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Kinderwunsch

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Viele glückliche Paare hegen oft den Wunsch eine Familie zu gründen und ein Kind zu bekommen, dass ihr gemeinsames Leben vollkommen macht.  

Doch nicht nur Menschen in langjährigen Partnerschaften sehnen sich danach, eine eigene kleine Familie zu gründen: Nicht selten besitzen auch alleinstehende Frauen und Männer den starken Wunsch ein Kind zu bekommen – auch ohne einen festen Partner an ihrer Seite. 

Während viele Frauen mit Kinderwunsch jedoch aufgrund finanzieller Unsicherheit und Partnerlosigkeit kinderlos bleiben, gibt es auch einige Frauen, die auf künstliche Befruchtung mit Spendersamen oder Adoption zurückgreifen und sich ihren Kinderwunsch letztendlich auch ohne feste Bindung erfüllen. 

Die Motive für den Kinderwunsch 

Die Ursachen, die einem Kinderwunsch zugrunde liegen, sind vielfältig, häufig unbewusst und von Person zu Person unterschiedlich. 

Das bedeutet, dass ein Kinderwunsch sowohl durch selbst-, paar- oder auch partnerbezogene Motive hervorgerufen werden kann als auch durch normative und soziale Auslöser.  

Selbstbezogene Gründe:  

  • Betrachtung der Familiengründung als Lebensaufgabe oder wahre Bestimmung 
  • Strategie zur Überwindung der Einsamkeit 

Paarbezogene Gründe: 

  • Kräftigung der Partnerschaft 
  • Rettung einer belasteten Beziehung 

Partnerbezogene Gründe: 

  • Der Frau/dem Mann die gewünschte Rolle als Mutter/Vater geben 

Normativ begründete Auslöser:  

  • Zugehörigkeit von Kindern zu einer Ehe, einer Partnerschaft oder zum Glück 

Sozial bedingte Gründe:  

  • Erfüllen des Wunsches der eigenen Eltern nach einem Enkelkind 

Infolgedessen wird der Kinderwunsch sowohl von gesellschaftlichen, sozialen und kulturellen Faktoren als auch individuellen, persönlichen und intrapsychischen Aspekten beeinflusst.  

Faktoren, die den Kinderwunsch beeinflussen 

Nicht jede Frau oder jeder Mann hegt jedoch den Wunsch nach Kindern: Insbesondere Frauen werden von vielen Sorgen und Ängsten rund um die Familiengründung geplagt. So zögern viele Frauen lange bei der Entscheidung, ob sie Kinder bekommen.  

Vor allem Frauen, die sich zunächst selbstverwirklichen oder auch eine bestimmte Karrierestufe erreichen wollen, besitzen große Zweifel hinsichtlich der Familienplanung. 

Dabei nehmen sowohl die persönliche Unabhängigkeit und finanzielle Belastung sowie die Weigerung, die klassische Rollenverteilung von Frau und Mann anzunehmen, großen Einfluss auf die letztendliche Entscheidung der Frau. 

Ungewollt kinderlos – die Fruchtbarkeit sinkt im Alter 

Aus diesen Unsicherheiten können jedoch fatale Konsequenzen entstehen, denn die Fruchtbarkeit der Frau nimmt mit zunehmendem Alter stetig ab. 

Die Folge: Die vertagte Familiengründung führt nicht selten zu einer Risikoschwangerschaft im Alter oder einem unerfüllten Kinderwunsch.  

Demgegenüber gibt es jedoch auch Frauen, die trotz dem Wunsch nach einer eigenen Familie unfreiwillig kinderlos bleiben.  

Unerfüllter Kinderwunsch: Definition, Ursachen und die Auswirkungen auf die Partnerschaft 

Während bei manchen Paaren die Familiengründung reibungslos verläuft, gibt es auch Pärchen die über Monate hinweg vergeblich versuchen schwanger zu werden – jedoch ohne Erfolg. Der gemeinsame Wunsch nach einer eigenen Familie geht nicht in Erfüllung. 

