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PMS: Ursachen, Symptome, Behandlung & Tipps

Woran erkennt man PMS? Was kann man gegen PMS tun? Helfen Hausmittel? Fakten zu Hormone, Symptome, Beschwerden. Lassen Sie sich nicht einschränken!

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Unterleibs-Krämpfe im 4-Wochen-Takt und depressive Verstimmungen an den Tagen vor den Tagen – was viele belächeln und als Unpässlichkeit abtun, stellt in Wahrheit eine ernst zu nehmende Krankheit dar. Bis zu 50% aller Frauen im 3. und 4. Lebens-Jahrzehnt ereilt monatlich ein Prämenstruelles Syndrom  (PMS).

Doch was versteht man unter PMS? Welche Symptome deuten darauf und hin wie kann man PMS behandeln? Der folgende Artikel liefert Ihnen einen umfassenden Überblick über das prämenstruelle Syndrom.

Was ist PMS? – Definition

PMS
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Prämenstruelles Syndrom ist der vollständige Begriff, aus dem die Abkürzung PMS herrührt. Unter diesem fassen sich physische (körperlich) sowie psychische (seelisch) Beschwerden bei Frauen vor der Regelblutung zusammen. Die Symptome hören mit Eintreten der Regelblutung sofort auf.

Wie eingangs erwähnt, leiden bis zu 50 Prozent der Frauen unter dem prämenstruellen Syndrom. Bis zu 40 Prozent der Betroffenen erleben PMS als belastend und schmerzhaft. Typischerweise treffen hier viele Symptome aufeinander – dazu später mehr. Bis zu 8 Prozent der Frauen erlebt PMS so schlimm, dass man hier von PMDD (prämenstruelle Dysphorie) spricht. Die Beschwerden sind so enorm, dass der normale Alltag nicht zu bewältigen ist.

Hormone sind für das prämenstruelle Syndrom ausschlaggebend

Um zu verstehen, was PMS ist, beziehungsweise wie PMS zustande kommt, müssen Sie verstehen, was in Ihrem Körper in der Zeit des Zyklus bezüglich Hormone passiert. Denn: Alles, was Frauen empfinden, bezieht sich auf Hormone. Diese beeinflussen Frauen täglich – ohne das sie es wissen.

Im Körper einer Frau gibt es 3 bestimmte Hormone, die verschiedene Aufgaben haben und sie stark beeinflussen:

  • Östrogen
  • Progesteron
  • Testosteron

Die Aufgabe von Östrogen liegt darin, den Körper auf die zu befruchtende Eizelle vorzubereiten. Weiterhin ist Östrogen für die Hautdicke, Knochenstärke und Stimmungslage beziehungsweise Stimmungsschwankungen und die damit verbundene Reizbarkeit zuständig.

Progesteron – bekannt als Gelbkörperhormon – hat in der zweiten Zyklushälfte die Aufgabe die Gebärmutter auf die Schwangerschaft vorzubereiten. Entsteht keine Schwangerschaft, sinkt der Progesteronspiegel wieder ab.

Testosteron eher bei Männern bekannt und dort stark ausgeprägt, befindet sich in kleinen Mengen im weiblichen Körper. Die Aufgaben des Hormons: Es dient dem Aufbau und Erhalt der Muskulatur (Herz, Gebärmutter usw.). Weiterhin senkt es den Cholesterinspiegel und steuert die Lust auf Sex. 

Jedes dieser Hormone wirkt im Zyklus an unterschiedlichen Tagen mehr oder weniger, ist allerdings für Ihr Verhalten und die Stimmungsschwankungen ausschlaggebend. Der folgende Überblick gibt Ihnen eine Einsicht darüber.

Wann beginnt PMS und wie lange dauert der Zustand an?

