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Coronavirus: So gefährlich ist SARS-CoV-2

Seit mehreren Wochen beherrscht der neue Coronavirus unaufhörlich die Schlagzeilen der Nachrichten – und das weltweit. Die Angst vor einer Epidemie steigt. Doch wie gefährlich ist das neu entdeckte Coronavirus wirklich? Und wie kann man sich schützen? (Foto: shintartanya - Adobe Stock)

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Seit mehreren Wochen beherrscht der neue Coronavirus unaufhörlich die Schlagzeilen der Nachrichten – und das weltweit. Jede Meldung weist auf neue Infektionen und eine weitere Ausbreitung des Virus hin. Die Angst vor einer Epidemie steigt. Doch wie gefährlich ist das neu entdeckte Coronavirus wirklich? Und wie kann man sich schützen?

Von dem Ursprung, der Übertragung und Ansteckungsgefahr über die Symptomatik, Diagnostik und der Behandlung bis hin zur Heilungschance, Lebensprognose und hilfreichen Präventionsmaßnahmen: Hier erfahren Sie die wichtigsten Informationen rund um den Coronavirus.

Coronaviren: Was versteht man darunter?

Coronaviren gibt es bereits seit Jahrzehnten und sind bekannte Auslöser von Erkältungskrankheiten. Nach den Aussagen des Robert-Koch-Institut (RKI) wurden die Viren erstmalig in den 1960er Jahren entdeckt.

Ihren Namen haben Sie dabei ihrem zackenartigen Aussehen zu verdanken, welches einer Krone ähnelt. Im Laufe der Zeit wurden bisher hunderte verschiedene Arten von Coronaviren beschrieben, die jeweils Auslöser anderer Krankheiten darstellten.

Während manche Coronaviren lediglich ungefährliche Erkältungen verursachen, wurden bereits mehrere Coronaviren-Arten identifiziert, die zu schwerwiegenden Erkrankungen mit einer erhöhten Sterblichkeitsrate führen können. Dazu gehören insbesondere die Coronaviren MERS (Middle East Respiratory Syndrome) und SARS (Severe Acute Respiratory Syndrome), die in der Vergangenheit schwere Epidemien auslösten.

So infizierten sich bereits in den Jahren 2002 und 2003 mehr als 8000 Menschen mit dem SARS-Virus, wodurch mehr als 700 Menschen an den Folgen einer schweren Lungenentzündung starben. Doch auch der MERS-Virus infizierte im Jahr 2012 rund 2500 Menschen, wobei jede dritte Erkrankung tödlich endete.

Doch wie gefährlich ist das neu im Jahr 2019 identifizierte Coronavirus namens SARS-CoV-2? 

SARS-CoV-2: Die Entdeckung des neuen Coronavirus

Bereits Ende 2019 gab es in China erste Meldungen über eine schwerwiegende Lungenerkrankung, die bei mehreren Menschen derselben Region auftrat. Anfang Januar gaben die Behörden allerdings bekannt, dass es sich nicht wie angenommen um den SARS, einen Virus der Coronaviren-Familie, handelte. Stattdessen wurde wenige Tage später der neuartige Coronavirus identifiziert und zunächst mit dem Namen “2019-nCoV” betitelt.

In kürzester Zeit verbreitete sich der Virus in China sowie in den folgenden Wochen auch in weiteren Staaten sowohl innerhalb als auch außerhalb des asiatischen Raums. Bereits nach wenigen Wochen wurden somit nicht nur in Thailand, Japan und Südkorea, sondern auch in der USA, Frankreich sowie in Deutschland mehrere Krankheitsfälle, ausgelöst durch den neuen Coronavirus, identifiziert.

Aufgrund der rasanten Verbreitung des Virus wurden in China großflächige Quarantänemaßnahmen sowie Reisesperren einberufen. Am 30.01.2020 gab die WHO daraufhin den internationalen Gesundheitsnotstand bekannt (Public Health Emergency of International Concern). Dieser wird einberufen, wenn die internationale Verbreitung einer Krankheit für die öffentliche Gesundheit in mehreren Staaten eine Gefahr darstellt.

