MenüMenü

Testosteron steigern: Alle Infos rund um das wichtigste Sexualhormons des Mannes

Testosteron ist das wichtigste Sexualhormon des Mannes. Mithilfe dieser Lebensmittel können Sie Ihren Testosteronspiegel natürlich steigern. (Foto: magele-picture - adobe stock)

Inhalt
Inhaltsverzeichnis

Testosteron ist das wichtigste Sexualhormon des Mannes. Es ist für den männlichen Körperbau, die Lust auf Sex und die Potenz verantwortlich sowie an vielen weiteren Stoffwechselvorgängen beteiligt. Der überwiegende Teil des Testosterons wird in den Hoden gebildet.

Was ist Testosteron?

Testosteron ist ein Sexualhormon (auch Androgen genannt). Es kommt bei beiden Geschlechtern vor, unterscheidet sich jedoch in der Konzentration und Wirkungsweise bei Frau und Mann. Die Summenformel von Testosteron lautet: C19H28O2. Bei Männern wird Testosteron im Hoden produziert und bei der Frau in den Eierstöcken und der Nebennierenrinde.

Bei Männern liegt der Normwert von Testosteron zwischen 12 und 40 nmol/l. Bei Frauen schwankt ändert sich dieser Wert im Laufe des weiblichen Zyklus‘ und liegt zwischen 0,4 und 2,0 nmol/l.

Testosteron kommt in diesen 3 Formen vor:

  1. an das Protein SHBG (Sexualhormonbindendes Globulin) gebunden (macht ca. 70 bis 80 % des Gesamt-Testosterons aus)
  2. an das Protein Albumin gebunden (ca. 20 % des Gesamt-Testos[1]terons)
  3. freies Testosteron (Rest) Nur der kleine Rest an freiem Testosteron ist die aktive Form, die Vorgänge in Ihrem Körper steuert. Mit zunehmendem Alter liegt immer mehr Testosteron in gebundener, also inaktiver Form vor.

Testosteronspiegel sinkt ab dem 40. Lebensjahr

Die Sexualhormone, allen voran das Testosteron, sinken ab dem 40. Lebensjahr jährlich um etwa 1 bis 2 Prozent. Die Männerärzte sprechen beim Testosteronmangel eines älteren Mannes von einem Altershypogonadismus oder von dem Testosteron-Mangel-Syndrom (TMS). Verantwortlich für die Abnahme des Testosteronspiegels sind Veränderungen in den Hoden sowie eine veränderte Regulation der Testosteron produzierenden Leydig-Zellen. Kommt noch ein altersbedingter Anstieg des sexualhormonbindenden Globulins (SHBG) hinzu, bedeutet das ein weiteres, deutliches Absinken des freien Testosterons.

Wie zeigt sich ein Mangel an Testosteron?

Altershypogonadismus ist ein Syndrom, das hauptsächlich durch folgende Erscheinungen charakterisiert wird:

  • verminderte Libido sowie nachlassende Qualität und Häufigkeit von Erektionen, insbesondere der nächtlichen Erektionen
  • häufiger Harndrang: Männer mit hohen Testosteronwerten leiden zu 44 % seltener unter nächtlichem Harndrang.
  • Arteriosklerose: Männer mit hohem Testosteron-Spiegel entwickeln seltener Arteriosklerose.
  • Stimmungsschwankungen, Erschöpfung, depressive Stimmung, räumliche Orientierungsprobleme, Verworrenheit
  • Schlafstörungen
  • Abnahme der Muskelmasse
  • Zunahme des Bauchfettes
  • Abnahme der Körperbehaarung/Veränderungen der Haut
  • verminderte Knochendichte, die zur Osteoporose führt.

Sollte man(n) Testosteron im Blut testen?

Die Bestimmung des Gesamt-Testosteronwertes kostet etwa 25 €. Leiden Sie unter einer der oben aufgelisteten Beschwerden, übernimmt die Krankenkasse die Überprüfung beim Hausarzt oder Urologen.

Die Werte des freien Testosterons in Bezug auf das Alter:

  • 40 bis 49 Jahre: 12,7 bis 25,1 nmol/l
  • 50 bis 60 Jahre: 8,6 bis 21,6 nmol/l
  • 61 bis 88 Jahre: 2,92 bis 15,5 nmol/l

Da der Testosteronspiegel im Blut einen Tagesverlauf mit einer morgendlichen Spitze hat, ist es für die Bestimmung des Gesamt-Testosterons wichtig, dass die Blutentnahme morgens zwischen 7 und 10 Uhr durchgeführt wird. Zeigen sich bei der Blutuntersuchung Gesamt-Testosterongehalte von weniger als 12 nmol/l, sollte der Wert an einem anderen Tag nochmals überprüft werden

Wie sind Testosteronwerte zu deuten?

