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Beziehung

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Der Mensch gilt jeher als soziales Wesen, das ohne zwischenmenschliche Kommunikation und Kontakt nicht überleben kann. Durch unsere starken sozialen Bedürfnisse nach Zugehörigkeit, Dialog, Gemeinschaft und Zuwendung sind wir Menschen regelrecht auf Beziehungen angewiesen. 

Soziale Beziehungen umschließen dabei sowohl die Familie, Gemeinschaften als auch Freundschaften und Partnerschaften. Jedoch kommen diesen Beziehungen unterschiedlich hohe Bedeutungen zu. 

Die hohe Bedeutung von Liebe

Während dem Menschen das Pflegen von Freundschaften sowie die Zugehörigkeit zu einer Gruppe zwar überaus wichtig sind, steht allerdings ein soziales Bedürfnis des Menschen besonders im Mittelpunkt: Die Liebe. 

Nahezu alle Menschen sehnen sich nach Anerkennung, Wertschätzung, Respekt, Akzeptanz, Geborgenheit und Zuneigung – und das von einer ganz bestimmten Person.  

So streben wir Menschen insbesondere nach einer erfüllenden Partnerschaft, die sich durch eine tiefe und innige Verbundenheit auszeichnet und einem Partner, der einen so akzeptiert und liebt, wie man wirklich ist.

Die Suche nach dem richtigen Partner

Doch den richtigen Partner zu finden, stellt viele Menschen vor eine große Herausforderung. Zu hoch sind die persönlichen Erwartungen und Ansprüche an den zukünftigen Lebensgefährten.  

Denn schließlich wollen wir ja nicht nur einen Partner, der uns optisch gefällt und uns gut behandelt, sondern einen der uns regelrecht fasziniert und anzieht, der einen zum Lachen bringt und der einem in schwierigen Zeiten den nötigen Halt gibt.  

Darüber hinaus muss der Partner, dieselben Zukunfts- und Lebensvorstellungen besitzen wie auch ähnliche Ziele verfolgen. Dabei müssen jedoch immer Kompromisse und Zugeständnisse innerhalb einer festen Partnerschaft eingegangen werden.  

Das alles sind Faktoren, welche die Partnersuche und -wahl stark beeinträchtigen und so nicht selten dem Liebesglück im Weg stehen.  

Die verschiedenen Arten von Beziehungen

Romantisch, rein sexuell oder bindend: Beziehungen gibt es in vielen Formen und Ausprägungen. So muss eine Beziehung nicht zwangsweise von einer tiefgehenden emotionalen Bindung geprägt sein. Vielmehr gibt es sogar Beziehungsformen, die rein sexueller Natur sind. 

Sexbeziehung:

Eine Sexbeziehung zeichnet sich durch den rein sexuellen Kontakt zweier Menschen aus, die weder in einer Liebesbeziehung noch in einer Partnerschaft leben. Im Vordergrund steht dabei die sexuelle Befriedigung der Beteiligten – ganz ohne romantische Gefühle und Verpflichtungen.  

Im Gegensatz zu einem einmaligen One-Night-Stand findet der Geschlechtsverkehr innerhalb einer Sexbeziehung gelegentlich bis regelmäßig statt. 

Liebesbeziehung:

Eine Liebesbeziehung besteht sowohl aus sexuellem Kontakt als auch einem emotionalen Verhältnis, welches romantische Gefühle beider Beteiligten voraussetzt. Dabei kennzeichnet sich eine Liebesbeziehung nicht nur durch gegenseitige Wertschätzung, Respekt und Zuneigung aus, sondern vor allem durch eine starke sexuelle Anziehung.  

Eine Liebesbeziehung wird daher insbesondere von dem Gefühl des frischen Verliebt-Sein und Leidenschaft dominiert und stellt meist den Beginn einer tieferen emotionalen Bindung dar. So kann sich eine Liebesbeziehung im Laufe der Zeit und mit wachsender Zuneigung zu einer festen Partnerschaft entwickeln. 

