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Schimmel: So wird Ihr Bioabfall nicht zum Gesundheitsrisiko!

Organische Abfälle, die über einen längeren Zeitraum gelagert werden, sind ideale Brutstätten für Maden, Bakterien oder Schimmelpilze. Was tun? (Foto: artsandra - Adobe Stock)

Für unsere Umwelt ist die Biotonne ein Segen. Doch leider hat sie auch ihre Schattenseiten: Denn organische Abfälle, die über einen längeren Zeitraum gelagert werden, sind ideale Brutstätten für Maden, Bakterien oder Schimmelpilze.

Schimmel auf Lebensmittel
© Adobe Stock

Für wen droht Gefahr aus der Biotonne?

  • Schimmelpilz-Allergiker
  • Patienten mit chronischer Bronchitis
  • Tuberkulosekranke
  • Patienten mit Leber- und Nierenerkrankungen
  • Menschen mit transplantierten Organen (sie erhalten immunhemmende Medikamente)
  • Krebspatienten (Leukämie oder während einer Chemotherapie)
  • Diabetiker im fortgeschrittenen Stadium
  • AIDS-Patienten
  • Menschen, die mit Kortison behandelt werden

Wenn Sie zu diesen Personengruppen gehören, sollten Sie den Kontakt zu Biomüll möglichst meiden. Entweder verzichten Sie ganz auf die Getrenntsammlung oder Sie entsorgen den Biomüll möglichst nicht selbst. Stellen Sie Ihr Bioabfallsammelgefäß nicht in der Küche auf.

Allergiker: Halten Sie beim Füllen der Tonne die Luft an

Die Gefahr ist im Sommer besonders groß, weil sich die wärmeliebenden Schimmelpilze (vor allem Aspergillus fumigatus) in organischen Abfällen gut vermehren. Dabei handelt es sich um einen Prozess, der durch eine hohe Luftfeuchtigkeit zusätzlich unterstützt wird. Dieser Pilz vermehrt sich im menschlichen Körper und ruft dort Infektionen hervor. Vor allem bei immunschwachen Patienten kann er die Lunge oder die Nasennebenhöhlen befallen. Erste Anzeichen sind Kopfschmerzen, Schnupfen und Fieber. In Ausnahmefällen (in Deutschland etwa 300 pro Jahr) kann es zu einer invasiven Aspergillose kommen: Die eingeatmeten Sporen keimen in der Lunge aus und gelangen von dort in den gesamten Körper.

Solche seltenen, dramatischen Verläufe sind allerdings nur bei immungeschwächten Patienten zu befürchten. Doch auch für alle anderen Menschen besteht immer die Gefahr, dass durch den Kontakt mit Schimmelpilzen und ihren Sporen eine Schimmelpilzallergie ausgelöst wird. Wenn Sie zu Allergien neigen, sollten Sie deshalb beim Öffnen der Biomülltonne immer den Atem anhalten und so weit wie möglich Abstand halten. Denn dabei fliegen Ihnen Tausende von Pilzsporen entgegen. Auch durch das Biosammelgefäß in der häuslichen Küche kann es zu erhöhten Schimmelpilzkonzentrationen in Ihrer Wohnung kommen. Leeren Sie es deshalb in den warmen Monaten mindestens einmal täglich.

Komposthaufen und Luftbefeuchter sind weitere Gefahrenherde

Doch nicht nur aus der Biotonne droht Ihnen im Sommer eine erhöhte Belastung mit Schimmelsporen. Auch bei der Gartenarbeit müssen Sie vorsichtig sein. Denn dabei kommen Sie oft mit Pflanzenteilen in Berührung, die von Schimmelpilzen befallen sind. Beim Rasenmähen werden meist Schimmelpilzsporen in großen Mengen aufgewirbelt. Auch Komposthaufen oder Blumenerde können mit Schimmelpilzen belastet sein.

Weitere wenig beachtete Schimmelherde sind beispielsweise Luftbefeuchter, Zimmerspringbrunnen oder Hydrokulturen. Diese sollten Sie regelmäßig reinigen. Darüber hinaus gilt: Lüften Sie Ihre Wohnung täglich. Eine Zimmertemperatur zwischen 18 und 20 °C sowie eine Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 50 Prozent sind ideal, um Schimmelwachstum zu verhindern.

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