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Kurkuma: Der Gelbwurz als entzündungshemmende Heilpflanze

(Foto: monticellllo - Adobe Stock)

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Inhaltsverzeichnis

Mit seiner leuchtend goldgelben Farbe und dem würzigen Geschmack ist Kurkuma vor allem in der Küche als Gewürz bekannt. Seiner Farbe hat das Ingwergewächs auch seinen Zweitnamen Gelbwurz zu verdanken. Doch Curcuma longa, so der lateinische Begriff, findet auch in der Naturheilkunde Anwendung. So hilft die Heilpflanze zum Beispiel bei der Stärkung des Immunsystems und unterstützt die Verdauung. Doch wie wenden Sie die Gelbwurzel am besten an? Und worauf müssen Sie bei der Einnahme von Kurkuma achten? Gibt es auch Nebenwirkungen?

Kurkuma: Curcuma longa auf einen Blick

  • Kurkuma: Wurzel aus der Familie der Ingwergewächse mit leuchtend gelber Farbe
  • Heilwirkung: sekretionsfördernd, leberstärkend, entzündungshemmend, verdauungsfördernd, immunstärkend
  • Anwendung: Verdauungsschwäche, Nebenhöhlenentzündungen, Blähungen, Völlegefühl, Magenbeschwerden
  • Wirkstoffe: Curcumin, ätherische Öle
  • Einnahme: Pulver, Tee, Kapseln, „Goldene Milch“, Fertigpräparate

Kurkuma als Heilpflanze: Bei diesen Beschwerden hilft die Gelbwurz

In der traditionellen chinesischen Medizin wird schon lange auf Kurkuma und seinen Bestandteil Curcumin gesetzt. Doch auch in der westlichen Naturheilkunde wird der Gelbwurz immer häufiger verwendet.

Denn Kurkuma und seine Bestandteile gelten bei vielen Beschwerden als hilfreiches Naturheilmittel, zum Beispiel bei den folgenden:

  • Verdauungsschwäche mit Blähungen und Völlegefühl
  • Gallen- und Leberschwäche
  • Nebenhöhlenentzündungen
  • säurebedingte Magenbeschwerden

In dem goldgelben Gewürz steckt jede Menge natürliche Heilkraft. Doch welche Inhaltsstoffe sind dafür verantwortlich und welche Reaktionen bewirken sie im Körper?

Wirkstoffe: Diese Inhaltsstoffe hat Kurkuma

Kurkuma gehört zu den Ingwergewächsen. Ähnlich wie der Ingwer bildet auch Curcuma longa Rhizome aus. Dabei handelt es sich um knollenähnliche Pflanzenteile, in denen die Pflanze Wasser und Nährstoffe speichert.

Zwar werden Rhizome oft als Teile der Wurzeln bezeichnet, was eigentlich naheliegend ist, da sie unterirdisch bzw. unmittelbar über der Erdoberfläche wachsen. Dies ist jedoch falsch. Tatsächlich sind Rhizome Teile der Sprossachse, zu der auch der Stängel gehört, und verfügen über keine Merkmale von Wurzeln.

Die Rhizome von Kurkuma enthalten neben ätherische Öle den gelben Farbstoff Curcumin, dem die Pflanze die umgangssprachliche Bezeichnung Gelbwurz, gelber Ingwer oder Safranwurzel verdankt.

So wirken diese Inhaltsstoffe:

CurcuminoideDie Curcuminoide, darunter auch Curcumin, machen etwa 3 Prozent der Kurkuma-Pflanze aus. Curcumin soll antioxidativ und entzündungshemmend wirken.
Ätherische ÖleDie ätherischen Öle in der Gelbwurz nennt man Sesquiterpene und Monoterpene. Dazu zählen zum Beispiel Turmeron, Cineol oder Cymen. Auch diese ätherischen Öle der Knolle wirken antioxidativ, antiviral und antimykotisch.

Gelbwurz bei Rheuma, Verdauungsproblemen und Krebs: Kurkuma in der Naturheilkunde

Einer der Hauptbestandteile der Kurkuma-Wurzel ist Curcumin, welcher auch für die goldgelbe Farbe verantwortlich ist. Curcumin hemmt entzündungsauslösende Prostaglandine, weshalb die Weltgesundheitsorganisation WHO Kurkuma auch gegen Rheuma empfiehlt. In den Wintermonaten sind Zubereitungen aus Kurkuma außerdem ein gutes Mittel, um die Abwehrkräfte zu stärken und grippalen Infekten vorzubeugen. Hierzu hat sich vor allem die „Goldene Milch“ bewährt, die sich auch aus einem vorgemischten Pulver herstellen lässt.

