucha Gicht vorbeugen.
  6. Er harmonisiert das Säure-Basen-Verhältnis: Die gesunden organischen Säuren im Kombucha sorgen für einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt im Körper. Dadurch kann Ihr Körper Keime besser bekämpfen und bietet erst gar keinen Nährboden für Bakterien.
  7. Er stärkt das Immunsystem: Indem Kombucha gegen Viren und Bakterien wirkt, stärkt er das Abwehrsystem und macht Sie robuster gegen Infekte. Neben den enthaltenen Säuren trägt auch der Vitamin C-Gehalt dazu bei. Forscher von der Medizinischen Hochschule Hannover fanden anhand von Blutproben heraus, dass der Trank die Entstehung von Abwehrzellen fördert.
  8. Er verbessert die Sauerstoffverwertung in den Zellen: Kombucha enthält Eisen, was dafür nötig ist, Sauerstoff durch die Zellen zu transportieren.
  9. Er enthält viele Mineralstoffe: Kalzium, Magnesium, Kupfer und Mangan sind in Kombucha enthalten und unterstützen Ihren Körper so bei der Weiterleitung von Reizen, beim Aufbau von Knochenmasse sowie bei der Bereitstellung von Energie für die Zellen.
  10. Er schmeckt gut: Kombucha hat ein fruchtiges, mild-säuerliches Aroma und schmeckt sehr lecker. Er ist leicht sprudelig, erfrischend, süßlich und kann zudem auch selber hergestellt werden, was deutlich günstiger ist als die gekaufte Version. Schließlich kosten 1 Liter Kombucha-Getränk zwischen 2,50 Euro und 7 Euro.

Welche Nebenwirkungen hat Kombucha?

Im Gegensatz zu vielen Pharmaka mit ihren unangenehmen Nebenwirkungen richten sich die Wirkstoffe der Kombucha auf das Körpersystem als Ganzes. Das heißt, dass Kombucha-Getränke ohne Nebenwirkungen den normalen Zustand in den Zellmembranen wieder herstellen können.

Kombucha aus dem Reformhaus oder Supermarkt können Sie bedenkenlos trinken. Vereinzelte Berichte über Nebenwirkungen von Kombucha wie allergische Reaktionen, Übelkeit oder Muskelentzündungen sind nur von Fällen bekannt, bei denen der Kombucha selbst hergestellt wurde.

Falls Sie sich also für selbstgemachten Kombucha entscheiden, sollten Sie sich unbedingt an das Rezept halten.

Wie können Sie Kombucha selbst herstellen?

Wenn Sie Ihren eigenen Kombucha ansetzen möchten, benötigen Sie zunächst einmal einen Kombuchapilz. Wenn Sie niemanden kennen, von dem Sie einen Kombuchapilz übernehmen können, erhalten Sie ihn auch in Reformhäusern oder Bioläden.

Diese stammen dann in der Regel aus Labors, die sich auf die Pilzherstellung spezialisiert haben. Hier wird für den Pilznachwuchs zunächst aus schwarzem und grünem Tee sowie Hibiskusblüten und Hagebutten ein riesiger Kessel Tee zubereitet. Diese leicht säuerliche Teemischung mag der junge Kombucha besonders gern.

Kombucha
Kombucha beginnt sein Leben als eine Flüssigkeit, aber die Konsistenz ändert sich je nach Lagerungsbedingungen. © Adobe Stock - GreenArt Photography

Wie wird Kombucha hergestellt?

Für die notwendige Energie sorgt normaler Haushaltszucker. Zu Beginn seines langen Lebens ist der Kombuchapilz noch flüssig, es handelt sich um eine Ansatz- oder Impfflüssigkeit, die mindestens drei verschiedene Hefepilzarten und vier verschiedene Bakterienstämme, die hauptsächlich zu den Essigsäurebildnern zählen, enthält. Wie bei allen Naturprodukten schwankt auch hier die genaue Zusammensetzung, je nach Temperatur und Lagerung.

Diese Mikroorganismen vernetzen sich und bilden gemeinsam den gallertartigen Pilzkörper. Jeder Jungpilz braucht nun für seine Entwicklung Zeit. Nach 10 Tagen sieht der Kombucha in seiner Schale wie ein Pudding aus. Er bildet jetzt eine feste Schicht und erinnert an einen Pfannkuchen, allerdings ist er viel fester, geradezu zäh. Nur aktive Pilze erzeugen den notwendigen Säuregrad. Gut ist ein pH-Wert von 3, das ist fast so sauer wie Speiseessig.

Wie sollen Sie Ihren Kombucha-Pilz aufbewahren?

Die fertigen Pilze werden in einem Edelstahlsieb gewaschen, diese Metall-Legierung schadet dem Kombucha übrigens nicht. In Plastikfolie und Karton eingepackt hält sich der Kombuchapilz mehrere Wochen, im Kühlschrank sind es sogar drei Monate. So kommen die Kombuchapilze übrigens in den Handel oder per Versand direkt zum Verbraucher.

