Zu enge Kleidung: Gesundheitsrisiken vorbeugen

Zu enge Kleidung: Gesundheitsrisiken vorbeugen
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Inhaltsverzeichnis

Nicht immer sind enge Jeans, Krawatten oder Unterwäsche eine gute Wahl. Obwohl diese Bekleidung sehr schön aussieht, ist sie auf Dauer nicht gut für unsere Gesundheit. Nicht nur unsere Atmung, sondern auch unsere Haut und Muskelgewebe können davon betroffen sein. Aber warum ist das so und was können wir dagegen tun?

Wie wirkt sich Kleidung aus?

Es gibt eine nachgewiesene Wirkung der Kleidung auf das Umfeld. Die Stoffe und Schnitte unserer Garderobe spielen dabei eine entscheidende Rolle. Denn Mode und Bekleidung ist ein wichtiger Teil unseres gesellschaftlichen Lebens.

Ob bewusst oder unbewusst, wir werden von Proto- und Stereotypen geprägt. Dies kann oft ein Faktor für eine Kaufentscheidung sein. Folgende Ausprägungen ergeben sich daraus:

  1. Sozial geprägt

Marke, Stil und Preise können in gesellschaftliche Kategorien eingeteilt werden. Der entsprechende Träger wird dann dieser Gruppe zugeordnet. Dabei sind diese Trends sehr schnell lebig. Eine Marke, die heute sehr beliebt ist, kann nächsten Monat schon wieder negativ gewertet werden.

  • Ikonisch geprägt

Einige Kleidungsstücke lassen sich direkt einem Prominenten zuordnen. Die Kleider der englischen Prinzessin Catherine Elizabeth Middleton sind legendär und bei Fans der Königsfamilie sehr beliebt. Gleichzeitig können bestimmte Modestandards als unbeliebt gelten, wenn sie von Prominenten öffentlich abgelehnt werden.

  • Subkulturell geprägt

Zu einer Subkultur gehört die charakteristisch passende Garderobe. Ein Hippie trägt sehr lockere und farbenfrohe Anziehsachen, während eine Baggy-Jeans zu einem Hip-Hop-Künstler passt. Das, was wir jeweils mit den Subkulten verbinden, ist unser Eindruck, wenn wir einer Person zum ersten Mal begegnen.

Neben diesen Einflussfaktoren gibt es noch weitere, wie zum Beispiel der Anlass, die Branche oder persönliche Werte.

Welche Gefahren birgt zu enge Kleidung?

Die Gefahren von zu enger Kleidung betreffen Männer und Frauen gleichermaßen, auch wenn es einige Unterschiede gibt. Daher ist es notwendig, die gesundheitlichen Faktoren insgesamt genau zu betrachten.

  • Durchblutung:

Eines der häufigsten Symptome hängt mit unserer Durchblutung zusammen. Hautenge Kleidung stört unseren Blutfluss. Durch den enganliegenden Stoff wird unsere Durchblutung unterbrochen.

Das tritt meistens durch zu knappe Hosen an den Beinen auf. Darüber hinaus kann bei einem Korsett oder einem engen Oberteil der Bauch betroffen sein oder die Arme. Bemerkbar macht sich das durch Kribbeln in den betroffenen Stellen und Müdigkeit.

  • Haut:

Die Haut ist unser größtes Organ und deshalb müssen wir sie so gut wie möglich schützen. Doch gerade unsere Bekleidung kann zu einem Risiko werden. Textilrohstoffe, die nicht atmungsaktiv sind, können durch die Reibung Hautreizungen verursachen.

Diese wiederum begünstigen kleinere Entzündungen. Wenn Ihre Lieblingshose zu eng ist, kann sich durch Hitze und Feuchtigkeit Bakterien vermehren und zu Pickeln am Gesäß oder den Beinen führen.

  • Intimbereich:

Bakterien, die sich aus angesammelten Rückständen und Schweiß bilden verursachen auch im Intimbereich ein Ungleichgewicht. Mikroorganismen fühlen sich in dieser Umgebung wohl. Dies kann bei Frauen zu einer Pilzinfektion oder einer Blasenentzündung führen.

Besonders die sehr schmalen Unterhosen, auch Tanga genannt, machen es Bakterien leicht. Doch auch Männer sollten aufpassen und keine zu engen Unterhosen tragen. Bei Männern liegen die Hoden extra außerhalb des Körpers, weil sie Hitze nicht vertragen. Wenn zum Beispiel der Schnitt, die Passform oder das Material ungeeignet sind, laufen Sie Gefahr, die Spermien zu schwächen.