Aufgrund der engen Verwandtschaft zum SARS-Virus, wurde die vorläufige Bezeichnung “2019-nCoV” des neuen Coronavirus am 11.02.2020 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) offiziell in “SARS-CoV-2″ umbenannt. Die Abkürzung “SARS” steht dabei für “schweres akutes Atemwegssyndrom”. Die Erkrankung, die SARS-CoV-2 verursacht, wird als COVID-19 beziehungsweise als “Corona virus disease 2019” bezeichnet.

Ein möglicher Ursprung des Coronavirus-Ausbruchs

Da der neue Coronavirus wesentliche Ähnlichkeiten zu anderen Coronavirus-Stämmen aufweist, wird davon ausgegangen, dass auch der SARS-CoV-2 ursprünglich von anderen Säugetieren stammt wie zum Beispiel von den Fledermäusen. Ein direkter Übergang dieser auf den Menschen wird allerdings nicht angenommen. Stattdessen soll der Coronavirus über einen Zwischenwirt auf den Menschen übertragen werden. In Frage kommen dabei vor allem Schuppentiere, die in China als Delikatesse gelten und trotz Verbot gehandelt werden.

Die Annahme wird dabei durch die Angaben der chinesischen Behörden in Wuhan bekräftigt, da einige der ersten erkrankten Patienten eine Verkäufertätigkeit auf dem Huanan Seafood Markt in Wuhan ausübten, auf dem ebenfalls Wildtiere angeboten werden.

Übertragung des Coronavirus: So hoch ist die Ansteckungsgefahr

Der Coronavirus wird sowohl von Tieren auf Menschen übertragen als auch direkt von Mensch zu Mensch. Wie bei anderen virusbedingten Atemwegserkrankungen wird auch der Coronavirus durch die Tröpfcheninfektion übertragen. Das bedeutet, eine Ansteckung ist entweder durch das Einatmen infizierter Sekrettröpfchen, die der Erkrankte durch Husten, Niesen oder auch durch das Sprechen an die Luft abgibt, möglich oder durch den unmittelbaren Schleimhautkontakt mit dem Betroffenen wie zum Beispiel durch das Küssen.

Doch auch eine direkte Kontaktinfektion ist nicht ausgeschlossen. Demzufolge reicht bereits ein enger körperlicher Kontakt mit einem Betroffenen, um sich mit dem Virus zu infizieren. Neben einer unmittelbaren Berührung mit dem Infizierten, gilt allerdings auch eine Schmierinfektion als möglicher Übertragungsweg.

Folglich kann eine Ansteckung ebenfalls über die Berührung kontaminierter Gegenstände und Oberflächen erfolgen. Forscher gehen davon aus, dass auch der SARS-CoV-2 ähnlich wie seine Vorgänger SARS und MERS rund 9 Tage auf Oberflächen wie Glas, Metall und Plastik überleben und somit infektiös bleiben kann.

Beruhigend dagegen ist, dass eine Übertragung von Mutter auf Kind nicht infrage kommt. In einer Studie offenbarte sich, dass nicht ein Neugeborenes von neun erkrankten Frauen von dem Virus infiziert wurde.

Inkubationszeit: Wann die ersten Symptome auftreten

Während bei manchen Patienten die Symptome bereits nach drei Tagen eintraten, gab es jedoch auch einige Fälle, bei denen die ersten Beschwerden erst nach 10 Tagen erfolgten. Aus diesem Grund gehen Forscher bei der Inkubationszeit von großen interindividuellen Unterschieden aus.

Nach Angaben des Robert-Koch-Institutes kann die Zeitspanne bis die ersten Symptome auftreten bis zu 14 Tagen dauern.

Im Gegensatz zu dem verwandten SARS-Virus sind Betroffene des SARS-CoV-2 jedoch bereits während der Inkubationszeit ansteckend und können den Virus vor dem Auftreten der ersten Symptome auf andere Menschen übertragen.

Die Symptomatik: So erkennen Sie eine Coronavirus-Ansteckung

Ähnlich wie die Inkubationszeit fällt auch die Symptomatik des Coronavirus je nach Individuen sehr unterschiedlich aus.

