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Apfelessig - Herstellung & Vitamingehalt des Hausmittels

Inhalt
Inhaltsverzeichnis

Informationen über Apfelessig

Definition: Speiseessig aus Apfelwein, fermentiert mithilfe von Bakterienkolonien

Wirkung: Hausmittel für gesunde Haut, Haare, Darmflora & gesunde Nägel

Apfelessig trinken: 2 EL auf 1 Glas (heißes) Wasser, verfeinern mit Honig

Apfelessig kaufen: Am besten im Bioladen

Herstellung: Einfach, aber zeitaufwändig (ca. 2 Monate)

Apfelessig Definition: Was ist Apfelessig?

Essig ist aus unserem Alltag schlichtweg nicht mehr wegzudenken: Wir verfeinern damit unsere Salate und Soßen, konservieren Gemüse, und es sind die Essigbeizen, die Fleisch oft erst zart und bekömmlich machen. Darüber hinaus wird Essig im Haushalt als Putzmittel verwendet, es befindet sich in Geschirrspülmitteln und kann als Weichspüler bei der Wäsche verwendet werden.

Doch immer öfter kommt Essig auch als Naturheilmittel ins Gespräch. Gegen Kopfschmerzen soll er genauso helfen wie gegen Verdauungsstörungen. Unter all den unterschiedlichen Essigen, die es zu kaufen gibt, wird in diesem Zusammenhang immer wieder besonders der Apfelessig genannt. Was hat es damit auf sich?

Was ist Essig überhaupt?

Wir müssen zuerst einmal ein paar Worte darüber verlieren, worum es sich bei Essig überhaupt handelt. Essig ist ein saures und flüssiges Gewürz-, aber auch Konservierungsmittel, das aus unterschiedlichen Flüssigkeiten hergestellt werden kann. Dabei wird ein Verfahren verwendet, das eines der ältesten Methoden ist, Lebensmittel herzustellen, die die Menschheit kennt: Die Fermentation.

Hinter diesem Begriff verbirgt sich eine Umwandlung von organischen Stoffen in Säure. Dabei werden mikrobakterielle oder enzymatische Prozesse in Gang gebracht. Tatsächlich wurden Enzyme früher auch Fermente genannt. Mikrobakterien, Pilze oder andere Zellkulturen nutzen sie, um ihren Stoffwechsel durchzuführen. Die Folge ist eine Gärung, die ursprünglich zudem ohne Luft durchgeführt wurde. Essigsäuregärung hingegen wird mit Zugabe von Sauerstoff erreicht – man spricht von einer aeroben oder auch oxidativen Gärung.

Die Essigherstellung erklärt – Verfahren zur Essigherstellung

Bei der Herstellung von Essig wird eine alkoholhaltige Flüssigkeit mit Essigsäurebakterien (Acetobacteraceae) in Kontakt gebracht. Diese gewinnen ihre Energie aus Alkohol. Es gibt verschiedene Verfahren, um Essig herzustellen. Hier sind 3 wichtige Möglichkeiten:

Das Orléans VerfahrenBei dieser Art der Essigherstellung wird Alkohol in offenen Bottichen mit Essigsäurebakterien versetzt und dann in warmer belüfteter Umgebung sich selbst überlassen. Es bildet sich nach einiger Zeit eine Haut an der Oberfläche, die auch Essigmutter genannt wird. Sie besteht aus den Bakterien, die den Alkohol verwerten. Nachteil dieser Herstellungsvariante ist, dass sie langwierig ist und es zu einer Fehlgärung kommen kann. Das Orléans Verfahren wurde vermutlich zufällig entdeckt, nachdem Wein offenstehen gelassen wurde und sich nach einiger Zeit in Essig verwandelt hatte.
GeneratorverfahrenDas Generatorverfahren arbeitet schneller als die natürliche Essigfermentation. Ein schwimmendes Trägermaterial erlaubt den Bakterien, sich schneller anzusiedeln und beschleunigt den Produktionsprozess deutlich. Es eignet sich gut zur Herstellung großer Mengen Essig, ist allerdings auch mit einem höheren Aufwand verbunden.
SubmersverfahrenBei diesem Verfahren befinden sich die Bakterien direkt in der Flüssigkeit und nicht an der Oberfläche. In sogenannten Turbinenanlagen ist es so möglich, Essig innerhalb von 24 Stunden herzustellen. Daher wird dieses Verfahren international auch am häufigsten verwendet.

