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Astrologie - Alles zu Sternendeutung & Horoskop

Inhalt
Inhaltsverzeichnis

Überblick zur Astrologie

Definition: Persönlichkeitsentfaltung und Lebensgestaltung auf Grundlage der Himmels- & Sternenkunde (Astronomie)

Astronomie: naturwissenschaftliche Himmels- & Sternenkunde

Astromedizin: Hintergründe von Erkrankungen im Sinne der Psychosomatik

Sternzeichen/Tierkreiszeichen: Beruhen auf der Position der Sonne in Bezug zu den astronomischen Sternbildern

Horoskop: Darstellung der Planetenkonstellation zu den Tierkreiszeichen zu einer bestimmten Zeit (z. B. Geburtstag)

Geschichte: Erste astrologische Entdeckungen gab es bereits im babylonischen Reich

Definition: Was ist Astrologie?

Der Begriff Astrologie stammt aus dem Griechischen und bedeutet Sterndeutung. Bei dieser eher pseudowissenschaftlichen Methode werden astronomische Ereignisse und Konstellationen mit Charaktereigenschaften von Personen oder Ereignissen in Verbindung gesetzt.

Diese Wissenschaft zeigt Möglichkeiten auf, Potenziale von Menschen konstruktiv und erfüllend für das alltägliche Leben umzusetzen. Mithilfe der Astrologie können Sie bewusst und aktiv Ihren Teil tun, um zu werden, wie Sie vom Universum gemeint sind. Dabei sind Sie in eine Art „höhere Kraft” eingebettet. Im Horoskop wird diese Kraft symbolisiert durch den äußeren, endlosen Kreis.

Sinn der Astrologie ist es nicht, Menschen in Schubladen zu stecken und festzulegen, sondern ihnen ihren inneren Reichtum differenziert aufzuzeigen und Anregungen zu geben, wie Sie sich im Inneren weiterentwickeln und immer konstruktiver und erfüllender verwirklichen können.

Was ist der Unterschied zwischen Astronomie und Astrologie?

Astronomie:Astrologie:
  • Himmels- undSternenkunde
  • Ursprung im alten Griechenland
  • Astrologie ist eine Naturwissenschaft und untersucht auf empirischer Basis die Himmelskörper (Sterne, Sonnen, Planeten und Systeme). Sie setzt diese anhand von Ort, Bahn und Entfernung zur Erde in Relation zueinander.
  • erforscht die Bewegungen undBeschaffenheit derHimmelskörper
  • Die Astronomie gilt als älteste Wissenschaft in der Geschichte derMenschheit. Seit jeher haben Menschen den Blick in die Sterne gerichtet und wollten dadurch verstehen, was dort geschieht.

Das Universum als unendlicher Raum ist ein Bestandteil der Untersuchungen der Astronomie. Sie bedient sich als empirische Wissenschaft anerkannter Messmethoden und leitet Naturgesetze ab.

  • Astrologie macht Voraussagen auf Basis der Sternbilder
  • Astrologie deutet Zusammenhänge zwischen astronomischen Ereignissen und weltlichen Vorgängen
  • Im Mittelalter waren Astrologie und Astronomie eine Wissenschaft – Astrologie galt damals noch nicht als unwissenschaftlich
  • Ab dem 20. Jahrhundert verlagerte sich der Fokus der „westlichen” Astrologie auf die Deutung des Geburtshoroskops

 

Fazit
Ohne astronomische Kenntnisse lässt sich keine Astrologie betreiben.
Auf der Basis der Sternendeutung wurden einst Prognosen für Wissenschaft, Politik und Religion getroffen. Die Geburt Jesu wird beispielsweise in der Bibel durch einen Stern angekündigt. Es gab noch keine Trennung von Religion und Astrologie. Bekannte Wissenschaftler wie Kopernikus, Kepler und Galileo Galilei waren Astronomen, Physiker oder Mathematiker, aber auch Astrologen.

Die Bedeutung des Horoskops in der Astrologie

Das Horoskop bildet die Positionen der Planeten zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort ab. Aus heutiger Sicht wissen wir natürlich, dass Sonne und Mond keine Planeten sind und dass die Erde, von der aus die Planetenstände betrachtet werden, nicht der Mittelpunkt des Sonnensystems ist.