Während manche Betroffene lediglich geringfügige Symptome aufweisen, zeigen andere Infizierte dagegen schwere Beschwerden. Demzufolge kann die Erkrankung mit dem Coronavirus sowohl moderat als auch sehr schwer verlaufen.

Zu Beginn zeigen die Betroffenen zunächst klassische Symptome einer Grippe auf. Dazu gehören:

  • Trockener Husten und Halskratzen
  • Schnupfen
  • Muskel- und Gliederschmerzen
  • Leichtes bis starkes Fieber
  • Anhaltende Kopfschmerzen
  • Übelkeit bis hin zu Erbrechen
  • Durchfall
  • Ein allgemeines schweres Krankheitsgefühl
  • Anhaltendes Schwächegefühl und Müdigkeit

Meldepflicht sowohl bei Diagnose als auch bei Verdacht

Laut des Infektionsschutzgesetzes in Deutschland sowie der am 01.02.2020 erlassenen Verordnung des Bundesministeriums für Gesundheit zur Ausdehnung der Meldepflicht ist jeder Mensch dazu verpflichtet, die Erkrankung mit dem Coronavirus zu melden.

Die Meldepflicht besteht dabei nicht nur bei einem bestätigten Fall von COVID-19, sondern auch bei einem begründeten Verdacht einer Erkrankung. Wer also aufgrund der Symptomatik oder auch dem direkten Kontakt zu einem Betroffenen den Verdacht hegt, selbst von dem Coronavirus infiziert zu sein, sollte sich bei dem zuständigen Gesundheitsamt melden und sich schnellstmöglich auf den Virus testen lassen.

Diagnostik: So weisen die Ärzte den Coronavirus nach

Wer den Verdacht auf eine Erkrankung mit dem Coronavirus bei dem Gesundheitsamt meldet, sollte sich daraufhin schnellstmöglich stationär einweisen und untersuchen lassen.

Mithilfe des RT-PCR-Test (Reverse-Transkriptase-Polymerase-Kettenreaktion-Test) wird nachgewiesen, ob eine Infizierung mit dem Coronavirus vorliegt. Fällt das Untersuchungsergebnis positiv aus, wird sofort die stationäre Therapie eingeleitet und das zuständige Gesundheitsamt über den bestätigten Verdachtsfall informiert.

Das Robert-Koch-Institut empfiehlt Patienten, bei denen ein hoher Verdacht auf eine Infektion besteht, trotz eines negativen Untersuchungsbefund zur Sicherheit einen weiteren Test zu durchlaufen.

Krankheitsverlauf: So verläuft die Coronavirus-Infektion

Nach dem Eintreten der Symptomatik verschlechtert sich der Gesundheitszustand der Infizierten zunehmend. Aufgrund der rasanten Abwärtsentwicklung erfolgt die Einweisung ins Krankenhaus daher meistens bereits nach einer einwöchigen symptomatischen Krankheitsphase.

Mit fortschreitender Erkrankung entwickeln sich durch die schwere Atemwegsinfektion weitere Beschwerden, die von leichten Brustschmerzen über eine Rippenfell- oder Lungenentzündung bis hin zu schwerer Atemnot reichen und das Risiko von akutem Lungenversagen erheblich erhöhen.

Kann der Virus erfolgreich eingedämmt werden, erholen sich die Erkrankten nach den Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) innerhalb von sechs Wochen.

Während bei einem leichten bis moderaten Krankheitsverlauf die Symptome bereits nach rund zwei Wochen abklingen, erholen sich Betroffene mit einem schweren Krankheitsverlauf innerhalb von drei bis sechs Wochen nach der Virus-Infektion.

Therapie: So wird der Coronavirus behandelt

Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es noch keine klinisch geprüfte Therapie, die speziell für die Eindämmung des Coronavirus geeignet ist.

Daher handelt es sich bei der Behandlung um eine rein symptomatische Therapie, die sich darauf konzentriert, die Beschwerden weitestgehend zu bekämpfen und zu lindern.

Lebensprognose und Risikogruppen: So tödlich ist der Coronavirus wirklich

Die allgemeine Lebensprognose bei einer akuten Infektion mit dem Coronavirus gilt bisher als positiv. In der Regel schlägt die Behandlung gut an und die Symptome klingen nach wenigen Tagen oder Wochen wieder vollständig ab.