Essig Sorten: Wahnsinnige Vielfalt

Die unterschiedlichen Essige unterscheiden sich nicht nur nach ihrem Ausgangsalkohol, sondern auch in ihrem reinen Essigsäureanteil. Das bedeutet, dass nicht nur Fermentation als Herstellungsmethode Verwendung findet, sondern auch die Verdünnung von Essigessenz, die aus Holzabfällen oder aber synthetisch hergestellt wird. Essigsäure hat einen Säureanteil von 25 % und wird auf 5 bis 15 % Essigsäureanteil verdünnt.

Gärungsessige gibt es in unterschiedlichen Sorten:

  • Branntweinessig (aus destilliertem Alkohol, vergorenen Kartoffeln, Zuckerrohr oder Whisky)
  • Weinessig (aus Rotwein, Weißwein, Champagner oder Sherry)
  • Balsamico (aus vergorenen Trauben)
  • Apfelessig
  • Birnenessig
  • Pflaumenessig
  • Himbeeressig
  • Erdbeeressig
  • Johannisbeeressig
  • Kirschessig
  • Kokosessig
  • Bananenessig
  • Bieressig
  • Tomatenessig
  • Gurkenessig
  • Möhrenessig
  • Spargelessig
  • Rote-Beete-Essig
  • Reisessig
  • Honigessig
  • Molkenessig
  • Malzessig (aus Gersten-Maische)

Es wird deutlich, dass Essig aus den verschiedensten vergorenen Früchten und Gemüsen, aber auch Getreidesorten hergestellt werden kann. Im Folgenden wollen wir uns allerdings besonders auf den Apfelessig konzentrieren, der sich nicht nur durch seine Funktion als Speiseessig, sondern auch aufgrund seiner zahlreichen gesundheitsförderlichen Eigenschaften einen Namen gemacht hat.

Wissenswertes zum Apfelessig: Eine Beschreibung

Es ranken sich viele Geschichten um das Wundermittel Apfelessig. Ob es sich dabei jedoch wirklich um wundersame Heilkräfte handelt, ist bislang ungeklärt – Fakt ist aber: Apfelessig ist mit vielen wertvollen Vitaminen ausgestattet.

Wissenswertes über Apfelessig

In der Wissenschaft sind sich die Forscher uneins über die genauen Gründe für die gesundheitsförderliche Wirkung von Apfelessig, Erkenntnisse dazu existieren bislang nicht. Das bedeutet aber auch, dass die Wirkung selbst wissenschaftlich nicht dokumentiert oder belegt werden konnte.

Wissenschaftlich bewiesen ist allerdings, dass Apfelessig all das enthält, was auch den Apfel zu einem der gesündesten Lebensmittel macht: Vitamin A, B1, B2, B6, Folsäure, Vitamin C und E sowie die Mineralstoffe und Spurenelemente Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Phosphat, Eisen, Fluor, Jod und Zink, Kupfer, Selen finden sich auch im Apfelessig.

Ist in Apfelessig Alkohol enthalten?

Apfelessig wird aus Apfelwein hergestellt. Es ist also Alkohol im Spiel. Während der Fermentation wird allerdings der Alkohol von den Bakterienkolonien verstoffwechselt. Ist dennoch Alkohol in Apfelessig enthalten? Die Antwort lautet Ja. Apfelessig enthält noch immer Spuren von Alkohol. Diese sind allerdings sehr gering. Empfindliche Verbraucherschützer monieren seit Jahren die allgemeine Praxis der Industrie, Alkohol bei der Herstellung verschiedenster Produkte zu verwenden, ohne dies auf den Etiketten zu vermerken.

