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Sulfur: Das homöopathische Mittel wirkt gegen Hautprobleme und Hitzewallungen

Wenn Sie zu Akne, juckender oder trockener Haut neigen, dann ist das aus dem Mineral Schwefel gewonnene Heilmittel Sulfur das richtige für Sie. (Foto: airborne77 | Adobe Stock)

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Inhaltsverzeichnis

Sulfur kann sowohl psychische Leiden lindern als auch dem Körper beim Entgiften helfen. In der Homöopathie ist es eines der großen Konstitutionsmittel, das heißt es hilft ganzheitlich und wirkt auf den Körper sowie auf die Psyche.

Sowohl akute Beschwerden als auch chronische Erkrankungen können mit dem homöopathischen Mittel Sulfur behandelt werden. Insbesondere wenn Sie unter Atemwegserkrankungen, Hautproblemen sowie Magen-Darm-Beschwerden leiden, können Sie Sulfur als alternative Medizin einsetzen. Sulfur ist eines der großen Konstitutionsmittel in der Homöopathie, kann aber in niedrigen Potenzen auch zur Selbstbehandlung hilfreich sein.

Wirkung von Sulfur: Bei welchen Beschwerden kann das Mittel helfen?

Die Anwendungsgebiete von Sulfur sind vielfältig:

Sulfur Schwefel
Sulfur kann bei einer Menge an Beschwerden helfen

Doch auch bei seelischen Beschwerden kann Sulfur zum Einsatz kommen, zum Beispiel bei depressiven Verstimmungen sowie bei hypochondrischen Angstzuständen. Auch Schlafstörungen können mit Sulfur behandelt werden.

Was sind die typischen Beschwerden, die die Behandlung mit Sulfur anzeigen?

Wenn Sie unter diesen Beschwerden leiden, ist Sulfur für Sie wahrscheinlich das richtige Mittel:

Leitsymptome:

  • Hautjucken, dass durch Kratzen zunächst gelindert wird, später jedoch in Brennen übergeht
  • Rötung der Haut
  • Grippale Infekte heilen nicht richtig aus
  • Trockene, juckende Hautausschläge
  • Unverträglichkeit von Milch

Verlangen nach:

Wann verbessern oder verschlechtern sich die Beschwerden, die auf Sulfur als Mittel der Wahl hindeuten?

Es gibt einige Indikatoren, die anzeigen, wann Sie Sulfur als alternatives Mittel für die Behandlung in Betracht ziehen sollten. Berücksichtigen Sie dafür die Umstände, unter denen sich die Beschwerden verbessern oder verschlechtern.

Verbesserung der Beschwerden durch:

  • Anstrengung
  • Frische Luft
  • Bewegung
  • Liegen auf der rechten Seite
  • Kalte Speisen und Getränke
  • Schwitzen

Verschlechterung der Beschwerden:

  • Vormittags gegen 11 Uhr
  • Beim Liegen
  • Bei Nässe
  • Süßigkeiten
  • Durch stickige Raumluft
  • Nach dem Waschen oder Baden
  • Überanstrengung
  • Durch Stehen
  • Bettwärme

Als Ursachen für Ihre Beschwerden kommen verschiedene Gründe infrage:

  • Infektionen
  • Überempfindliche Haut
  • die Einnahme von Antibiotika
  • Impfung

Woraus besteht das homöopathische Mittel?

Das homöopathische Mittel Sulfur besteht aus Schwefel. Sulfur ist das lateinische Wort für Schwefel. Aus dem feingemahlenen Mineral Schwefel wird die so genannte Schwefelblüte gewonnen. Dieses feine gelbe Pulver wird dann zu dem homöopathischen Mittel Sulfur potenziert.

Schwefel ist von Natur aus in allen unseren Körperzellen enthalten. Er kommt im Körper meist in Verbindung mit anderen Stoffen wie zum Beispiel Sauerstoff vor. Schwefel wird unter anderem für die Herstellung von Kollagen im Körper gebraucht, was wiederum essenziell für Haut, Haare und Bindegewebe ist. Für den Energiestoffwechsel sowie den Eiweißhaushalt ist Schwefel unverzichtbar.

Sulfur

In Thermen werden häufig Schwefelbäder angeboten. Sie versprechen, dass sie Beschwerden bei Allergien, Rheuma und Schuppenflechte lindern.

Wie genau wirkt das homöopathische Mittel?

Als Wirkstoff in homöopathischen Mitteln wirkt Sulfur auf das vegetative Nervensystem. Verschiedene Teile des Körpers sprechen auf Sulfur besonders an:

Wann ist Sulfur besonders hilfreich?

Der homöopathisch aufbereitete Schwefel ist besonders hilfreich, wenn Hitzewallungen und Schweißausbrüche im Vordergrund der Symptomatik stehen. Meistens haben die betroffenen Frauen auch Heißhungerattacken auf Süßes.

Wenn Sie von Ihrem Arzt ein Antibiotikum bekommen haben und die Beschwerden dadurch zwar nicht mehr akut sind, Sie sich jedoch trotzdem nicht wirklich gesund fühlen, wird Ihnen Sulfur helfen.

Wenn Ihre Haut sehr trocken ist und sich der Juckreiz in der Wärme, z. B. nachts im Bett, verschlimmert, sollten Sie einen Versuch mit Sulfur starten.