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Allerdings unterscheidet sich der Verlauf sowie die Heilung der COVID-19 je nach Alter und dem Gesundheitszustand des Betroffenen. Während jüngere und rundum gesunde Personen sich schneller von dem Coronavirus erholen, verläuft die Infektion bei älteren Patienten, ab dem 60. Lebensjahr oder Personen, die bereits schwere Grunderkrankungen hatten, oft schwerer.

Aufgrund des schweren Krankheitsverlauf sowie der eintretenden Sekundärinfektionen und Komplikationen kann eine Infizierung mit dem SARS-CoV-2 bei diesen Personengruppen tödlich enden.

Eine Auswertung englischer und chinesischer Fachartikel, die Mitte Februar 2020 veröffentlicht wurde, ergab, dass von 72% der bisherigen Erkrankten über 40 Jahre alt und 64% der Betroffenen männlich waren sowie 40% der Patienten eine chronische Grunderkrankung besaßen wie Diabetes oder Bluthochdruck.

Demzufolge birgt der Coronavirus vor allem für ältere Menschen, die bereits durch andere Erkrankungen geschwächt sind, eine erhöhte Gefahr. Für jüngere und körperlich fitte Menschen, die bei bester Gesundheit sind dagegen, ist das Risiko, an dem Coronavirus zu sterben, sehr gering.

Prävention: Wie Sie einer Coronavirus-Infektion richtig vorbeugen

“Wir können alle etwas tun, um das Virus einzudämmen.”- eine klare Äußerung des Chefs vom Robert-Koch-Institut.  

Erst am 27.02.2020 erklärte das Robert-Koch-Institut (RKI) in einer Pressekonferenz, wie jeder einzelne Mensch dabei helfen kann, die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Demnach sollen bereits einfache Hygiene- und Schutzmaßnahmen im Alltag erheblich dazu beitragen, den Ausbruch des Virus einzudämmen.

Die Empfehlungen des Robert-Koch-Institut umfassen dabei keine speziellen Maßnahmen gegen COVID-19, sondern allgemeine Schutzmaßnahmen gegen Influenza Viren und weiteren Atemwegsinfektionen. Dazu gehören:

Auf eine gute Händehygiene achten

Eine der wohl wichtigsten Schutzmaßnahmen gegen jegliche Viren ist eine gute Händehygiene. Dazu gehört sowohl das regelmäßige und gründliche Händewaschen als auch die Händedesinfektion. So werden Krankheitserreger, mit denen Sie in Berührung gekommen sind, sicher beseitigt und das Ansteckungsrisiko erheblich gesenkt.

Besonders während Sie unterwegs sind, sollten Sie daher darauf achten, Ihre Hände niemals im ungewaschenen Zustand zu Ihrem Mund oder Ihrer Nase zu führen.

Direkte Berührungen mit fremden Menschen, Gegenständen und Oberflächen meiden

Da Coronaviren nicht nur über die Tröpfcheninfektion, sondern auch über den direkten und direkten Kontakt mit den Krankheitserregern übertragen werden, sollten Sie ebenfalls die Berührung von Personen, Gegenständen und jegliche Oberflächen in der Öffentlichkeit möglichst vermeiden.

Natürlich lassen sich nicht jegliche Kontakte mit Oberflächen sowie anderen Personen vollständig verhindern. Daher ist es umso wichtiger, nach Berührungen mit öffentlichen Gegenständen und Oberflächen die Hände sehr gründlich zu reinigen und zu desinfizieren.

Frische Lebensmittel gründlich waschen

Besonders Nahrungsmittel, die unverpackt im Supermarkt angeboten und zudem oft mit den Händen zubereitet und gegessen werden wie zum Beispiel Obst und Gemüse, sollten Sie vor dem Verzehr ebenfalls gründlich waschen.

Mindestabstand einhalten und Menschenansammlungen vermeiden

Eine weitere wichtige Präventionsmaßnahme stellt das Einhalten eines Mindestabstandes von mindestens einem Meter zu fremden Menschen beziehungsweise einen größeren Abstand zu verdächtigen Personen dar.

