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Olivenöl – das jahrhundertealte Heil- und Schönheitsmittel

(Foto: Adobe Stock - Dušan Zidar)

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Der ursprünglich aus Asien stammende Olivenbaum wird seit über 5.000 Jahren rund um das Mittelmeer kultiviert. Anhand archäologischer Funde lässt sich nachweisen, dass die Olive in diesen Kulturen eine zentrale Rolle spielte. Sie wurde vorwiegend als Öl verwendet.

Die erste Pressung nahm man für Speisen, die zweite für Salben und Heilmittel, die dritte fand als Lampenöl ihre Bestimmung. Das Olivenöl galt als Symbol der Reinheit und der Oliven- oder Ölbaum symbolisierte Frieden. Auf der Fahne der Vereinten Nationen ist noch heute ein Olivenzweig abgebildet.

Inhaltsstoffe von Olivenöl

  • gesättigte Fettsäuren (etwa 19 Prozent)
  • einfach ungesättigte Fettsäuren (über 70 Prozent)
  • mehrfach ungesättigte Fettsäuren (ungefähr 10 Prozent)
  • antioxidativ wirkende Phenole
  • Vitamin E
  • fettbegleitende Schleimstoffe

Welche Wirkung hat Olivenöl?

Olivenöl ist ein bewährtes Hausmittel gegen vielerlei Beschwerden. Das grüngelbe, fruchtig schmeckende Öl ist reich an einfach ungesättigten Fettsäuren. Bereits in der alten arabischen Medizin wurde das Olivenöl als magenfreundlichesantibakterielles Mittel verwendet.

Bei Husten gab und gibt man einen Löffel Olivenöl. Auch bei Fieber oder Sonnenstich wird es empfohlen: Man reibt den Kranken am ganzen Körper mit Olivenöl ein und hüllt ihn für einige Stunden zum Schwitzen in Tücher.

Das Olivenöl gilt als Wunderelixier für Haut und Haare. Denn es soll Hautprobleme und -erkrankungen heilen.

Wie wird Olivenöl innerlich angewendet?

Innerlich angewendet, reinigt das Öl von Giftstoffen, regt den Stoffwechsel an und fördert die Verdauung. Olivenöl reguliert den Fettstoffwechsel, indem es das schädliche LDL-Cholesterin im Blut absenkt, ohne das nützliche HDL-Cholesterin anzugreifen.

Olivenöl bei Herz- und Kreislaufleiden

Es ist vielfach festgestellt worden, dass in Mittelmeerländern, in denen das Essen mit Olivenöl zubereitet wird, Herz- und Kreislaufleiden wesentlich seltener vorkommen. Das gilt auch für Krebserkrankungen. Die im Öl enthaltenen Antioxidantien stabilisieren die Zellwände und machen sie weniger anfällig für die Zerstörung durch die gefürchteten freien Radikale.

Olivenöl ist gut gegen Magenverstimmungen

Olivenöl beruhigt einen gereizten Magen, lindert Blähungen und Darmentzündungen. Es fördert die Ausscheidung von Giften aus dem Körper und regt den Abfluss von Gallenflüssigkeit in den Darm an.

Hilft Olivenöl wirklich bei Ohrenschmerzen?

Ja! Bei Ohrenschmerzen tränken Sie einen Wattebausch mit lauwarmem Olivenöl, das mit fünf Tropfen Lavendelöl angereichert ist. Stecken Sie den Bausch in die Ohrmuschel, bis die Schmerzen abgeklungen sind.

Olivenöl wirkt wie das Schmerzmittel Ibuprofen

Forscher der Universität von Philadelphia haben in einem Bestandteil des Olivenöls – dem Oleocanthal – einen Wirkstoff gegen Schmerzen gefunden, der ähnlich wirkt wie das herkömmliche Schmerzmittel Ibuprofen. Bereits 50 Gramm Olivenöl pro Tag reichen aus, um Schmerzen zu mildern, berichten die Wissenschaftler. “Die Dosis wird zwar nicht ausreichend sein, um Kopfschmerzen wegzubringen, dennoch entstehen daraus einige langfristige Vorteile”, so Studienleiter Paul Breslin. Oleocanthal ist mit Ibuprofen in keiner Weise strukturverwandt, doch wirken beide Stoffe auf die Schmerzwege, dem so genannten Prostaglandin-System. Darüber hinaus haben die Forscher auch festgestellt, dass Olivenöl sogar vor Krebs – insbesondere vor Brustkrebs – schützen kann. In anderen Studien wurde nachgewiesen, dass das Olivenöl entzündungshemmend und herzschützend wirkt.