Da es sich in der Astrologie jedoch um die Symbolik dreht, hat das keine Bedeutung für die Interpretation eines Horoskops. Die Astrologie ist eine jahrhundertealte Erfahrungswissenschaft. Man hat über diesen langen Zeitraum hinweg die Erfahrungen ausgewertet, wie die Persönlichkeitsstruktur von Menschen aussieht, die unter einer bestimmten Kombination von Planetenständen geboren wurden.

Die Tierkreiszeichen im Jahresverlauf © markus_marb – Adobe Stock

Das Horoskop hilft, sich und andere besser kennenzulernen und zu verstehen. Daraus erwächst ein hohes Maß an Selbstannahme und Akzeptanz für andere.

Durch die astrologische Prognose wird erkennbar, welche Lernaufgaben im Moment leicht fallen und auch angezeigt sind. Das verschafft bewusste Gestaltungsmöglichkeiten. Veränderungen können Sie gezielt in Angriff nehmen oder, wenn sie von außen kommen, besser verstanden werden.

Ihr Horoskop zeigt die Fülle Ihrer Veranlagungen, wie ein genetischer Fingerabdruck, nur auf geistiger und seelischer Ebene. Dazu, wie Sie dieses Potenzial umsetzen und in Ihre ganz individuelle Form bringen, gibt es unendlich viele Möglichkeiten. Darin sind Sie frei.

Tierkreiszeichen in der Astrologie – Ein Überblick

Die Konstellationen am Himmel spiegeln die Eigenschaften des Menschen, der zu einem Zeitpunkt an einem Ort geboren wurde, wider. Angefangen hat man mit den 12 Sonnenständen des Jahres. Man benannte sie nach den Tierkreiszeichen, die zu dieser Zeit gerade zu sehen waren.

Das Sternzeichen ist die Position der Sonne in Ihrem Horoskop. Sie symbolisiert die grundlegende Verhaltensweise im Leben. Die uns heute bekannten Tierkreiszeichen werden seit der Antike von den zwölf Sternbildern abgeleitet. In der Ekliptik, der Konstellation von Sonne, Mond und Planeten, werden alle Zeichen gleichmäßig in einem Kreis angeordnet.

In den Beschreibungen finden Sie den Zeitraum, in den ein bestimmtes Tierkreiszeichen fällt. Dabei gibt es immer die Überschneidung von zwei Tierkreiszeichen an einem Tag. Jedem Sternzeichen schreibt man Eigenschaften zu, die von ihrem tierischen oder symbolischen Stellvertreter definiert werden. Durch den Aszendent wird die Bedeutung des Sternzeichens genauer definiert. Entscheidend für das jeweilige Sternzeichen, ist das Datum der Geburt.

  • Steinbock 22. Dezember – 20. Januar

Der Steinbock ist zielstrebig und diszipliniert. Er neigt zu keinen Höhenflügen, sondern bleibt ruhig und entschlossen. Diplomatie zeichnet den Steinbock aus. Der Steinbock sollte sich vor zu viel Arbeit in Acht nehmen.

  • Wassermann 21. Januar – 19. Februar

Wassermänner und -frauen sind zuverlässige, emotionale Menschen. Soziale Kontakte sind ihnen sehr wichtig. Wassermann-Geborene sind großzügig, hilfsbereit, sowie treu und beständig. Der Wassermann braucht einen Rückzugsort, um Energie aufzutanken.

  • Fische 20. Februar – 20. März

Der Fisch ist stets in Bewegung. Er kann unergründlich und zurückgezogen wirken. Je nach Aszendent kann er aber auch lebhaft und kontaktfreudig sein. Fische-Geborene sind kreative Lebenskünstler, die durch ihre Sensibilität scheitern können, wenn sie sich nicht sicher fühlen. Weil sie emotional, mitfühlend, verträumt und fantasievoll sind, brauchen sie einen erdverbundenen Partner.

  • Widder 21. März – 20. April

Der Widder ist aufbauend, schöpferisch und unterstützend. Er bringt die starken Eigenschaften seines Namensgebers mit. Seine Schöpferkraft kann ebenso ins Destruktive übergehen, wenn er seine Kraft nicht einteilt. Widder übernehmen gerne die Führung. Sie gehen eigenständig neue Wege, was sie anziehend und attraktiv macht. In einer Beziehung bleibt der Widder meist unabhängig.