Wert des TestosteronspiegelsBedeutung
zwischen 15 und 12 nmol/lEs kann schon zu einer verminderten Libido und Antriebskraft kommen.
unter 12 nmol/lDer Bauchumfang nimmt zu und ein metabolisches Syndrom (Zusammentreffen von vier Risikofaktoren: hoher Blutdruck, hoher Blutzucker, ungesund hohe Blutfette sowie übermäßig viel Bauchfett) entsteht.
unter 10 nmol/lEs treten Depressionen, Konzentrationsmängel, Schlafstörungen und auch Diabetes mellitus Typ 2 auf.
unter 8 nmol/lSchwitzen und erektile Dysfunktion sind die typischen Symptome.

Welche Faktoren beeinflussen den Testosteronspiegel?

Es gibt eine Reihe von Einflussfaktoren, die sich negativ auf den Testosteronspiegel auswirken können. Bei einer norwegischen Studie zeigte sich, dass die niedrigsten Testosteronwerte bei den höchsten Temperaturen gemessen wurden. Außerdem haben die folgenden Punkte eine negative Auswirkung auf den Testosteronspiegel:

  • Krankheiten wie Niereninsuffizienz, Leberzirrhose, Herzinfarkt
  • starker Alkoholkonsum
  • Stress (z. B. nach Operationen)
  • schwere körperliche Arbeit
  • Übergewicht
  • medikamentöse Therapien mit z. B. Glukokortikoiden
  • Rauchen, Kaffee: Raucher und Kaffee-Trinker haben einen höheren Gesamt-Testosteronwert als Nichtraucher und kaffeeabstinente Männer.

Beeinflusst die Psyche die Testosteronproduktion?

Dauernde Anspannung in Alltag und Beruf veranlasst Ihren Körper, Adrenalin und Cortisol auszuschütten. Diese beiden Stresshormone hemmen die Ausschüttung von Testosteron und DHEA. Dann haben Sie einfach keine Lust mehr. Doch umgekehrt gilt die Gleichung auch: bessere geistige Verfassung = besserer Sex. Denn das wichtigste Sexual-Organ ist das Gehirn!

Und es ist nicht nur das wichtigste Sexual-Organ, es ist mit einer Masse von 1,5 Kilo sowie einem Netzwerk von 100 Milliarden Nervenzellen auch das größte Organ. Es steuert die Gefühle, das Lustempfinden und die Erregung. Zudem übernimmt unsere Liebeszentrale im Kopf die Hormonregulierung, die maßgeblich an unserem Sexualverhalten beteiligt ist.

Ewig jung durch Testosteron-Mittel im Alter?

Viele Hersteller bewerben Testosteron-Mittel als Schlüssel zur ewigen Jugend. Dieses Versprechen richtet sich insbesondere an Männer im höheren Alter, die altersübliche Beschwerden haben. Studien bezweifeln jedoch die Wirkung von Testosteron-Mitteln und haben festgestellt, dass diese Mittel weder das Leben verlängern noch positiv auf die Gesundheit im höheren Altern wirken.

Bei altersbedingten physische und psychische Beschwerden sollte daher auf andere Mittel zugegriffen werden. Häufig werden Beschwerden wie Müdigkeit, Erektionsstörungen und weniger Muskelkraft durch Stress, einen ungesunden Lebensstil oder eben als Folge des natürlichen Alterungsprozesses hervorgerufen. Die Absprache mit einem Arzt ist immer die beste Maßnahme.

Mit der richtigen Ernährung Testosteron steigern?

Männer haben einen Vorteil gegenüber den Frauen: Sie können sich langsam auf das Nachlassen ihrer Testosteronproduktion einstellen. Im Gegensatz zum weiblichen Geschlecht bricht die Produktion der Hormone nicht von jetzt auf gleich ab – sie geht langsam zurück. Dementsprechend können sich Männer optimal mit natürlichen Mitteln davor schützen. Männer können allein durch ihr aktives (Ess-)Verhalten großen Einfluss darauf nehmen, wie stark sie die Wechseljahre spüren.