Dabei gilt ein Kinderwunsch jedoch erst als unerfüllt, wenn ein Paar trotz regelmäßigem Geschlechtsverkehr selbst nach einem Jahr noch kein Kind erwartet. 

Die Folge:  

  • Erste Zweifel und Sorgen um die eigene Fruchtbarkeit und die des Partners treten auf. 
  • Der Druck schwanger zu werden belastet das Paar immerzu. 
  • Die Beziehung wird auf eine harte Probe gestellt. 

So belastet ein unerfüllter Kinderwunsch die Partnerschaft

Ein unerfüllter Kinderwunsch ist enorm belastend für die Partnerschaft, da sowohl Mann als auch Frau um die eigene Fruchtbarkeit fürchten. Nicht selten geht diese schwierige Zeit mit einer Distanzierung vom Partner, unberechtigten Vorwürfen und dem ungewollten Ausüben von Druck auf dem Lebensgefährten einher.  

Die harmonische Zeit der Familienplanung wird zu einer ernsten Krisensituation, die im schlimmsten Ausmaß sogar zur Trennung führen kann. 

Physische und psychische Ursachen des unerfüllten Kinderwunsches

Doch ein unerfüllter Kinderwunsch muss nicht zwangsläufig einer körperlichen Ursache wie zum Beispiel Unfruchtbarkeit zugrunde liegen.  

Neben physischen Ursachen können ebenfalls psychische Belastungen wie Stress, Druck und innere Ängste sowie Suchtmittel wie Alkohol und Nikotin die Fruchtbarkeit negativ beeinflussen.  

Daher sollten Pärchen zunächst versuchen ihre Fruchtbarkeit auf natürliche Weise zu fördern und so die Chance auf eine Schwangerschaft gezielt zu erhöhen.  

So steigern Sie die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft 

Der richtige Zeitpunkt ist entscheidend 

Das Zeitfenster, in dem eine Frau am fruchtbarsten ist, liegt kurz vor dem Eisprung beziehungsweise an dem Tag selbst. Der Eisprung findet dabei rund 14 Tage nach dem ersten Tag der letzten Periode statt. 

Um also die Wahrscheinlichkeit einer Befruchtung und somit einer Schwangerschaft zu erhöhen, sollte ein Paar also vor allem in diesen Tagen miteinander schlafen. 

Die Ernährung und ihr gezielter Einfluss auf die Fruchtbarkeit 

Die Ernährungsweise steht im direkten Zusammenhang mit der Fortpflanzungsfähigkeit, da eine unzureichende Versorgung mit den nötigen Nährstoffen die Fruchtbarkeit negativ beeinflussen kann. 

Achten Sie daher auf eine ausgewogene, gesunde sowie vollwertige Ernährung, die Ihren Körper mit den notwendigen Vitaminen und Mineralstoffen versorgt. So können Sie Ihre Fruchtbarkeit mit den richtigen Lebensmitteln gezielt fördern und erhöhen die Chance auf eine Schwangerschaft. 

Suchtmittel: Vermeiden Sie Alkohol und Nikotin 

Alkohol und Nikotin stellen nicht nur in der Schwangerschaft riskante Risikofaktoren da. Stattdessen können diese Genussmittel vor allem in der Zeit, in der ein Paar versucht schwanger zu werden, die Chance einer Befruchtung stark mindern und so einer Schwangerschaft im Wege stehen.  

Verzichten Sie daher weitestgehend auf den übermäßigen Verzehr von Alkohol und hören Sie komplett mit dem Rauchen ab.  

Unter- und Übergewicht vermindern die Fruchtbarkeit 

Das Körpergewicht spielt beim Schwangerwerden eine überaus wichtige Rolle, da sowohl Unter- als auch Übergewicht die Fruchtbarkeit stark beeinträchtigen kann. 

