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Speisen, Getränke und Kosmetik: Avocado geht immer

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lukesw - Fotolia
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Avocados sind in den letzten Jahren zum absoluten Trend-Food geworden und dürfen in keinem Restaurant mehr auf der Speisekarte fehlen. Unter anderem in Amsterdam, London, New York oder Tokio gibt es sogar Themen-Restaurants, in denen alle Gerichte mit Avocado zubereitet werden. Wegen ihres hohen Kaloriengehalts war die Avocado zwischenzeitlich unbeliebt, doch durch viele gesunde Inhaltsstoffe hat sie ihren guten Ruf zurückerobert.

Im alltäglichen Speiseplan können Avocados an vielen Stellen integriert werden und Gesundheitsbewusste nehmen mit einer Avocado eine große Menge an Nährstoffen zu sich.

Bei der Avocado handelt es sich um eine Frucht des Avocadobaumes. Aus botanischer Sicht ist die Avocado eine Beere aus der Familie der Lorbeergewächse und kommt primär in herzhaften Speisen zum Einsatz. Doch auch in Desserts oder Smoothies schmeckt sie gut.

Schon um 7.800 v.Chr. wurde die Avocado angebaut und von den Azteken genutzt. Auch der Name entstammt ihrer Sprache: „ahuacatl“ wurde im Deutschen zu Avocado. Für die Azteken war die Avocado ein wichtiges Nahrungsmittel und sie nannten sie wegen ihrer cremigen Konsistenz und ihrer vielen Nährstoffe „Butter des Waldes”.

Trend-Food mit heilender Wirkung

Avocados sind nicht nur lecker, sondern haben auch heilende Eigenschaften:

  • Ihr Fruchtfleisch hilft bei Ohrenschmerzen.
  • Die Blätter des Avocadobaumes können bei Fieber um die Füße gewickelt werden und helfen bei der Senkung der Körpertemperatur.
  • Mit geraspelten Avocadokernen kann Durchfall gelindert werden.

Sie sind:

  • immunstärkend
  • antioxidativ
  • cholesterinsenkend
  • verdauungsfördernd
  • entkrampfend

Diese wertvollen Nährstoffe enthalten Avocados

Reife Avocados sind sehr cremig, was an ihrem hohen Fettgehalt liegt. 30 Prozent einer Avocado-Frucht bestehen aus Fett – allerdings handelt es sich um gute ungesättigte Fettsäuren. Diese Fette können den Cholesterinspiegel regulieren und dadurch Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf natürliche Weise vorbeugen.

In 100 g Avocado sind 6,3 g Ballaststoffe enthalten. Die tägliche Aufnahme sollte bei 30 g liegen. Ihre vielen Nährstoffe machen die Avocado zu einem Superfood:

  • Vitamin E steigert die Aktivität der Immunzellen und fängt zudem schädliche Stoffe in den Körperzellen ab.
  • Eisen und Zink unterstützen ebenfalls die Immunzellen.
  • Avocados enthalten viele Ballaststoffe, welche die Verdauung fördern und für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl sorgen.
  • Das enthaltene Kalium hilft bei Muskelkrämpfen.
  • Auch Folsäure ist ein Bestandteil von Avocados. Das kann – wie Studien herausgefunden haben – das Schlaganfallrisiko verringern. Zudem wirkt sich Folsäure positiv auf die Entwicklung des Fötus während einer Schwangerschaft aus.

100 g Avocado decken den empfohlenen Tagesbedarf an Vitamin E zu fast 20 Prozent ab. Er liegt bei 12 g. Ein Viertel des Tagesbedarfs an Kalium wird über 100 g Avocado abgedeckt. Diese Menge enthält 550 mg Kalium. Die grüne Frucht hat noch weitere wertvolle Nährstoffe:

  • Sie bietet eine Menge komplexer Kohlenhydrate, die einen hohen Sättigungswert haben und zu einem geringeren Blutzuckeranstieg nach dem Essen führen. Deshalb profitieren auch Diabetiker in besonderem Maße von der Frucht.
  • Sie bringt ein breites Spektrum von Mineralstoffen und Spurenelementen mit: Magnesium, Phosphor, Kalzium, Kupfer, Mangan.
  • Sie ist eine gute Vitaminquelle. Sie enthält Provitamin A, Vitamin C, D, K, E und viele B-Vitamine. Diese Vitamine sind fettlöslich. Sie benötigen Fett, damit sie vom Körper überhaupt aufgenommen werden können. In der Avocado ist dieses wertvolle Fett enthalten.
  • Sie enthält eine spezielle Kohlenhydratkombination, durch die Nerven- und Gehirnzellen besser mit Energie versorgt werden können. Eine Portion Avocado täglich stimuliert die Konzentration und kurbelt die Stimmung an. Die Frucht enthält auch viel Lecithin, das ebenfalls als Nervennahrung bekannt ist.
  • Auch die enthaltenen pflanzlichen Omega-3-Fettsäuren sind sehr gesund. Sie wirken entzündungshemmend, senken den Cholesterinspiegel und regulieren den Hormonhaushalt des Körpers. Zudem wirken sie positiv auf das Gehirn und können Krankheiten wie Alzheimer vorbeugen.
  • In Avocados ist Tryptophan enthalten. Dabei handelt es sich um eine essentielle Aminosäure, aus der der Organismus das „Schlafhormon” Melatonin macht. Es sorgt für einen erholsamen und geruhsamen Schlaf. Während des Schlafens repariert sich unser Körper selbst und sorgt dafür, dass wir nicht krank werden.

Wie viele Kalorien hat eine Avocado?

  • 1 mittelgroße Avocado wiegt ohne Kern und Schale ca. 160 g.
  • 100 g Avocado haben rund 200 Kalorien.

Eine mittelgroße Avocado hat demnach rund 320 Kalorien. Große Avocados dementsprechend mehr. Die hohe Kalorienanzahl lässt aufhorchen. Zum Vergleich: 100 g Gummibärchen haben 340 Kalorien. Aber: Aufgrund ihrer vielen gesunden Inhaltsstoffe und den gesunden Fetten können Avocados gelegentlich sogar während einer Diät gegessen werden.

In diesen Ländern werden Avocados angebaut

  1. Mexiko: Mexiko ist der größte Avocado-Produzent. Rund 1,9 Mio. Tonnen werden dort jedes Jahr geerntet.
  2. Dominikanische Republik: Etwa 600.000 Tonnen Avocado pro Jahr werden in der Dominikanischen Republik produziert.
  3. Peru: Rund 450.000 Tonnen Avocado werden jährlich in dem Anden-Staats geerntet.

Weitere große Avocado-Produzenten sindIndonesien und Kolumbien mit etwa 300.000 Tonnen pro Jahr.

Auch in den USA, Israel, Südafrika, Spanien und Italien werden Avocados angebaut. In Europa wachsen sie ebenfalls seit Beginn des 20. Jahrhunderts.

Superfood mit Umweltproblemen

Avocados brauchen ein warmes Klima und sehr viel Wasser. In einigen Schwellenländern, in denen Avocados wachsen, ist das ein Problem und belastet die Umwelt stark. Um ein Kilo Avocado zu gewinnen, werden rund 1.000 Liter Wasser gebraucht. In Ländern mit Wasserknappheit wie zum Beispiel Südafrika ist das ein ernstes Problem. Ebenso gravierend: Immer mehr Wälder werden für den Avocado-Anbau gerodet. Zum Vergleich: Für 1 kg Salat sind nur 130 Liter Wasser nötig, für 1 kg Tomaten 180 Liter Wasser.

Das mexikanische Landwirtschaftsministerium schätzt, dass die weltweite Avocado-Nachfrage sich noch vergrößern wird. Zwischen 2017 und 2030 gehen sie von einem Anstieg um 48,98 Prozent aus – von 2,84 auf 4,24 Mio. Tonnen.

Aufgrund der Umweltproblematik sollte die Frucht nicht zu einem Standardlebensmittel für jeden Tag werden. Dennoch: Die zahlreichen gesunden Inhaltsstoffe der Avocado sind nicht zu verachten.

Bio-Avocados kaufen

Wer sicher gehen will, dass die Früchte nicht chemisch behandelt wurden, sollte auf Avocados aus biologischem Anbau zurückgreifen. Den in Israel angebauten Avocados wurde von der Internationalen Gesellschaft für Biologische Produkte das Prädikat „biologisch rein” verliehen, da die Pflanzen mit keinerlei Chemikalien behandelt werden. Viele der in Deutschland erhältlichen Avocados stammen aus Israel.

