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CBD bei Rheuma: Tipps und was beachtet werden sollte

(Foto: Engdao - Adobe Stock)

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Die Gelenke schmerzen und selbst kleine motorische Arbeiten können zu einer wirklichen Qual werden. Wer unter Rheuma leidet kann je nach Fortschreiten der Krankheit bereits bei den kleinsten Aufgaben, wie beispielsweise dem Schließen von Knöpfen an einem Hemd oder einer Bluse schnell verzweifeln. Zu starr und schmerzhaft sind die Gelenke, sodass besonders bei weit fortgeschrittenen Krankheitsverläufen guter Rat teuer ist. Zwar handelt es sich bei Rheuma um eine chronische Krankheit, allerdings können bestimmt Hilfsmittel Linderung bringen. Bestes Beispiel dabei ist das Cannabinoid CBD. Allerdings wollen ein paar Punkte bei der Anwendung beachtet werden.

Rheuma allgemein

Bei der rheumatischen Arthritis handelt es sich um eine chronische Erkrankung der Gelenke. Beim Krankheitsverlauf dauert es meist Jahre, bis er sich bemerkbar macht. Dann kann es häufig zu anschwellenden Gelenken an den Fingern oder weiteren Symptomen kommen, wie etwa dem Verbiegen der Finger.

Wahrscheinlich ist die Ursache hierfür ein gestörtes Immunsystem, das falsch auf einen bestimmten Stoff reagiert. Die Folge sind Entzündungen und Schmerzen in den Gelenken. Zudem wird die Bewegung stark eingeschränkt. Die Gelenke fühlen sich steif an. Das genaue Krankheitsbild, mit Symptomen und Krankheitsverlauf haben wir auf unserer Seite zum Thema Rheuma ausführlich zusammengefasst.

Was ist CBD?

Bei CBD handelt es sich, wie bereits weiter oben erwähnt, um ein sogenanntes Cannabinoid. Der Ursprung dieses Stoffes versteckt sich bereits im Namen, denn es wird aus der Cannabispflanze gewonnen. Die dient bereits seit Jahrhunderten als eine Heilpflanze, musste jedoch in den vergangenen Jahrzehnten viel Kritik einstecken. Grund war die berauschende Wirkung einiger Stoffe, die in der Pflanze enthalten sind, allen voran das Cannabinoid THC.

Anders als das THC hat CBD, oder auch Cannabidiol, keinerlei berauschende Wirkung, weshalb es mittlerweile überall in verschiedensten Formen in der Apotheke oder im Internet erhältlich ist. Beispielsweise kann CBD als Öl eingenommen oder auf die Haut aufgetragen werden. Dabei ist kein Rezept erforderlich. Bei regelmäßiger Einnahme kann es entzündungshemmend oder beruhigend auf den Körper wirken. Einen Teil seiner Wirkung kann es bereits kurz nach der Anwendung entfalten.

Cannabis mittlerweile in der Medizin etabliert

Spätestens seit dem Jahr 2017 konnten sich Cannabisprodukte in der Medizin etablieren. In diesem Jahr machte es die Bundesregierung nämlich möglich, dass Ärzte Cannabis auf Rezept verschreiben dürfen. Dabei handelt es sich vor allem um THC-haltige Produkte, die meist in der Schmerztherapie eingesetzt werden. Es wird vor allem an chronisch Kranke und andere Patienten verschrieben, bei denen keine anderen Medikamente mehr anschlagen.

Allerdings ist es beim THC schwierig Hinweise auf eine richtige Indikation zu geben, zudem ist die berauschende Wirkung nicht für jede Patientin oder Patienten geeignet. Hier kann CBD helfen, denn hierfür wird kein Rezept benötigt und es kommt zu keinerlei Rauschzuständen.

Cannabisprodukte wie CBD können Linderung verschaffen

Cannabis, Hanf oder Marihuana – wie man es auch nennen mag, bereits seit Jahrhunderten wird die Pflanze bei der Behandlung von rheumatischen Erkrankungen eingesetzt. Vor allem die schmerzstillende Wirkung von THC und CBD kommt Rheumapatientinnen und -Patienten zugute. Das belegen mittlerweile auch einige Studien. Jedoch gilt es dabei zu beachten, dass jeder Mensch anders auf die Mittel reagiert und die Behandlung mit Cannabinoiden stets in Absprache mit dem Hausarzt erfolgen sollte.

Dann kann beispielsweise folgende Wirkung eintreten: Bei der Einnahme von CBD setzen sich bestimmte Bestandteile des Mittels im Nervensystem fest, was dafür sorgt, dass das Schmerzempfinden gelindert wird. Zudem hat CBD eine entzündungshemmende Wirkung. Es kann also dafür sorgen, dass die Schwellungen der Gelenke zurückgeht. Allerdings setzt das eine regelmäßige Einnahme des Mittels voraus.

Neben der rheumatischen Arthrose kommt CBD mittlerweile auch bei anderen neuropathischen Erkrankungen zum Einsatz, wie etwa bei Multipler Sklerose oder Epilepsie.

Nur hochwertiges CBD sollte zur Anwendung kommen

Wichtig ist beim Kauf der CBD-Produkte vor allem, dass der Anteil des Wirkstoffes CBD entsprechend hoch ist. Bei minderwertigen Qualitätsstufen ist nämlich eher das Gegenteil der Fall. Dementsprechend dürftig kann die Wirkung des Mittels ausfallen. Hier kann ebenfalls ein Gespräch mit dem Hausarzt helfen.

Er kann möglicherweise schon aus Erfahrung sprechen und bestimmte Produkte empfehlen, die sich bei anderen Patientinnen und Patienten bereits bewährt haben. Außerdem: Hände weg von Herstellern, die ihren eigenen Produkten nicht bewiesenes Heilpotenzial zusprechen.

Nebenwirkungen?

Anders als die berauschende Wirkung beim THC ist CBD überwiegend ungefährlich. Es sind keine wirklichen Nebenwirkungen bekannt und kann relativ bedenkenlos über einen längeren Zeitraum regelmäßig eingenommen werden. Auch hier gilt: bei Unsicherheiten, Hausarzt fragen. Vorsicht ist jedoch bei einer Überdosierung geboten. Die Folgen können beispielsweise Durchfall oder veränderte Leberwerte sein. Ansonsten ist das Cannabinoid aber frei von Nebenwirkungen.

Fazit

CBD kann auf jeden Fall als ein geeignetes Mittel zur Linderung von rheumatischen Erkrankungen angesehen werden. Dabei sollte klar sein, dass das Cannabinoid keineswegs ein Allheilmittel ist. Allerdings kann es einer regelmäßigen Einnahme unterstützend wirken und dafür sorgen, dass die Schmerzen gelindert werden und auch Schwellungen rückläufig sind. Wer noch mehr Informationen über solche Mittel benötigt, sollte nicht zögern und sich mit seinem Hausarzt in Verbindung setzen oder CBD selbst einmal ausprobieren.

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