  • Stier 21. April – 20. Mai

Der starke Stier ist geduldig und ein nicht zu ermüdendes Arbeitstier. Realismus kompensiert die Phantasien des Stieres, was ihn zu einem zuverlässigen Freund und Partner macht. Stiere sind Genießer und lebensfroh. Sie lieben die Leidenschaft.

  • Zwilling 21. Mai – 20. Juni

Veränderung und Freiheit definieren den Zwilling. Zwillinge teilen gerne und sind kommunikativ. Sie gehen mit Leidenschaft auf Reisen und sind interessiert an anderen Kulturen. Obwohl der Zwilling als rastlos gilt, ist er dennoch zuverlässig.

  • Krebs 20. Juni – 22. Juli

Obwohl der Krebs ein Wasserwesen ist, besitzt er auch erdige Eigenschaften. Als Familienmensch kann er klammernd sein, dennoch empathisch. Krebse gelten als sanft und zurückhaltend. Die tiefe Ambivalenz der Gefühle zeigt sich in spannend-wechselvollen Beziehungen.

  • Löwe 23. Juli – 23. August

Auch der Löwe bringt Eigenschaften seines Namensgebers mit. Obwohl immer an der Spitze, kann der Löwe auch entspannt und faul sein. Er gilt als charmant und großherzig. Als Ausgleich zu seinem Machtwillen sollte der Löwe einen ausgleichenden, stabilen Charakter als Partner haben.

  • Jungfrau 24. August – 23. September

Die Jungfrau gilt als leidenschaftlich und hingebungsvoll. Sie hält diese Eigenschaften aber unter Verschluss. Sie ist offen für Veränderungen und schöpft aus der Natur. Zugleich weist sie eiserne Disziplin auf. Die Jungfrau hinterfragt viel und will keine Angriffsfläche bieten.

  • Waage 24. September – 23. Oktober

Ausgleich und Balance sind die Ziele der im Tierkreis Waage Geborenen. Vor allem Harmonie ist den Waagen wichtig. Das Leben und die Liebe genießen sie und nehmen diese dankend als Geschenk an. Die Waage braucht Zuspruch und Bewunderung.

  • Skorpion 24. Oktober – 22. November

Skorpione wirken faszinierend und anziehend. Beziehungen mit ihnen sind explosiv. Der Skorpion gilt als eifersüchtig und kann aufbrausend sein. Trotz allem hat er nachdenkliche und schüchterne Seiten. Skorpione lassen sich nicht belügen und verfolgen eigenständig ihre Lebensziele.

  • Schütze  23. November – 21. Dezember

Der Schütze liebt seine Freiheit und bleibt in Bewegung. Durch ihre Dynamik sind Schützen anziehend und agieren gerne als Unterhalter, denn sie sind lebhaft und abenteuerlustig. Mit einem Schützen wird Ihnen nie langweilig.

Die Sonne in den Tierkreiszeichen

Mit dem Fortlaufen des Jahres können wir die Sonne durch den Tierkreis beschreiben.

Die durchlaufenen Zeichen stehen in Zusammenhang mit den Jahreszeiten:

  • Der Widder ist voller Tatendrang, der dem Wachstumsimpuls der Natur im April gleicht.
  • Der genießerische Stier erfreut sich über die florierende Natur im Mai.
  • Die Zeit zwischen Frühling und Sommer im Juni gleicht den Zwillingen, die nach Veränderung und Abwechslung streben.
  • Der Juli steht für Auszeit. Wir kümmern uns meist um unser Wohl, – ganz nach dem gefühlvollen Krebs.
  • Die Sonne entfaltet im August ihre volle Kraft. Da fühlt sich der Löwe in seinem Element.
  • Das Monat September steht für die eifrige Jungfrau, die bereits für den Winter plant.
  • Im Oktober erstrahlt unsere Natur in Farbreichtum und unterstreicht das Schönheitsbewusstsein der Waage.
  • der November streift – wie der Skorpion – alles Überflüssige ab und verwandelt sich.
  • Der Schütze fokussiert sich bereits im Dezember auf neue Ziele.
  • Im Januar vergeudet die Natur keine Kräfte. Der Fokus liegt in der neuen Aufgabe im Frühling, – ganz wie der Steinbock.
  • Der Wassermann sucht nach Veränderung. Genauso wie im Februar mit dem ersten Tau frischer Schwung in die Natur kommt.
  • Der März steht im Zeichen der Fische, die die Härte des Winters schmelzen lassen.