Kurkuma kann auch die Blutfettwerte senken. Die Inhaltsstoffe der Gelbwurz regen die Leber dazu an, vermehrt Gallensäuren zu produzieren. Gleichzeitig fördern sie die Entleerung der Gallenblase. So gelangen mehr Gallensäuren in den Darm und die Verdauung von Fetten in der Nahrung gelingt leichter.

Laborversuche, die auf eine krebshemmende Wirkung von Curcumin hindeuten, konnten am Menschen nicht bestätigt werden. Dennoch wird der Einfluss der Kurkumawurzel und insbesondere ihrer enthaltenen Farbstoffe auf Krebs diskutiert. Zwar gibt es für die krebshemmende Wirkung noch keine wissenschaftlichen Nachweise. Jedoch sind in der Wurzel Stoffe enthalten, die die Bildung von tumorfördernden freien Radikalen mindern. Onkologen setzen daher Kurkuma zunehmend in der begleitenden Krebs- und Tumortherapie ein.

Kurkuma gegen Entzündungen: Die Gelbwurz als Entzündungshemmer

Verschiedene Studien sehen in der Heilpflanze Kurkuma auch ein Mittel, das gegen Entzündungen helfen soll. Bei der Untersuchung gelang es, die Reaktionskette zu unterbrechen, die bei Osteoporose zum Zersetzen der Knochen führt. Es handelt sich jedoch zunächst nur um Tierversuche (McFadden et al., 2015).

Wirksam sollen die Curkuminoide sein. Diese Pflanzenstoffe, so die Forscher der Universität von Tuscon in Arizona, hemmen ein bestimmtes Eiweiß in den Gelenken, das an der Bildung von Entzündungsstoffen beteiligt ist. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass Gelbwurz auch gegen andere Krankheiten helfen könnte, die mit Entzündungen einher gehen – etwa Asthma, Multiple Sklerose oder chronische Darmentzündungen.

Weitere Anwendungsbereiche der Heilpflanze Kurkuma

Kurkuma hat als Heilpflanze viele positive Effekte auf die Gesundheit. Die Knolle mit der auffälligen Farbe wird jedoch nicht nur für die Verdauung und als entzündungshemmendes Naturheilmittel eingesetzt. In Südostasien findet die Gelbwurz ihre Verwendung als Stärkungsmittel für das Immunsystem. Studien fanden jedoch heraus, dass Kurkuma und seine Inhaltsstoffe auch in den Bereichen der Krebsforschung und gegen Demenz-Erkrankungen eingesetzt werden könnte.

Turmeron: Der Kurkuma-Inhaltsstoff gegen Alzheimer

Vor einer Demenzerkrankung fürchten sich viele Menschen. Das Schlimme an diesen Erkrankungen sind Gehirnschäden, die sich nicht wieder rückgängig machen lassen. Davon wurde zumindest bisher ausgegangen. Forscher des Instituts für Neurowissenschaften und Medizin Jülich aber haben nun eine Möglichkeit gefunden, die in Zukunft zur Therapie von Demenzerkrankungen gehören könnte. Es kann sein, dass sie tatsächlich einen Weg gefunden haben, gesunde Gehirnzellen nachwachsen zu lassen.

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Das Ingwergewächs Kurkuma besitzt heilende Kräfte © jintana – Adobe Stock © jintana - Adobe Stock

In Tierversuchen hatten die Forscher Ratten, die an Alzheimer litten, den Kurkuma-Inhaltsstoff Turmeron gespritzt. Im Laufe der Studie stellten die Wissenschaftler dann fest, dass beschädigte und geschrumpfte Bestandteile des Gehirns langsam wieder wuchsen und zu funktionieren begannen. Turmeron war dafür verantwortlich. Je höher die Zugabe von Turmeron war, desto mehr regenerierte sich das Gehirn. Allerdings reicht es nicht, hohe Dosen an Kurkuma bzw. Curry zu essen.

Vielmehr muss der Wirkstoff direkt ins Gehirn injiziert werden, was seinerseits mit hohen Risiken verbunden ist. Zudem wäre für Menschen eine sehr hohe Menge Turmeron nötig. Dennoch gilt die Entdeckung als Meilenstein, denn es besteht die Aussicht, auf diese Weise Stammzellen behandeln zu können. Diese werden dann zu Gehirnzellen, die Reparaturmechanismen im Gehirn auslösen.

