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Ledum – homöopathisches Mittel bei Wunden

Ledum ist vor allem ein Erste-Hilfe-Mittel zur Selbstmedikation bei Stichverletzungen. Es beugt Wundinfektionen vor und lindert Schmerzen. (Foto: Xaver Klaussner | Adobe Stock)

Ledum ist ein homöopathisches Mittel aus dem Pflanzenreich und wird aus den jungen Zweigspitzen des Sumpfporstes hergestellt. Der Sumpfporst (Ledum palustre), der auch Wilder Rosmarin genannt wird, wirkt aufgrund seines ätherischen Öls keimtötend und vertreibt Insekten. In der Volksmedizin wurde die Pflanze schon im 15. Jahrhundert gegen Ungezieferbefall angewendet. In der Homöopathie ist Ledum vor allem ein wichtiges Erste-Hilfe-Mittel bei Verletzungen.

Das sind die Anwendungsgebiete von Ledum

  • Schnittwunden
  • Stichwunden
  • Insektenstiche
  • Augenverletzungen
  • Bisswunden
  • Splitterverletzungen

Typische Symptome

  • bläulich geschwollene Haut um die Verletzung herum
  • die haut um die Verletzung fühlt sich kalt an
  • sichtbare Einblutung
  • stechender Schmerz
  • Schulter-Zucken
  • kalte Wunde bessert sich durch kalte Anwendung

Verbesserung durch

  • frische, kühle Luft
  • kalte Anwendungen
  • Eis essen

Verschlechterung durch

  • Wärme
  • Berührung
  • Alkohol
  • Bettwärme

Auslöser der Beschwerden

  • Verletzung
  • Insektenstich
  • Impfung

Kalte Wunden bessern sich durch Kälte

Bei allen Verletzungen, die durch spitze Gegenstände wie z. B. einen Nagel, eine Scherbe oder auch ein Messer entstanden sind, kann Ledum helfen, dass die Schmerzen rasch nachlassen und eine Wundinfektion verhindert wird. Allerdings müssen Sie die typischen Symptome genau gegen die anderer Verletzungsmittel wie Hypericum oder Arnica  abgrenzen.

Eines der wichtigsten Unterscheidungsmerkmale ist dabei eine paradoxe Modalität. Wenn sich eine Wunde kalt anfühlt und sich die Schmerzen dennoch durch kalte Umschläge bessern, haben Sie mit Ledum die richtige Wahl getroffen.

Dosieren Sie im akuten Verletzungsfall wie folgt: Lassen Sie einmalig drei Globuli in der Potenz C30 langsam im Mund zergehen.

Blaue Augen heilen schneller ab

Ein weiteres typisches Anwendungsgebiet von Ledum sind Augenverletzungen. Nach einem Hieb sieht das „Boxerauge“ dann aus wie eine bläulich-rot gemalte Brille, und Kälte wird als angenehm empfunden. Auch bei Prellungen des Auges mit einer sichtbaren Einblutung ist Ledum hilfreich; das Mittel lässt den Bluterguss besser abheilen.

Bottles of homeopathic globules – Arsenicum album, Bryonia alba, Phosphorus – homeopathic remedies for treatment and prophylaxis of Coronavirus Covid-19. Homeopathic bottles on green background.

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ACHTUNG: Manchmal kann bei einer Prellung am Auge Arnica das richtige erste Mittel sein! Wenn nach der Gabe von Arnica weiterhin eine Schwellung besteht und sich der geprellte Bereich kalt anfühlt, kann Ledum das geeignete Folgemittel sein.
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