TAGESEINHEITPOSITIVNEGATIV
Tag 1 bis 5 = Regelblutung
  • Nennt sich die Glücksphase.
  • Östrogen und Testosteron bilden sich
    • Optimismus wird ausgestrahlt
    • wachsendes Selbstvertrauen
    • Achten Sie auf die Ernährung, so verhindert man Heißhungerattacken
Tag 6 bis 12 = Östrogen und Testosteron steigen weiter
  • Sie fühlen sich wohl in Ihrer Haut
  • Sie sind weniger schmerzempfindlich
  • Keine negativen Anzeichen
Tag 13 = Östrogen befindet sich auf dem Höhepunkt
  • Das Gehirn arbeitet auf Hochtouren
    • Nutzen Sie solche Tage für wichtige Gespräche im Job
  • Effektivster Tag um einen perfekten Sporttag zu haben
  • Beste Zeit um mit dem Rauchen aufzuhören
  • Keine negativen Anzeichen
Tag 14 = Eisprung
  • Sie fühlen sich immer noch schmerzunempfindlich
    • Gesteigerte Lust auf Kuscheleinheiten
  • Hohes Verletzungsrisiko
    • Steigen Sie an diesem Tag auf Yoga um
Tag 15 bis 22 = Progesteron steigt
  • Sie strahlen eine enorme innere und nach außen erkennbare Ruhe aus
  • Fettverbrennung läuft in diesen Tagen auf Hochtouren
  • Keine negativen Anzeichen
Tag 23 bis 28 = Alle Hormone sinken = Alarm
  • Positive Anzeichen gibt es keine
  •  Heißhungerattacken steigen
    • Lust auf süßes, salziges usw.
  • Stimmungsschwankungen treten ein
    • man ist nervös und gereizt
  • Symptome von PMS treten jetzt auf

Das prämenstruelle Syndrom beginnt 7 bis 14 Tage vor der Regelblutung und endet mit Eintritt der Regelblutung. Wie stark die Beschwerden sich entwickeln, ist von Frau zu Frau unterschiedlich und kann sich von Monat zu Monat verschlimmern. In einigen Monaten kann es auch mal weniger sein. Der Gründe liegen hauptsächlich in der Ernährung oder beim Stress. 

Was sind die Symptome und Beschwerden von PMS?

Frau hält sich den Bauch vor Schmerzen
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Dank der Zeittabelle wissen Sie nun, in welchem Zeitfenster des Zyklus Sie mit welchen Symptomen zu rechnen haben. Leider werden Frauen nicht darauf vorbereitet, schlecht gelaunt zu sein. Meist merkt man das selber gar nicht, sondern wird von anderen daraufhin gewiesen.

Art und Stärke der Beschwerden fallen bei jeder Patientin unterschiedlich aus: Plagen die eine Dauer-Schmerzen in Bauch und Rücken sowie geschwollene, schmerzüberempfindliche Brüste, kämpft die andere mit Übelkeit, Blähungen, Durchfall oder Verstopfung.

Die Symptome sind von Frau zu Frau unterschiedlich stark vorhanden und ausgeprägt. Manch eine Frau hat “alle” Symptome, eine andere verspürt einzelne physische und psychische Symptome.

Beim prämenstruellen Syndrom ist das Nervensystem empfindlicher als sonst. In den Tagen vor der Periode können Sie gereizt, genervt, frustriert, müde, ausgelaugt und voller negativer Gedanken (Regelblutung-Depression) sein. Darüber hinaus stellen Angst-Zustände, Tränen-Ausbrüche, Erschöpfung, Reizbarkeit bis hin zu Aggressivität und Feindseligkeit oder das Gefühl der Überforderung keine Seltenheit dar.

Körperliche Beschwerden von PMS

  • Kopfschmerzen bis hin zu Migräne
  • Hautunreinheiten und/oder Hautreizungen
  • Schwindelattacken
  • Spannungsgefühl in den Brüsten
  • Übelkeit (teils kann man keine Nahrung zu sich nehmen) bis hin zum Ekelgefühl
  • Unterleibsschmerzen, verhäuft Unterleibskrämpfe
  • Hitzewallungen
  • Verstopfung/Blähungen
  • Rückenschmerzen
  • Schweißausbrüche
  • Wassereinlagerungen im gesamten Körper
  • Bewusstseinsstörungen (Lethargie)

Seelische Beschwerden bei PMS

  • depressive Verstimmungen
  • plötzlich auftretende Wutausbrüche (selbst innerhalb eines Gesprächs)
  • überaus ängstliches Verhalten
  • Schlafstörungen
  • Interessenlosigkeit
  • schwache bis starke Konzentrationsstörungen

Haben Sie sich hier wiedergefunden? Wenn ja, lesen Sie weiter, denn wir haben die besten Tipps und Hilfsmittel, die Sie in dieser Zeit unterstützen und es für Sie erträglicher machen.