Die Bedeutung der Himmelskörper in der Astrologie

In der Astrologie spielen die Planeten eine wichtige Rolle, erstens die Bewegung der Erde, zweitens ergeben die Planeten zueinander eine bestimmte Stellung im Sonnensystem.

Durch die Bewegung der Erde und der Planeten des Sonnensystems gibt es viele Varianten in der Stellung der Planeten.

Die Himmelskörper symbolisieren:

  • Lebensorgane
  • Menschlichen Kräfte
  • Aktivitäten des Lebens
  • Charakterlichen Eigenschaften jedes Menschen


© Tr3 – Adobe Stock

Was ist ein Aszendent?

Aszendent, lateinisch für aufsteigend ist ein Begriff aus der Astrologie. Der Aszendent ist die Kreuzung des Osthorizonts mit der Ekliptik. Die Ekliptik beschreibt die Bahn der Sonne auf ihrer Reise durch die Fixsterne.

Er stellt den zum bestehenden Datum und Uhrzeit sowie der geografischen Position am östlichen Horizont aufgehenden Grad des Tierkreises dar. Den gegenüberliegenden Grad am Westhorizont nennt man den Deszendenten, vom lateinischen Wort descendere, was herabsteigen bedeutet.

Der Aszendent einer Person zeigt an, wie die Welt von ihr wahrgenommen wird und gleichzeitig auch, wie die angesprochene Person auf ihre Umwelt wirkt. Er hat eine ähnlich hohe Bedeutung wie das persönliche Sternzeichen.


Aszendent berechnen by Aszendentenrechner

Was sind Aspekte in der Astrologie?

Unter Aspekten versteht man das Distanzverhältnis der Gestirne zueinander. Die Gestirne können nahe beieinander, sich gegenüber oder in bestimmten Winkelbeziehungen stehen.

Aspekte können auch von einem Planeten zu einem bestimmten Punkt im Horoskop gebildet werden. Zieht man vom Erdmittelpunkt aus eine Linie zu einem Planeten, sowie eine weitere Linie, die mit einem anderen Planeten verbunden ist, dann ist die Erde der Scheitelpunkt eines messbaren Winkels. Der Winkel ist die Differenz der Längengrade (in Tierkreisgraden) und wird in Richtung des Tierkreises gezählt, aber auch in der Gegenrichtung.

Im Horoskop werden die Aspekte als farbige Linien markiert. Dabei werden nur die Verbindungen zwischen den Planeten eingezeichnet, nicht aber die Linien zum Mittelpunkt des Horoskops. Bilden zwei Planeten im Horoskop einen Aspekt, so steht dies für die Verbindung von Persönlichkeitsteilen. Grundsätzlich gibt es harmonische Aspekte und Spannungsaspekte (disharmonische Aspekte).

Was ist Astromedizin? In welchem Zusammenhang steht sie mit der Astrologie? 

In der Astromedizin stehen der Körper und seine Funktionen in Bezug zu den zwölf Tierkreiszeichen und damit in astrologischen Grundprinzipien. Die Astromedizin ist ein Teilbereich der Astrologie, der die Zusammenhänge zwischen Horoskop und Körper analysiert. Vor allem Krankheiten und körperliche Anfälligkeiten, sowie Heilungsmöglichkeiten stehen im Fokus der Astromedizin.

Achtung
Die Arbeit mit Astromedizin und ihre Anwendung setzt fundierte medizinische Kenntnisse voraus!

Die Kenntnisse in der Astromedizin bringen Bewusstheit in die Hintergründe von Erkrankungen (Psychosomatik). Sie ermöglichen, Vorbeugung zu betreiben, um Ihren Körper gesund zu erhalten.

