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Myelodysplastisches Syndrom – Was die Diagnose bedeutet

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Wenn Ihr Arzt bei Ihnen ein myelodysplastisches Syndrom vermutet, werden Blutuntersuchungen durchgeführt, um die Zahl der roten und weißen Blutzellen sowie der Blutplättchen festzustellen und zu überprüfen, ob die Zelltypen Abnormitäten aufweisen.

Eine Knochenmarksbiopsie ist notwendig, um die Diagnose zu sichern.

Es gibt mehrere Formen des myelodysplastischen Syndroms. Sie werden nach Zahl und Aussehen der unreifen Zellen im Knochenmark klassifiziert.

Unglücklicherweise kann die Erkrankung in den meisten Fällen nicht geheilt werden. Die Überlebensraten reichen von Monaten bis zu Jahren, je nachdem, wie aggressiv die Erkrankung verläuft.

Die Behandlung ist auf die Eindämmung der Symptome und, wenn möglich, die Verbesserung des Blutbildes ausgerichtet.

Myelodysplastisches Syndrom: Behandlung

Myelodysplastisches Syndrom Prognose
Das myelodysplastische Syndrom ist bislang nicht heilbar und kann einzig symptomatisch behandelt werden, um den Patienten Lebensqualität zu bieten.

Im Allgemeinen wird die Behandlung von einem Hämatologen, einem Spezialisten für Blutkrankheiten, durchgeführt. Dazu gehören unter anderem regelmäßige Transfusionen roter Blutzellen bei Anämie oder Blutplättchen bei abnormer Blutungsneigung.

Treten vermehrt Infektionen durch den Mangel an weißen Blutzellen auf, wird der Arzt Antibiotika einsetzen.

Auch Wachstumsfaktoren können zur Therapie gehören. Diese natürlicherweise im Körper vorkommenden Eiweißsubstanzen regen die Produktion gesunder Blutzellen an.

Für jüngere Patienten mit myelodysplastischem Syndrom kommt eventuell eine Chemotherapie in Betracht. Obwohl sie keine Heilung bringt, kann sie die Erkrankung für eine Weile zurückdrängen. Ältere Personen vertragen die Chemotherapie im Allgemeinen nicht gut.

Hilfe durch Knochenmarkstransplantation

Die einzige reale Chance für eine Heilung liegt in einer Knochenmarkstransplantation. Jedoch werden diese Transplantationen im Allgemeinen von älteren Menschen schlecht vertragen.

Meist werden sie nur bei Betroffenen bis zum Alter von 55 oder 60 Jahren durchgeführt. Eine Langzeitbesserung (Remission) der Erkrankung kann durch eine Knochenmarkstransplantation von Geschwistern erfolgen, deren Gewebe meistens kompatibel ist.

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