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Kaffee ohne Koffein erhöht Ihre Blutfettwerte

Wenn Sie mehr als zwei Tassen entkoffeinierten Schonkaffee pro Tag trinken, müssen Sie mit einem Anstieg der freien Fettsäuren im Blut rechnen. (Foto: Rob Stark - Fotolia)

Wer hätte das gedacht: Entkoffeinierter Kaffee „schont“ zwar Ihren Blutdruck, aber nicht Ihre Blutfette – wenn Sie normalgewichtig sind. Wenn Sie mehr als zwei Tassen pro Tag von diesem Schonkaffee trinken, müssen Sie mit einem Anstieg der freien Fettsäuren im Blut rechnen. Und diese wiederum erhöhen das schlechte Cholesterin (LDL).

Zu diesem völlig unerwarteten Ergebnis kam eine Studie an 187 Probanden, die auf dem Jahrestreffen der amerikanischen Herzgesellschaft im November 2005 in Dallas/US-Bundesstaat Texas vorgestellt wurde.

Bei Normalgewichtigen führten mehr als zwei Tassen entkoffeinierten Kaffees pro Tag zu einem Anstieg der freien Fettsäuren um 18 % und einem Absinken des guten HDL-Cholesterins um fast 30 %. Bei den übergewichtigen Probanden (BMI > 25) stieg dagegen das gute HDL-Cholesterin um fast 50 %! Koffeinhaltiger Kaffee zeigte keinen Einfluss auf die Blutfettwerte, erhöhte jedoch den Blutdruck. Eine Erklärung für die unterschiedliche Wirkung des Schonkaffees hat der Studienleiter Dr. Robert Superko noch nicht. Er vermutet veränderte Stoffwechselprozesse bei Übergewicht.

Nur Tee ohne Milch beugt vor

Wenn Sie Ihren schwarzen Tee auf ostfriesische oder englische Art mit Milch trinken, sollten Sie Ihre Gewohnheit überdenken! Denn Milch blockiert die herzschützenden Catechine des schwarzen Tees, wie Forscher des Berliner Universitätsklinikums Charité herausgefunden haben.

Sie untersuchten per Ultraschall die Unterarm-Arterien von 16 gesunden Frauen, nachdem diese jeweils einen halben Liter Schwarztee pur, Tee mit 10 % fettarmer Milch und gekochtes Wasser pur getrunken hatten. Der Schwarztee verbesserte im Vergleich zu Wasser deutlich die Entspannungsfähigkeit der Arterien und erhöhte damit den Blutdurchfluss. Milch machte diesen Schutzeffekt jedoch zunichte, berichtete die Fachzeitschrift European Heart Journal im Januar 2007.

Als Ursache identifizierte das Team des Molekularbiologen Dr. Mario Lorenz drei Milcheiweiße, die sich mit den gefäßschützenden Catechinen im Schwarztee verbinden und diese dadurch blockieren. Diesen Effekt konnten die Forscher auch bei Tieren nachweisen.

Tipp: Wenn Sie Ihrem Herz und Ihren Gefäßen etwas Gutes tun wollen: Verzichten Sie ab sofort auf den Zusatz von Milch im Tee!

Kiwi

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