Die Zuordnung von Tierkreiszeichen zu Körperteilen wurde erstmals im ersten Jahrhundert dargestellt:

  • Widder: Kopf
  • Stier: Mund, Schlund und Speiseröhre, Hals und Nacken
  • Zwillinge: Luftröhre und Lunge, Arme und Hände
  • Krebs: Busen, Magen und Bauch
  • Löwe: Herz, Blutkreislauf
  • Jungfrau: Dünndarm
  • Waage: Lenden-Region, Nieren, Blase, Haut
  • Skorpion: Geschlechtsorgane, Dickdarm, Mastdarm
  • Schütze: Hüft- und Oberschenkelregion, Leber
  • Steinbock: Knochengerüst und Knie
  • Wassermann: Unterschenkel, Knöchel
  • Fische: Füße

In der Astromedizin wird jedem der sieben Planeten eine der sieben Hormondrüsen im Körper zugeordnet:

  • Saturn: Epiphyse (Sitz der Seele, Verbundenheit mit der Lebensenergie)
  • Jupiter: Hypophyse (Zentrale der Steuerung)
  • Mars: Schilddrüse (Verfügbarkeit von Energie)
  • Sonne: Thymusdrüse  (Königin, Vitalität, Liebe)
  • Venus: Bauchspeicheldrüse (Energieumsatz im Körper)
  • Merkur: Nebennieren (Reaktion auf äußere Einflüsse)
  • Mond: Geschlechtsdrüsen (Empfangen, Nähren und Gebären)

Die Bedeutung der Astrologie in der Geschichte und Wissenschaft

Frühste astrologische Dokumente lassen sich im alten babylonischen Bereich (Mesopotamien) finden. Aus diesem Gebiet liegen Keilschrifttexte mit einfachen astrologischen Aussagen vor, die um 2400 vor Beginn unserer Zeitrechnung datieren.

Aus der Beobachtung von Himmelsphänomenen und den Ereignissen jener Zeit entstanden Bibliotheken von Keilschrifttexten, die als Nachschlagewerk dienten, um die Bedeutung von beinahe jeder himmlischen Konstellation zu erfassen. Die damaligen astrologischen Texte bezogen sich auf das Schicksal des Königs und seines Reiches. Eine Individualastrologie gab es zu diesem Zeitpunkt nicht. Die Astrologie hatte im alten Babylon einen sehr hohen Stellenwert, da sie noch eng mit Religion und magischen Vorstellungen verbunden war.

2000 Jahre lang war die Astrologie von Priestern bestimmt. Erst ab dem 5. Jahrhundert gab es entscheidende Veränderungen. Man löste sich von Sternen und Sternbildern.

Die erste wichtige Abstraktion, die sich in dieser Zeit ereignete, war die Schaffung eines Tierkreises von 12 x 30 °.

Die Entstehung der Tierkreiszeichen in der Astrologie

Auf der Basis eines ekliptikalen Koordinatensystems kam es zur Bildung eines ersten Tierkreises. Der Tierkreiszeichen-Kreis wurde über die Sternbilder gelegt. Die Namen der Sternbilder wurden übernommen. Man begann, sich von der Vorstellung zu lösen, dass in den Sternbildern selbst die entscheidende ursächliche Ebene zu finden sei. Vielmehr sah man zunehmend in einer Zwölfteilung der Sonnenbahn (Ekliptik) die wesentliche archetypische Struktur.

Ende des 5. Jahrhunderts findet eine weitere bedeutsame Entwicklung statt: Der Übergang von der Staats- zur Geburtsastrologie.

Das älteste überlieferte Geburtshoroskop stammt aus dem Jahr 410 v. Chr. 

Religionsgeschichtlich kommt es zum Übergang von Kollektiv- zu Individualreligionen. Die Bedeutung des Individuums wird hervorgehoben, die Vorstellung einer individuellen Seele betont. Im fernen Osten finden wir Buddha oder Lao Tse, im persischen Raum Zarathustra.


© vchalup – Adobe Stock

Astrologie während der Antike

Es ist dies auch die Zeit der griechischen Antike von Platon, Sokrates und Aristoteles. Der griechische Kulturkreis spielt später bei der Entwicklung der Astrologie eine zentrale Rolle. Die Griechen übernehmen im 3. und 4. Jahrhundert v. Chr. die babylonischen Gestirnslehren und entwickeln sie entscheidend weiter. Griechische Mathematik unterstützte diesen Prozess und die griechische Philosophie fügte sich ergänzend ein.

