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So gesund ist die Aubergine

(Foto: pilipphoto — Adobe Stock)

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Sie sind lila, eiförmig und haben nur einen schwachen Eigengeschmack. Richtig zubereitet sind sie jedoch ein Genuss – und darüber hinaus ist Aubergine gesund. Auberginen enthalten wertvolle Nährstoffe, viele Ballaststoffe und können verschiedenen Krankheiten vorbeugen. Außerdem haben sie wenig Kalorien und helfen beim Abnehmen. Zum Rohverzehr ist die Aubergine jedoch nicht geeignet, da sie Gift- und Bitterstoffe enthält, die sie ungenießbar machen.

Warum ist die Aubergine gesund?

Zu 93 Prozent bestehen Auberginen nur aus Wasser. Dadurch sind sie Kalorienarm (nur 17 Kilokalorien auf 100 g Frucht). Aus botanischer Sicht sind Auberginen eine Frucht und kein Gemüse, sie stammen aus der Familie der Nachtschattengewächse, zu denen auch Tomaten gehören. Sie enthalten viele Vitamine und Mineralstoffe, darunter:

  • 5 mg Vitamin C auf 100 g, was die Abwehrkräfte stärkt und eine antioxidative Wirkung hat.
  • 14 mg Magnesium auf 100 g, was der Körper für den Eiweißstoffwechsel sowie eine gesunde Funktion der Muskeln benötigt.
  • 203 mg Kalium, das zur Regulation des Blutdrucks beiträgt, sowie an der Weiterleitung von Nervenimpulsen im Körper beteiligt ist.
  • 12 mg Kalzium, das die Knochen und Zähne stärkt.
  • 31 μg Folsäure, die für das Zellwachstum essenziell ist, insbesondere bei ungeborenen Babys.
  • 45 μg Betacarotin, das im Körper in Vitamin A umgewandelt wird und sowohl die Haut vor schädlichen Umwelteinflüssen schützt als auch sich positiv auf die Sehkraft auswirkt.
  • 3 g Ballaststoffe, die langanhaltend satt machen, die Verdauung ankurbeln und den Darm bei der Ausscheidung von Giftstoffen unterstützen.

Wertvolle Antioxidantien wie Cholorgensäure regulieren den Cholesterinspiegel und regen den Blutfluss im Gehirn an. In der Schale sind außerdem Phenolsäure und Anthocyane enthalten. Diese schützen die Zellen vor schädlichen Einflüssen aus der Umwelt und regulieren den Blutdruck. Phenolsäure kann sogar die Entstehung von Tumorzellen hemmen.

Wie gefährlich sind die Bitterstoffe in der Aubergine?

Auberginen enthalten Bitterstoffe, die roh verzehrt eine giftige Wirkung haben. Die Alkaloide Anatabin und Solanin schlagen in großen Mengen auf den Magen-Darm-Trakt und lösen Erbrechen und Übelkeit aus.

Allerdings ist der Gehalt an Solanin in Auberginen niedrig beziehungsweise es kann vom Körper nicht gut aufgenommen werden, wodurch die Gefahr einer Überdosierung gering ist. Nur Kochen entfernt das Solanin aus Auberginen – im Anschluss sollte das Kochwasser weggegossen werden, da der Bitterstoff sich darin anreichert. Grillen oder Braten reduziert das Solanin nicht, was allerdings nicht problematisch ist. Moderne Auberginen sind so gezüchtet, dass sie wenig Solanin enthalten, und in kleinen Mengen hat der Stoff sogar eine positive Wirkung. Er senkt beziehungsweise reduziert:

Studien des Western Regional Research Center weisen sogar darauf hin, dass Alkaloide krebshemmende Eigenschaften haben. Somit müssen Sie sich um die vermeintlichen Giftstoffe in Auberginen keine Sorgen machen, denn aufgrund der geringen Menge, in der sie nur in den Früchten enthalten sind, sind sie nicht schädlich, sondern sogar nützlich. Außerdem verzehren Sie Auberginen in der Regel eh nicht roh, da das nicht schmeckt.

Tipp für die Zubereitung: Berücksichtigen Sie bei der Zubereitung von Auberginen, dass diese Fett aufsaugen wie ein Schwamm. Arbeiten Sie daher mit nicht zu viel Öl, sonst leidet der Geschmack.

Sind Auberginen gesund – auch bei Autoimmunerkrankungen?

