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Wenn der Kreislauf in den Keller geht

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Eine Ohnmacht, auch Kollaps genannt, ist ein kurzzeitiger Verlust des Bewusstseins, der durch eine Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff ausgelöst wird.

Dabei handelt es sich um eine Art körpereigenes „Notprogramm”, bei dem der Körper zur besseren Sauerstoffversorgung des Gehirns in die waagerechte Lage gebracht werden soll.

Wenn dann im Liegen wieder genügend Sauerstoff im Gehirn ankommt, ist der Spuk vorbei, und der Ohnmächtige erwacht von ganz alleine.

Dauert der bewusstlose Zustand länger als eine Minute an, handelt es sich nicht um eine harmlose Ohnmacht sondern um eine Bewusstlosigkeit. Rufen Sie sofort den Notarzt (Tel.: 112).

Das können die Auslöser für einen Kollaps sein

  • niedriger Blutdruck
  • Herzrhythmusstörungen
  • starke Nervenreizung (z. B. große Angst, Schmerzen)
  • starker Blut- oder Flüssigkeitsverlust
  • Blutarmut
  • Unterzuckerung
  • Medikamente (z. B. Blutdrucksenker, Entwässerungsmittel, Psychopharmaka, gefäßerweiternde Mittel)

Am häufigsten ist eine Fehlsteuerung des vegetativen Nervensystems die Ursache.

Dieser nicht vom Willen beeinflussbare Teil unseres Nervensystems reguliert neben allen Organfunktionen auch die Höhe des Blutdrucks und löst u. a. bei einem seelischen Schock, großen Kummer oder Schreck einen plötzlichen Blutdruckabfall aus.

Daher kann auch z. B. eine unerwartete schlimme Nachricht, eine Beerdigung oder sogar das Miterleben eines Unfalls eine Ohnmacht verursachen.

So kündigt sich eine Ohnmacht an

  • Blässe
  • kalter Schweiß
  • Schwarzwerden vor Augen
  • Rauschen in den Ohren
  • Übelkeit
  • Schwindel
  • evtl. Herzrasen
  • Abnahme der Muskelspannung („weiche Knie”)
Karussel Schwindel

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Setzen oder legen Sie sich unbedingt hin, wenn Sie eines oder mehrere dieser Anzeichen bemerken. Dadurch vermeiden Sie Stürze, bei denen Sie sich verletzen könnten.

So verhindern Sie eine Ohnmacht

Wenn Sie wissen, dass Sie zu einem niedrigen Blutdruck neigen, lassen Sie es beim Aufstehen ruhig angehen. Trinken Sie tagsüber ausreichend und bewegen Sie sich so viel wie möglich.

Saunagänge, Wechselduschen und Bürstenmassagen trainieren Ihren Kreislauf. Machen Sie einen Bogen um Alkohol, denn er wirkt entwässernd.

Vermeiden Sie Stress. Besprechen Sie darüber hinaus mit Ihrem Arzt, ob es sinnvoll ist, wenn Sie Kompressionsstrümpfe tragen. Diese können verhindern, dass Ihr Blut in den Beinen versackt.

Tritt die Ohnmacht öfter ein, wenn Sie gut gegessen haben, müssen Sie Ihre Essgewohnheiten ändern. Ihre Mahlzeiten sollten fettarm und gemüsebetont sein. Essen Sie langsam und nicht allzu große Mengen.

Hören Sie auf zu essen, sobald Sie spüren, dass Sie satt sind. Nach dem Essen empfiehlt sich ein kleiner Spaziergang, jedoch keine großen körperlichen Anstrengungen.

Nehmen Sie Medikamente ein, die zu Ohnmachten führen können, sollten Sie mit Ihrem Arzt über einen Wechsel sprechen.

Naht eine Ohnmacht, wird Ihnen schwarz vor Augen, Ihre Knie werden weich, das Bewusstsein schwindet, der Körper sackt zu Boden. In dieser Lage kann das Gehirn schnell wieder mit Sauerstoff versorgt werden.

  • Wenn Sie spüren, dass eine Ohnmacht im Anmarsch ist, setzen oder legen Sie sich rasch hin, um einen Sturz zu vermeiden.
  • Wenn Sie sitzen, beugen Sie Ihren Oberkörper nach vorne – so weit, dass Ihre Stirn Ihre Oberschenkel oder Knie berührt. So kann das Blut wieder ins Gehirn fließen.
  • Wenn Sie stehen, kreuzen Sie die Beine und spannen Sie die Muskeln an.
  • Wenn Sie auf dem Rücken liegen, schieben Sie sich einige Kissen oder einen Hocker unter die Knie, damit dass Blut aus den Beinen zurück in den Oberkörper fließen kann.
  • Fällt in Ihrer Gegenwart jemand anderes in Ohnmacht, versuchen Sie zu verhindern, dass er sich beim Umkippen verletzt. Passen Sie jedoch auf, dass Sie nicht mit zu Boden gerissen werden und womöglich unter dem Ohnmächtigen zu liegen kommen. Rufen Sie den Notarzt. Unter Umständen müssen Sie eine Herzdruckmassage und eine Atemspende geben.
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Über den Autor
Beate Rossbach
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Dies ist das Profil von Beate Rossbach, Chefredakteurin von „Naturmedizin Aktuell“ und „Natur & Gesundheit“. Lesen Sie hier alles über sie:

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