Was kostet eine Avocado und wie erkennt man ob sie reif ist?

Avocados sind mittlerweile zu jeder Jahreszeit in deutschen Supermärkten erhältlich. Sie haben fast das ganze Jahr über Hauptsaison, nämlich von August bis Mai. Im Juni und Juli sind sie auch erhältlich, kosten dann aber häufig etwas mehr oder sind weniger gereift. Je nach Saison und Sorte kosten Avocados in Deutschland zwischen 1 Euro und 2,50 Euro. In den Anbauländern wie Mexiko sind Avocados häufig schon für kleine Centbeträge erhältlich.

Beim Kauf einer Avocado sollte ihr Reifegrad überprüft werden. Das Fruchtfleisch sollte durch leichten Druck auf die Schale etwas nachgeben. Viele Avocados kommen heutzutage „essreif“ in den Handel. Falls sie sich noch zu hart anfühlen, können sie zu Hause ganz einfach nachgereift werden. Dafür kann die Avocado zusammen mit einem Apfel in eine Papiertüte gelegt werden. Der Apfel sondert ein Gas ab und beschleunigt die Reifung der Avocado, sodass sie schneller verzehrt werden kann. Reife Früchte halten sich etwa zwei bis drei Tage im Kühlschrank.

Schmieren Sie Ihre Gesundheit mit der "Butter des Waldes"

Wird erst einmal nur eine halbe Avocado verzehrt, kann die andere Hälfte im Kühlschrank gelagert werden. Bleibt der Kern in der halben Avocado, wird diese weniger schnell braun. Auch zusammen mit einer halben Zwiebel in eine Dose gelegt, hält sie länger frisch. Die Ausdünstungen der Zwiebel verhindern, dass sich die Avocado verfärbt.

Wie schmecken Avocados?

Reife Avocados schmecken nussig und buttrig. Unreife Avocados haben einen bitteren Geschmack und sind leicht säuerlich.

Avocados haben eine harte, ungenießbare Schale und einen großen Kern. Das Fruchtfleisch einer reifen Avocado ist grün. Leicht bräunliche Verfärbungen entstehen dann, wenn die Avocado sehr reif ist. Die Frucht kann auch dann in der Regel noch verzehrt werden. Verfärben sich die Stellen dunkelbraun, leidet jedoch auch der Geschmack.

Die zwei gängigsten Sorten im mitteleuropäischen Handel sind „Fuerte“ und „Hass“.

  • „Fuerte“-Avocados schmecken mild. Ihre Schale ist grün und fast glatt. Hat sie schwarze Stellen, kann das ein Hinweis auf ein bereits fauliges Fruchtfleisch sein.
  • „Hass“-Avocados sind etwas würziger im Geschmack. Ihre Schale ist stark genoppt. Ist sie schwarz verfärbt, spricht das für den optimalen Reifezustand der Frucht.

Welche Verwendung hat der Avocadokern?

Essen: Auch der Avocadokern ist essbar – er sollte allerdings mit Vorsicht genossen werden. Der Kern sollte komplett trocken sein und kann dann gemahlen oder geraspelt werden. Als Teeaufguss setzt er wertvolle Stoffe frei und hat einen leicht nussigen Geschmack. Bei einer zu großen Menge kann das Pulver jedoch bitter werden und schmeckt dann nicht mehr.

Baum pflanzen: Aus dem Avocadokern kann auch ein Avocadobaum gepflanzt werden. Dazu wird der Kern entweder direkt in die Erde gesetzt oder man lässt ihn erst Wurzeln schlagen in einem Glas Wasser. Dafür wird der Kern mit Zahnstochern so fixiert und ins Glas gesetzt, dass er bis zur Hälfte im Wasser hängt. Sobald er keimt, kann er dann eingepflanzt werden.

Gerichte mit Avocado

In der Küche kann die Avocado vielfältig eingesetzt werden. Ihr Fruchtfleisch wird meist roh verzehrt und ist für Gerichte mit längerer Garzeit nicht geeignet, da es dann bitter schmeckt. Es kann dennoch auch in warmen Speisen zum Einsatz kommen, zum Beispiel in einer Suppe. Auch vom Grill ist Avocado sehr schmackhaft.