Partnerschaft:

Eine Partnerschaft ist im Gegensatz zu einer Liebesbeziehung eine feste Gemeinschaft zweier Menschen, die gleichermaßen ein sexuelles und soziales Verhältnis zueinander pflegen. Dabei gelteneine tiefe emotionale Bindung, die vollständige Akzeptanz des Partners sowie Vertrauen und Fürsorge als wichtige Bestandteile und Grundvoraussetzungen.

Eine Partnerschaft, die sowohl in Form einer Ehe als auch einer festen Liebesbeziehung auftreten kann, geht mit einer anhaltenden Bindung sowie einem monogamen Zusammenleben einher. 

Offene Beziehung:

Eine offene Partnerschaft beschreibt eine Beziehung, die im Gegensatz zur Norm nicht von Monogamie geprägt ist. Das bedeutet, dass die Beteiligten die Freiheit besitzen, sexuellen Kontakt mit anderen Personen außerhalb dieses Verhältnisses zu haben.  

Bei einer offenen Beziehung handelt es sich also um eine besondere Beziehungsform, die eine einverständliche Vereinbarung zwischen den Partnern über das Sexualleben voraussetzt. 

Die 5 Phasen einer Beziehung

Jede Liebe zwischen zwei Menschen ist einzigartig – und ebenso ist es deren Beziehung. Denn jede romantische Begegnung steht stets vor ihren eigenen individuellen Herausforderungen und unterliegt einer unterschiedlich ausgeprägten Entwicklung an stetig wachsenden Gefühlen, Emotionen und Nähe.

Obwohl dieser Entwicklungsverlauf in jeder Beziehung individuell fortschreiten oder auch jederzeit abbrechen kann, durchläuft fast jedes Paar die folgenden Phasen der Beziehung:  

1.Phase: Das Verliebtsein

Am Anfang jeder Beziehung steht das schönste Gefühl der Welt: Das Verliebtsein. Flatternde Schmetterlinge im Bauch und das nicht aufzuhaltende Hochgefühl lassen einen gemeinsam mit dem Partner auf Wolke sieben schweben.  

Die Verliebtheitsphase kennzeichnet sich vor allem durch die neu entfachten starken Gefühle aus, die man für den neuen Partner verspürt. Diese starke Verliebtheit lässt uns blind vor Liebe werden – die Folge: Der Partner wirkt geradezu vollkommen, perfekt und ohne Fehler.  

2. Phase: Die Ernüchterung

Nachdem die Verliebtheitsphase abgeklungen ist, folgt die Ernüchterung: Die Schmetterlinge im Bauch werden weniger und das stark empfundene Glücksgefühl nimmt ab. 

In der zweiten Beziehungsphase lernen die meisten Paare sich näher kennen. Bestimmte Verhaltensweisen und Charakterzüge des Partners, die man vorher nicht richtig wahrgenommen hat, rücken verstärkt in den Vordergrund und lassen die Verliebten zweifeln.  

So werden in dieser Phase häufig Eigenschaften des Partners entdeckt, die einem, ohne den Blick durch die rosarote Brille, nicht gefallen.  

3. Phase: Der Kampf

Nachdem die Partner sich näher kennengelernt haben, die Stärken und Schwächen des jeweiligen erkundet haben, beginnt meist die Kampfphase.

Die Partner versuchen zunächst das berauschende Gefühl der Verliebtheit von früher wieder heraufzubeschwören und die Eigenarten des Partners weiterhin zu übersehen. Doch sobald die Beteiligten merken, dass kein Weg zurück führt, versuchen diese daraufhin vergeblich den Partner nach ihren Vorstellungen zu ändern.  

Diese Periode ist meist die schwierigste Phase einer Beziehung. Die Individuen kämpfen damit, die starken Gegensätze wie auch die Fehler des Partners zu akzeptieren. Dabei stehen große Zweifel, ob man über die Schwächen und Eigenarten hinwegsehen kann, im Raum. 

4. Phase: Die Entscheidung

Die vierte Beziehungsphase ist die Entscheidende: Das Paar fasst nun gemeinsam den Entschluss, ob die Beziehung eine langfristige Zukunft hat oder ob das Verhältnis beendet wird.  

Dabei bekämpfen sich die Beteiligten nicht mehr, sondern versuchen herauszufinden, ob die eigenen persönlichen Erwartungen an eine Beziehung und den zukünftigen Lebenspartner erfüllt werden.  

