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Ayurveda Ernährung – gesunde Rezepte für Ihre Gesundheit

Vom köstlichen Bananencurry über fruchtiges Tomatenchutney bis hin zu goldener Milch: Entdecken Sie jetzt die köstliche Vielfalt an Ayurveda-Rezepten. (Foto: Yulia | Adobe Stock)

Inhalt
Inhaltsverzeichnis

Im Ayurveda bedeutet Essen auch immer, etwas für die Gesundheit zu tun: für das Verdauungsfeuer, einen aktiven Stoffwechsel, die Entgiftung und den Ausgleich der Doshas.

Ayurvedischer Verdauungstee – für mehr Verdauungsfeuer und gegen Heißhungerattacken

Zutaten für ein Liter Tee

  • 1 L Wasser
  • 1 TL Fenchelsamen
  • 1 TL Koriandersamen
  • 1 TL Kreuzkümmelsamen
  • 1 TL Ajowansamen (Königskümmel, optional)

Zubereitung

  1. Wasser und Gewürze aufkochen, dann fünf Minuten köcheln lassen und abgießen.
  2. Entweder gleich trinken oder bei tassenweisem Trinken den Tee in einer Thermoskanne oder über einem Stövchen warm halten.

Die ayurvedische Teemischung regt das Verdauungsfeuer an und wirkt Heißhungerattacken entgegen. Sie hat auf alle drei Doshas eine beruhigende Wirkung.

Triphala-Wasser – Powertrank zur Entschlackung, Gewichtsreduktion und für das Immunsystem

Das Triphala-Pulver gleicht alle drei Dohas aus und setzt sich aus drei Früchten zusammen:

  • Haritaki (Terminalia chebula) zur Förderung der Verdauung, zur Entschlackung, Verbesserung der Nährstoffaufnahme und der Gedächtnisleistung, Nahrung für das Gehirn.
  • Amalaki (Emblica officinalis), die indische Stachelbeere oder Amla-Frucht, mit einem hohen Gehalt an Vitamin C stärkt die Abwehrkräfte, wirkt antioxidativ und entschlackend und harmonisiert die drei Doshas. Das stärkste verjüngende Mittel im Ayurveda!
  • Bibhitaki (Terminalia Belerica) hat entzündungshemmende Eigenschaften und positive Effekte auf den Fettstoffwechsel. Es enthält viele Ballaststoffe, reguliert den Hunger und hat eine ausgleichende Wirkung auf die Doshas.

Triphala putzt durch, aktiviert den Stoffwechsel, entgiftet, wirkt als mildes Abführmittel, stärkt und erneuert den Organismus und aktiviert das Immunsystem.

So wird Triphala-Wasser hergestellt und getrunken:

  1. Erwachsene nehmen 1 bis 1 ½ TL, Kinder je nach Alter ¼ bis 1/3 TL Triphala-Pulver, übergießen es mit 200 ml heißem Wasser, rühren es um und lassen es über Nacht stehen.
  2. Morgens das Triphala-Wasser noch einmal erhitzen, abseihen und die Flüssigkeit nüchtern trinken.

Danach sollten Sie sich bewegen, z.B. indem Sie Yoga machen. Frühestens eine halbe Stunde nach dem Trinken des Triphala-Wassers können Sie Ihr Frühstück zu sich nehmen.

Goldene Milch – der ayurvedische Schlaftrunk

Goldene Milch zählt zu den ältesten ayurvedischen Rezepten. Sie nährt den Körper, beruhigt den Geist und wiegt in den Schlaf. Kurkuma wirkt entzündungshemmeng, Ghee verteilt die nährenden Eigenschaften im ganzen Körper und die Milch unterstützt das Einschlafen. Sie beruhigt alle drei Doshas.