Achtung: Einige Anzeichen ähneln sich mit denen einer Schwangerschaft. Allerdings werden Sie in der Schwangerschaft noch von Morgenübelkeit und starkem weißen Ausfluss betroffen sein. Sind Sie sich unsicher, was von beidem infrage kommt, suchen Sie einen Arzt auf!

Was sind die Ursachen des prämenstruellen Syndroms?

Was die Ursachen angeht, sind sich Mediziner nicht sicher. Als gesichert gilt: PMS steht in engem  Zusammenhang mit dem Menstruations-Zyklus. Allerdings gibt es vermutete Ursachen von PMS, welche wir Ihnen aufzeigen.

1. Potenzielle Ursache: Hormone

Es besteht die Möglichkeit, dass der Hormonhaushalt ins Ungleichgewicht geraten ist. Befallen sind die Hormone Progesteron und Östrogen. Wechselwirkung zwischen Botenstoffen und Progesteron – es besteht die Möglichkeit, dass Frauen darauf sensibel reagieren. Eine Schilddrüsenunterfunktion kann ausschlaggebend sein.

2. Potenzielle Ursache: Psychosziales Ungleichgewicht

Eventuell haben weiterhin psychosoziale Aspekte einen wesentlichen Einfluss auf die Krankheit. Nach Ansicht von Experten wirken sich auf das allmonatliche krankhafte Geschehen vor der Menstruation auch diese Punkte aus:

  • Dauerstress,
  • Depressionen,
  • Partnerschafts-Probleme
  • oder unerfüllter Kinderwunsch.

Um das herauszufinden, sollten Sie ein Tagebuch führen. In das tragen Sie ein, an welchen Tagen Sie welche Schmerzen haben. Vermerken Sie des Weiteren haargenau, wie Sie sich fühlen und was Ihnen positiv oder negativ auf die Seele schlägt.

Auf diese Weise beurteilen Sie, an welchen seelischen Problemen Sie zusätzlich arbeiten müssen, damit es Ihnen an den Tagen vor den Tagen besser geht.

3. Potenzielle Ursache: Äußere Faktoren

Nichtsdestotrotz sind es nicht nur medizinische Faktoren, die auftreten. Häufig sind es äußere Einflüsse, die die Symptome von PMS verstärken oder gar fördern. Zu ihnen gehören:

  • Stress
    • in der Familie
    • Beziehung
    • Job
    • allgemeine Konflikte
  • schlechte Ernährungsweise
    • viel Zucker
    • zu viel Fett
    • Alkohol
    • Koffein
    • zu wenige Vitamine
  • Zigaretten
  • kaum Bewegung
  • einzelne Medikamente
    • zum Beispiel abführende Mittel

Klar ist, dass man einige der äußeren Faktoren minimieren oder gar abstellen kann. Man muss es nur wollen. Gegen die medizinischen Ursachen gibt es Medikamente beziehungsweise Therapien – dazu kommen wir später in diesem Artikel.

Wie stellt der Arzt fest, ob man unter PMS leidet? – Diagnose und Behandlung

Finden Sie einige von den Symptomen bei sich wieder, machen Sie einen Termin zur Behandlung bei Ihrem Hausarzt oder Gynäkologen.

Dieser kann mit gezielten Fragen und einem Blutbild feststellen, ob es sich bei Ihren Beschwerden um PMS handelt.

Zudem kann er bestimmen, ob es sich um PMS handelt oder Sie an einer anderen Erkrankung leiden. Hilfreich ist es, wenn Sie vor dem Termin ein Tagebuch über mindestens 4 Wochen führen. Notieren Sie Beschwerden und Stärke dieser sowie Zeitpunkt der Periode.

