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Verhütung

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Heutzutage gibt es viele unterschiedliche Methoden, mit denen sowohl die Frau als auch der Mann zuverlässig verhüten können. Dabei unterscheiden sich die verschiedenen Verhütungsmittel im Hinblick auf ihre Anwendung, Sicherheit und Wirkungsweise.  

So lassen sich die verschiedenen Verhütungsmittel bezüglich ihrer Auswirkung auf den Körper in drei Kategorien einteilen: 

  1. Verhütungsmittel, die den Eisprung unterbinden 
  2. Verhütungsmittel, die die Einnistung einer befruchteten Eizelle in der Gebärmutter verhindern 
  3. Verhütungsmittel, die ein Zusammentreffen von der Eizelle und den Spermien abblocken 

Die verschiedenen Verhütungsmethodenund -mittel

Allgemein lassen sich hormonelle, mechanische sowie chirurgische und natürliche Verhütungsmethoden unterscheiden, die sich insbesondere in ihrer Wirksamkeit und Zuverlässigkeit unterscheiden.  

Dabei ist allerdings zu erwähnen, dass die Sicherheit der einzelnen Verhütungsmittel stets in direktem Zusammenhang mit der richtigen Anwendung steht. 

Natürliche Methoden zur Empfängnisverhütung 

Um wirkungsvoll zu verhüten, muss eine Frau nicht direkt auf die zusätzliche Einnahme von Hormonen zurückgreifen. Heutzutage existieren viele natürliche Methoden, mit denen eine Frau sicher verhüten kann. 

Dabei basiert die Vorgehensweise stets auf der Messung und Bestimmung der fruchtbaren Tage iZyklus der Frau. Indem die Tage ermittelt werden, in denen das Risiko einer Empfängnis besonders hoch ist, kann eine Frau einer Schwangerschaft gezielt entgegenwirken. 

Hierbei kann die Frau während ihrer unfruchtbaren Tage und ohne den Einsatz weiterer Verhütungsmittel Sex haben. Innerhalb des besonders fruchtbaren Zeitraums dagegen muss die Frau etwa auf den Geschlechtsverkehr verzichten oder wie bei anderen Methoden auf ein zusätzliches Verhütungsmittel zurückgreifen. 

Zu den natürlichen Methoden zählen unter anderem die Hormonmessung, die Temperaturmethode oder die Billings-Methode.  

Mechanische Methodender Verhütung

Diese Art der Verhütung besitzt vor allem die Aufgabe das Zusammentreffen von der Eizelle und den Spermien zu verhindern, indem das Sperma vorher mechanisch abgefangen wird. 

Während es für den Mann nur das Kondom als mechanisches Verhütungsmittel gibt, kann die Frau sich zwischen verschiedenen entscheiden. Dazu gehören zum Beispiel das Diaphragma, die Portiokappe oder der Verhütungsschwamm. 

Allerdings gehören das Kondom für den Mann sowie das Femidom für die Frau bisher zu den einzigen Verhütungsmitteln, die nicht nur zur Empfängnisverhütung dienen, sondern auch vor sexuell übertragbaren Krankheiten schützen.  

Daher ist es in jedem Fall sinnvoll, ein solches Verhütungsmittel zusätzlich zum Schutz vor Geschlechtskrankheiten einzusetzen. 

Hormonelle Methoden

Bei hormonellen Verhütungsmitteln erfolgt die Wirkung durch die Hormone Gestagen und Östrogen. Dabei werden diese Hormone etwa einzeln oder in Kombination auf ganz unterschiedliche Weise dem weiblichen Körper zugeführt. 

Während das primäre Ziel einer hormonellen Verhütung die Unterbindung des Eisprungs darstellt, führen manche Hormonpräparate zusätzlich zu einer Veränderung des Zervixschleims. Demzufolge wird den Spermien zusätzlich der Eintritt in die Gebärmutter erschwert.  

Zu den bekanntesten hormonellen Verhütungsmitteln gehören dabei die Antibaby- und Minipille sowie das Hormonpflaster, der Hormonring und die Hormonspirale. 