Kurkuma gegen kranke Zellen: Kurkuma als Heilpflanze

Kurkuma kann außerdem kranke Zellen dazu veranlassen, sich selbst zu zerstören. Das hat ein Forscherteam der Universität Houston im US-Bundesstaat Texas unter der Leitung von Dr. Bharrat Aggarwal herausgefunden.

Die Selbstzerstörung von kranken Zellen ist ein angeborener Selbstschutzmechanismus des menschlichen Körpers. Auf diese Weise schützt sich der Körper sogar vor Krebszellen. Wie die Forscher im Juli 2005 in der US-Fachzeitschrift Cancer schrieben, unterbindet Gelbwurz die Bildung von zwei Eiweißstoffen, mit deren Hilfe sich beispielsweise Krebszellen der Haut und der Brustdrüse am Leben halten bzw. vermehren.

Wichtig: Bei den beschriebenen Krankheitsbildern handelt es sich um ernstzunehmende Erkrankungen, die nicht allein durch die Einnahme von Heilpflanzen geheilt werden können. Stellen Sie bei sich selbst oder ihren Mitmenschen andauernde Symptome fest, finden Sie fachliche Unterstützung bei Ihrem Hausarzt. Dieser unterstützt Sie bei der Klärung Ihrer Symptome, verschreibt Ihnen Medikamente und leitet Sie gegebenenfalls an einen Spezialisten weiter.

Die Curcuma longa: Diese Nebenwirkungen sind bekannt

Wenn Sie Kurkuma als Heilpflanze verwenden, sollten Sie sich auch mit den Nebenwirkungen der Knolle bekannt machen. Denn die Wirkstoffe der Curcuma longa wirken in vielen Bereichen zwar gesundheitsfördernd, können aber auch unangenehme Erscheinungen mit sich bringen.

Dabei können beispielsweise diese Nebenwirkungen auftreten:

  • Magenbeschwerden
  • Magenschmerzen
  • Mundtrockenheit
  • Blähungen
  • Hautausschlag

Diese Nebenwirkungen können vor allem bei längerer Einnahme von Kurkuma auftreten. Da auch eine verstärkte Blutungsneigung durch Gelbwurz nicht ausgeschlossen ist, darf das Ingwergewächs in der Schwangerschaft und Stillzeit nicht eingenommen werden. Bei einem Verschluss der Gallenwege ist die Einnahme nicht indiziert. Bei Gallensteinleiden sollten Sie die gelbe Wurzel nur in Absprache mit Ihrem Arzt anwenden.

Außerdem ist es möglich, dass Curcuma longa Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten bewirkt, dazu gehören einige Mittel zur Bekämpfung von Krebserkrankungen. Sprechen Sie daher die Einnahme der Heilpflanze vorher mit Ihrem behandelnden Arzt oder Ihrem Apotheker ab.

Kurkuma im Einsatz: Verwendung als Gewürz und Heilmittel

Kurkuma wird vor allem in getrockneter sowie gemahlener Form verwendet und wird gleichermaßen als Gewürz und als Färbemittel verwendet. Aber auch in der traditionellen Medizin, vor allem Südostasiens, kommt die Gelbwurz zum Einsatz.

Curcuma longa in der Küche

Als einer der Hauptbestandteile von Kurkuma ist das Curcumin besonders in der Küche beliebt. In Currypulver ist er für dessen kräftige gelbe Färbung verantwortlich und taucht deshalb vor allem in der Küche Indiens und Südostasiens auf. Der Geschmack ist dabei leicht bitter, daher sollte das Ingwergewächs anfangs eher spärlich eingesetzt werden.

Doch der Farbstoff Curcumin, den die Gelbwurz enthält, wird noch vielfältiger verwendet. Das Curcuminoid kommt in der Lebensmittelindustrie zum Einsatz. Dort findet er seine Verwendung im Färben von Senfzubereitungen, Marmeladen und Teigwaren. Seit vielen Jahrhunderten verwendet man Kurkuma jedoch auch in der traditionellen Medizin als Heilpflanze.

Kurkuma in der Traditionellen Chinesischen Medizin

Die Wirkung von Kurkuma auf das Immunsystem wird auch heute noch geschätzt. Vor allem die Curcumine haben eine stärkende Wirkung auf die körpereigene Abwehr, weshalb Kurkuma in der altindischen ayurvedischen Medizin schon seit über 4.000 Jahren als stärkendes und energetisierendes Mittel angewendet wird. In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gilt die Chiang Huang, wie sie in China genannt wird, als wärmendes Mittel, das die Abwehr stärkt.