Avocado-Aufstrich

Lässt man Knoblauch und Tomate weg, hat man mit zerdrückter Avocado mit Salz, Pfeffer und einem Spritzer Limette einen leckeren Aufstrich für Brot. Er ist schnell gemacht und kann mit einem Schuss Olivenöl noch cremiger werden.

Als Brotaufstrich mit einem pochierten Ei ist Avocado der perfekte Start in den Tag. Auch in Scheiben geschnitten auf ein Schwarzbrot mit Ziegenfrischkäse gelegt, bietet Avocado die perfekte Ergänzung zum würzigen Käse.

Pasta mit Avocado-Sauce

Pasta ist Wohlfühlessen pur und in Kombination mit Avocado geht dieses Rezept nicht nur schnell, sondern schmeckt zudem auch noch sehr gut.

Zutaten für 4 Personen:

  • 400 g Pasta (Spaghetti oder Linguine)
  • 2 Avocados
  • 1 große Tomate
  • 1 Bio-Zitrone
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Handvoll Basilikum (etwa 40 g)
  • 1 Handvoll glatte Petersilie (etwa 40 g)
  • 80 g Parmesankäse
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 TL Chiliflocken
  • Salz

Zubereitung:

  1. Fruchtfleisch aus der Avocado entnehmen und mit den gehackten Kräutern und dem gehackten Knoblauch vermischen. Einen Schuss Olivenöl hinzufügen und alles pürieren.
  2. Anschließend etwas Zitronenschale abreiben und die Zitrone auspressen.
  3. 3 EL Zitronensaft, die Zitronenschale, die Hälfte des Parmesans und die Hälfte der Chiliflocken mit der Avocado-Masse vermengen.
  4. Tomate würfeln und unter die Avocado-Masse mischen.
  5. Währenddessen die Pasta kochen. Wichtig: Eine Kelle Nudelwasser aufbewahren!
  6. Nudelwasser mit der Avocado-Masse zusammenbringen und in einer großen Schüssel mit der Pasta vermengen. Mit Chiliflocken und dem restlichen Parmesan garnieren.

Das Gericht ist sehr einfach und dauert gerade einmal so lange, wie die Pasta braucht, um bissfest zu werden. Wer möchte, kann noch fünf bis sechs Scheiben gebratenen Speck ergänzen und diesen mit unter die Pasta geben.

Caprese mit Avocado und Tomate

Avocado auf Holzbrettchen mit Messer

Anstelle der üblichen Tomate-Mozzarella-Variante lohnt es sich, die Kombination aus Tomate und Avocado auszuprobieren.

Für 2 Portionen benötigt man:

  • 1 Avocado
  • 400 g Tomaten
  • 1 Handvoll Basilikum
  • Essig (zum Beispiel Balsamicoessig oder Weißweinessig)
  • Olivenöl
  • Salz und Pfeffer
Avocado auf Holzbrettchen mit Messer

Avocado: So gesund ist sieTrotz relativ hohem Fettgehalt ist die Avocado auch für Abnehmwillige geeignet. Lesen Sie hier was in dieser nährstoffreichen Power-Frucht alles steckt. › mehr lesen

Zubereitung:

  1. Tomaten in Scheiben schneiden.
  2. Das Fruchtfleisch der Avocado mit einem Esslöffel im Ganzen aus der Schale nehmen. Ebenfalls in Scheiben schneiden.
  3. Tomaten- und Avocadoscheiben immer im Wechsel auf einem Teller auslegen und mit Salz und Pfeffer bestreuen.
  4. Anschließend das Basilikum darüber zupfen und alles mit Sesam bestreuen.
  5. Mit Balsamicoessig und Öl je nach Geschmack abschmecken.

Salat mit Avocado

Eine aufgeschnittene Avocado kann jedem beliebigen Salat hinzugefügt werden. Durch die enthaltenen Fette werden die im Salat enthaltenen pflanzlichen Vitamine besser gelöst. Der Körper kann sie dank der Avocado besser aufnehmen.