Enganliegende Stoffe können nicht nur unsere Haut und Durchblutung beeinträchtigen. Es kann sogar dazu führen, dass wir vermehrt Rückenschmerzen bekommen. Ist beispielsweise eine Hose zu eng, nehmen wir eine so genannte Schonhaltung ein.

Gerade wenn wir viel sitzen bei der Arbeit oder zu Hause, kann das auf Dauer zu schmerzen führen. Ursachen, Behandlung und Training des Rückens sind sehr individuell und dürfen nicht leichtfertig abgetan werden, auch wenn es sich anfänglich nur um einen Druck handelt.

Sitzen die Klamotten zu eng, können wir Verspannungen bekommen© pololia | Adobe Stock

Wo ist die richtige Größe besonders entscheidend?

  • Schuhe

Zu enge Schuhe verursachen unangenehme Beschwerden und Schmerzen. Dadurch haben unsere Füße zu wenig Platz und schwellen besonders an heißen Tagen an.

In diesem Fall hilft es, die geschwollenen Beine anschließend hochzulegen. Ist dies jedoch nicht sofort möglich, sollten wir am Abend unseren Füßen ausreichend Zeit zur Erholung geben, beispielsweise durch Barfußlaufen oder Fußbäder.

  • Büstenhalter

Ein BH soll nicht nur sehr schön aussehen, sondern bringt viele Funktionen mit sich. Der BH ist besonders gut für Frauen mit großen Brüsten und Schwangeren geeignet, denn er entlastet den Rücken und sorgt für bessere Haltung.

Neben schönen Formen und Farben ist es wichtig, die richtige Größe zu finden. Ansonsten können BH unbequem werden und zu Verspannungen führen. Mit Hilfe einer Größentabelle und passenden Anleitung sollten Sie problemlos die richtigen Maße herausfinden.

  • Korsett

Korsett ist ein steifes Kleidungsstück, dass dem weiblichen Körper eine sehr einheitliche und schlanke Figur verleihen soll. Das Korsett hat eine sehr lange Geschichte, die bis in die Zeit vor Christus zurückreicht. Schon damals wurden sie von Frauen als sehr unbequem empfunden und im 19. Jahrhundert wurde die Diskussion um mögliche Gesundheitsrisiken wiederbelebt.

Das bestehende Risiko wird hingegen in vielen Foren abgetan, weil es angeblich heutzutage nur um die Unterstützung der Taillenform geht. Dennoch sollten Frauen aufpassen. Unsere Organe, Fettgewebe und Muskeln lassen sich nicht ohne Folgen in diese Form bringen. Daher kann es immer noch zu Verdauungsstörungen, Sodbrennen, Pilzinfektionen, Muskel- und Kopfschmerzen kommen.

Für Frauen gilt eine schmale Taille und eine kurvige Figur als Schönheitsideal. Doch gerade sogenannte “Shapewear” kann sich negativ auf die Gesundheit auswirken© Arto | Adobe Stock

Fazit

Um gesundheitlichen Problemen vorzubeugen, ist es wichtig, unbequeme Modetrends eher zu vermeiden. Bei einigen Kleidungsstücken, wie zum Beispiel BH, ist es hingegen nicht so einfach, die richtige Größe zu finden. Daher ist es sinnvoll, unsere genauen Körpermaße herauszufinden und in unsere Kaufentscheidung mit einzubeziehen.

Gut zu wissen: Zu enge Klamotten können sogar zu Meralgia Paraesthetica führen. Dabei handelt es sich um brennende, manchmal auch nadelstichartige Schmerzen und Missempfindungen an der vorderen Oberschenkelaußenseite. Diese treten vor allem bei längerem Stehen oder beim flachen Liegen auf dem Rücken auf. Dann wird die Haut so überempfindlich, dass selbst das Tragen von Kleidung kaum auszuhalten ist.

Eine der Ursachen dafür sind zu enge Anziehsachen, es kann aber auch vermehrt bei Diabetes mellitus auftreten. In beiden Fällen hilft es neben den Figurbetonten Klassikern mal etwas Luftiges zu tragen.

In allen Fällen ist es wichtig das persönliche Gleichgewicht zu finden. Dabei hilft es uns auf die eignen körperlichen Signale zu hören. Das geht am besten mit einer Garderobe, die uns passt und in der wir uns wohlfühlen.

Im Thema Gesundheit haben unsere Kleidungsstücke also einen sehr hohen Stellenwert. Wenn wir uns in unserem Outfit wohlfühlen, steigert das automatisch unser gesamtes Wohlbefinden. Aus diesem Grund sollten wir bewusste Entscheidungen beim Einkaufen treffen.