Folgende Wirkungsweisen sagt die chinesische Medizin der Gelbwurz nach:

  • regt den Fluss der Lebensenergie Qi an
  • löst Blutstauungen
  • beruhigt Nerven und Geist
  • regt den Gallenfluss an

Doch auch die traditionelle Medizin anderer Länder kennt Kurkuma als Heilpflanze. Die indonesische Volksmedizin nutzt die Gelbwurz zur Stärkung der Immunabwehr und bei Atemwegsinfektionen. Außerdem gilt Kurkuma zum Beispiel in Indien als Schönheitselixier und wird mittlerweile auch in Masken für Haut und Haar verwendet. Doch wie nehmen Sie die gesundheitsfördernde Knolle am besten zu sich?

Kurkuma einnehmen: So wenden Sie die Gelbwurz am besten an

Wenn Sie Kurkuma einnehmen möchten, haben Sie die Möglichkeit, dies auf unterschiedliche Art zu tun. Dabei sollten Sie beachten, dass vor allem das gesundheitsfördernde Curcumin eine sehr geringe Bioverfügbarkeit hat. Das bedeutet, dass es sehr schlecht von den Zellen und vom Darm aufgenommen und zum Großteil wieder ausgeschieden wird.

Beim Kauf von Produkten, die Kurkuma enthalten, wird deshalb häufig mit einer guten Bioverfügbarkeit geworben. Dabei wird zum Beispiel Piperin eingesetzt, ein Extrakt aus schwarzem Pfeffer. Dieses soll dabei helfen, die Bioverfügbarkeit des Curcumin zu erhöhen. Wer Kurkuma in Verbindung mit Piperin einnimmt, sollte jedoch darauf achten, nicht mehr als zwei Milligramm des isolierten Pfeffer-Extrakts zu sich zu nehmen.

Anwendung von Curcuma longa: Rezepte und Tipps

Frischen Kurkuma erhalten Sie unter dem indonesischen Namen Temulawak in Asia-Läden. Für medizinische Zwecke kaufen Sie getrockneten Kurkuma (Rhizoma curcumae xanthorrhiza, ganz oder zu Pulver gemahlen) am besten in Apotheken. Dort finden Sie auch andere Fertigpräparate wie Kapseln zum Kauf. Haben Sie Kurkuma vorrätig, helfen Ihnen die folgenden Rezepte:

Grundrezept: Kurkuma-Tee für Verdauungsbeschwerden

Überbrühen Sie einen Teelöffel (1 g) Gelbwurzpulver mit 150 ml kochendem Wasser und lassen Sie den Tee zehn Minuten zugedeckt ziehen, ehe Sie ihn ohne Abseihen trinken. Trinken Sie 2- bis 3-mal täglich je eine Tasse frisch zubereiteten Tee eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten. Dieser Tee empfiehlt sich bei leichten Verdauungsbeschwerden. Da die Inhaltsstoffe der Gelbwurz nicht sehr gut wasserlöslich sind, ist die Wirkung dieses Tees allerdings schwächer als die von Fertigpräparaten aus Extrakten.

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Kurkuma-Tee lindert unter anderem Verdauungsbeschwerden © 5ph – Adobe Stock © 5ph - Adobe Stock

„Goldene Milch“: Entzündungshemmend und immunsteigernd

Aus der ayurvedischen Medizin stammt ein Rezept für ein entzündungshemmendes, immunsteigerndes und entgiftendes Getränk. Bringen Sie dazu zunächst einen Esslöffel Kurkumapulver und 120 ml Wasser zum Kochen und Köcheln Sie die Mischung, bis eine leicht flüssige Paste entsteht. Rühren Sie von dieser Paste je nach Geschmack einen Teelöffel bis zu einem Esslöffel in 350 ml erwärmte Pflanzenmilch, fügen Sie einen Esslöffel Kokosmilch hinzu und würzen Sie das Getränk mit etwas Zimt.

Kurkumapaste: Bei Gallen- und Leberschwäche

Verrühren Sie einen halben bis ganzen Teelöffel Gelbwurzpulver mit etwas warmem Wasser zu einer glatten Paste. Nehmen Sie diese Menge dreimal täglich frisch angerührt eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten ein. Diese Paste hilft Ihnen vor allem bei Gallen- und Leberschwäche. Nehmen Sie nicht mehr als 3 g Kurkumapulver pro Tag ein. Auch Patienten mit Gallensteinen sollten sich vor der Einnahme von Kurkuma erst von ihrem Arzt beraten lassen.

