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Nesselsucht - Ursachen, Symptome, Diagnose & Behandlung

Inhalt

Alle Fakten zur Nesselsucht

Definition: Hauterkrankung, die gerötete, stark juckende Hautstellen auslöst.

Symptome: gerötete Haut, stark juckende Quaddeln, Angioödeme

Diagnose: ausführliche Anamnese, Allergietests, diverse Tests je nach Ausprägungsform

Behandlung: Erste Hilfe: kühlende Auflagen, Medikamente je nach Ausprägungsform

Die Nesselsucht ist eine häufig auftretende Hauterkrankung, bei sich die Haut stark rötet und auf der Oberfläche juckende Quaddeln auftreten. In den meisten Fällen handelt es sich um einen akuten Befall, der nach sechs Wochen von allein verschwindet. Jedoch gibt es auch Ausnahmen und die Quaddeln und der Juckreiz verschwinden nicht. Dann ist eine chronische Nesselsucht entstanden.
Die Hauterkrankung ist in den meisten Fällen behandelbar bzw. lassen sich die Symptome lindern. Jede Nesselsucht heilt nach einer gewissen Zeit von allein ab, das kann sich aber auch um Jahre handeln.

Definition: Was ist eine Nesselsucht?

Bei der Nesselsucht (Urtikaria) handelt es sich um eine Hauterkrankung, deren typische Symptome gerötete Haut, stark juckende Quaddeln (Schwellungen der Haut) und/oder Schleimhautschwellungen (Angioödeme) sind.

Der lateinische Begriff wird mit „Brennnessel“ übersetzt, da eine ähnliche Reaktion der Haut auftritt, wie bei dem Kontakt mit einer Brennnessel. Neben Neurodermitis und Schuppenflechte zählt die Nesselsucht zu den meist verbreitetsten Hauterkrankungen. Ca. 20 % aller Deutschen waren schon einmal betroffen.

In den meisten Fällen bleibt es bei einer einmaligen Episode (akute Urtikaria), die nach spätestens sechs Wochen wieder abklingt. Bei etwa jedem 50. Patienten entwickelt sich eine chronische Form der Nesselsucht. Dabei kommt es immer wieder zu Krankheitsschüben oder permanent bestehenden Quaddeln.

Quaddeln, ausgelöst durch Nesselsucht
Nesselsucht kommt so häufig vor, dass die Chancen, dass Sie daran irgendwann erkranken, bei 10 bis 25 % liegen. © Jürgen Fälchle – Adobe Stock

Die Beschwerden entstehen, wenn in der Haut Histamin und andere Entzündungs-Botenstoffe freigesetzt werden. Die Auslöser dafür können jedoch ganz unterschiedlicher Natur sein. Genau das macht die Diagnose und Therapie der Erkrankung schwierig.

Die chronische Nesselsucht tritt in jedem Alter auf, wobei jüngere Menschen eher selten davon betroffen sind. Frauen sind doppelt so häufig betroffen wie Männer.

Formen der Nesselsucht

Grundsätzlich unterscheidet man in der Medizin drei Arten von Nesselsucht:

  • akute (spontane) Urtikaria
  • chronisch spontane Urtikaria
  • idiopathische Urtikaria
  • chronisch induzierbare Urtikaria

Akute (spontane) Nesselsucht

Die akute (spontane) Nesselsucht tritt ohne offensichtlichen Auslöser auf. Viele Betroffene leiden allerdings an akuten Infektionen der Atemwege und des Verdauungstrakts, daher wird hier ein Zusammenhang vermutet. Auch eine Nahrungsmittelunverträglichkeit oder eine Allergie können die Ursache sein.

Chronisch spontane Nesselsucht

Wenn eine spontane Urtikaria länger als sechs Wochen anhält, wird sie als chronisch spontane Urtikaria bezeichnet. Hier können die Symptome entweder kontinuierlich oder wiederholt (mit kurzen oder längeren symptomfreien Phasen dazwischen) auftreten.