Was man gegen die Symptome von PMS machen kann

Bevor wir uns den Behandlungsmöglichkeiten widmen, sei erwähnt, dass nicht jede Form von PMS mit Medikamenten behandelt werden muss. Denn es gibt eine Reihe von anderen “Therapien”, die Ihnen helfen können.

Tipps für leichte bis normalePMS-Beschwerden

  1. Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung. Dazu gehören Hülsenfrüchte, Haferflocken, Vollkornprodukte, Joghurt, Milch, Käse, Nüsse und grünes Gemüse.
  2. Verzichten Sie auf schwer verdauliche Lebensmittel und auf Fast Food.
  3. Vermeiden Sie Alkohol, Nikotin und Koffein.
  4. Bewegen Sie sich ausreichend. Machen Sie Spaziergänge oder Yoga.
  5. Besorgen Sie sich Mönchskapseln aus der Apotheke, diese stellen das hormonelle Gleichgewicht wieder her.

Tipps gegen starke Beschwerden durch PMS

Die oben genannten Tipps wenden Sie auch bei starken Beschwerden an. Zusätzlich sollten Sie Schmerzmittel im Haus haben. Gegen Wassereinlagerungen können Sie unter anderem Diuretika einnehmen und die Beine öfter hochlegen. Auch eine Massage kann Wassereinlagerungen verringern.

Durch eine gesunde Ernährung nehmen Sie ausreichend Vitamine zu sich. Eine Extraportion Magnesium und Kalzium schadet nicht – diese sind entweder als Kapsel oder Brausetablette in der Apotheke zu erhalten. Erkundigen Sie sich vorab über die Einnahme bei in Ihrer Apotheke. Magnesium dient der Entkrampfung und Kalzium bringt die Hormone wieder in Schwung.

Bei starken depressiven Verstimmungen helfen Antidepressiva. Dafür müssen Sie einen Termin zur Behandlung bei Ihrem Hausarzt oder Gynäkologen machen. Dieser entscheidet dann, ob es dringend notwendig ist.

Unabdingbar ist das Vermeiden von Stress. Nehmen Sie sich regelmäßig Auszeiten, nutzen Sie die Möglichkeit des autogenen Trainings oder der progressiven Muskelentspannung.

Medikamente gegen PMS

  • Rezeptfreie Wirkstoffe wie Ibuprofen, Paracetamol oder Acetylsalicylsäure lindern die Beschwerden in Unterleib, Rücken und Kopf. Vor dauerhaftem Gebrauch sei gewarnt, da diese Arzneimittel bei längerer Einnahme Magen-Probleme oder neue chronische Schmerzen verursachen.
  • Wenn Sie zu starker Regelblutung neigen, verzichten Sie auf Präparate mit Acetylsalicylsäure! Denn dieser Arzneistoff verdünnt das Blut und verstärkt den Blutverlust.
  • Der rezeptfreie Arzneistoff Butylscopolamin befreit von krampfartigen Unterleibs-Schmerzen.
  • Die Pille unterbindet Hormon-Schwankungen im Verlauf des gesamten Zykluses. Hormonell bedingte Schmerzen und psychische Beschwerden können durch das Verhütungsmittel nachlassen.

5 hilfreiche Sofort-Tipps zur Linderung von PMS Beschwerden

Ohren kneten: Um Ihre Stimmung anzuheben, nehmen Sie sich Ihre Ohrmuschel vor. Kneten Sie diese drei Minuten von oben nach unten durch. Dies können Sie mehrmals täglich ausüben.

Aromawickel: Diese helfen sehr gut bei einem harten Unterleib. Nehmen Sie sich dazu ein Tuch und tauchen Sie es in warmes Wasser – wringen Sie es aus. Geben Sie drei Tropfen Melissenöl (käuflich in der Drogerie) darauf. Machen Sie es sich auf dem Sofa oder dem Bett bequem und legen Sie sich das Tuch auf den Unterleib. Jetzt heißt es entspannen.

Hüften kreisen: Entspannung im Unterleib erreichen Sie, indem Sie Ihre Hüften kreisen. Dazu stellen Sie sich aufrecht hin und legen die Hände in die Hüften. Ziehen Sie große Kreise mit Ihrem Becken. Erst nach rechts anschließend nach links. Ziel ist die Auflockerung der Muskulatur und verringern von Krämpfen und Schmerzen.