Die Verhütung mit IUP 

Die Abkürzung IUP steht für den medizinischen Begriff “Intrauterinpessar” und gilt vor allem als Methode der Langzeitverhütung.  

Bei der IUP handelt es sich dabei um ein kupferhaltiges Objekt, welches in die Gebärmutter der Frau eingesetzt wird. Die bekanntesten Verhütungsmittel stellen hierbei die Kupferkette und die Kupferspirale dar 

Während die Kupferspirale lediglich in die Gebärmutter eingelegt wird, wird die Kupferkette an der Gebärmutterwand fixiert. So wird das Risiko, dass die Spirale verrutschen könnte, erheblich verringert. 

Von besonderer Bedeutung für die Funktion dieses Verhütungsmittel ist das enthaltene Kupfer. Denn dieses ruft eine nicht bakterielle Entzündungsreaktion hervor, die eine Einnistung der Eizelle gezielt verhindert. 

Chirurgische Methoden 

Neben den zeitweiligen Verhütungsmitteln gibt es noch weitere Methoden zur Verhütung, die jedoch mit einer endgültigen Unfruchtbarkeit einhergehen: Die Sterilisation bei der Frau und die Vasektomie bei dem Mann. 

Diese Art der Empfängnisverhütung stellt jedoch einen chirurgischen Eingriff dar, bei dem etwa die Samenleiter des Mannes oder die Eileiter der Frau durchtrennt werden. 

Da eine solche Methode allerdings dauerhaft ist, sollte dieser Eingriff vorher gut überlegt sein und dessen Vor- und Nachteile abgewogen werden. 

Der Pearl Index: So sicher sind die verschiedenen Verhütungsmittel

Um die Wirksamkeit und Zuverlässigkeit der Verhütungsmethoden zu bestimmen, entwickelte der Biologe Raymond Pearl einen Index, der die Sicherheit der einzelnen Verhütungsmittel wiederspiegelt: Der Pearl Index. 

Das Fundament des Pearl Index bildet dabei eine einjährige Messung: In einem Zeitraum von einem Jahr greifen 100 gebärfähige Frauen auf dasselbe Verhütungsmittel zurück. Die Anzahl der Frauen, die trotz der regelmäßigen und korrekten Anwendung der Verhütungsmethode, schwanger geworden sind, gilt daraufhin als Pearl Index. 

Je niedriger also der Pearl Index ausfällt, desto sicherer ist die Verhütungsmethode. 

Die Wahl des richtigen Verhütungsmittels 

Das “richtige” Verhütungsmittel für jede Frau gibt es leider nicht – zu unterschiedlich sind die persönlichen Ansprüche, Wünsche und Vorstellungen bezüglich der eigenen Verhütung.  

Daher sollte eine Frau stets für sich selbst herausfinden, welches Verhütungsmittel am besten zu ihrem Körper, ihrem Lebensstil und ihren Bedürfnissen passt. 

Da jede Verhütungsmethode andere Vor- und Nachteile hinsichtlich seiner Anwendung, Sicherheit und Wirkungsweise zu bieten hat, sollten Frauen zunächst Prioritäten unter Berücksichtigung folgender Kriterien festlegen: 

  • Eine hohe Verhütungssicherheit 
  • Die Häufigkeit der Einnahme oder Anwendung 
  • Die eigene Lebenssituation sowie das Alter 
  • Gesundheitliche Einschränkungen 
  • Der Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten 
  • Die Einstellung zum eigenen Körper 
  • Die Beeinträchtigung des Sexuallebens 
  • Die zusätzliche Einnahme von Hormonen 
  • Die Endgültigkeit der Empfängnisverhütung 
  • Die Wiederherstellung der Fruchtbarkeit 
  • Der Familienstand

Anhand dieser Faktoren können Frauen schnell herausfinden, welches Verhütungsmittel das Richtige ist, um sich nicht nur gegen eine Empfängnis zu schützen, sondern auch um sich rundum wohlzufühlen. 

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