Doch auch das Meiden von größeren Menschenansammlungen besonders in dieser kritischen Zeit gilt als gute Schutzmaßnahme, um eine Ansteckungsgefahr zu minimieren.

Indem Sie den Körperkontakt sowie die unmittelbare Nähe zu Personen, die Anzeichen einer Atemwegsinfektion aufweisen, möglichst gering halten, können Sie sowohl das Risiko einer Tröpfcheninfektion als auch einer direkten Kontaktinfektion mit dem Coronavirus reduzieren.

Oberflächen im Haus und auf der Arbeit desinfizieren

Aufgrund der Tatsache, dass der Coronavirus auch über eine Schmierinfektion, also dem Berühren kontaminierter Gegenstände, möglich ist, sollten Sie darauf achten sowohl häufige benutzte Oberflächen in Ihrem Haus als auch auf Ihrer Arbeit regelmäßig zu desinfizieren.

Doch nicht alle Desinfektionsmittel sind dazu geeignet, die Krankheitserreger des Coronavirus unschädlich zu machen. Daher ist es besonders wichtig, beim Einkaufen des Desinfektionsmittels auf die Auszeichnung “viruzid” oder “begrenzt viruzid” zu achten.

Unter Verdacht? So schützen Sie andere vor einer Ansteckung

Egal, ob Sie derzeit gesund sind, unter einer harmlosen Erkältung leiden oder ob Sie erste Anzeichen einer Coronavirus-Infektion zeigen: In jedem Fall ist es wichtig, dass Sie auch andere Menschen vor einer Ansteckung schützen.

Daher ist es nicht nur für Ihre eigene Gesundheit wichtig, dass Sie auf eine gute Körperhygiene und die allgemeinübliche Husten- und Schnupfenetikette achten, sondern vor allem auch für gefährdete Personen in Ihrer unmittelbaren Umgebung.

Wer also zum aktuellen Zeitpunkt unter einer Erkältung leidet, sollte stets in die Armbeuge oder in ein Taschentuch husten sowie niesen beziehungsweise bei einer stärkeren Erkrankung den Kontakt zu anderen Menschen vollständig meiden und statt arbeiten zu gehen, lieber zuhause bleiben.

Hegen Sie dagegen einen begründeten Verdacht, mit dem Coronavirus infiziert zu sein, sollten Sie zunächst jeglichen Kontakt zu anderen Menschen vermeiden und sich bei dem zuständigen Gesundheitsamt melden. Aufgrund der Ansteckungsgefahr sollten Sie nicht direkt persönlich den Arzt aufsuchen, sondern zunächst anrufen und das weitere Vorgehen besprechen.

Je nach Verdacht wird dieser Sie bitten, sich stationär einweisen zu lassen beziehungsweise einen Arzttermin mit Ihnen vereinbaren. Auch dabei gilt, den Kontakt zu anderen Menschen zu meiden und daher nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Praxis zu fahren.

Eine Atemschutzmaske bietet keinen sicheren Schutz

Viele Menschen sind davon überzeugt, das Ansteckungsrisiko mit Atemschutzmasken wesentlich zu reduzieren beziehungsweise andere vor einer Ansteckung schützen zu können. Allerdings ist das Tragen einer Schutzmaske in der Öffentlichkeit als wirksame Schutzmaßnahme nicht wissenschaftlich belegt.

Daher sollten Sie sich nicht auf die Atemschutzmaske verlassen und auch die weiteren Schutzmaßnahmen für Ihre eigene sowie die Sicherheit der Öffentlichkeit einhalten.

Impfung: Derzeit gibt es noch keinen Impfstoff

Zum derzeitigen Zeitpunkt existiert noch kein Impfstoff, der vor einer Infektion mit dem Coronavirus schützt. Allerdings wurde eine Impfstoffentwicklung bereits eingeleitet und soll in den nächsten Monaten getestet und zur Verfügung gestellt werden.