Während es bei Frauen mit starkem Übergewicht schnell zu Funktionsstörungen der Eierstöcke sowie einem unregelmäßigen Zyklus kommen kann, bleibt der Eisprung und die Monatsblutung bei untergewichtigen Frauen meist ganz aus. 

Starkes Übergewicht äußert sich bei Männern in einer verminderten Spermienproduktion und -qualität. Untergewichtige Männer dagegen leiden nicht selten unter einer eingeschränkten Hodenfunktion. 

Die Folge: Eine Empfängnis wird erschwert und die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft ist gering. 

Körperliche Fitness unterstützt die Empfängnis 

Regelmäßige körperliche Betätigung trägt nicht nur zum allgemeinen Wohlbefinden bei, sondern fördert im richtigen Ausmaß sogar die Fruchtbarkeit.  

Dabei regt Sport den Stoffwechsel an und baut sowohl Stress als auch überflüssige Fettpölsterchen ab. Bei Frauen wird aufgrund der körperlichen Aktivität zudem die Insulinausschüttung reguliert und so der Hormonhaushalt optimiert.  

Bei Männern hingegen steigert die regelmäßige körperliche Betätigung den Testosteronspiegel und verbessert somit die Spermienqualität. 

Der Einfluss von Stress und Druck auf die Fruchtbarkeit 

Körperlicher und psychischer Druck sowie Stress bringen den natürlichen Hormonhaushalt des Mannes und der Frau durcheinander. Der belastete Körper reagiert mit einer verminderten Fruchtbarkeit.  

Daher sollten Sie stets versuchen anhaltenden Stress sowie Druck von außen zu vermeiden. Selbst wenn es mit der Schwangerschaft nicht auf Anhieb klappt: Entspannen Sie sich und genießen Sie lieber diese wundervolle Zeit, in der Sie gemeinsam mit Ihrem Lebenspartner ihrer Familienplanung entgegensehen. 

Je entspannter und lockerer Sie an diese Sache rangehen, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass Sie schwanger werden. 

Starker Schlafmangel führt zur Unfruchtbarkeit 

Regelmäßiger und ausreichender Schlaf spielt beim Kinderwunsch ebenfalls eine bedeutende Rolle, da der Schlafrhythmus direkten Einfluss auf den Hormonhaushalt hat und somit auch auf den Eisprung der Frau.  

So kann eine Kombination aus anhaltendem Stress und starkem Schlafmangel den Eisprung verzögern oder sogar verhindern und so die Fruchtbarkeit enorm beeinträchtigen. 

Schlafen Sie daher ausreichend und geben Sie Ihrem Körper die Chance sich vom stressigen Alltag zu erholen. 

Unfruchtbarkeit: So erfüllen Sie sich Ihren Kinderwunsch trotzdem 

Wurde bei Ihnen oder Ihrem Partner eine Unfruchtbarkeit diagnostiziert, ist das häufig ein großer Schock für beide Beteiligten. Insbesondere für ein Paar, das einen starken Kinderwunsch hegt, stellt die Aussicht, gemeinsam keine Kinder zeugen zu können, eine große Belastung dar.  

Doch je nach Diagnose gibt es heutzutage viele verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, die eine Schwangerschaft trotz eingeschränkter Fruchtbarkeit ermöglichen.  

So können Paare zum Beispiel auf eine Eizellenspende oder auch eine künstliche Befruchtung, die von einer einfachen Samenübertragung über die Befruchtung der Eizelle in einem Reagenzglas reicht, zurückgreifen.  

Allerdings gibt es immer noch Paare, bei denen es trotz künstlicher Befruchtung nicht mit dem eigenen Kind klappt. Um dem Wunsch nach einer Familie trotzdem zu erfüllen, entscheiden sich viele Paare daher für einen anderen, nicht weniger komplizierten Weg – die Adoption. 

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