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Q10: Der wichtige Vitalstoff für Ihre Herzgesundheit

(Foto: artemidovna - Adobe Stock)

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Das Coenzym Q10 kennen Sie wahrscheinlich aus Hautpflegeprodukten, die gegen den Alterungsprozess wirken sollen. Doch Q10 ist mehr als nur ein Anti-Aging-Mittel. Das Coenzym sorgt dafür, dass die Energie aus der aufgenommenen Nahrung auch wirklich umgesetzt werden kann. Besonders Muskeln, Herz und Gehirn sind für ihre Arbeit auf eine ausreichende Versorgung mit dem Coenzym angewiesen.

Leiden Sie unter einem Q10-Mangel kann dies Auswirkungen auf Ihre Leistungsfähigkeit und ihr Wohlbefinden haben. Auch Muskelerkrankungen oder Arterienverkalkung können die Folge eines Q10-Mangels sein, der gefährlich werden kann.

Q10: Wofür braucht Ihr Körper das Coenzym?

Q10 sorgt in den „Kraftwerken“ der Zellen, den Mitochondrien dafür, dass die Nahrungsenergie umgesetzt werden kann. Außerdem ist es ein wichtiges Antioxidans und schützt die Mitochondrien von den schädlichen Angriffen freier Sauerstoffradikale. Diese fallen in den Zellkraftwerken besonders zahlreich an, weil hier große Mengen an Sauerstoff zur Energiegewinnung benötigt werden. Etwa 5 % des umgesetzten Sauerstoffs werden in freie Radikale umgewandelt. Q10 fängt diese Radikale ein, zusammen mit anderen Nährstoffen wie Vitamin E und Vitamin C, die ebenfalls eine antioxidative Wirkung im Organismus haben.

Das Coenzym schützt Ihre Gefäße und verbessert die Elastizität, beugt Herzerkrankungen vor und kann Ihren Cholesterinspiegel verbessern. Außerdem unterstützt es den Stoffwechsel Ihrer Hautzellen und stärkt Ihr Immunsystem. Zudem kann es dem Alterungsprozess der Haut entgegenwirken. Q10 ist daher in vielen Cremes enthalten.

Was ist das Coenzym Q10 genau?

Das Coenzym Q10 gehört zu den sogenannten Vitaminoiden. Dazu zählen Vitalstoffe, auf die der Körper dringend angewiesen ist, die er jedoch – zumindest teilweise – selbst bilden kann (die „echten“ Vitamine müssen zu 100 % mit der Nahrung aufgenommen werden). Q10 wird in der Leber gebildet. Es gehört zu den Ubiquinonen, was bedeutet, dass der Stoff überall im Körper vorkommt. Unter Umständen kann es sein, dass die Eigenproduktion nicht ausreicht.

So sieht die chemische Formel des Coenzyms Q10 aus. © Adobe Stock - zerbor

Wann besteht das Risiko für einen Q10-Mangel?

Junge, gesunde Menschen sind in der Regel ausreichend mit dem Coenzym Q10 versorgt. Es gibt jedoch Risikofaktoren, die einen Mangel auslösen können:

  • Ein fortgeschrittenes Lebensalter ab 60 Jahren
  • viel Stress
  • hohe körperliche Belastung (Arbeit, Sport)
  • Herzschwäche
  • Diabetes
  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Einnahme von Cholesterinsenkern (Statinen)
  • Einnahme von Kortisonpräparaten
  • Konsum von Genussgiften wie Alkohol oder Zigaretten

Spätestens ab dem 60. Lebensjahr sollten Sie jedoch darauf achten, ausreichend Q10 über die Nahrung aufzunehmen, um die nachlassende Eigenproduktion auszugleichen.

Wie hoch ist der tägliche Q10-Bedarf?

Der Tagesbedarf an Q10 liegt bei 30 bis 60 mg. Im Alter sollten Sie diese Menge täglich supplementieren, so enthält beispielsweise das Herz eines 80-Jährigen 60 % weniger Coenzym Q10 als noch in jungen Jahren. Zu therapeutischen Zwecken können sogar bis zu 300 Milligramm Q10 täglich aufgenommen werden, allerdings sollten Sie eine solche Dosis mit Ihrem Arzt besprechen.

Wie äußert sich ein Q10-Mangel?

Ein Q10-Mangel kann sich in Abgeschlagenheit und einer verminderten Leistungsfähigkeit widerspiegeln, da Ihren Zellen und Organen weniger Energie zur Verfügung steht. Es gibt Hinweise darauf, dass ein Q10-Mangel die Herzleistung schwächen kann. Die Folgen daraus können Herzrhythmusstörungen, Angina-Pectoris-Anfälle, ein erhöhter Blutdruck und sogar Herzinfarkte sein.

Wenn Sie schon bei geringer Belastung an Ihre Leistungsgrenze geraten, können Sie Ihr Blut auf einen Coenzym Q10-Mangel untersuchen lassen. Achten Sie bei Ihrer Ernährung auf eine ausreichende Q10-Zufuhr. Bei gegebenen Risikofaktoren für einen Q10-Mangel kann es Sinn machen, dass Sie Nahrungsergänzungsmittel einnehmen.

In welchen Lebensmitteln ist Q10 enthalten?