Ursachen einer spontanen chronischen Nesselsucht können sein:

  • Chronische Infekte: wiederkehrende Infekte wie beispielsweise eine Nasennebenhöhlenentzündung, Mandelentzündung oder Kieferabszesse
  • Autoimmunreaktionen: Abwehrzellen des Immunsystems gehen gegen körpereigene Zellen vor
  • Überempfindlichkeit/Pseudoallergie: das Immunsystem reagiert überempfindlich auf bestimmte Zusatzstoffe in Nahrungsmitteln, Aromastoffe, Kosmetika oder Medikamente

Eine chronisch spontane Urtikaria kann aber auch durch andere Faktoren ausgelöst werden, zum Beispiel im Rahmen einer Allergie. In 20 % der Fälle kann aber keine genaue Ursache ausgemacht werden, dann spricht man von einer idiopathischen Urtikaria.

Chronisch induzierbare Nesselsucht

Bei der chronisch induzierbaren Form ist es ein bestimmter Reiz, der die Nesselsucht immer wieder hervorruft und Quaddeln auslöst. Handelt es sich bei diesem Reiz um eine physikalische Größe wie Druck, Kälte, Wärme oder Licht, spricht man auch von einer physikalischen Nesselsucht. Daher wird sie zur besseren Übersicht weiter unterteilt in:

  • Cholinergische Urtikaria (Wärmekontakturtikaria)

Bei dieser Form entstehen die Symptome durch eine Erhöhung der Körpertemperatur. Das kann durch Schwitzen, Hitze oder auch einfach nur Stress erfolgen. Häufiges Symptom bei einer cholinergischen Nesselsucht ist eine gerötete Haut, die von etwa stecknadelkopfgroßen Quaddeln übersät ist – diese treten vor allem an Armen, Beinen, Brust und Bauch sowie auf dem Rücken auf. Bei Abkühlung des Körpers klingen die Symptome meist wieder rasch ab.

  • Kälteurtikaria

Sie springt auf kalte Luft, kalte Flüssigkeiten oder kalte Gegenstände an. Wo die Temperaturgrenze bei dieser Form der Nesselsucht liegt, ist von Patient zu Patient verschieden. Bei einigen genügt bereits ein kalter Schweißfilm auf der Haut, um die Urtikaria auszulösen. Die Quaddeln entstehen meist nach einigen Minuten und können den Betroffenen für einige Stunden quälen.

  • Druckurtikaria

Ein anhaltender Druck löst hier zeitlich versetzt die Hauterkrankung aus. Erst nach drei bis zwölf Stunden entstehen die Quaddeln auf der Haut, daher wird ein direkter Zusammenhang mit der Druckeinwirkung oft nur schwer erkannt.

  • Vibrationsurtikaria

Ein möglicher Auslöser der Urtikaria kann Vibration sein, wie etwa bei Arbeiten mit dem Presslufthammer.

  • Lichturtikaria

Eine Ursache kann auch UV-Licht (zum Beispiel im Solarium) oder sichtbares Licht sein.

  • Urtikaria factitia (Urtikarieller Dermografismus)

Ausgelöst wird die Nesselsucht hier durch sogenannte Scherkräfte, die auf die Haut einwirken. Diese Kräfte entstehen bei Einwirkungen auf die Haut wie beispielsweise Kratzen, Reiben oder Scheuern.

Formen der Nesselsucht

Auslöser: Was verursacht eine Nesselsucht?

Wenn Menschen quasi über Nacht von den quälend juckenden Quaddeln überrascht werden, vermuten sie und die meisten Ärzte v. a. Allergien, Stress oder exotische Nahrungsmittel als Auslöser. Doch hinter diesen spontanen Fällen stecken nach neuesten Erkenntnissen meist akute Infektionen (40 %) oder Unverträglichkeiten gegen Medikamente (10 %).

Dennoch sollten auch andere Faktoren mit in Betracht gezogen werden. Sehr häufig gehen die Symptome außerdem auf eine Autoimmunerkrankung zurück. Allergien sind dagegen nur sehr selten die wirkliche Ursache der juckenden Quaddeln. Nichtsdestotrotz sollte bei starken unklaren Beschwerden ein Allergietest durchgeführt werden.

