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Osteoporose – Vorsicht Pharma-Gemauschel!

In einem spannenden Thriller um die Einführung eines neuen Osteoporose-Präparats geht es übel – und leider auch sehr realitätsnah – zu: (Foto: dimdimich - Fotolia)

Vor einiger Zeit las ich schon zum 2. Mal einen genialen Thriller mit dem Titel „Das Pharmakomplott”.

Ich bekam das Buch von einer Freundin geschenkt, die in der Pharma-Industrie arbeitet. Ihr Kommentar: „So geht es wirklich bei uns zu.” Ich wollte es erst kaum glauben, denn in diesem spannenden Buch geht es wirklich übel zu.

Realistischer Osteoporose-Krimi

Der Thriller handelt von einem neuen Osteoporose-Präparat, das mit großem Brimborium eingeführt werden soll. Das Unternehmen hegt große Umsatz-Erwartungen. Damit sich diese erfüllen, muss der Markt „vorbereitet” werden.

Mit allerhand PR-Manipulationen und bezahlten Mietmäulern – sprich Medizinern, die für Geld alles erzählen, auch Pharma-Prostituierte genannt – soll in der Öffentlichkeit der Eindruck entstehen, dass Osteoporose eine Volkskrankheit ist und viel mehr Frauen als bislang behandelt werden müssen – selbstverständlich mit dem neuen Präparat.

Gezielt werden auch die Selbsthilfe-Gruppen in die Marketing-Kampagnen eingebunden. Inzwischen bekannt gewordene Nebenwirkungen werden gekonnt vertuscht.

Zufälligerweise bekommt die Mutter der Marketing-Leiterin, die das Produkt zu betreuen hat, dieses von ihrem Gynäkologen verschrieben – im übrigen der völlig falsche Facharzt für die Knochen-Erkrankung. Sie entwickelt unter der Therapie eine schwere Kiefer-Nekrose. Der Knochen beginnt sich auszulösen.

Die Tochter ist hoch alarmiert und beginnt, Nachforschungen anzustellen. Sie sticht in ein Wespennest und stellt fest, dass in ihrem und anderen Unternehmen mit ähnlichen Produkten (Biphosphonaten) allerhand an Studien über Nebenwirkungen unter den Teppich gekehrt wurde.

Und dann geht es richtig ab: Industrie-Spionage, Bestechung, Erpressung, Diebstahl – alles dabei.

So sieht es in der Realität aus

Zeitgleich las ich in einer Medizin-Zeitschrift etwas, das mir – noch gefangen von dem Buch – den Atem raubte: „Fast 8 Mio. Betroffene und doch noch zu wenig Aufmerksamkeit für die Osteoporose.”

Es ging um die Auftakt-Pressekonferenz zweier Unternehmen, die ihre bundesweite Informations-Kampagne „Weckruf Osteoporose” vorstellten. Denn sie brachten gerade neue Präparate gegen Osteoporose auf den Markt.

Meines Erachtens sollten diese in großem Stil unter die Frauen gejubelt werden, die wahrscheinlich niemals an einer Osteoporose erkranken werden. Denn die Zahl 8 Mio. stimmt sicher auch nicht –garantiert!

Osteoporose vorbeugen – Das können Sie tun

Mein Tipp: Bleiben Sie körperlich und geistig in Bewegung, das hält Knochen und Rückgrat stark!

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