Die Römer hatten in dieser Zeit bereits die griechische Astrologie übernommen. Sie ordneten den griechischen Götternamen der Planeten ihre eigenen zu – jene, die wir auch heute noch verwenden. So wurde aus dem griechischen Zeus der römische Jupiter, aus Aphrodite wurde Venus und aus Hermes wurde Merkur.

Im römischen Reich fand die Astrologie eine starke Verbreitung, eine Weiterentwicklung gab es jedoch nicht.

Die Astrologie und das Christentum

Das Christentum stand in seinen Anfängen der Astrologie meist noch neutral gegenüber. Die Spaltung zwischen Christentum und Astrologie kam etwas später. Beim Konzil Ende des 4. Jahrhunderts kam es zu einem Verbot der Betätigung als „Astrologe und Magier”. Beim Konzil von Toledo wurde schließlich eine Verdammnis über die Lehren der Astrologie gelegt.

Das Ausüben von Astrologie war nur mehr unter Lebensgefahr möglich. Die Astrologie begann im römischen Reich fast völlig zu verschwinden. Sie zog sich in der Folge wieder in den arabischen Bereich zurück und fand über den islamischen Herrschaftsbereich wieder Verbreitung. Die muslimischen Herrscher hielten an der Tradition ihrer Vorgänger fest und förderten die alten Künste.

Der erste sternenkundige Papst

Der Papst Silvester II. betonte, wie wichtig die Aufnahme der arabischen Wissenschaften – unter ihnen die Astrologie – für die Weiterentwicklung des Christentums sei. Im Laufe des 11. Jahrhunderts kam es zu einer intensiven Beschäftigung christlicher Gelehrter mit der „arabischen” Sternkunde. Die damaligen Kreuzzüge verstärkten den kulturellen Austausch.

Blütezeit der Astrologie um 1450-1650

Die Blütezeit der Astrologie fiel in den Zeitabschnitt der Renaissance. In dieser Zeit wurden vermehrt antike Schriften übersetzt, die dank der Erfindung des Buchdruckes auch weite Verbreitung fanden. Für viele Gelehrte war es in dieser Zeit normal, sich dem Studium der Astrologie zu widmen. Astrologie wurde an den meisten Universitäten gelehrt.

Die medizinische Astrologie galt damals als sehr weit verbreitet. Einer ihrer berühmtesten Vertreter war der Naturphilosoph und Mediziner Paracelsus. Er betonte, dass der Zusammenhang zwischen Kosmos, den Planeten und dem menschlichen Körper als eine Einheit zu betrachten sei, in der beide sich wechselseitig spiegeln. Ähnliche Gedanken fand man bereits im alten Griechenland vor.

In dieser Zeit (1450-1650) wurde Astrologie auf den meisten Universitäten mit einer medizinischen Fakultät zum Pflichtfach.

Das Ende der Astrologie in Mitteleuropa

Entscheidend für das sinkende Interesse an der Astrologie in Europa war die wissenschaftliche Revolution und der Rationalismus der neuen Naturwissenschaften.

Diese begann mit Kopernikus  Mitte des 16. Jahrhunderts und der Wiederentdeckung des heliozentrischen Weltbildes. Die beobachteten Planetenbewegungen lassen sich viel schlüssiger erklären, wenn man die Sonne in den Mittelpunkt unseres Sonnensystems setzt.

  • Der Astronom Johannes Kepler untermauerte Anfang des 17. Jahrhunderts diese Sichtweise durch die Entdeckung der Bahngesetze der Planeten.
  • Galileo konnte zur gleichen Zeit durch seine ersten Beobachtungen mit dem Teleskop – auf Basis der Bewegungen der Jupitermonde – die neue Sichtweise bestätigen.
  • Etwa 80 Jahre später fand die Planetenbewegung in den Gravitations- undBewegungsgesetzen vonIsaac Newton ihre ursächliche Begründung. Damit etablierte Newton auch das mechanistische Weltbild. 

Ein neues Paradigma setzte sich durch:

  • Nur was messbar und berechenbar war, sollte Akzeptanz finden.

Die mechanistische Physik entwickelte sich zur neuen Leitdisziplin.

Die Astrologie verschwand in der Folge im 18. und 19. Jahrhundert fast vollständig aus dem kontinentalen Europa. Weitergetragen wurde sie in Geheimgesellschaften und fand in der Romantik einen kleinen Aufschwung. Aus der wissenschaftlichen Debatte war sie schon lange verschwunden und im Bewusstsein der breiten Masse fast völlig vergessen.