Es gibt ganz natürliche Testosteron-Booster. Alles, was Sie dazu brauchen, erfahren Sie hier:

Essen Sie chromreich

DHEA ist das Superhormon in Ihrem Körper – es wird nicht umsonst die „Mutter aller Hormone“ genannt. Vom Körper wird es in das Sexualhormon Testosteron umgewandelt, es steigert bei Männern die Häufigkeit der Erektionen. Gleichzeitig hat ein hoher DHEA-Spiegel noch zwei weitere Vorteile: Er fördert den Abbau von Fett im Körper – und er verringert Stress. Das Schöne: Es gibt einen ganz gesunden Weg, wie Sie Ihren DHEA-Spiegel hochhalten können: Essen Sie chromreich. Rund 100 µm Chrom brauchen Sie täglich – es reichen schon drei Tabletten Bierhefe oder eine Scheibe Vollkornbrot pro Tag, um Ihren gesamten Sexualhormon-Spiegel hochzupushen.

Eiweißreiche Kost setzt Testosteron frei

Eine proteinreiche Ernährung hilft, Hormone zu synthetisieren, die Testosteron freisetzen.

Zink und zinkhaltige Lebensmittel für mehr Testosteron

Erhöhen Sie Ihre Zinkzufuhr. Zink ist der wichtigste Mineralstoff im Zusammenhang mit Testosteron. Wenn der Zinkgehalt im Körper zu niedrig ist, führt das zu einer Absenkung des Testosteronlevels um 60 bis 90 %. Ihre optimale tägliche Zink-Menge beträgt 15 bis 25 mg.

Lebensmittel mit hohem Zinkanteil sind unter anderem:

  • Vollkornbrot
  • Weizenkeime
  • Pfif­ferlinge
  • Hartkäse
  • Austern
  • Nüsse
  • Mandeln
  • Bohnen
  • Shrimps
  • Rindfleisch
  • Putenfleisch
  • Erbsen
  • Kartoffeln

Ungesättigte Fettsäuren vermeiden die Umwandlung von Testosteron in Östrogen

Aromatase ist ein Enzym, das das Testosteron bekämpft. Es entzieht ihm den Wasserstoff und verwandelt das Testosteron so in Östrogen um. Ungesättigte Fettsäuren (Fisch, Omega-3-Fettsäuren) setzen die Tätigkeit der Aromatase herunter und vermeiden somit, dass das Testosteron zu Estradiol (Form des Östrogens) aromatisiert.

Außerdem wird Testosteron mithilfe von Cholesterin (HDL) produziert. Nahrungsmittel mit hohem Omega-3-Gehalt wie etwa Fisch sind sehr gut für diesen Zweck geeignet.

Testosteron steigern: Mit diesen Lebensmitteln klappt’s

Granatäpfel verhindern Testosteronabbau

Die Inhaltsstoffe des Granatapfels verhindern, dass sich Testosteron in Dihydrotestosteron verwandelt. Dihydrotestosteron ist das Hormon, das für die Vermehrung von Prostatazellen verantwortlich ist und somit zu einer Vergrößerung der Prostata führen kann.

Grüner Tee hat positive Auswirkung auf den Testosteronspiegel

Wissenschaftler der Kingston University in London (UK) haben aktuell herausgefunden, dass grüner und auch weißer Tee eine positive Auswirkung auf den Testosteronspiegel haben. Denn grüner und weißer Tee enthalten sogenannte Catechine. Das sind Gerbstoffe, die die Bildung eines bestimmten Enzyms verhindern.

Dieses Enzym fördert die Ausscheidung von Testosteron über den Urin. Wird es gehemmt, verlässt weniger Testosteron Ihren Körper. Nach den Untersuchungen der Wissenschaftler blockiert bereits der Genuss einer starken Tasse grünen Tees die Abgabe des Sexualhormons und steigert dadurch auch den natürlichen Testosterongehalt.

Haferflocken steigert Lust auf Sex

Hafer produziert eine chemische Substanz, die den Testosteronspiegel in Ihrem Blut ansteigen lässt. Dadurch steigern sich Ihr sexuelles Verlangen und Ihre Orgasmusfähigkeit.

Honig hilft Testosteronproduktion

Das Vitamin B, das im Honig reichhaltig vorhanden ist, hilft Ihrer Testosteronproduktion auf die Sprünge. Die Flitterwochen heißen im englischsprachigen Raum nicht umsonst „honeymoon“.

10 Mythen über Testosteron

Testosteron, das Verliebtheitshormon?

Testosteron ist das menschliche Lusthormon. Es kommt bei beiden Geschlechtern vor: Der Testosterongehalt beider Geschlechter gleicht sich tatsächlich in der ersten Phase der Verliebtheit an. Der Grund: Als Mann sinkt Ihr Testosteronwert, um Ihnen zu helfen, Ihre Lust auf diese eine Frau zu beschränken. Als Frau steigt Ihr Wert, um Ihnen genug Lust zu machen, ein Kind zu empfangen.