Diese Zutaten benötigen Sie für eine Tasse goldene Milch:

  • 200 ml Kuhmilch für Vata-Typen oder Ziegenvollmilch für Pitta- und Kapha-Typen
  • ½ TL Ghee
  • ½ TL Ingwerpulver
  • ½ TL Kurkumapulver
  • 1 Prise gemahlener Zimt
  • 1 Prise gemahlener schwarzer Pfeffer
  • Nach Belieben: 1 Prise gemahlene Muskatnuss und 1 kleines Stück Jaggery (unraffinierter Rohrzucker)

Wenn Sie sich vegan ernähren, können Sie die Milch durch eine pflanzliche Milch, z.B. Mandel- oder Hafermilch, und das Ghee durch Bio-Pflanzenöl, z.B. Mandelöl ersetzen.

Zubereitung und Anwendung

  1. Die Zutaten in einen Topf geben, zum Kochen bringen und danach für 1 – 2 Minuten auf kleinerer Flamme köcheln lassen.
  2. Als Schlaftrunk vorm Zubettgehen trinken.
  3. Wenn Sie tagsüber das Bedürfnis nach einem beruhigenden, nährenden Getränk haben, können Sie auch die goldene Milch genießen, sollten dann aber die Muskatnuss weglassen.

Kitchari – das Detox-Gericht aus dem Ayurveda

Entgiftung auf ayurvedische Art: Kitchari aus Basmatireis, Mungbohnen und Gewürzen wird sämig gekocht und dreimal täglich gegessen. Damit kann ein intensiver Entgiftungsprozess in Bewegung gesetzt werden. Sie können das ayurvedische Fasten 3 bis 5 Tage lang durchführen oder einmal wöchentlich zur Entlastung.

Unter Aufsicht eines Ayurvedatherapeuten (Arzt oder Heilpraktiker) können Sie die Kur auch längere Zeit machen.

Neben den drei Mahlzeiten morgens, mittags und abends, sollten Sie viel trinken. Am besten eignen sich warmes Wasser oder warmer Tee. Wie bei jedem Fasten profitieren Sie am meisten, wenn Sie sich Ruhe und Entspannung gönnen können.

Kitchari tut aber auch zwischendurch Körper, Seele und Geist gut. Es nährt und entschlackt gleichzeitig.

Entgiftungskur zuhause Ayurveda

Ayurveda – So machen Sie Ihre eigene Entgiftungskur zu Hause Heilmethoden im Ayurveda zielen darauf ab, den Körper zu entgiften und zu reinigen. Erfahren Sie hier, wie Sie eine Entgiftungskur von Zuhause durchführen. › mehr lesen

Rezept für eine Person

  • ¼ Tasse Mung Dhal (geschälte, halbierte Mungbohnen)
  • ¼ Tasse weißer Basmatireis
  • 1 EL Ghee
  • 1 kleines Stück Ingwer, gerieben oder fein gehackt
  • ½ Knoblauchzehe
  • ¼ TL Kurkuma
  • ¼ TL Kreuzkümmel
  • ¼ TL Koriander (gemahlen)
  • 1 TL Gemüsebrühe (ohne Hefe)
  • Je 1 Prise Steinsalz und schwarzer Pfeffer
  • Gemüse nach Belieben und nach Dosha
  • Frische Kräuter nach Wahl, z.B. Koriander oder Petersilie
  • Nach Belieben können Sie Fenchelsamen, Asafoetida oder Senfsamen hinzugeben.

Zubereitung

  1. Die Mungbohnen sollten über Nacht oder mindestens eine Stunde vorher eingeweicht werden.
  2. Danach die Mungbohnen und den Reis sorgfältig waschen. Das Einweichwasser nicht verwenden!
  3. Während Ingwer und Knoblauch geschält und kleingewürfelt werden, das Ghee in einem Topf erhitzen.
  4. Ingwer, Knoblauch und die übrigen Gewürze in das Ghee geben, kurz umrühren, bis die Gewürze duften. Nicht anbrennen lassen!
  5. Reis und Mungbohnen und die Gemüsebrühe dazugeben und mit 2 Tassen Wasser auffüllen.
  6. Nach etwa 15 Minuten können Sie das zerkleinerte Gemüse dazugeben und das Gericht noch 10 bis 15 Minuten köcheln lassen.
  7. Mit mehr Wasser erhalten Sie eine suppenartige, mit weniger Wasser eine eintopfartige Konsistenz.