Avocados vom Grill

Avocados können auch gegrillt werden. Länger als fünf bis zehn Minuten sollten sie aber nicht auf dem Grillrost verbleiben, da sie sonst bitter werden können. Das rauchige Aroma des Grills verpasst ihnen aber eine interessante Note und durch die Wärme werden sie noch cremiger. Sie können zum Beispiel mit Tomatenwürfeln, Feta, Basilikum und Petersilie garniert und mit Salz, Pfeffer, Essig und Öl abgeschmeckt werden. Sie bieten eine tolle Ergänzung auf jeder Grillparty.

Avocado-Suppe mit Räucherlachs und Dill

Zutaten für 6 Portionen:

  • 1 Avocado
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 1 Zitrone
  • 20 g Butter
  • 1 TL Currypulver
  • 4 EL Joghurt
  • 1 TL Ahornsirup
  • 100 g Räucherlachs
  • Dill
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

  1. Butter in einem Topf schmelzen.
  2. Currypulver hinzugeben und anschwitzen lassen.
  3. Anschließend mit der Gemüsebrühe auffüllen und zum Kochen bringen.
  4. Das Fruchtfleisch aus der Avocado nehmen und mit dem Joghurt zu einer glatten Masse pürieren. Anschließend in die Suppe einrühren.
  5. Mit Zitronensaft, Ahornsirup, Salz und Pfeffer abschmecken.
  6. Den Dill bis auf eine Handvoll zerkleinern und zur Suppe geben.
  7. Den Lachs in etwa 2 cm breite Streifen schneiden.
  8. Suppe in einen Teller füllen und mit Lachs und dem übrigen Dill servieren.

Desserts mit Avocado

Avocado wird gerne zur Zubereitung veganer Süßspeisen verwendet. Mit ihr können zum Beispiel Kuchen oder Muffins gebacken sowie Eis zubereitet werden.

Veganes Avocado-Eis

Mit Avocado kann auch Eis hergestellt werden. Dafür wird eine Avocado mit dem Saft einer Limette fein püriert und anschließend unter 400 ml aufgeschlagene Kokosmilch gehoben. Mit Agavendicksaft, Zucker oder Honig kann die Masse nach Bedarf gesüßt werden und muss dann nur noch im Eisfach durchkühlen.

Avocado-Muffins

Zutaten für 8 Stück:

  • Eine halbe Avocado
  • Eine Limette
  • 80 g Zucker
  • 2 Eier
  • 100 g Mehl
  • Ein halber EL Backpulver
  • Ein halbes Päckchen Vanillezucker
  • 90 ml Speiseöl
  • 100 g Puderzucker
  • 50 g Frischkäse

Zudem werden noch Papierförmchen oder eine Muffin-Backform benötigt.

Zubereitung:

  1. Zunächst den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Das Fruchtfleisch aus der Avocado nehmen und zu einer glatten Masse pürieren.
  3. Zucker, Eier, Öl, Vanillezucker und den Saft einer halben Limette in einer Schüssel cremig aufschlagen. Anschließend die Avocado-Masse darunterheben. Mit Mehl und Backpulver mischen und ebenfalls unter die Masse geben.
  4. Die fertige Masse nun in die Förmchen geben, sodass sie zu drei Vierteln gefüllt sind. Bei 180 Grad werden die Muffins nun 20 Minuten gebacken.
  5. Währenddessen kann die Glasur vorbereitet werden. Dafür Frischkäse und Puderzucker verrühren und den restlichen Limettensaft hinzufügen. Sobald die Muffins erkaltet sind, kann sie aufgetragen werden.

Getränke mit Avocado

„Bulletproof“-Kaffee mit Avocado für einen guten Start in den Tag

Ein neuer Trend ist der sogenannte „Bulletproof“-Kaffee. Eigentlich beschreibt diese Art einen Kaffee, in den Butter eingerührt wird. Dies wirkt sättigend und gibt dem Kaffee eine sehr cremige Note. Die Variante funktioniert aber auch mit Avocado, schließlich hat sie eine butterähnliche Konsistenz und einen milden Geschmack. Gesünder als Butter ist sie auch noch.

Dafür wird mit Kokosmilch pürierte Avocado in den Kaffee eingerührt. Dazu kommt gegebenenfalls eine Prise Zimt oder Kardamom – je nach Bedarf kann noch mit ein wenig Zucker oder Agavendicksaft gesüßt werden.