Tatsächlich ist eine Kennzeichnung offiziell erst ab 1,2 Volumenprozent notwendig. Auch alkoholfreies Bier enthält geringe Alkoholreste, ebenso wie Essige. Trockene Alkoholiker sollten sich solcher Reste bewusst sein und die Produkte mit Bedacht wählen, für alle anderen Verbraucher und auch für Kinder sind die entsprechenden Mengen jedoch zu vernachlässigen.

Apfelessig: Besser leben durch Vitamine

All die Inhaltsstoffe des Apfelessigs sind wichtig für Ihren Körper. Vitamin A etwa ist von Bedeutung für das Immunsystem und die Hautbildung. Zudem wirkt es als Wachstumsfaktor und ist notwendig für das Sehen.

Die Vitamine B1, B2 und B6 sind wichtige Stoffwechselfaktoren. Ein Mangel an Folsäure zeigt sich besonders dort, wo eine schnelle Regeneration nötig ist wie an den Schleimhäuten oder bei der Blutbildung. Neuere Untersuchungen deuten auch darauf hin, dass ein Folsäuremangel über die Erhöhung des Homocysteingehaltes im Blut die Arteriosklerose fördern kann.

Vitamin C, das bekannteste aller Vitamine, stärkt das Immunsystem und hilft dem Körper, Eisen aus der pflanzlichen Nahrung zu ziehen. Außerdem hat Vitamin C positive Wirkung auf die Anfälligkeit gegen Infektionskrankheiten und kann durch das Abfangen schädlicher Sauerstoffradikale die Tumorentstehung und die Entwicklung der Arteriosklerose hemmen.

Von Vitamin E weiß man, dass es lebensnotwendig ist, und das obwohl kein konkretes Vitamin-E-Mangel-Symptom für den Menschen bekannt ist. Neuere Untersuchungen lassen jedoch vermuten, dass ein Mangel an Vitamin E an bekannten Organstörungen beteiligt ist, unter anderem auch zu Störungen im Zusammenhang mit dem Alterungsprozess.

Vitamine und Mineralien im Apfel

Apfelessig enthält viele wichtige Stoffe: Calcium, Natrium, Kalium und Eisen

Einige Elemente von Apfelessig sind wichtige Bestandteile unseres Organismus. Calcium beispielsweise, macht immerhin 1,5 % unseres Körpergewichtes aus. Der größte Anteil ist in den Knochen und Zähnen gebunden. Das freie Calcium ist unter anderem für die Blutgerinnung und die Funktion von Nerven und Muskeln wichtig. Darüber hinaus wirkt es allergischen Reaktionen entgegen.

Natrium auf der anderen Seite, reguliert den Wasserhaushalt und ist notwendig für die Funktion der Nerven und Muskelzellen, ähnlich wie Kalium, das ebenfalls eine entscheidende Rolle bei der Nerven- und Muskelarbeit spielt.

Eisen wiederum fördert die Blutbildung und den Sauerstofftransport und beugt Anämie (den Mangel von roten Blutkörperchen) und Leistungsabfall vor. Spurenelemente sind nur in geringsten Mengen in unserem Körper vorhanden, doch sie sind lebenswichtig.

Ist Apfelessig gut für die Verdauung?

Bleiben noch jene Stoffe, die entstehen, wenn der Apfel zum Essig wird: Zunächst einmal die Essigsäure. Sie ist charakteristisch für jeden Essig und hilft bei der Verdauung von Fetten und Kohlenhydraten. Die Zitronensäure wiederum braucht der Körper für den Kohlenhydratstoffwechsel. Propionsäure hat konservierende Eigenschaften.