Sulfur bei chronischen Entzündungen: Bei welchen Erkrankungen wirkt das Mittel?

Die entzündungshemmende Wirkung von Sulfur zeigt sich besonders bei Beschwerden mit dem Magen-Darm-Trakt sowie den Atemwegsorganen. Auch bei entzündlichen Prozessen im Bewegungsapparat, ist Sulfur ein guter Begleiter. Bindehautentzündung oder Ohrenschmerzen sind ebenso Anwendungsgebiete wie gerötete Ausschläge. Bei immer wiederkehrenden Blasenentzündungen kann Sulfur in der Potenz C15 einmal pro Woche eingenommen werden.

Wenn Sie Sulfur bei psychischen Beschwerden einsetzen wollen, sollten Sie vorher mit einem Arzt, Apotheker oder Homöopathen sprechen, da die Psyche komplex ist. Um tatsächliche Behandlungserfolge zu erzielen und keine Verschlimmerung der Symptome zu erreichen, ist es daher wichtig, die richtige Potenz einzusetzen. Studieren Sie auch immer die Packungsbeilage, wenn Sie bei der Selbstmedikation unsicher sind.

Entgiften mit Sulfur: ist das möglich?

Sulfur kann nach Antibiotika- oder Kortisonbehandlungen eingenommen werden, um den Körper zu entgiften. Ist der Körper nach einer solchen Behandlung mit Schlackenstoffen belastet, kann Sulfur beim Abbau helfen.

Der Begründer der Homöopathie, Joseph Hahnemann, nutzte Sulfur für die Entgiftung, um im Anschluss zu klären, unter welchen Symptomen und Beschwerden er überhaupt leidet und welches Krankheitsbild vorliegt.

Sulfur: Wie wird es angewendet?

Sulfur erhalten Sie in der Apotheke oder in Online-Apotheken sowohl in Form von Globuli als auch als Tropfen oder Tabletten. Für die Selbstbehandlung sollten Sie auf die Potenzen D6 oder D12 zurückgreifen.

Einmal täglich fünf Globuli in der Potenz D12 nehmen Sie bei:

  • Hauterkrankungen
  • Entzündungen der Augen
  • Nach Antibiotika- oder Kortisonbehandlungen
  • Bei Entzündungen der Ohren

Sulfur in der Potenz D6 können Sie mehrmals täglich in Dosen von drei Streukügelchen einnehmen. In Notfällen können Sie alle halbe Stunde drei Kügelchen einnehmen, allerdings nicht häufiger als zehn Mal innerhalb eines Tages. D12 können Sie bei länger anhaltenden Beschwerden einnehmen, maximal aber sechsmal pro Tag. Bei Juckreiz, der sich unter Wärme verschlimmert, lassen Sie einmal täglich drei Globuli in der Potenz C6 langsam im Mund zergehen.

Bei schweren Krankheitsbildern und stark psychischen Beschwerden, kann Sulfur in den Potenzen C30, C200 oder C1000 eingesetzt werden. Das sollten Sie aber niemals ohne die Begleitung eines Homöopathen tun und den Behandlungsfortschritt regelmäßig kontrollieren lassen.

Wenn sie mit der Einnahme von Sulfur starten, sollten Sie zunächst abwarten, ob sich eine Erstverschlimmerung einstellt, insbesondere bei Hauterkrankungen. In diesem Fall sollten Sie die Einnahme unterbrechen.

Was kennzeichnet den Sulfur-Typ?

Typische Eigenschaften von Personen, für die Sulfur das richtige Mittel sein kann, sind ein großes Selbstvertrauen, Intellektualität sowie Zynismus gegenüber anderen. Ein großer Geschäftssinn, Extrovertiertheit und diffuse Ängste sind weitere Eigenschaften des Sulfur-Typs.

Sulfur bei Babys und Kindern anwenden?

Auch Kinder und Babys können mit Sulfur behandelt werden. Hautausschläge vom Windeltragen können ein Anwendungsgebiet sein, ebenso grippale Infekte oder Erkältungen. Verdauungsprobleme bei Kindern können ebenfalls mit Sulfur unterstützend behandelt werden. Kinder unter drei Jahren erhalten zwei Globuli pro Tag, Kinder über drei Jahren erhalten drei Globuli pro Tag.

Fazit: So kann Ihnen das homöopathische Mittel Sulfur bei akuten und chronischen Erkrankungen helfen

Mit dem homöopathischen Mittel Sulfur, das auf dem Wirkstoff Schwefel basiert, können Sie gegen Hautausschläge und Entzündungen vorgehen. Beschwerden im Magen-Darm-Trakt können ebenfalls mit Sulfur behandelt werden.

Das Mittel können Sie in den Potenzen D6 und D12 in der Selbstmedikation anwenden. Auch Babys und Kinder können von Sulfur profitieren. Sulfur hat außerdem eine entgiftende Wirkung und kann den Körper nach einer Antibiotikatherapie reinigen. Bei einer Erstverschlimmerung sollten Sie die Einnahme zunächst unterbrechen. Wenn sich die Beschwerden auch nach einer Woche nicht bessern, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Die Einnahme höherer Potenzen sollte außerdem nicht ohne die Begleitung eines Homöopathen erfolgen.

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