MenüMenü

Chiropraktik: Hände weg von der Halswirbelsäule!

Chiropraktik ist ungefährlich, wenn sie fachgerecht ausgeführt wird. Gefährlich kann es z. B. bei falschem Einrecken von Halswirbeln werden. (Foto: Picture-Factory - Fotolia)

Chiropraktiker Erfahrungen
Die Chiropraktik hat viele Einsatzgebiete und wird vielfach angepriesen, doch verbergen sich auch hinter diesem Heilverfahren Risiken, die es vor Anwendung zu berücksichtigen gilt.

Generell gilt die Chirotherapie als ungefährlich, sofern sie fachgerecht ausgeführt wird. Leichte Nebenwirkungen können muskelkaterähnliche Schmerzen im Schulter- und Nackenbereich sowie ein leichter Schwindel sein. Aber wenn es um Einrenken der Halswirbelsäule geht, soll man auf Chirotherapie verzichten.

Gefahren bei Behandlungen der Halswirbelsäule

Problematisch bis lebensgefährlich kann es jedoch bei Manipulationen an der Halswirbelsäule werden. Das bestätigen unter anderem Befunde der Berliner Charité.

Der Grund: Direkt neben der Halswirbelsäule verläuft die Vertebral-Arterie, die das Gehirn mit Blut versorgt. Bei einer zu starken Kopfdrehung kann diese verletzt werden.

Das geschieht eher, wenn die Ader bereits vorgeschädigt ist. Dann reißt die Gefäßwand ein. Es besteht die Gefahr, dass ein Blutgerinnsel entsteht und zu wandern beginnt. Die Folgen können bis hin zu Lähmungen und Schlaganfällen gehen. Das Risiko steigt natürlich, je dilettantischer der Therapeut arbeitet.

Chiropraktiker behandelt Halswirbelsäule
Chirotherapie kann bei leichten Schmerzen sehr hilfreich sein. Aber Manipulationen an Halswirbelsäule können gefährlich sein. © Adobe Stock – Microgen

Eine kanadische Studie kam vor einiger Zeit zu erschreckenden Ergebnissen: Für fast 40 Prozent aller von der Kanadischen Schlaganfall-Gesellschaft untersuchten Schlaganfälle von Unter-45-Jährigen, die ihre Ursache in Schäden der Halsarterie hatten, seien Chiropraktiker verantwortlich. Aber eine andere Studie zeigt, dass es keinen Zusammenhang zwischen Schlaganfällen und Chirotherapie gibt. Die Forscher behaupten, dass die Manipulationen oder Einrenkungen keine Schlaganfälle verursachen könnten.

Gymnastik

Rückenschmerzen: 7 Pezziball-Übungen für Ihren Rücken!Rückenschmerzen können Sie einfach entgehen, indem Sie Ihre Muskulatur stärken. Sehr effektiv geht das mit dem Pezziball. Hier mehr dazu: › mehr lesen

Aber die Patienten müssen trotzdem über mögliche Ursachen von Halsschmerzen informiert sein und zum Arzt überwiesen, weil nur ein Facharzt die Probleme und Gesundheitsrisiken rechtzeitig entdecken kann. Daraufhin wurde ein Verbot von chiropraktischen Eingriffen an der Halswirbelsäule gefordert.

Gehen Sie auf Nummer Sicher!

Der Arzt muss Sie über die Gefahr dieser sehr seltenen, dafür aber umso folgenschwereren Schädigung der Halsschlagader aufklären. Bei Beschwerden der Halswirbelsäule sollte vor Beginn der Behandlung unbedingt eine Röntgenaufnahme vorliegen.

Es muss ausgeschlossen sein, dass die Arterie bereits vorgeschädigt ist, etwa durch eine Arteriosklerose. Immer mehr Fachärzte sind zu der Ansicht gelangt, dass das Risiko eines solchen Zupackens nicht durch einen entsprechenden Nutzen gerechtfertigt wird. Sie raten dringend vom Einrenken an der Halswirbelsäule ab.

Bei diesen Beschwerden hat die Chiropraktik nichts zu suchen

Chiropraktische Behandlung
© Adobe Stock – Photographee.eu

Die häufigsten Einsatzgebiete der Chirotherapie

  • Arthrose
  • Muskelverspannungen an der Wirbelsäule
  • Störungen in dem Gelenken
  • Beschwerden im Schulter-Arm-Bereich
  • Nervenreizungen an den Gelenken
Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Nach oben
© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten
Über den Autor
Helmut Erb
Helmut Erb

Experte im Bereich Sport und Fitness Helmut Erb war weit über 30 Jahre Kampfschwimmer bei der Deutschen Marine. Seine beruflichen […]

Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig den kostenlosen E-Mail-Newsletter von Helmut Erb. Herausgeber: FID Verlag GmbH. Sie können sich jederzeit wieder abmelden.

Hinweis zum Datenschutz