Breslin hat allerdings festgestellt, dass nicht jedes Olivenöl gleich viel Oleocanthal enthält: “Die meisten Supermarkt-Olivenöle haben relativ wenig davon”. Ausnahmen bilden die so genannten “Extra-Vergine-Typen” – das sind jene Öle, die in der EU als “Nativ-Extra” bezeichnet werden. Dabei handelt es sich um die höchste Qualitätsstufe der kalt gepressten Öle.

Kann Olivenöl äußerlich angewendet werden?

Die ersten Parfüms der Antike hatten Olivenöl als Basis. Inzwischen ist es wissenschaftlich erwiesen, dass Olivenöl – auch äußerlich angewendet – eine Vielzahl positiver Wirkungen hat. Das darin enthaltene Vitamin E soll die Haut vor vorzeitiger Alterung schützen, sie glatt und schön machen. Eine Massage mit Olivenöl wirkt Wunder, sagt man.

Hilft Olivenöl gegen Falten?

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Zur Anfertigung eines Anti-Falten-Wickel für den Hals erwärmen Sie etwas Olivenöl (sie können ihm auch noch etwas Mandelöl beifügen) handwarm, tränken einen Gazestreifen, ein Stofftaschentuch oder ein kleines Geschirrtuch damit.

Dann legen Sie sich das Tuch um den Hals, wickeln ein Handtusch darum und lassen das Öl etwa eine Stunde lang einziehen. In dieser Zeit könnten Sie beispielsweise ein

Bad nehmen oder ein Nickerchen machen, denn in der Wärme wirkt das Öl noch besser.

Mit diesem Olivenöl-Mandelöl-Gemisch können Sie abends Ihren ganzen Körper einmassieren – etwas einziehen lassen, in ein altes Nachthemd oder T-Shirt schlüpfen und ab ins Bett.

Welches Olivenöl ist am gesündesten?

Verwenden Sie nur bestes Olivenöl mit der Aufschrift „natives Olivenöl extra“. Dieses von der EU vorgeschriebene Gütezeichen bürgt dafür, dass das Öl in Kaltpressung von frisch geernteten Oliven ohne Zusatz von chemischen Stoffen gewonnen wird.

Noch besser – allerdings auch sehr viel teurer – ist Olivenöl, das noch vor der ersten Pressung allein durch den Druck der Oliven entsteht. Geben Sie auf jeden Fall ein gutes Olivenöl an Ihre Salate, denn es schlüsselt die Vitamine A, D, E und K auf.

Regt Olivenöl die Verdauung an?

Bei Verdauungsproblemen nehmen Sie morgens auf nüchternen Magen einen Esslöffel Olivenöl ein. Das regt die Darmtätigkeit an, hilft bei Magenverstimmung und Sodbrennen. Bei akuter Verstopfung nehmen Sie morgens einen Esslöffel Olivenöl mit einem Spritzer Zitronensaft ein.

Was bewirkt Ölziehen?

Das Ölziehen ist eine Methode zur Entgiftung des Körpers. Es stammt von der ayurvedischen Lehre. Es hilft gegen Entzündungen im Mundraum und gegen Mundgeruch. Darüber hinaus beugt es Zahnbelag und Karies vor.

So funktioniert Ölziehen: Nehmen Sie jeden Morgen einen Esslöffel Olivenöl in den Mund und bewegen es dort fünf Minuten hin und her. Nach dem Ölziehen müssen Sie das Öl ausspucken, keinesfalls sollten Sie es herunterschlucken. Zum Schluss das Zähneputzen nicht vergessen.

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