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Eileiter (Tuba uterina): Funktion, Erkrankungen, Sterilisation

In diesem Beitrag erfahren interessierte alles Wissenswerte rund um die weiblichen Tuba uterina, die sogenannten Eileiter. (Foto: krishnacreations - Fotolia)

Die Eileiter (Tuba uterina) bestehen aus 2 dünnen, muskulösen, etwa 10 – 20 cm langen,  schlauchartigen Gebilden. Diese ziehen sich links und rechts vom oberen Teil  der Gebärmutter, in Haltebändern verankert, bis zu den Eierstöcken.

In jedem Monats-Zyklus haben sie die wichtige Aufgabe, befruchtbare Eizellen sicher zur schützenden Gebärmutter-Höhle zu geleiten.

Das zum zugehörigen Eierstock hin offene, trichterförmige, von zahlreichen Gewebe-Fransen (Fimbrien) besetzte Ende (die Ampulle) des Eileiters kreist schon vor dem Eisprung suchend über den reifenden Eibläschen (Follikel).

Auf diese Weise ist sichergestellt, dass die sprungbereite Eizelle ja nicht verpasset wird. Sprengt die Eizelle schließlich ihre Follikel-Hülle, wird sie förmlich in den Trichter des Eileiters hineingesogen und nun Richtung Gebärmutter transportiert.

Fortbewegung der Eizelle

Im Innern besitzt jeder Eileiter Milliarden winzigster Haarzellen (das Flimmerepithel), die sich wie zarte Wasseralgen vor- und zurückbewegen und dabei einen Sog erzeugen, der die Eizelle vorwärts treibt.

Sie schwimmt dabei in einem klaren Schleim, der von Drüsen in den Eileiterwänden erzeugt wird und die Eizelle nach allen Seiten gut  abpolstert.

Sperma-Zellen, die es nach dem Sexualverkehr durch Scheide, Muttermund und Gebärmutter bis zu den Eileitern geschafft haben, müssen gegen diesen Strom anschwimmen; dabei fallen Schwächere zurück.

Mögliche Erkrankungen der Eileiter

Empfängnisverhütende „Spiralen“ (Intrauterinpessare), die in die Gebärmutter eingesetzt wurden, können in seltenen Fällen zu entzündlichen Prozessen in Gebärmutter- und Eileiterwänden führen.

Dadurch erhöht sich das Risiko, dass ein befruchtetes Ei in der Tuba uterina stecken bleibt und eine lebensgefährliche Eileiter-Schwangerschaft entsteht.

Bei Unterleibs-Entzündungen können die Eileiter verkleben und vernarben. (Die meisten „Eierstock-Entzündungen“ betreffen die Eileiter!)

Häufig erfolgt eine Eileiter-Entzündung auf beiden Seiten, da die Infektion oft nicht im Eileiter entsteht, sondern die Keime über Scheide und Gebärmutterhals eintreten und dann über die Gebärmutter beidseitig weiter aufsteigen.

Das kann – ebenso wie ständige stressbedingte Krämpfe der Eileiter-Muskulatur – unter Umständen zu Unfruchtbarkeit führen.

Möglichkeit der Sterilisation

Eine Frau, die endgültig kein Kind mehr will, kann sich sterilisieren lassen:

Bei einer Tubensterilisation werden die Eileiter unter Vollnarkose durchtrennt bzw.  verschlossen. Dies kann durch einen Clip geschehen oder dadurch, dass die Eileiter mit Hitze verschweißt werden (Tubenligatur = Unterbindung oder Tubenkoagulation = Abklemmung mit Einschmelzung der Bruchstellen).

In manchen Fällen können die Eileiter danach aber wieder durchgängig werden.

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