Rezept: So machen Sie Ihr eigenes Kombucha-Getränk

Sie brauchen nur vier Zutaten, um selber Kombucha herzustellen:

  • 1 Kombucha Pilz mit mindestens 100 ml Kombucha Getränk, das Sie als Flüssigkeit für den Ansatz nutzen
  • 1 Liter Wasser
  • 90 bis 100 Gramm Zucker
  • 8 Gramm Tee (ob Grüntee, Schwarztee oder Kräutertee bleibt Ihnen überlassen)

Außerdem benötigen Sie:

  • 1 Gärgefäß für Ihre Kombucha-Menge
  • 1 luftdurchlässiges Tuch, um Ihr Getränk abzudecken (Zellstoff oder Baumwolle sind gut geeignet)
  • 1 Gummiring, um das Tuch abzudichten
  • 1 Kunststoffsieb
  • Flaschen, in die Sie das fertige Getränk abfüllen können

Nun geht es an die Herstellung Ihres Kombuchas:

  1. Kochen Sie das Wassre auf, geben Sie Ihren Tee hinzu und lassen Sie ihn eine Viertelstunde ziehen.
  2. Lösen Sie dann den gesamten Zucker im Tee auf und lassen Sie ihn abkühlen.
  3. Geben Sie nun Ihren Kombucha-Pilz, Ihre Kombucha-Ansatzflüssigkeit sowie den Tee in Ihr Gärgefäß.
  4. Verschließen Sie das Gefäß mit Tuch und Gummiring.
  5. Lassen Sie das Gefäß nun bei Zimmertemperatur für 10 bis 16 Tage stehen. In dieser Zeit gibt der Pilz seine wertvollen Stoffe an das Teegetränk ab und es bilden sich die Säuren, Enzyme, Vitamine und Mineralstoffe. Auch die Kohlensäure entsteht in dieser Zeit.
  6. Anschließend können Sie Ihr fertiges Kombucha-Getränk abkühlen lassen und es trinken.

Tipp: Bewahren Sie 10 Prozent als Ansatz für die nächste Kombucha-Herstellung auf.

Woher kommt Kombucha?

Der Legende nach soll ein koreanischer Wunderheiler namens Kombu den japanischen Kaiser Inkyo um 400 nach Christus von seinem permanenten Magenweh befreit haben. Daraufhin war er so begeistert, dass er dem heilenden Getränk den Namen Kombucha gab.

Eine andere Entstehungsversion besagt, dass der Name von der Kombualge stammt. Nach anderen Quellen braute sich die russische Bevölkerung schon vor mehr als tausend Jahren ihren „Kwass“ aus dem japanischen Pilz.

Gesund trinken mit Kombucha?

1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit sollten Sie pro Tag zu sich nehmen, um nicht zu dehydrieren. Am gesündesten sind Wasser und Früchte- oder Kräutertees. Auch Kombucha kann einen Teil Ihrer täglichen Flüssigkeitszufuhr ausmachen, schließlich sind die gesundheitsfördernden Eigenschaften des Getränks überzeugend.

Beachten Sie jedoch, dass Kombucha Zucker enthält, insbesondere wenn Sie ihn fertig kaufen. Das Teegetränk sollte daher nur als Ergänzung ihrer täglichen Flüssigkeitszufuhr dienen und nicht zum Haupt-Flüssigkeitslieferanten werden.

Fazit: Mit dem Trendgetränk Kombucha Ihren Magen-Darm-Trakt auf Vordermann bringen

Wertvolle Säuren und Enzyme sorgen dafür, dass Kombucha Ihre Verdauung reguliert und Ihr Darm positiv beeinflusst wird. Dadurch werden Ihre Abwehrkräfte gestärkt und Sie sind weniger anfällig für Infekte. Außerdem enthält Kombucha B-Vitamine, Vitamin C und wichtige Mineralstoffe.

Das Trendgetränk hat eine reinigende Wirkung auf den Körper und hilft bei der Ausscheidung von Giftstoffen. Zudem werden Ihre Blutzucker- und Blutfettwerte verbessert und Ihr gesamtes Wohlbefinden profitiert.

Kombucha ist recht teuer und indem Sie ihn selbst herstellen, sparen Sie Geld. Die Herstellung ist nicht schwer und funktioniert auf Basis des Kombucha-Pilzes, den Sie im Reformhaus oder Bio-Markt kaufen können. Der Fermentationsprozess ist das, was Kombucha so gesund macht. Bei ihm entstehen die gesunden Säuren und Enzyme, die den Säure-Basen-Haushalt Ihres Körpers regulieren.

Egal ob selbstgemacht oder gekauft – Kombucha ist lecker, erfrischend und belebend. Slogans wie „reinigt Körper und Seele“ sind zwar etwas dick aufgetragen, seine gesundheitsfördernde Wirkung ist aber nicht von der Hand zu weisen.

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