Er schmeckt cremig, vollmundig und der Körper bekommt neben dem Wachmacher Koffein auch gleich jede Menge wertvolle Nährstoffe aus der Avocado. Zudem macht der Kaffee satt und kann im Notfall sogar das Frühstück ersetzen, wenn es morgens mal schnell gehen muss.

Avocado-Smoothie

Avocados geben Smoothies eine cremige Konsistenz. Sie können mit beliebigen Früchten kombiniert werden – erlaubt ist, was schmeckt. Ein Vorschlag:

  • 1 Avocado
  • 1 Banane
  • 100 g Blattspinat
  • 1 Stück Ingwer (5 g)
  • 500 ml Milch oder Mandelmilch
  • 1 TL Honig, Agavendicksaft oder Ahornsirup – je nach Geschmack

Zubereitung:

  1. Aus der Avocado das Fruchtfleisch herauslösen.
  2. Den Spinat waschen, seine großen Stiele entfernen und primär nur die Blätter verwenden.
  3. Die Banane schälen und grob schneiden.
  4. Den Ingwer schälen und fein reiben.
  5. Alles zusammen mit Milch und Süßungsmittel in einen Mixer geben und eine Minute lang mixen.

Banane und Avocado verbinden sich zu einer cremigen und süßen Masse. Der Spinat gibt eine gewisse erdige Würzigkeit mit hinein – ein spannender Kontrast zum fruchtig-scharfen Ingwer.

Avocado-Drink, halbe Avocado und Avocadoscheiben

Avocado-Kosmetik für Haut und Haare zum Selbermachen

Avocado kommt in vielen Kosmetikprodukten vor. Die Vitamine und ungesättigten Fettsäuren in der Avocado wirken sich positiv auf Haut und Haare aus. Nicht zufällig ist Avocadoöl ein häufiger Bestandteil von Kosmetikprodukten. Es hat eine regenerierende Wirkung auf die Zellen und pflegt trockene Haut und spröde Haare.

Aber Avocado-Kosmetik muss nicht unbedingt gekauft werden. Sie lässt sich auch ganz einfach selbst herstellen.

Gesichtsmaske mit Avocado

Für eine Gesichtsmaske mit Avocado kann eine Avocado mit der Gabel zerdrückt und die Masse anschließend auf das Gesicht aufgetragen werden. Nach 10 bis 15 Minuten wieder abwaschen und die Haut fühlt sich rein und glatt an.

Haarkur mit Avocado

Als Haarkur eignet sich Avocado ebenfalls. So lässt sie sich ganz einfach selbst herstellen:

Zutaten:

  • Eine halbe Avocado
  • 1 Ei
  • 1 TL Kokosöl
  • 1 TL Olivenöl
  • 50 ml Wasser

Für die Haarkur die Avocado in einer Schüssel zerdrücken und die restlichen Zutaten hinzufügen. Die Masse gut durchrühren, bis sie glatt ist. Anschließend die Kur ins Haar einarbeiten. Sie kann für mindestens 10 bis 15 Minuten in den Haaren bleiben. Wichtig ist, sie anschließend gut auszuspülen. Andernfalls wirken die Haare fettig, wenn das Öl nicht ganz herausgewaschen wurde.

Stoffe und Eier färben mit Avocado

Baumwolle oder andere Naturstoffe können mit Avocado eingefärbt werden. Das Interessante ist, dass die entstehende Farbe nicht grün ist, wie man in Anbetracht der Fruchtfleisch-Farbe vielleicht denken mag. Vielmehr können Stoffe mit Avocado rosa eingefärbt werden, was daran liegt, dass nur die Schale und der Kern verwendet werden. Kocht man die Schalen aus, bildet sich ein rostroter Sud. Das Fruchtfleisch kommt beim Färben nicht zum Einsatz.

Stoffbeutel mit Avocado färben: So geht`s

Um Stoff einzufärben, wie zum Beispiel einen weißen Stoffbeutel, benötigt man:

  • Die Kerne und die Schale von 4 reifen Avocados
  • Einen großen Eimer
  • Wasser
  • Stoffbeutel aus Naturwolle oder unbehandelter Baumwolle

Wurde der Stoff bereits vorbehandelt, kann die Farbe nicht einziehen. Es ist daher wichtig, unbehandelte Textilien zu nehmen.