Mögliche Auslöser einer „spontanen” Nesselsucht sind:

  • akute Infektionen (Erkältungs-Krankheiten, Harnwegs-Infekte)
  • Unverträglichkeit gegenüber Medikamenten, z. B. Schmerzmittel (wie Diclofenac, Ibuprofen oder Aspirin), ACE-Hemmer
  • Lebensmittel und -zusatzstoffe
  • Stress und psychische Anspannung
  • besonders hohe oder niedrige Temperaturen
  • chemische Substanzen wie Waschmittel, Weichspüler
  • Kleidung (reizende Fasern, Farbstoffe)

Hinter einer chronischen Urtikaria stecken dagegen oft andere Ursachen wie:

  • Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten
  • chronische Infekte (z. B. bakterielle Besiedlung der Nasennebenhöhlen bzw. der Mandeln)
  • Hepatitis-Viren
  • das Magenbakterium Helicobacter pylori
  • Zahnwurzelentzündungen
  • Darmpilze

Auslöser von Nesselsucht

Welche Symptome löst die Nesselsucht aus?

Egal, was die Hautkrankheit auslöst: Die Symptome der Nesselsucht sind immer ähnlich. Typische Krankheitszeichen sind stark juckende und brennende Quaddeln und Angioödeme.

Bei Quaddeln handelt es sich um umschriebene Wasseransammlungen in oberflächlichen Anteilen der Haut. Durch diese wölbt sich die Hautoberfläche scharf vor und ist in den meisten Fällen von einer entzündlichen Rötung umgeben. Die Farben der Quaddeln reichen von hautfarben bis zu weißlich. Benachbarte Quaddeln können sich zu flächigen Schwellungen zusammenschließen. Die einzelnen Hautveränderungen können wenige Millimeter, aber auch bis zu zwei Zentimeter groß werden.

Die Quaddeln bilden sich auch ohne Therapie nach 24 Stunden vollständig zurück, jedoch können dafür gleichzeitig an anderen Stellen neue entstehen. Bei der häufiger auftretenden Form, der akuten (spontanen) Urtikaria, verteilen sich die Quaddeln unregelmäßig auf der gesamten Haut.

Nesselsucht Quaddeln
Bei einer Nesselsucht können Quaddeln am ganzen Körper auftreten. © Jürgen Fälchle – Adobe Stock

Ein seltener vorkommendes Symptom bei der Nesselsucht sind Angioödeme. Diese treten entweder gleichzeitig mit Quaddeln auf oder vereinzelt auch allein. Angioödeme zeichnen sich durch großflächige, unscharf begrenzte tiefe Schwellungen auf, die sich innerhalb von ein bis drei Tagen zurückbilden. Rötungen oder Juckreiz tritt hier in der Regel nicht ein, jedoch kann es zu einem Spannungsgefühl und gelegentlich zu einem schmerzhaften Brennen kommen.

Angioödeme bilden sich vorzugsweise an Handflächen und Fußsohlen sowie im Gesicht. Auch Schleimhäute wie die Zunge, der Rachen oder der Kehlkopf können betroffen sein, in diesen Fällen kann es zu Atemschwierigkeiten kommen. Im sehr seltenen Fall können Angioödeme auch Anzeichen für eine erbliche Krankheit sein, dann spricht man von einem hereditären Angioödem.

Die Nesselsucht ist nicht ansteckend und wenn sie nur die Haut betrifft für andere Menschen ungefährlich.

Diagnose: Wie wird die Diagnose Nesselsucht gestellt?

  • Patientenbefragung

Den ersten Schritt bei der Suche nach dem Auslöser oder der Ursache der Nesselsucht stellt die gründliche Patientenbefragung dar. Im Gespräch mit dem Arzt wird die Krankheitsgeschichte erfasst (Anamnese), der Patient schildert seine Beschwerden. In den meisten Fallen wird auch nach eventuellen Vor- oder Grunderkrankungen gefragt, um die mögliche Ursache für die Nesselsucht zu ermitteln.

  • Allergietest

Keine weiteren Diagnoseschritte müssen bei der akuten (spontanen) Urtikaria gemacht werden. Nur wenn der Verdacht besteht, dass die Nesselsucht durch eine allergische Reaktion ausgelöst wurde, kann ein Allergietest angeführt werden, um den Auslöser zu finden.