Ein starkes Immunsystem schützt Sie vor dem Coronavirus

Aufgrund der Tatsache, dass der Coronavirus vor allem für immunschwache Menschen eine ernstzunehmende Bedrohung darstellt, ist die Stärkung des eigenen Immunsystems eine effektive Präventionsmaßnahme, die Sie auf keinen Fall vernachlässigen sollten.

Dabei können Sie Ihr Immunsystem bereits mit einigen Maßnahmen, die Sie ganz leicht in Ihren Alltag integrieren können, bei der Abwehr krankheitserregender Keime unterstützen und effektiv stärken.

Stärken Sie Ihr Immunsystem mit der richtigen Ernährung

Damit das Immunsystem Ihres Körpers effektiv arbeiten und Sie vor gefährlichen Krankheitserregern schützen kann, benötigt es vor allem genügend Vitalstoffe und Eiweiß.

Ein starkes Immunsystem zeichnet sich dabei vorrangig durch einen guten Eiweißhaushalt im Körper aus. Daher ist es besonders wichtig, dass Sie auf Ihre Eiweißaufnahme achten und proteinreiche Lebensmittel bevorzugen. Dazu gehören zum Beispiel Milchprodukte wie Joghurt, Quark und Hüttenkäse sowie Fleischprodukte und Hülsenfrüchte.

Darüber hinaus sollten Sie sich möglichst bunt und roh ernähren. Denn besonders grünes, rotes und gelbes Obst und Gemüse bieten Ihnen viele verschiedene Vitamine, Mineralstoffe sowie große Mengen an sekundären Pflanzenstoffen, die Sie vor schädlichen Erregern und Krankheiten schützen.

Damit der Vitamingehalt dieser Nahrungsmittel erhalten bleibt, sollten Sie auf eine aufwendige Zubereitung sowie den Einsatz von zu großer Hitze beim Kochen verzichten. Genießen Sie das bunte Obst und Gemüse lieber im rohen, gut gewaschenen Zustand und versorgen Sie sich so mit allen wichtigen Vitalstoffen.

Ein starkes Immunsystem benötigt genügend Schlaf

Die Empfehlung, täglich acht Stunden zu schlafen, dient nicht nur Ihrer eigenen Erholung, sondern vor allem auch für die Stärkung Ihres Immunsystems. Besonders in der Tiefschlafphase werden nämlich körpereigene Botenstoffe ausgeschüttet, die Sie nicht nur tief und fest schlafen lassen, sondern ebenso die Abwehrfähigkeit Ihrer Immunzellen verbessern.

Achten Sie also darauf mindestens sechs bis acht Stunden zu schlafen. So kann Ihr Körper zur Ruhe kommen, sich regenerieren und die eigenen Immunzellen stärken.

Ausdauersport hält auch Ihr Immunsystem fit und gesund

Bereits viele Studien konnten den positiven Einfluss von Ausdauersport auf das Immunsystem belegen. Besonders Sportarten wie Laufen, Joggen oder auch Radfahren können Ihre Immunzellen also erheblich stärken und dabei unterstützen, gefährliche Krankheitserreger erfolgreich abzuwehren.

Fazit: So gefährlich ist der neue Coronavirus (Aktualisierung 14.03.2020)

Das Coronavirus breitet sich in Deutschland immer weiter aus und hat mittlerweile zu Schul- und Kindergarten-Schließungen geführt. Auch das öffentliche Leben ist immer stärker beeinträchtigt. Die WHO sieht das Corona-Pandemie-Zentrum aktuell in Europa. Gerade die Entwicklung in den letzten Tagen zeigt: Das Coronavirus ist ernst zunehmen.

Da es aktuell keine wirksamen Medikamente gegen das Virus gibt, ist es wichtig, stark präventiv aktiv zu sein. Denken Sie daran, regelmäßig die Hände zu waschen. Meiden Sie Menschenmengen. Halten Sie sich selbst den Spiegel vor: Sind Corvid-19-Symptome wie Fieber oder trockener Husten vorhanden? Begeben Sie sich in Selbst-Quarantäne und kontaktieren Sie ihren Arzt.

Wichtig auch: Verlieren Sie nicht die Nerven und glauben Sie nicht Verschwörungstheorien in sozialen Medien und Messenger-Diensten.

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