All das zusammen erklärt aber immer noch nicht die heilsamen Segnungen des Apfelessigs. Zudem fällt es der Wissenschaft schwer, die komplizierten Wechselwirkungen von mitunter Hunderten von Stoffen eines Naturheilmittels exakt zu beschreiben.

Daher sind wir bei Apfelessig – genau wie bei anderen Naturheilmitteln – mehr auf Erfahrung und genaue Beobachtung angewiesen, und von diesen Erfahrungen gibt es genug.

Apfelessig als altes Hausmittel: kontinuierliche Wirksamkeit

Essig hat eine jahrtausendalte Tradition. Bereits vor 5000 Jahren stellten die Babylonier Essig aus Datteln her, konservierten ihr Fleisch darin und setzten Essig auch schon medizinisch ein. Auch den alten Ägyptern war der Essig bekannt. Sie tranken Essigmischungen als belebendes Getränk und nutzten Essig auch für die Schönheitspflege.

Tausend Jahre später, im Mittelalter, wurde Essig dann richtig populär. Man stellte Dutzende von Sorten her und wusste auch um seine Heilkraft. Mit dem Aufkommen der modernen wissenschaftlichen Medizin und Pharmazie gerieten die alten Hausmittel immer mehr in Vergessenheit. Bis einige besonders an der Volksmedizin interessierte Menschen den Apfelessig wiederentdeckten und populär machten.

Heute stehen wir vor einer wahren Flut von Veröffentlichungen, die alle die Segnungen des Apfelessigs preisen. Zu Recht? Wer weiß. Wie schon erwähnt, es gibt keine wissenschaftlich fundierte Untersuchung zur Heilkraft des Apfelessigs. Aber es gibt viele Menschen, die auf Apfelessig schwören, weil sie mit ihm sehr gute Erfahrungen gemacht haben.

Regel Nummer 1 beim Apfelessig trinken: Essig muss verdünnt werden

Vorsicht:
Trinken Sie Apfelessig niemals pur. Nicht nur bereuen Sie dies am Geschmack, sondern durch die hohe Säurekonzentration wird auch der Magen gereizt. Bei empfindlichem Magen sollten Sie ihn auch verdünnt nicht auf leeren Magen trinken.

Falls die gesundheitlichen Probleme trotz der Behandlung mit Apfelessig nach mehreren Tagen nicht verschwinden oder sich nicht zumindest gebessert haben, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Apfelessig selbst herstellen: So gelingt es

Essig kann zuhause selbst hergestellt werden, dazu brauchen man nur wenige Utensilien und Zutaten. Außerdem ist einiges an Geduld nötig, denn unser Rezept funktioniert nicht nach dem oben vorgestellten Turbinenverfahren. Selbstgemachten Apfelessig eignet sich zudem auch prima als Geschenk.

Rezept für Apfelessig

Schritt 1: Gute Äpfel

Als allererstes sollten Sie sich gute Äpfel aussuchen. Diese sollten nach Möglichkeit bereits einenhohen Säureanteil mitbringen und darüber hinaus biologisch hergestellt sein und von einer lokalen Sorte stammen. Wenn Sie solche Äpfel verwenden, tun Sie nicht nur Ihrer Gesundheit einen Gefallen, sondern achten auch auf die Nachhaltigkeit und unterstützen lokale Bauern. Ihr Geldbeutel gibt dies sicherlich her.

Schritt 2: Apfelwein

Bevor aus den Äpfeln Apfelessig wird, müssen Sie sie zu Apfelwein verarbeiten. Pressen Sie dazu ca.7 Kilogramm Äpfel aus und lassen Sie den entstandenen Apfelsaft vergären. Dies geschieht von ganz allein. Sollten Sie anstelle von Äpfeln mit naturtrübem Apfelsaft starten wollen, so benötigen Sie sogenannte Reinzuchthefe aus dem Bioladen. Dieser bringt den Gärprozess in Gang. Nutzen Sie für fünf Liter Apfelsaft eine Flasche Reinzuchthefe und eine Hefenährsalztablette.