  • Beschwerdetagebuch

Bei vielen Patienten, die von der chronischen Nesselsucht betroffen sind, kann eine Diagnose jedoch sehr lange dauern, da mögliche Ursachen und Auslöser nur schwer zu identifizieren sind. Helfen kann dabei ein genaues Niederschreiben der eigenen Symptome in einem Beschwerdetagebuch.

  • Serumtest

Bei einer chronischen Erkrankung gehört außerdem Untersuchung nach Infekten, Allergie-Tests, Diäten oder sogenannten autologen Serumtest dazu. Dabei wird dem Patienten Blut abgenommen.

Daraus wird Blutserum gewonnen, das anschließend wieder unter die Haut am Unterarm injiziert wird. Bilden sich daraufhin Quaddeln, ist das der Beweis für eine sogenannte autoreaktive Urtikaria. Dabei führen körpereigene Botenstoffe zur Ausschüttung von Histamin und damit zu einem Nesselausschlag.

  • Patientenfragebögen

Auch Fragebögen helfen bei der Diagnostik. Dort wurden zusätzlich zu den allgemeinen dermatologischen Befragungen, auch spezielle Fragebögen zur chronischen Urikaria entwickelt.

  • Urtikariakontrolltest (UCT)

Relativ neu in der Nesselsucht-Diagnostik ist der Urtikariakontrolltest (UCT). Dabei wählt der Betroffene aus fünf vorgegeben Antworten jene aus, die am besten auf seine Lebenssituation zutrifft. Anhand der Antworten kann somit die aktuelle Krankheitssituation der Nesselsucht erfasst werden.

  • Weitere Untersuchungsmethoden bei Nesselsucht

Neben diesen Untersuchungen wird außerdem festgestellt, ob eine Autoreaktiviät – also ob das Immunsystem des Körpers Abwehrantikörper gegen körpereigene Eiweiße herstellt. Außerdem werden Unverträglichkeitstest gegen Medikamente und Nahrungsmittel sowie chronische Effekte gemacht.

Eine weitere Methode, die der Arzt durchführen kann, ist die Reibung der Haut mit einer stumpfen Spitze. Wenn sie sich daraufhin rötet, zu jucken beginnt und sich auch Quaddeln bilden, liegt ein urtikarieller Dermografismus (Urticaria factitia) vor.

Behandlung: Wie wird Nesselsucht therapiert?

Bei leichten Formen der Nesselsucht kann man sich selbst mit kühlenden Umschlägen helfen. Diese lindern den Juckreiz und halten Betroffene davon ab, sich zu kratzen.

 

Frau kühlt Nacken mit Medipack
Kühlende Umschläge lindern die Beschwerden bei Nesselsucht. © Peter Atkins – Fotolia

Halten der Juckreiz und der Hautausschlag länger an, sollte man einen Arzt aufsuchen. Er sucht nach den Ursachen des Hautausschlags und versucht diese mit geeigneten Mitteln zu bekämpfen. Die Suche nach den Ursachen erfolgt meist durch Allergie-, Kälte, Wärme oder Drucktests.

In manchen Fällen wird auch ein Differienzialblutbild gemacht. Ziel der Therapie bei akuter Nesselsucht ist es, vor allem die Ursachen zu bekämpfen, zum Beispiel durch das Vermeiden des Nahrungsmittels, das den Ausschlag verursacht.

Medikamente bei Nesselsucht

Bei einer Therapie von Nesselsucht stehen diverse Medikamente zur Behandlung zur Verfügung:

  • Antihistaminika

Dieses Medikament zählt zu den wichtigsten Medikamenten zur Behandlung von Urtikaria. Es hemmt die Wirkung von Histamin, welches als Botenstoff hauptsächlich für die Symptome der Nesselsucht verantwortlich ist. Eingenommen werden Antihistaminika meist als Tabletten, jedoch bei einer heftigen akuten Nesselsucht wird das Medikament auch als Infusion verabreicht.

  • Kortison (Glukokortikoide)

Bei schwereren Fällen von Nesselsucht muss Kortison eingesetzt werden. Verabreicht wird es in entweder in Tablettenform, als Infusion oder manchmal auch als kortisonhaltige Salbe. Kortison sollte als Behandlung jedoch nur kurzzeitig und niedrig dosiert eingesetzt werden, um das Risiko für Nebenwirkungen gering zu halten.

