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Phytopräparate sind besser erforscht als synthetische Medikamente

Forscher der Universität Bern haben vor drei Jahren die Qualität wissenschaftlicher Studien zur Therapie mit Heilpflanzen analysiert. Darüber berichtet mein Chefredakteurskollege Dr. Ulrich Fricke von “Länger und gesünder leben” in seinem Spezialreport “Heilen mit Pflanzen”.

Die Wissenschaftler wählten stichprobenartig 89 veröffentlichte Untersuchungen aus und verglichen sie mit ebenfalls zufällig ausgewählten Studien zu schulmedizinischen Medikamenten.

Nur Prozent der Studien zur Schulmedizin waren tatsächlich von hoher Qualität und wissenschaftlich nicht anzuzweifeln. Von den Phytomedizin-Studien entsprachen jedoch 21 Prozent den höchsten wissenschaftlichen Standards.

Allerdings hängen die Studienergebnisse bei Heilpflanzen stark vom jeweiligen Präparat ab. Bei schulmedizinischen Wirkstoffen ist es in der Regel gleichgültig, mit welchem Präparat die Studie durchgeführt wurde. Die Ergebnisse sind auf Konkurrenzprodukte mit demselben Wirkstoff übertragbar.

Anders bei pflanzlichen Medikamenten: Auch wenn sie aus derselben Heilpflanze gewonnen werden, haben sie nicht unbedingt eine identische Wirkung. Beispiel Kamillenblüte: Wässrige Extrakte haben beispielsweise vorwiegend entzündungshemmende Eigenschaften.

Gänseblümchen

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Dagegen wirken die mit Alkohol herausgelösten Bestandteile eher entkrampfend. Wenn Sie eine Studie als Grundlage für Ihre Kaufentscheidung machen, sollten Sie daher stets darauf achten, mit welchem Präparat die Untersuchung durchgeführt wurde.

 

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