Aufgrund ihres niedrigen Kohlenhydrate-Gehalts sind Auberginen ein gesundes Lebensmittel für Diabetiker. Wer jedoch unter Autoimmunerkrankungen leidet, wie zum Beispiel Psoriasis (Schuppenflechte) oder Multipler Sklerose, der sollte es mit dem Verzehr von Auberginen nicht übertreiben.

Sie können das sogenannte „Leaky-Gut-Syndrom“ auslösen, so wie andere Nachtschattengewächse auch. Dieses Syndrom lässt den Darm durchlässig werden, wodurch schädliche Stoffe in den Blutkreislauf gelangen können, was wiederum andere Autoimmunerkrankungen auslösen kann. Auberginen und andere Nachtschattengewächse sind bei Autoimmunerkrankungen nicht tabu, sollten jedoch nur in Maßen verzehrt werden.

Welche Auberginensorten gibt es?

Auberginen gibt es in deutschen Supermärkten meist nur in dunkelviolett und oval. Diese Sorte heißt Barbetane und ist bei uns die bekannteste unter den Auberginen. Dabei ist die Sortenvielfalt deutlich größer und es gibt zahlreiche verschiedene Auberginensorten in weiß, gestreift, gemasert, weiß-grün oder sogar rot, darunter:

Antigua: Sie ist lila-weiß gestreift und hat ein weiches Fruchtfleisch

Little Spooky: Sie ist weiß und hat ein weiches Fruchtfleisch.

Orangenprinz: Sie ist von außen grün-orange und hat ein festes Fruchtfleisch, wird beim Kochen allerdings schnell bitter

Udmalbet: sie ist oval, dunkelviolett-weiß gestreift und schmeckt fruchtig, bei etwas festerem Fruchtfleisch

Gilo Brasil: Sie ist länglich, hat orangerote Früchte und eine Konsistenz wie festkochende Kartoffeln.

Goyo Kumba: Sie stammt aus Afrika, ist rund und bei Reife wird sie leuchtend rot, sodass sie optisch an Tomaten erinnert.

Woher kommen Auberginen?

Ursprünglich kommt die Eierfrucht Aubergine aus Indien. Doch auch in China wurde die Eierfrucht schon in der Zeit vor Christus angebaut. Im 13. Jahrhundert gelangte die Aubergine durch die Sarazenen aus Arabien nach Spanien, von dort nach Italien und schließlich in die anderen Länder Europas. Heutzutage ist sie eines der wichtigsten Lebensmittel der mediterranen Küche und in vielen Ländern wird gerne und viel mit Aubergine gekocht. In Griechenland gibt es einen beliebten Auberginensalat, im Nahen Osten gibt es die aus gegrillten Auberginen hergestellte Paste Baba Ganoush und in einem französischen Ratatouille ist die Aubergine fester Bestandteil. Auberginen schmecken vom Grill, angebraten in der Pfanne, als leckerer Dip oder überbacken aus dem Ofen.

Fazit: Mit Aubergine gesund ernähren

Im Rahmen einer gesunden Ernährung mit viel Obst und Gemüse, Vollkornprodukten und gesunden Fetten haben Auberginen einen festen Platz, da sie gesundheitsfördernde Eigenschaften haben und viele Nährstoffe enthalten. Sie stärken die Abwehrkräfte, sind gut für das Herz-Kreislauf-System, fördern das Zellwachstum, stärken die Knochen und Zähne und unterstützen bei der Regulation des Blutdrucks. Außerdem wirken die Bitterstoffe in der Aubergine entzündungshemmend und sogar krebshemmend, zumindest wenn sie nur in Maßen verzehrt werden.

Bei Autoimmunkrankheiten sollte das Nachtschattengewächs Aubergine nur in Maßen verzehrt werden, um den Darm nicht zu schädigen. Auberginen stammen ursprünglich aus Asien und haben nach ihrer Verbreitung in Europa einen Siegeszug in vielen südeuropäischen Küchen angetreten. Ihr Geschmack variiert je nach Sorte, von denen es viele verschiedene gibt. Die Schale von Auberginen ist lila, weiß, grünlich, rot oder gestreift und ihr Fruchtfleisch kann fest oder weich sein. Am besten wird die Aubergine gegrillt, gebacken oder gekocht und kann anschließend mit Kräutern verfeinert werden.

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