Schützt Sie Testosteron sogar vor Krebs?

Ein niedriger Testosteronspiegel gilt als Risikofaktor für Prostatakrebs. Regelmäßiger Geschlechtsverkehr ist also die beste Prophylaxe! Übrigens: Die Hormonproduktion wird dann am besten angeregt, wenn Sie eine tiefe leidenschaftliche Bindung zu Ihrem Partner spüren.

Mehr Sex = mehr Testosteron = mehr Lust?

Testosteron wird vom Körper selbst reguliert: Wenn Sie keinen Sex haben, sinkt der Testosteronspiegel, und auch Ihre Lust auf Sex versiegt. Das ist wie ein Kreislauf, der auch umgekehrt funktioniert.

Wirkt Testosteron wie ein Antidepressivum?

Zu wenig Testosteron verursacht Depressionen. Regen Sie die Testosteronproduktion durch Geschlechtsverkehr oder andere Methoden wieder an, geht es Ihnen sofort besser.

Männer mit Glatze haben mehr Testosteron?

Das ist eine Legende! Ein erblich bedingter Haarausfall und das Sexualhormon Testosteron hängen zwar zusammen, doch für eine Glatzenbildung ist der Testosteronspiegel unerheblich.

Gute Figur = gute Testosteronwerte = gute Libido?

Nach Auswertung vieler Studien ist klar: Sinkende Testosteronwerte haben mit einem zunehmenden Bauchumfang zu tun. Anders formuliert: Wer schlank bleibt, erhält seinen Testosteronspiegel. Und die gefürchteten „Nebenwirkungen“ wie Schlafstörungen, Hitzewallungen und erektile Dysfunktion bleiben ebenfalls aus.

Je mehr Testosteron, desto länger die Finger und der Penis?

Die Länge des Ring- und Zeigefingers wird durch pränatale Sexualhormone bestimmt. Entscheidend ist der Quotient aus der Länge von Zeige- und Ringfinger der rechten Hand. Er gilt als Marker für die pränatale Konzentration des Testosterons im männlichen Körper. Je kleiner dieser Quotient, desto größer ist der Penis.

Verzögerte Ejakulation = geringes Testosteron?

Eine eingetretene Verlangsamung der Erektion und Ejakulation kann auf einen Testosteronmangel hinweisen. Ist das bei Ihnen der Fall, besprechen Sie mit Ihrem Urologen die Situation, und lassen Sie Ihren Testosteronwert bestimmen.

Führen niedrige Testosteronwerte zu einem früheren Tod?

Forscher der Uni Greifswald sowie der Uni Erlangen-Nürnberg haben einen direkten Zusammenhang zwischen dem Sexualhormon Testosteron und der erhöhten Sterblichkeit bei Männern nachgewiesen. Mit den an 2.000 Probanden erhobenen Daten konnten die Wissenschaftler belegen, dass eine niedrige Testosteronkonzentration häufig mit lebensverkürzenden Erkrankungen wie Fettleibigkeit, Fettstoffwechselstörungen und einer Verfettung der Leber verknüpft ist.

Bewahrt Testosteron Sie vor Entzündungskrankheiten?

Wie gut, dass Sie ein Mann sind: Denn das männliche Geschlechtshormon Testosteron lässt nicht nur Ihre Muckis wachsen, es schützt das männliche Geschlecht auch vor Allergien und Entzündungen. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der Universität Jena.

Andropause, Mann, Hormone

Andropause: So gehen Sie mit den männlichen Wechseljahren ab 40 umDie Andropause kann mit den Wechseljahren der Frau verglichen werden, tritt allerdings schleichender auf. Ab dem 40. Lebensjahr kann sich der Hormonhaushalt bei Männern verändern, was zu verschiedenen Symptomen führen… › mehr lesen

Nach oben
© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten
Über den Autor
Redaktionsteam Gesundheitswissen

Unser Redaktionsteam besteht aus zahlreichen Experten aus den Bereichen der Schulmedizin und der Pflanzen- und allgemeinen Heilkunde. Das Team informiert Sie über Hintergründe zu Krankheiten und Heilpflanzen, ebenso wie zu Themen wie Partnerschaft und Liebe.

Sie möchten weitere Informationen zu Ihrem Lieblingsthema erhalten? Dann profitieren Sie jetzt von der Expertise unserer Autorinnen und Autoren und erhalten Sie regelmäßig den kostenlosen E-Mail-Newsletter "Täglich gesund". Hrsg. FID Verlag GmbH. Jederzeit kündbar.

Hinweis zum Datenschutz