Zwar kommt Q10 in verschiedenen Lebensmitteln vor, allerdings sind die Mengen meist gering. Gute Q10-Quellen sind:

Achten Sie darauf, dass Sie diese Lebensmittel vor starker Sonneneinstrahlung und Hitze schützen, da sie sehr empfindlich sind. Bereiten Sie Speisen mit diesen Zutaten daher schonend zu oder genießen Sie sie am besten direkt roh.

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Q10 bei Herzkrankheiten, Migräne und Asthma einnehmen?

Für die Behandlung von Herzkrankheiten kann Q10 eine sinnvolle Ergänzung sein. Allerdings ersetzt es nicht Ihre sonstige Medikation und Sie sollten nie ohne die Rücksprache mit Ihrem Arzt hochdosiertes Q10 einnehmen.

Wenn Sie Cholesterinblocker einnehmen, die bei Herzkrankheiten häufig verschrieben werden, sollten Sie dabei berücksichtigen, dass diese Medikamente die körpereigene Produktion von Q10 hemmen. Mit der Einnahme von Coenzym Q10 können die damit einhergehenden Begleiterscheinungen wie Muskelschmerzen oder Taubheitsgefühle in den Gliedmaßen häufig gelindert werden.

In vielen wissenschaftlichen Studien konnte der schützende und stärkende Effekt des Vitaminoids für Herz und Kreislauf belegt werden. Nicht nur bei Herzkrankheiten, sondern auch bei Asthma und Migräne kann Q10 eine sinnvolle Therapieergänzung darstellen. Außerdem gibt es erste Studien, wonach Coenzym Q10 ebenfalls Ihr Risiko für Alzheimer und Parkinson senkt.

Überdosierung von Q10: Was passiert, wenn Sie zu viel von dem Coenzym zu sich nehmen?

Bei höheren Dosierungen von mehr als 100 mg täglich, kann es zu unangenehmen Nebenwirkungen kommen:

Stellen Sie solche Symptome bei sich fest, sollten Sie die Einnahme des Coenzyms unterbrechen und Rücksprache mit Ihrem Arzt halten.

Studien, an Personen, die 300 mg pro Tag einnehmen, gaben Grund zur Annahme, dass es neben den genannten Nebenwirkungen auch zu Zellschädigungen kommen kann. Somit steht die Einnahme von hochdosiertem Q10 über einen längeren Zeitraum im Verdacht, Krebs auslösen zu können.

Wo gibt es Q10-Präparate zu kaufen?

Q10-Kapseln kaufen Sie am besten in Drogerien, Reformhäusern oder Apotheken. Um die Tagesdosis von 60 mg zu erreichen, müssen Sie mit Monatstherapiekosten zwischen 8 und 15 € rechnen. Zur begleitenden Therapie von Krankheiten wie Herzschwäche, Asthma, Diabetes oder Migräne werden Tagesmengen von 60 bis 600 mg eingesetzt.

Höher dosierte Präparate für den therapeutischen Einsatz erhalten Sie in der Apotheke (z. B. Provisan Q10® oder Vivivit® Q10). Die Monatstherapiekosten betragen etwa 50 €.

Falls Sie ein Hautpflegeprodukt mit dem Coenzym Q10 kaufen wollen, haben Sie im Drogeriemarkt die Qual der Wahl. Die Höhe der Q10-Konzentration in der Creme erkennen Sie an der Farbe, falls es nicht auf der Packung angegeben ist. Je gelber eine Creme ist, desto mehr Q10 ist enthalten.

Was müssen Sie bei der Einnahme von Q10 beachten?

Der Vitalstoff ist fettlöslich. Nehmen Sie deshalb die notwendigen Tagesdosen stets zusammen mit den Mahlzeiten ein, um die Aufnahme über den Darm zu steigern.

Beachten Sie außerdem, dass das Coenzym Q10 die Wirksamkeit von gerinnungshemmenden Medikamenten beeinträchtigen kann, da es blutverdünnend ist. Eventuell muss dann deren Dosierung erhöht werden (nach Rücksprache mit dem Arzt und Kontrolle der Gerinnungswerte).

Fazit: Deshalb ist das Coenzym Q10 so wichtig für Ihren Organismus

Das Coenzym Q10 bildet der Körper selbst, unter gewissen Umständen wie Medikamenteneinnahme, chronischen Krankheiten oder ab dem 60. Lebensjahr lässt die Eigenproduktion jedoch nach. Nach Absprache mit dem Arzt kann es Sinn machen, Q10-Kapseln einzunehmen. Auch zur Behandlung von Herzschwäche, Asthma oder Migräne kann Q10 zum Einsatz kommen – in hochdosierter Form.

Das Coenzym ist wichtig für den Energiestoffwechsel in den Zellen, strafft die Haut, stärkt das Herz und hält die Gefäße elastisch. In vielen Lebensmitteln wie Nüssen, Spinat, Zwiebeln oder Rindfleisch ist Q10 enthalten. Entscheidend ist, dass Sie Q10 nicht überdosieren, sofern es nicht als gezielte Therapie bei Herzschwäche oder anderen Krankheiten eingesetzt wird. Übelkeit und Schlafstörungen können die Folge sein und im schlechtesten Fall können sogar Zellschädigungen entstehen.

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