Justus Sustermans’ Portrait von Galileo Galilei – © Wikimedia Commons

Im 20. Jahrhundert kehrte die Astrologie wieder nach Europa zurück

Im 20. Jahrhundert wurden englische astrologische Bücher in die Landessprachen übersetzt und astrologische Vereinigungen gegründet. In Deutschland fand in dieser Zeit derstärkste Aufschwung statt. Aber auch in Österreich wurde 1908 die erste Österreichische Astrologische Gesellschaft gegründet.

Nach einem Rückschlag durch den 1. Weltkrieg verstärkten sich die astrologischen Kontakte wieder, bald wurden diese aber vom Nationalsozialismus politisch ausgerichtet und instrumentalisiert.

Nach dem 2. Weltkrieg wurden viele astrologische Vereinigungen neu gegründet. Das Interesse an der Astrologie und ihre Verbreitung wuchsen seit dieser Zeit bis heute.

Wodurch zeichnete sich die Astrologie des 20. Jahrhunderts aus?

Zweifellos war es die neu entstandene Psychologie, welche die Astrologie des letzten Jahrhunderts am stärksten prägte. Die Interpretation astrologischer Konstellationen unter Berücksichtigung tiefenpsychologischer Zusammenhänge war wohl der entscheidende Beitrag des 20. Jahrhunderts an der Astrologie Geschichte.

  • Das Horoskop wird zunehmend als Spiegel von Anlagen, seelischen Bedürfnissen, inneren Widersprüchen und von Potentialen betrachtet.
  • C.G. Jung wird gerne in diesem Zusammenhang zitiert, da er den Begriff der Synchronizität, der Gleichzeitigkeit, als Erklärungsmodell für astrologische Phänomene geprägt hat.
  • Durch die Konzentration auf den psychologischen Aspekt der Astrologie in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gerieten viele alte Lehren und Techniken zunehmend in Vergessenheit.
  • Am Beginn des 21. Jahrhunderts lassen sich als Antwort darauf Bestrebungen erkennen, die eine Rückbesinnung und Aufarbeitung alter Techniken zum Ziel haben.

Parallel zu einem popularisierten Mainstream findet so in der Astrologie des letzten Jahrzehnts eine Bewegung statt, in der, auf Basis einer modernen Sichtweise, altes Wissen aufgearbeitet und wiederbelebt wird.

Ein Stück konnte somit die Astrologie am Beginn des 21. Jahrhunderts wieder auf den Boden der Universitäten zurückfinden. Die Zukunft wird zeigen, wohin ihre Reise führt.

Fazit zur Astrologie

Bereits während der Zeit des babylonischen Reiches begannen die Menschen, sich mit der Astrologie zu beschäftigen. Sie beobachteten astronomische Vorgänge wie Mond und Sternenhimmel, um Vorhersagen über die Zukunft zu treffen.

Auf Grundlage der Himmelskörper entwickelten die Astrologen das Horoskop, welches die Positionen der Planeten zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort abbildet. Die Tierkreiszeichen stammen von den Sternbildern ab. Entsprechend der Lehre der Astrologie können jedem bestimmte Persönlichkeitseigenschaften zugeordnet werden, welche auch die in diesem Zeichen Geborenen verfügen. Die Astromedizin orientiert sich nicht nur an den Sternbildern, sondern auch an den Planeten, denen sie einzelne Körperteile und Organe zuordnet.

Die Ziele der Astrologie sind die bewusste Persönlichkeitsentfaltung und Lebensgestaltung. Anhand der Konstellationen ergeben sich Möglichkeiten, das persönliche Potenzial konstruktiv zu nutzen. Es wird dabei nicht zwischen positiv oder negativ unterschieden.

Jedoch können sich Astrologen bis heute nicht auf eine einzige „Theorie” einigen, die beschreibt, wie Astrologie genau funktioniert. Es existiert weder ein einheitliches theoretisches Fundament noch eine einheitliche Praxis. Jeder Astrologe kann selbst entscheiden, wie und auf welche Art und Weise er Astrologie betreiben möchte. Aufgrund dessen ist die tatsächliche Wirkung dieser Lehre umstritten.

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