Meditation: Legen Sie ein weiches Kissen auf den Boden, nehmen Sie eine entspannte Haltung ein und setzen Sie sich gerade hin. Atmen Sie die nächsten 10 bis 15 Minuten konzentriert in den Bauch ein und aus.

Wohl bekannt – kaum genutzt: Wenn alles nichts hilft, eines geht immer. Wärmflasche, guter Tee und ein Buch oder toller Film.

Ernährung zur Linderung von PMS-Symptomen

Salzarme, vitaminreiche Kost sollte v. a. bei Frauen mit PMS auf dem täglichen Speiseplan stehen. Dazu gehören:

  • Vollkorn-Produkte,
  • frisches Obst und Gemüse,
  • Fisch und Geflügel
  • sowie pflanzliche Öle mit ungesättigten Fettsäuren.

Krampfartigen Beschwerden beugen Sie mit magnesiumreichen Lebensmitteln vor. Das sind z. B.:

  • Milch-Produkte,
  • Vollkorn-Produkte,
  • Kartoffeln,
  • Nüsse
  • oder Magnesium-Präparate aus Apotheke oder Reformhaus.

Unter Ärzten ist die Wirksamkeit von Vitamin B-6 gegen die vielfältigen Symptome des prämenstruellen Syndroms (PMS) umstritten.

Daher wurden 9 Studien mit insgesamt 940 Frauen einer Gesamt-Analyse unterzogen und die Ergebnisse im British Medical Journal (318, 1999) veröffentlicht. Nach der Einnahme von Vitamin B-6 kurz vor und während der kritischen Zeit vor der erwarteten Monats-Blutung fielen die Beschwerden tatsächlich  schwächer aus:

Typische Probleme wie Reizbarkeit, Unkonzentriertheit, Kopfschmerzen, Völlegefühl und Magen-Darm-Beschwerden besserten sich; Brustpannen und Wasser-Ansammlung wurden als weniger belastend empfunden. Selbst depressive Verstimmungen hellten sich auf.

Die Zahl der behandelten Frauen ist für eine allgemeine Therapie-Empfehlung noch zu gering. Trotzdem sollten betroffene Frauen mit ihrem Arzt oder ihrer Ärztin über einen Versuch mit Vitamin B-6 sprechen. Da große Mengen davon schädlich sind, darf die Tagesdosis höchstens 100 mg betragen!

Welche Heilpflanzen helfen beim prämenstruellen Syndrom?

Wenn Sie unter den genannten Beschwerden vor der Periode leiden, können auch Heilpflanzen helfen. Wir stellen Ihnen 6 davon vor.

  1. Mönchspfeffer hilft bei Spannungsschmerzen in den Brüsten, Unterleib und Kopfschmerzen.
  2. Johanniskraut vertreibt schlechte Laune und lindert depressive Verstimmungen sowie Reizbarkeit
  3. Traubensilberkerze hat einen positiven Effekt auf Knochen, Herz, Scheide usw., was dem pflanzlichen Östrogen zu verdanken ist. Zudem unterdrückt Traubensilberkerze Stimmungsschwankungen.
  4. Passionsblume entspannt Sie in stressigen Zeiten, senkt somit die Reizbarkeit und wirkt sehr schnell.
  5. Soja unterdrückt auch Stimmungsschwankungen und damit verbundene Reizbarkeit.
  6. Salbei hemmt Schweißausbrüche und Hitzewallungen. Nehmen Sie dieses entweder in Tablettenform oder als Tropfen zu sich.

Bewegung und Sport bei PMS: Das sollten Sie wissen

Schmerzen ertragen und still vor sich hin leiden – schon längst gilt das nicht mehr als heldenhaft. Es nutzt weder Ihnen als Betroffener, noch Ihren Mitmenschen. Nach einer genauen Diagnose kann man PMS heute effektiv behandeln.

Darüber hinaus sorgen sportliche Aktivitäten sowohl vor als auch während der Tage für Ablenkung, etwa:

  • Laufen,
  • Radfahren,
  • Schwimmen
  • oder Gymnastik.