Füllen Sie den Saft zu zwei Dritteln mit Hefe und Tablette in ein Gefäß. Anschließend wird es mit einem Gäraufsatz verschlossen. In diesem Schritt möchten Sie Sauerstoffzufuhr vermeiden. Durch das gebogene, mit Wasser gefüllte Röhrchen des Aufsatzes kann Kohlendioxid zudem entweichen.

Halten Sie den Raum wärmer als 22 °C. Nach drei bis vier Wochen, wenn keine Bläschen mehr aufsteigen, haben Sie Apfelwein.

Schritt 3: Apfelessig

Wenn Sie bis hierhin geduldig Schritt gehalten haben, so kann es endlich mit der Herstellung von Apfelessig beginnen. Kaufen Sie dazu im Bioladen für jeden Liter Apfelwein 100 ml Essigmutter, um der Essigsäurebildung Starthilfe zu geben. Schütten Sie alles in ein großes Einmachglas und stellen Sie es in eine Umgebung, in der 25 bis 30 °C herrschen. Im Winter kann das beispielsweise in der Nähe einer Heizung sein.

Decken Sie das Gefäß mit einem festgespannten Kaffeefilter oder noch besser mit einer Watteschicht ab. Dadurch wird das Eindringen von Kammhefen verhindert, die den Essig verschmutzen. Sie bemerken eine Verschmutzung an einer schmierigen, schimmelähnlichen Haut auf dem Essig. Der Fermentations-Prozess dauert weitere vier bis sechs Wochen.

Kann Apfelessig ablaufen?

Die Frage stellt sich ganz automatisch. Kann Apfelessig schlecht werden? Die Antwort dürfte Sie beruhigen, denn wenn Sie auf eine Essigflasche schauen, werden Sie kein Mindesthaltbarkeitsdatum finden. Auch wenn Essig sicherlich nicht ewig haltbar ist, so ist er doch sehr lange genießbar, ungeöffnet ca. zehn Jahre oder länger. Geöffnet verringert sich die Haltbarkeit und das Aroma, allerdings ist der Essig selbst dann noch länger haltbar, als die Flasche normalerweise verwendet wird.

Bei selbstgemachtem Apfelessig sollten Sie die Flasche jedoch nach ca. zwei Jahren aufgebraucht haben. Da in einer wirtschaftlichen Essigproduktion andere Standards gelten können als bei Ihnen zu Hause, ist die Haltbarkeit von Self-Made-Apfelessig in der Regel geringer.

Apfelessig Verwendung: Apfelessig als Hausmittel

Einmal hergestellt oder auch gekauft, kann Apfelessig verschiedene gute Wirkungen auf den menschlichen Körper haben. Diese reichen von Verbesserungen der Haut, der Darmflora und der Haare, bis hin zu einer Unterstützung beim Abnehmen. In den folgenden Absätzen möchten wir ein paar dieser Funktionen näher erläutern.

Apfelessig & die Wirkung auf die Haut

Wer seine Haut in Schuss halten will, kann zu teuren Kosmetika und Hautcremes greifen oder aber auf altbewährte Hausmittel zurückgreifen. Apfelessig spielt in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle. Nicht nur als Gesichtsspülung oderPeeling, sondern auch als Dampfbad mit Apfelessiganteil eignet sich der Essig gut, um die Haut auf Vordermann zu bringen.

Durch Reduzierung der Talgproduktion, Verfeinerung der Poren und Durchblutungsförderung werden Mitesser und Pickel erfolgreich bekämpft und die Haut wird gestrafft. Aber auch Rasurbrand und Ausschläge sind mit Apfelessig behandelbar.