Kurkuma-Rauch befreit verstopfte Nebenhöhlen

Tauchen Sie ein Stück getrocknete Kurkumawurzel in Kokos- oder Neemöl. Rösten Sie die Wurzel in einer feuerfesten Räucherschale. Inhalieren Sie den entstehenden Rauch vorsichtig mittels eines aus Papier gedrehten Trichters; pro Nasenloch dreimal. Wiederholen Sie diese ayurvedische Technik einmal täglich, maximal sieben Tage lang.

„Golden Honey“ bei Erkältungen

Verrühren Sie einen Teelöffel Kurkumapulver mit 100 g naturreinem Imkerhonig. Lassen Sie von dieser Mischung bei einer beginnenden Erkältung stündlich einen halben Teelöffel auf der Zunge zergehen.

Gurgellösung bei Halsschmerzen

Verrühren Sie einen Teelöffel Kurkuma in einem Glas warmen Wasser und gurgeln Sie bei Halsschmerzen bis zu dreimal täglich mit dieser Lösung.

Fertigpräparate mit Kurkuma (Gelbwurz)

Wer den Geschmack von Kurkuma nicht mag, kann auf fertige Präparate aus der Apotheke zurückgreifen.

  • Mono-Präparate: Curcumen® (20 Kps. ca. 7,59 €), Infitract® (25 Kps. ca. 10,60 €), Pankreaplex® mono (30 Kps. ca. 9,00 €)
  • Kombi-Präparate: Bilisan® duo mit Mariendistel (100 Tabl. ca. 27,84 €), Choleodoron® mit Schöllkraut (20 ml ca. 7,85 €), Hevert-Cholosom-Tee mit Kümmel, Löwenzahn, Mariendistel und Pfefferminze (80 g ca. 4,85 €)

Fazit: Das Kurkuma 1×1 – dabei hilft die Gelbwurz

Kurkuma ist eine Heilpflanze mit vielen Anwendungsbereichen. Hier finden Sie die wichtigsten Informationen nochmals auf einen Blick:

  • Was ist Kurkuma? Kurkuma ist ein Ingwergewächs. Zu den wichtigsten Inhaltsstoffen zählen Curcuminoide, zum Beispiel Curcumin.
  • Wogegen hilft Kurkuma? Kurkuma gilt als natürliches Heilmittel gegen Verdauungs- und Magenbeschwerden, aber auch gegen Entzündungen. Weitere Anwendungsbereiche sind noch nicht eindeutig bewiesen.
  • Wissenswert: Curcumin hat keine hohe Bioverfügbarkeit und wird daher schwer vom Körper aufgenommen. Helfen sollen dabei Stoffe wie Piperin, ein Extrakt des schwarzen Pfeffer.
  • Nebenwirkungen: Die Gelbwurz kann Effekte wie Magenbeschwerden, Blähungen, Hautausschlag und Mundtrockenheit mit sich bringen. Schwangere und Stillende sollten die Knolle nicht einnehmen. Außerdem sind Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten nicht auszuschließen.
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Häufige Fragen und Antworten zur Heilpflanze Kurkuma

Welche Nebenwirkungen hat Kurkuma?

Bekannte Nebenwirkungen von Kurkuma sind beispielsweise Magenbeschwerden, Magenschmerzen, Blähungen, Mundtrockenheit oder Hautausschlag. Da auch eine verstärkte Blutungsneigung nicht ausgeschlossen ist, darf das Ingwergewächs in der Schwangerschaft und Stillzeit nicht eingenommen werden. Bei einem Verschluss der Gallenwege ist die Einnahme ebenfalls verboten.

Außerdem ist es möglich, dass Curcuma longa Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten hat. Dazu gehören einige Mittel zur Bekämpfung von Krebserkrankungen. Sprechen Sie daher die Einnahme der Heilpflanze vorher mit Ihrem behandelnden Arzt oder Apotheker ab.

Wie ist die Bioverträglichkeit von Kurkuma?

Die Bioverträglichkeit von Kurkuma, insbesondere des Bestandteils Curcumin, ist sehr gering. Das bedeutet, dass dieser sehr schlecht vom Darm und den Zellen aufgenommen wird und größtenteils ausgeschieden wird. Daher setzen viele Hersteller von Kurkuma-Produkten auf Stoffe wie Piperin, ein Extrakt des schwarzen Pfeffers. Dadurch soll die Bioverträglichkeit von Kurkuma erhöht werden.

Wo wird Kurkuma eingesetzt?

Kurkuma findet seinen Einsatz als wichtiger Bestandteil des Currys vor allem in der Küche als Gewürz. Aber auch die Nutzung als Färbemittel und in der Naturheilkunde sind bekannt. Ebenso die Verwendung als Schönheitselixier in Masken für Haut und Haar.

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