Es stellt sich heraus, ob die Bindung der beiden stark genug ist, um Unterschiede zu überwinden sowie Eigenarten und Marotten zu akzeptieren und auch lieben zu lernen.  

5. Phase: Die Liebe

Nachdem die kritische Entscheidungsphase erfolgreich überstanden wurde und das Paar sich entschieden hat, die Beziehung fortzuführen, folgt die letzte und wohl schönste Beziehungsphase.  

Der Partner wird nun vollkommen akzeptiert – und zwar mit all seinen Charakterzügen, Eigenarten und Schwächen. Grenzen, Barrieren und Mauern werden nun vollständig eingerissen: Die bisher noch bewahrte Distanz schwindet stetig und schafft Raum für Nähe, tiefes Vertrauen sowie Geborgenheit – kurz gesagt für Liebe.  

Sobald die letzte Phase erreicht worden ist, steht den Liebenden kein Hindernis mehr im Weg und es kann sich eine tiefgehende und glückliche Liebesbeziehung entwickeln. 

Die Erfolgsfaktoren einer glücklichen Beziehung:

Selbst wenn ein Paar die verschiedenen Phasen und die damit verbundenen Hürden einer Beziehung erfolgreich überwunden hat, bedeutet das nicht, dass die Liebenden für immer und ewig zusammenbleiben.  

Einer funktionierenden Beziehung liegen stets ein wenig Arbeit und Engagement beider Beteiligten zu Grunde. Aus diesem Grund sollte eine Partnerschaft auch noch nach Jahren durch Achtsamkeit, Wertschätzung, Respekt und Zuneigung geprägt sein.  

Voraussetzungen für eine langfristige und glückliche Beziehung

  • Eine offene und ehrliche Kommunikation 
  • Vollständige Akzeptanz 
  • Gemeinsame Ziele und Zukunftspläne 
  • Übereinstimmung der wichtigsten Werte und Einstellungen 
  • Gegenseitige Wertschätzung und Respekt 
  • Ein befriedigendes Sexualleben 
  • Vertrauen, Sicherheit und Zuverlässigkeit 
  • Übereinstimmender Humor 
  • Gemeinsame Freizeitaktivitäten oder Interessen 
  • Verständnis gegenüber den Ansichten des Partners 
  • Selbstakzeptanz und Selbstliebe 
  • Kompromissbereitschaft 
  • Gleichberechtigung 
  • Eine gute Streitkultur 

Partnerschaften: Bewältigung von Problemen und Konflikten

Egal ob in einer frischen Beziehung, einer langjährigen Partnerschaft oder im Band der Ehe: Probleme und Konflikte treten in jeder Beziehung auf.  

Dabei kann es sich um harmlose Konfliktsituationen handeln, die zum Beispiel durch nervige Angewohnheiten eines Partners oder der alltäglichen Routine und Stress entstehen. Diese kleinen Streitereien sind jedoch normale Störfaktoren einer Beziehung und stellen keinerlei Trennungsgrund dar. 

Jedoch können selbst kleinere Konflikte, wenn diese regelmäßig auftreten oder bestimmte Verhaltensweisen ,die einfach nicht akzeptiert werden können, eine Beziehung dauerhaft belasten. Um solche Krisen zu überwinden, helfen allerdings häufig schon eine lebendigere Kommunikation, eine höhere Achtsamkeit gegenüber dem Partner sowie gemeinsame Aktivitäten, die das Gefühl der Zusammengehörigkeit wieder stärken.  

Daneben jedoch kann es sich auch schwerwiegende Beziehungskrisen handeln, die aufgrund eines Seitensprungs oder unterschiedlicher Zukunftsvorstellungen wie der Wunsch nach Kindern oder einer Heirat herbeigeführt wurden. Solche Probleme sind jedoch bedeutungsschwerer und können häufig zu dem Ende einer Beziehung führen. 

Damit ein Paar eine schwere Beziehungskrise überwindet muss zunächst die Voraussetzung, dass beide Beteiligten auch wirklich um die Beziehung kämpfen wollen, erfüllt sein. Daraufhin können Lösungen wie zum Beispiel eine offene Aussprache oder eine Paartherapie in Betracht gezogen werden. 

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