Für die Farbe werden zunächst alle Fruchtfleischreste von Schale und Kern entfernt. Sie sollten gründlich gewaschen werden, um auch wirklich alles zu säubern. Kern und Schale müssen gut trocknen, der Kern sollte mindestens einen halben Tag lang liegengelassen werden. Anschließend die Schale in kleine Stücke schneiden. Die Schalenstücke und die Kerne werden in einem großen Topf mit rund drei Litern Wasser aufgesetzt und für eine Stunde gekocht. Das Wasser färbt sich mit der Zeit rosa.

Den Stoffbeutel in den Eimer legen und komplett mit dem gefärbten Wasser bedecken. Am besten wird er durch ein Sieb in den Eimer gegossen – die Schale und Kerne sollten nicht mit zum Stoff gegeben werden. Der Sud muss nun für mindestens sechs Stunden in den Stoff einziehen. Er sollte einmal pro Stunde durchgerührt werden.

Achtung: Wenn der Stoff nicht komplett mit dem Sud bedeckt ist und mit Luft in Berührung kommt, oxidiert er. Das sorgt für dunklere Farbflecken. Wer diese vermeiden möchte, sollte darauf achten, dass der Beutel immer mit Wasser bedeckt ist.

Nach Ablauf der Zeit wird der Stoff mit kaltem Wasser durchgespült und dann bei 30 Grad in der Waschmaschine durchgewaschen. Sobald er trocken ist, ist der Beutel fertig.

Mit Schale und Kernen von drei bis vier Avocados erhält man einen kräftigen Altrosa-Ton. Wer es gerne etwas heller mag, nimmt nur die Schale und die Kerne von zwei Avocados. Das Färben funktioniert in der Regel auch ohne den Kern. Der Großteil der Farbe kommt aus der Avocado-Schale.

Wichtig: Da es sich hierbei um ein Naturprodukt handelt, gibt es kein einheitliches Ergebnis. Zum Teil entstehen auf den Textilien Flecken beziehungsweise Muster wie beim Batiken (durch Oxidation). Auch werden zwei gleiche Beutel keinen identischen Farbton haben, nachdem sie fertig eingefärbt sind. Wer die Farbe gerne sehr kräftig mag, kann den kompletten Vorgang wiederholen und den Stoff erneut einfärben. Das intensiviert die Farbe.

Auch T-Shirts, Geschirrtücher, Stoffservietten, Hemden und vieles mehr können mit Avocado-Schalen eine neue Farbe erhalten.

Ostereier mit Avocado-Schale natürlich färben

Auch Ostereier können auf diese Weise eingefärbt werden. Die Avocado-Schale wird mit Wasser aufgesetzt, bis es sich rötlich verfärbt. Anschließend können die Eier für 20 bis 30 Minuten darin mitgekocht werden und sind dann nicht nur hart, sondern auch rosa.

Zusammenfassung: Die vielfältig einsetzbare Super-Frucht

Avocados sind absolute „Allround“-Talente und funktionieren sowohl in kalten als auch in warmen Speisen. Fast jeder Salat kann mit ihnen ergänzt werden und auf dem morgendlichen Frühstücksbrot sorgt ein Avocado-Aufstrich für einen gesunden Start in den Tag.

In Getränken kommen Avocados ebenfalls zum Einsatz, besonders spannend ist der „Bulletproof“-Kaffee. Auch Nachspeisen können mit ihnen zubereitet werden – ihre Konsistenz lässt Eis oder Kuchenteig besonders cremig werden. Der Nährstoffgehalt von Avocados ist hoch und macht sie zum Superfood.

Doch nicht nur in der Küche kommen Avocados groß raus. Auch in Kosmetik können sie ihre besondere Wirkung entfalten. Sie sorgen für glatte Haut und geschmeidiges Haar und wirken positiv auf die Körperzellen. Darüber hinaus sind Avocados ein natürliches Färbemittel. Kocht man ihre Schale aus, entsteht ein rosafarbener Sud. Mit ihm können sowohl Stoffe als auch Lebensmittel schonend eingefärbt werden.

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