Wenn Sie sich schlecht fühlen, müssen Sie weder auf Bewegung noch auf Sport verzichten. Allerdings sollten Sie sich nicht überfordern und Kraftakte vermeiden – weniger ist mehr, lautet jetzt Ihre wichtigste Regel. Schweißtreibende Workouts sind weniger geeignet als schonende Ausdauer-Sportarten.

Versuchen Sie besonders intensiv auf Ihren Körper zu  hören, wenn Sie nicht auf dem Damm sind. Und natürlich sollten Sie jetzt auch nicht anfangen loszulegen, wenn Sie bislang keinen Sport betrieben haben.

Das Vorurteil, dass Frauen während ihrer Monatsblutung bettlägerig sind und viel Ruhe brauchen, ist glücklicherweise ausgemerzt. Gerade während der Regel tut Ihnen Bewegung besonders gut. Mediziner fanden heraus, dass Hochleistungs-Sportlerinnen jetzt Spitzenleistungen vollbringen. Die mit Blutungs-Beginn wieder ansteigende Östrogen-Ausschüttung macht Frauen besonders leistungsstark.

Andererseits werden beim Sport – etwa beim Laufen oder Schwimmen – Hormone ausgeschüttet, die sich positiv auf die Laune und das Schmerz-Empfinden auswirken. In etlichen Studien wurde festgestellt, dass Frauen, die regelmäßig Sport treiben, kaum Probleme mit ihrer Regel haben.

Unser Rat: Treiben Sie an Ihren Tagen wie gewohnt Sport, wenn Ihnen danach ist. Medizinisch spricht nichts dagegen – im Gegenteil. Haben Sie ein starke Blutung, lassen Sie es dennoch lieber etwas ruhiger angehen; aber das tun Sie wahrscheinlich ganz automatisch von selbst. Sollten Sie generell eher das Bedürfnis nach Wärme und Rückzug haben, können Sie dem aber auch ohne schlechtes Gewissen nachgeben und mit Ihrem Sport-Programm nach der Blutung wie gewohnt weitermachen.

Sport und Bewegung sind zudem das ideale Mittel  gegen schlechte Laune und depressive Verstimmung. Denn dabei bildet Ihr Körper Hormone, die das Stimmungsbild verbessern und insgesamt für innere Harmonie sorgen.

Dazu gehören z. B. die o. g. Endorphine, die chemisch gesehen mit den Opiaten verwandt und auch in ihrer Wirkung ähnlich sind. Besonders deutlich wird ihr Einfluss am sogenannten „Joggers High“; der Hochstimmung, die beim Laufen nach einiger Zeit eintritt. Es macht auch unempfindlicher gegen Schmerzen.

Ein anderes Hormon, das Ihr Wohlbefinden positiv beeinflusst, ist das Noradrenalin. Es wird ebenfalls bei sanfteren Bewegungs-Arten wie dem Tanzen ausgeschüttet. Beim Sex wird das Hormon Oxytocin vermehrt gebildet; es stimmt zärtlich und hellt die Stimmung auf.

Unser Rat: Laufen, schwimmen, hüpfen oder tanzen Sie schlechter Stimmung davon. Wichtig ist, dass Sie dies regelmäßig tun. Gehen Sie dabei möglichst an die frische Luft, denn Tageslicht und etwas Sonnenschein bringen Ihrer Laune ebenfalls einen Aufschwung. Selbst wenn Sie das Gefühl haben, sich zu nichts aufraffen zu können, sollten Sie in Bewegung kommen. Antriebslosigkeit ist ein Symptom des Durchhängens, das Sie durchbrechen müssen.

Was ist PMDS? – Die erweiterte Form von PMS

Eine noch akutere Form von PMS ist PMDS und bezeichnet die prämenstruelle dysphorische Störung, welche Frauen noch schlimmer als die eigentliche Form PMS belastet. Das Krankheitsbild ähnelt, dem von PMS, zeichnet sich aber durch einen Unterschied besonders aus – die seelische Komponente.