Und wenn Sie Kitchari für den ganzen Tag kochen wollen?

Vielleicht arbeiten Sie und sind den ganzen Tag nicht zu Hause. Oder Sie haben einfach keine Lust dreimal täglich das Kitchari zuzubereiten. Da im Ayurveda Essen nicht aufgewärmt und schon gar nicht in der Mikrowelle erhitzt werden soll, liegt die Lösung in einer guten Thermoskanne. In sie können Sie morgens das heiße Kitchari für den ganzen Tag einfüllen.

Rote-Linsen-Dal – einfach und lecker: Linsen auf ayurvedische Art

Unter Dal versteht man ein Gericht aus Hülsenfrüchten mit orientalischen Gewürzen, das durch eine lange Kochzeit eine breiartige Konsistenz annimmt. Dal zählen zu den Grundnahrungsmitteln in Indien. Die meisten Rezepte verwenden Linsen. Sie können aber auch mit Erbsen, Mungbohnen und Kichererbsen einen Dal zubereiten.

Für einen Rote-Linsen-Dal für 4 Personen benötigen Sie

  • 250 mg halbierte rote Linsen
  • 1-2 EL Ghee
  • 2 TL gemahlener Koriander
  • frischer Koriander
  • 1 TL Bockshornkleeblätter
  • 1 TLK ganzer Kreuzkümmel
  • ¼ TL gemahlener Zimt
  • ¼ TL Asafoetida
  • 1 Prise Salz
  • 1 Liter heißes Wasser

Zubereitung

  1. Die Linsen waschen.
  2. Ghee erhitzen, die Gewürze dazu geben und kurz anrösten. Nicht anbrennen lassen!
  3. Danach die Linsen und das heiße Wasser zugeben und ca. 40 Minuten kochen lassen.
  4. Mit Salz abschmecken und mit frischem Koriander servieren.

Der Dal mit roten Linsen reduziert Kapha und vermehrt Vata und Pitta.

Curry-Sauce nach ayurvedischen Stil

Im Ayurveda gibt es nicht die bei uns üblichen Mehlschwitzen als Grundlage für Saucen. Alternativen sind z.B. Joghurt oder saure Sahne als Basis.

Für eine Curry-Sauce für 4 Personen benötigen Sie:

  • 1 EL Ghee
  • ½ TL schwarze Senfkörner
  • ½ TL ganzer Kreuzkümmel
  • ½ TL gemahlener Kreuzkümmel
  • ½ TL gemahlener Koriander
  • ¼ TL gemahlener Ingwer
  • ¼ TL Kurkuma
  • 200 ml Crème fraîche oder saure Sahne
  • 1 Prise Salz

Zubereitung

  1. Das Ghee erhitzen, die Senfkörner und den ganzen Kreuzkümmel hineingeben und den Deckel sofort auflegen.
  2. Wenn die Senfkörner hörbar anfangen zu springen, den Topf von der Platte nehmen und warten, bis Ruhe im Topf ist.
  3. Danach die übrigen Gewürze leicht und kurz in dem Ghee rösten.
  4. Die Crème fraîche bzw. saure Sahne darunter rühren, kurz aufkochen lassen und servieren.

Chapatis – Fladenbrote

Aus ayurvedischer Sicht hat Brot mit Hefe als Treibmittel keine gute Wirkung auf das Vata-Dosha und die Hefe stört die Darmflora. Deshalb werden Fladenbrote ohne Hefe empfohlen:

Für Chapatis, die einfachen Fladenbrote, für 4 Personen benötigen Sie:

  • 100 Weizen- oder Dinkelvollkornmehl
  • 200 g Weizenmehl 405
  • 270 ml Wasser
  • ½ TL Salz
  • etwas Wasser

