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Zähne und der Körper: Wie Zahnfehlstellungen den gesamten Körper betreffen

(Foto: enis yavuz – unsplash)

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Ein perfektes Gebiss haben wirklich nur die wenigsten Menschen von Natur aus. Kleinere Makel sind meist nicht so schlimm und der Körper kommt ohne Beschwerden aus. Allerdings ist das nicht immer der Fall. Manche Zahnfehlstellungen können sich negativ auf den gesamten Körper sowie die Gesundheit und die Psyche auswirken. Immerhin ist der Mund das Tor zum Körper und genau hier ist er besonders angreifbar. Wir erklären an dieser Stelle, wie schiefe Zähne sowie Zahnfehlstellungen des Kiefers sich auf den Körper auswirken und was sich dagegen tun lässt.

Wie hängen Körper und Gebiss zusammen?

Der Körper wird stark von der Verfassung des Gebisses beeinflusst. Das ergibt natürlich Sinn, denn immerhin gehört das Gebiss zum Körper dazu. Schmerzen und Beschweren, die hier auftreten, können sich auf den gesamten Körper auswirken.

Ist die Muskulatur des Kiefers beispielsweise ermüdet, sind die Zähne abgenutzt oder gibt es sonstige Störungen im Mund kann das mitunter für Schmerzen im Nacken, im Rücken oder im Kopf verursachen.

Diese Beschwerden beginnen meist den Zähnen selbst. Stehen Zähne nicht korrekt im Mund oder fehlen, gibt es störende Implantate oder zu hohe Füllungen, kann das im Mund störend sein. Der Kiefer versucht Fehlstellungen auszugleichen und innerhalb kurzer Zeit treten Beschwerden auf.

Die Folge ist eine dentoalveoläre Dysgnathie, also eine Zahnfehlstellung. Das ist dann der Fall, wenn einer oder mehrere Zähne im Ober- oder Unterkiefer nicht korrekt angeordnet sind.

Wie kommt es zu Zahnfehlstellungen?

Es gibt zwei mögliche Ursachen, durch die Zahnfehlstellungen im Mund auftreten können. Zum einen können sie genetisch bedingt sein. Allerdings lässt sich das in vielen Fällen ausschließen. Meist liegt es an äußeren Umständen, die für die Fehlstellungen der Zähne verantwortlich sind.

Oft liegen die Ursachen meist in der Kindheit und der Jugend begründet. Bestes Beispiel ist hier wohl der Schnuller, das Daumenlutschen oder in der Schulzeit das Kauen auf Stiften. Mangelnde Zahnpflege und ungesunde Ernährung fördern die Fehlstellungen im Gebiss nur noch mehr.

Bei Erwachsenen können sich ebenfalls solche Probleme einschleichen, beispielsweise durch den Durchbruch der Weisheitszähne oder andere Fehlbelastungen. Eine weitere Ursache ist das Zähneknirschen in der Nacht aufgrund psychischer Probleme. Wie bereits erwähnt, können Fehlstellungen von Zähnen die Vorstufe zu Kieferproblemen bilden.

Oft liegen die Ursachen für eine Zahnfehlstellung in der Kindheit und der Jugend. © Stanislaw Mikulski – Adobe Stock

Welche Arten von Fehlstellungen gibt es?

Da Zahn- und Kieferfehlstellungen häufig voneinander abhängen und sich gegenseitig beeinflussen können, möchten wir dieser Stelle auf die gängigsten Fehlstellungen im Mund eingehen:

  • Engstand der Zähne: Wie der Name bereits vermuten lässt, stehen die Zähne zu beieinander.
  • Zahnlücken: Es entstehen Leerräume, weil die Zähne zu weit auseinanderstehen.
  • fehlende Zähne: Es fehlen bestimmte Zähne. Diese Ursache hat genetische Gründe.
  • zu viele Zähne: Hier ist genau das Gegenteil der Fall. Es gibt aus genetischen Gründen zu viele Zähne im Mund.
  • Verlagerung der Zähne: Durch externe Einwirkung entwickelt sich ein Zahn schief, beispielsweise bei Weisheitszähnen.
  • Überbiss: Der Oberkiefer ist zu groß und steht weit vor.
  • Unterbiss: Hier steht der Unterkiefer zu weit vor.
  • Kreuzbiss: Die Zähne oben und unten treffen nicht passend aufeinander.
  • Tiefbiss: Unterkiefer sitzt zu weit hinten. Beim sogenannten Deckbiss sind die Schneidezähne beim Tiefbiss nach hinten geklappt und sie berühren das Zahnfleisch. Die Zähne des Unterkiefers können auch den Gaumen berühren.
  • offener Biss: Es bleibt beim Schließen des Kiefers eine Lücke zwischen den vorderen Schneidezähnen.

In den meisten Fällen liegt nicht nur ein Problem, sondern gleich mehrere vor.

Welche Beschwerden folgen aus den Fehlstellungen?

Zahn- und Kieferfehlstellungen sind häufig sichtbar. Allerdings sind diese ästhetischen Probleme nicht die einzigen gesundheitlichen Beschwerden, die in der Folge auftreten können. Die Beschwerden sind viel weitreichender.

Es beginnt mit einer starken Belastung und Abnutzung der Zähne selbst und des Kiefers sowie der Kiefergelenke. Je nach Fehlstellung kann die Artikulation gestört sein, beispielsweise in Form von Lispeln.

Die Zahnreinigung wird durch Fehlstellungen erschwert. Dadurch kann es im Mund häufiger zu Infektionen kommen.

Schließen die Lippen aufgrund von Kieferfehlstellungen nicht, finden Krankheitserreger häufiger ihren Weg in den Körper. Verdauungsprobleme treten auf, weil die Nahrung schlechter gekaut wird.

Besonders häufig kommt es jedoch zu Kopfschmerzen, Rückenschmerzen oder sogar einem Tinnitus, insbesondere bei Fehlstellungen des Kiefers.

Wie können Zahnfehlstellungen behandelt werden?

Zahnfehlstellungen und somit auch viele Kieferprobleme lassen sich effektiv mit Zahnspangen behandeln. Es wird Druck auf die Zähne ausgeübt und dadurch rücken sie an ihren richtigen Platz. Oft wird eine solche Behandlung im Kindesalter durchgeführt. Allerdings gibt es auch für Erwachsende entsprechende Behandlungsmethoden, wie etwa eine unsichtbare Zahnschiene.

Dabei handelt es sich um eine unauffällige Korrektur ohne Draht oder Brackets. Die Behandlungsdauer ist sehr kurz und vor allem günstiger als eine dauerhafte Zahnspange.

Führen Zahnfehlstellungen zu psychischen Belastungen?

Mit Zahn- und Kieferproblemen geht oft eine psychische Belastung einher, die wiederum zu weiteren Problemen im Mund führen können, die sich im Zähneknirschen äußern. Bei fortgeschrittenen, schwerwiegenderen Fehlstellungen im Mund, empfiehlt es sich, zusätzlich eine Psychotherapie in Anspruch zu nehmen. Eine Aufbissschiene in der Nacht wirkt dem Knirschen an sich entgegen.

Wie können Zahnbeschwerden vorgebeugt werden.

Die beste Behandlung von Zahnfehlstellungen ist es jedoch, wenn sie gar nicht erst durch äußere Umstände entstehen. Am besten geht das mit einer guten Mundhygiene. Regelmäßige Kontrollen beim Zahnarzt sowie Zahnreinigungen sorgen regelmäßig für Sicherheit.

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