Betroffen sind vor allem die Frauen, die immer 100 % geben – als Mutter, als Kollegin, als Freundin und als Ehefrau. Denn so stark wie sie nach Außen scheinen, so verletzlich sind sie in der Psyche.

PMDS tritt ebenfalls in der zweiten Hälfte des Zyklus auf und verschwindet mit Eintreten der Regelblutung. Von dieser schweren Form der PMS sind bekannterweise 7 Prozent betroffen und wissen es meist nicht mal.

Das Problem: Viele Frauen wissen ihrer Leiden am PMS und lernen mit den somatischen Symptomen umzugehen, wenige wissen die der PMDS. Anzeichen für prämenstruelle dysphorische Störung können sein:

  • Depressive Stimmungslage
  • Aggressives/impulsives Handeln
  • Starke Streitigkeiten und heftige Auseinandersetzungen mit Familie, Freunden und Kollegen
  • Starke Konzentrationsstörungen
  • Vermindertes Interesse an sonst üblichen Unternehmungen
  • Starker Rückzug aus dem sozialen Umfeld
  • Aggressionen
  • Kaum fähig arbeiten zu gehen

Was sind die Ursachen von PMDS?

Mediziner behaupten, dass PMDS mit den Hormonen Progesteron und Östrogen in Verbindung stehen. Zumindest ist dies anhand von Stimmungstagebüchern und Erfahrungen eine gute Erklärung. Doch untersuchen kann man diese These nicht, da die Blutwerte bei PMDS nicht auffällig sind. Auch die Hormonwerte sind in Ordnung.

Wer kann bei PMDS helfen?

Der erste Weg einer erkrankten Frau ist der Gynäkologe. Allerdings kann er mit dem Begriff PMDS nicht viel anfangen. Deshalb suchen Sie Spezialisten auf.

  • Psychiater – bestenfalls spezialisiert auf endokrinologische Störung
  • Gynäkologische Endokrinologen
  • Hormonsprechstunden
  • Zentren für Frauengesundheit

Stimmungstagebuch hilft bei der Diagnose

Egal welchen der vorher genannten Experten Sie aufsuchen, eines sollten Sie in jedem Fall vorher schon unternehmen – führen Sie ein Stimmungstagebuch.

Das Stimmungstagebuch führen Sie über drei Monate. Starten Sie am besten mit dem ersten Tag Ihrer Regelblutung. In dieser Zeit sind Sie gefestigt. Achten Sie jeden Tag auf Veränderungen an sich selbst oder wenn Äußerungen von außen kommen. Dies notieren Sie in dem Tagebuch.

Diese Übersicht hilft dem Experten einen Zusammenhang zwischen den einzelnen Parametern zu erkennen. Außerdem kann so ausgeschlossen werden, dass Sie an einer psychischen Erkrankung leiden.

Was kann man gegen PMDS unternehmen?

Unbedingt einen Termin bei einem Arzt machen. Dann viel Ruhe und Zeit für sich. Instruieren Sie Ihre Familie und bitten Sie in dieser Zeit um Verständnis, sollte es zu ungeahnten Ausbrüchen kommen.

Was Sie bei der Ernährung beachten sollten und was Ihnen bezüglich Ernährung, Sport und pflanzlichen Präparaten helfen kann, entnehmen Sie dem Artikelteil von PMS.

Fazit zur Erkrankung PMS

Lassen Sie sich nicht sagen, dass Sie sich die Symptome vor der Regelblutung einbilden. PMS ist eine Erkrankung des weiblichen Körpers und kann von leichten bis starken Einschränkungen im Alltag führen. Wie Sie im Artikel lesen konnten, gibt es einiges an Behandlung, was Sie ohne chemische Medikamente für sich tun können, um sich vor schmerzenden Brüsten, Reizbarkeit und Verstimmungen vor der Regelblutung zu “schützen”. Das Beste ist allerdings, dass Sie sich viel Ruhe gönnen und Stress so weit wie möglich von sich wegschieben. Nutzen Sie einen Periodenkalender und führen Sie in diesem auch die Tabelle zum Zyklus. So wissen Sie für sich, wann was auf Sie zukommt und Sie können direkt vorbeugen.

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