Zubereitung

  1. Vermischen Sie Mehl, Wasser und Salz zu einem festen, glatten Teig, der nicht mehr klebt.
  2. Bedecken Sie den Teig mit einem feuchten Tuch und lassen Sie ihn eine halbe Stunde ruhen.
  3. Aus dem Teig Bälle in der Größe einer Mandarine formen, mit der Hand flach drücken und dem Nudelholz dünn auswellen.
  4. Erhitzen Sie eine gusseiserne Pfanne auf eine hohe Temperatur, ohne Fett zuzugeben, legen Sie den Teigfladen hinein und drehen Sie ihn sofort um.
  5. Jeder Fladen wird unter ständigem Umdrehen 2 bis 3 Minuten gebacken, bis er braun ist.
  6. Dann nehmen Sie den Fladen heraus, geben sofort ein paar Butterflöckchen darauf und backen die restlichen Fladen in gleicher Weise. Die fertigen Fladen werden übereinander gestapelt.

Tomaten-Chutney

Chutneys sind scharfe, meist süß-saure Saucen aus der ayurvedisch-indischen Küche. Sie ergänzen geschmacklich das Gericht und sollen den Appetit und das Verdauungsfeuer anregen. Es genügt ein Esslöffel eines Chutneys als Beilage. Es kann kalt oder heiß serviert werden.

Für ein Tomaten-Chutney für 4 Personen benötigen Sie:

  • 250 g Tomaten
  • 40 g gemischtes Trockenobst
  • 40 g getrocknete Pflaumen
  • 25 g Rosinen
  • 1 grüne Chili-Schote
  • 2 cm frische Ingwerwurzel
  • 1 EL Ghee
  • 5 EL brauner Rohrzucker
  • 1 TL schwarze Senfkörner
  • 1 TL ganzer Kreuzkümmel
  • 1 TL gemahlener Zimt
  • 1 TL gemahlenes Piment
  • 1 TL gemahlener Fenchel
  • 1/2 TL Asafoetida
  • ¼ TL gemahlene Nelken
  • 2 ganze Sternanis
  • Saft von 2 Zitronen
  • 1 Prise Salz
  • etwas Wasser

Zubereitung

  1. Die Tomaten und das Trockenobst in kleine Würfel schneiden.
  2. Die Chili-Schote halbieren, entkernen und fein schneiden.
  3. Das Ghee erhitzen, Senfkörner und Kreuzkümmel hineingeben und sofort einen Deckel auflegen. Wenn die Senfkörner anfangen zu springen, den Topf vom Herd nehmen und warten, bis sie ruhig sind.
  4. Dann Chili, Ingwer, Asa foetida und Rohrzucker hinzugeben und kurz rösten.
  5. Zuletzt die restlichen Gewürze, die Tomaten und etwas Wasser hinzugeben und unter Umrühren leicht abkühlen lassen. Achtung: Das Chutney kann leicht anbrennen.

Bananencurry

Fruchtcurrys bestechen durch die Kombination aus süßer Frucht und pikant-scharfen Gewürzen.

Für ein Bananencurry für 4 Personen benötigen Sie:

  • 4 – 5 nicht ganz reife Bananen
  • 1 – 2 EL Ghee
  • 1 TL gemahlener Ingwer
  • 1 TL ganzer Kreuzkümmel
  • 1 TL gemahlener Zimt
  • 1 TL gemahlenes Kurkuma
  • ¼ TL rotes Chilipulver
  • 3 EL Wasser
  • 150 g süße Sahne
  • 1 Prise Salz

Zubereitung

  1. Die Bananen schälen und in Scheiben schneiden.
  2. Das Ghee in einer Pfanne erhitzen und den Kreuzkümmel kurz darin rösten.
  3. Dann die übrigen Gewürze, die Bananen und das Wasser hinzugeben und drei Minuten köcheln lassen.
  4. Zuletzt die Sahne in das Curry geben, unterrühren und mit Salz abschmecken.
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Über den Autor
Beate Helm Astrologie Expertin
Beate Helm

Beate Helm ist Chefredakteurin von "Heilen mit den Sternen – Ganzheitliche Gesundheit mit den Methoden der Astromedizin" bei unserem Verlag.

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