  • Leukotrien-Antagonisten

Dieses Medikament wirkt entzündungshemmend und antiallergisch. Es wird bei schwer behandelbarer Nesselsucht eingesetzt.

  • Immunsuppressiva

Es handelt sich um Arzneimittel, welche die Immunabwehr unterdrücken und bei chronischer Nesselsucht eingesetzt werden.

  • Gewöhnungstherapie:

Neben Medikamenten gibt es auch noch alternative Behandlungsmöglichkeiten.

Dazu zählt beispielsweise die sogenannte Gewöhnungstherapie („Hardening“). Diese wird eingesetzt, wenn bei einer Lichturtikaria kein Antihistaminikum hilft. Bei der Gewöhnungstherapie wird die Haut wiederholt mit Sonnenstrahlung versetzt. So kann sich der Körper langsam an das Licht gewöhnen. Eine solche Therapie darf erst nach einer ausführlichen ärztlichen Beratung und Untersuchung begonnen werden, denn sie kann den Betroffenen erheblich belasten.

Welche Naturheilverfahren wirken bei Nesselsucht?

Bei schweren akuten Schüben einer Urtikaria kommt man in den meisten Fällen um schulmedizinische Medikamente wie Antihistaminika und kurzfristige Kortison-Gaben nicht herum. Sie bremsen die Wirkung des Histamins und können so den Juckreiz sowie die entzündliche Reaktion stoppen.

Schulmedizinische Therapie können dennoch durch naturheilkundliche Verfahren ergänzt werden; bei leichteren Symptomen reichen diese teilweise sogar ganz allein aus.

Diese Naturheilverfahren haben sich bei Nesselsucht bewährt:

  • Akupunktur und chinesische Heilkräuter
  • Bäder (z. B. mit Salz aus dem Toten Meer, Eichenrinde)
  • Eigenblut-Therapie
  • Entspannungs-Verfahren
  • Klima-Therapie (Aufenthalte im Hochgebirge und am Meer)
  • Neural-Therapie
  • Enzym-Therapie
  • Heilfasten
  • Heilpflanzen (z. B. Brennnesseltee, Kümmelsamen, Nachtkerzenöl, Umschläge mit grünem Tee)
  • Homöopathie (Bienen- und Ameisengift, Eigenblut-Nosoden)
  • Vitalstoffe (z. B. Fischöl, Kalzium)

Entspannungs-Verfahren und -Bäder gegen Nesselsucht:

Unabhängig von den eigentlichen Auslösern können die Schübe bei einer chronischen Nesselsucht durch Stress und körperliche Anstrengung verstärkt oder erst zum Ausbruch gebracht werden. Deshalb sollte man, wenn man immer wieder neu von der Nesselsucht heimgesucht wird, ein Entspannungs-Verfahren erlernen, zum Beispiel:

  • progressive Muskelentspannung,
  • Yoga
  • Qigong
  • die Franklin-Methode
  • Indian Balance

Auch entspannende Bäder sind sinnvoll – insbesondere dann, wenn man diese mit hautberuhigenden Zusätzen versieht. Bei tiefer liegenden seelischen Konflikten – die Haut gilt nicht umsonst als „Spiegel der Seele” – sollte man auch eine psychotherapeutische Beratung oder Therapie in Erwägung ziehen.

Naturheilverfahren bei Nesselsucht

Kann man Nesselsucht vorbeugen?

Nesselsucht kann nicht vorgebeugt werden, da die Hauterkrankung in den meisten Fällen spontan entsteht. Grundsätzlich soll der Auslöser vermieden werden, aber das funktioniert natürlich nur, wenn dieser eindeutig identifiziert werden konnte. In bestimmten Fällen kann schon die Umstellung der Ernährung oder das Vermeiden von verschiedenen Medikamenten erfolgreich sein.

Bei einer Nesselsucht, die durch einen Druck ausgelöst wird, leisten spezielle Polster Abhilfe. Die Wärme- oder Kälteurtikaria wird durch die Vermeidung von Hitze- oder Kältequellen vorgebeugt.

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