Auch gegen Neurodermitis hat sich die Anwendung von Apfelessig bewährt. Enthaltene antibakterielle Säuren dämmen nicht nur Entzündungen und Pilzinfektionen ein, sondern können auch juckende Haut lindern. Dadurch können Hautdefekte schneller heilen und Ekzeme reduziert werden.

Apfelessig kann zu diesem Zweck sowohl äußerlich als auch innerlich angewendet werden. Eine Mischung aus 60 ml Wasser und 40 ml Apfelessig kann auf die Hautstellen aufgetupft oder aufgesprüht werden. Alternativ kann auch ein Bad mit zwei Tassen Apfelessig und einer halben Tasse Sonnenblumenöl genommen werden. Innerlich kann Apfelessig in einem Tee mit Honig verabreicht werden. Dazu reichen ein bis zwei Teelöffel auf 250 ml Wasser. Der Honig unterstützt mit seinen eigenen Heilwirkungen zusätzlich.

Apfelessig gut für die Haare?

Auch für die Haare kann Apfelessig hilfreich sein. Als Shampoozusatz kann es fettige, schuppige Haare oder juckende Kopfhaut behandeln. Zudem erhalten die Haare einen schönen Glanz. Gerade gegen schnell fettendes Haar ist Apfelessig sehr effektiv. Die verstopften Poren, die zu einer Talgüberproduktion führen, werden durch den Essig tief gereinigt und nehmen ihre normale Produktion wieder auf.

Auch die Haare selbst profitieren von einer Apfelessig-Massage. Der Essig sorgt dafür, dass sich die einzelnen Schichten eines Haares zusammenziehen. Die Folge ist, dass das Haar wieder glatt und schuppenfrei wird und in neuem Glanz erstrahlt. Darüber hinaus wird durch den Apfelessig die Kopfhaut angeregt, was das Haarwachstum stimuliert und fördert. Das perfekte Mischverhältnis für eine Apfelessig-Haarkur ist 1:5, das heißt auf je 100 ml Wasser kommen 20 ml Apfelessig.

Apfelessig & die Auswirkungen auf den Darm

Haben Sie Probleme mit Ihrem Darm? Dann könnte eine Krankheit auf dem Weg zu Ihnen sein. Der Darm gilt generell als ein Vorbote von nahenden Krankheiten. Mithilfe von Apfelessig können Sie diese allerdings möglicherweise abwenden oder zumindest Ihre Darmprobleme lindern. Mithilfe von antibakteriellen Wirkstoffen wird eine Verbreitung von Fäulnisbakterien im Darm verhindert. Die Folge ist eine regelrechte Darmreinigung. Verstopfungen und Blähungen können dadurch reduziert werden und der Mensch fühlt sich direkt besser.

Wie viel Apfelessig bei Verstopfung?

Ähnlich der Apfelessig-Honig-Teemischung sollten Sie um die zwei Teelöffel Apfelessig mit einem Glas Wasser und etwas Honig mischen. Übertreiben Sie es nicht mit dem Essig, wenden Sie die Teekur besser über einen längeren Zeitraum mit gleichbleibendem Mischverhältnis an.

Wie viel Apfelessig zum Abnehmen?

Apfelessig entgiftet zudem den Körper und regt die Fettverbrennung an. Mithilfe eines Glases Apfelessig-Mischung vor den Malzeiten kann das Sättigungsgefühl verlängert werden. Gleichzeitig wird der Körper geschont, da es sich um eine langsame Diät-Methode handelt. Sport und eine angemessene Ernährung gehören natürlich weiterhin zum Programm.

Auch hier gilt: Zwei TL Apfelessig auf 250 ml Wasser mit einem TL Honig mischen. Den Essig sollten Sie entweder selbst herstellen oder ihn unpasteurisiert und naturtrüb kaufen, hergestellt aus ganzen Früchten. Klarer Apfelessig aus dem Supermarkt besitzt meist deutlich weniger Nährstoffe und Vitamine und eignet sich daher weniger zum Abnehmen.

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